Beiträge von AmSee13

    Nun, das war mehreres, was mir da nach und nach auffiel.

    Zum einen sackte mein Entschluss, nur ein oder eventuell ein zweites Glas zu trinken, schon beim Trinken des ersten Glases in sich zusammen. Vorher fest entschlossen, nur ein Glas zu trinken, bereute ich diesen Entschluss schon, bevor das Glas überhaupt leer war, und trank dann doch noch eins und noch eins…

    Das machte mich noch nicht so wirklich nachdenklich, weil ich trotzdem noch rechtzeitig aufhören konnte und zwar wenn ich irgendwie sozusagen einfach satt war und es noch lustig fand.


    Wirklich nachdenklich wurde ich erst durch Folgendes:

    Kennst du den Punkt/ Pegel, bis zum dem dein Konsum von dir als positiv empfunden wird, stimmungsaufhellend wirkt und antriebssteigernd? Kennst du auch schon das, was danach kommt, wenn du über diesen Punkt hinweg bist?

    - Diesen Punkt/ Pegel, bei dem die Stimmung aufgehellt ist und der Antrieb gesteigert, habe ich zu erreichen versucht, wenn ich z.B. einen Geburtstagsbesuch vorbereiten musste. Ich konnte diese Vorbereitungen wie auch den Besuch depressionsbedingt nicht einfach so bewältigen. Mit Alkohol kriegte ich das alles hin.

    Das ging eine Weile gut, aber dann kam es, dass ich diesen Punkt/ Pegel nicht mehr halten konnte, stattdessen kippte es bei mir in Erschöpfung, Müdigkeit, Leere, ziemlich miese Stimmung. Das geschah mehr als einmal, obwohl ich mir vornahm, moderat zu trinken. Ich hab den Alkohol nicht wild in mich hineingeschüttet, sondern nach und nach das eine oder andere Glas geleert. Die Menge ist mir dabei noch nicht mal so richtig aufgefallen. Plötzlich war’s (unbemerkt) nur immer zu viel.

    Übrigens hatte ich am Folgetag keinen sogenannten Kater, ich fühlte mich „nur“ körperlich und psychisch erschöpft. Alkohol trank ich in den Folgetagen nie, brauchte das nicht, wollte das nicht.

    Und dann mir wurde auf ein Mal bewusst, dass sich meine Menge schleichend mächtig gesteigert hatte. Am Ende war’s mehr eine Flasche, nach der ich genug hatte…

    LG
    AmSee

    Hallo Thomson,
    herzlich Willkommen in unserem Forum. :welcome:
    Schön, dass du zu uns gefunden und dich ein wenig vorgestellt hast.


    Gerade habe ich mir einige Vorstellungen durchgelesen. Ich muss zugeben, dass es sehr gut getan hat Eure Lebensgeschichten zu lesen. Vielen Dank für das Teilen Eurer Erfahrungen.

    44. Danke für deine Rückmeldung.

    Verstecke zu haben oder regelmäßig zu trinken, um den Pegel halten zu können, oder irgendetwas „anzustellen“ gehört zweifellos schon zur Spitze des Eisberges, das eigentliche Problem kann schon sehr viel länger vorhanden sein, auch wenn man noch wochen- oder monatelang sogenannte „Trinkpausen“ einrichten kann.

    Ein entscheidendes Zeichen ist meines Erachtens, dass dir selbst bei deinem Konsum mulmig geworden ist. Und aus eigener Erfahrung kann ich dich nur dazu beglückwünschen, dass du der Sache nachgehen willst.

    Ich selbst, 50, w, inzwischen seit über zwei Jahren zufrieden abstinent, hatte auch keine Verstecke, hab nix angestellt und konnte (noch) nach Belieben Trinkpausen einlegen. Was mir aber zunehmend unheimlich wurde und weshalb ich mich dann auch hier angemeldet habe, war, dass mein Konsum mir zu entgleiten begann. Obwohl ich mir immer wieder moderaten, kontrollierten Konsum fest vorgenommen hatte, kam der „Durst“ beim Trinken.

    Erst durch die Konfrontation mit dem Thema und durch die Erfahrungsberichte anderer wurde mir klar, wo ich bereits stand und wohin ich auf dem besten Wege war. Daraufhin habe ich dann die Reißleine gezogen und bin abstinent geworden.

    Definitiv nicht zu meinem Schaden, ganz im Gegenteil. Von meinen Depressionen werde ich zwar aller Voraussicht nach nicht mehr geheilt werden können, aber die Abstinenz und die damit verbundene sogenannte „Selbstfürsorge“ haben zweifellos eine enorme Linderung gebracht.


    Ob du mit Alkohol deine Depressionen zu behandeln versuchst, kannst du z.B. selbst herausfinden, indem du dich fragst, ob Alkohol wegen seiner Wirkung konsumierst, ob du mit dem Konsum gewisse Erwartungen einer positiven Veränderung deiner Stimmung, deines Gemütszustandes verbindest.


    Das Tückische am Alkohol ist, dass er anfangs stimmungsaufhellend wirkt. Welchen Preis man tatsächlich dafür zahlt, ist nicht unbedingt offensichtlich. Mir selbst wurde das, obwohl ich mit dem Thema eigentlich schon ein bisschen vertraut war, erst so richtig am eigenen Leib klar, als ich abstinent geworden bin.


    Falls du irgendwelche Fragen an uns haben solltest, nur heraus damit.

    Viele Grüße
    AmSee

    Hallo Sunnylady,
    herzlich Willkommen in unserem Forum. :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin 50, w, zufrieden abstinente Alkoholikerin und mein Vater war nicht funktionierender Alkoholiker.

    Wenn ich dich richtig verstehe, suchst du dir Austausch, weil du dir Gedanken um das Trinkverhalten deiner Partners machst. Schau dich hier im Forum ruhig ein wenig um, vielleicht kommt dir beim Lesen der Erfahrungsberichte anderer das eine oder andere vertraut vor.
    Sehr interessierte und wertvolle Informationen findest du auch unter unseren Erstinformationen.

    Sofern du irgendwelche Fragen hast, nur heraus damit, entweder hier in diesem von dir begonnenen Faden oder unter einem neuen Thema unter der Rubrik „Angehörige“. - Oh, ich sehe, dass du gerade ein Thema eröffnet hast.

    Viele Grüße
    AmSee


    Die Gruppe hatte mich auch gewarnt über das was kommen würde wenn ich kontrolliert trinken möchte..

    Du bist nicht der erste und wirst wohl auch nicht der letzte sein, der trotz aller Warnungen hofft, dass kontrolliertes Trinken möglich sei.
    Ich hab das auch mal gehofft, aber auch mir war’s nicht wirklich möglich. Schon während des ersten Glases war mein Vorsatz, es bei einem oder zwei Gläsern zu belassen, dahin.
    Letztlich war es erheblich leichter für mich, es ganz sein zu lassen.



    MeinAnsatz selbst ist die Frage gibt es unterschiedliche Suchtgruppen denen es leichter fällt als anderen oder sprechen wir hier doch teilweise von einer Krankheit?

    Darf ich dich fragen, warum das für dich eine Rolle spielt? Wenn du’s nicht kontrollieren kannst, ist es doch gar nicht wichtig, ob andere das hinkriegen. Oder glaubst du, du kriegst es hin, nur dass deine Familie und Freunde kein Verständnis haben und nicht „mitspielen“? Es klingt für mich so, als suchtest du trotz allem einen Ausweg, weiter Alkohol konsumieren zu dürfen. Oder suchst du eine zu dir passende Gruppe?

    Zum Thema, das dich beschäftigt, kannst du z.B. in unserer Linksammlung fündig werden, darin haben wir zum Beispiel einen Artikel zur „Neurobiologie der Sucht“ verlinkt.

    Grüße
    AmSee

    Hallo, Fliegender Holländer,

    Willkommen in unserem Forum.

    Du hegst da offenbar eine recht innige Liebesbeziehung zum Alkohol. Wohin sie dich führt, geht dir, wie es scheint, gerade so langsam auf.

    Was würde dir denn helfen, diese (zerstörerische) Liebesbeziehung auflösen zu können? Mehr Information, mehr Eigenwille, mehr Druck von außen, mehr körperliche Ausfallerscheinungen, ….?

    Dass sich bei dir gerade alles um den Alkohol dreht, hat sehr wahrscheinlich mit der Wirkung von Alkohol auf das Belohnungszentrum zu tun.

    Sogenannte Belohnungsbotenstoffe werden auf natürlichem Wege nur durch entsprechende körperliche und/oder geistige Anstrengung ausgeschüttet. Alkohol kürzt das ab, ohne sich dafür anstrengen zu müssen.

    Sofern du also zufriedene Abstinenz anstrebst, wirst du dich auf Entdeckungsreise machen müssen, was dir auf natürliche, gesunde Weise Freude macht bzw. dich interessiert.

    Nach über zwei Jahren Abstinenz kann ich dir sagen, dass es ich trotz z.T. erheblicher gesundheitlicher Einschränkungen ein sehr viel glücklicheres, zufriedeneres Leben führe als zu der Zeit, als ich noch gesoffen habe, und dass ich den Alkohol kein bisschen vermisse.

    Grüße
    AmSee

    Huhu Dagny. :blumen2:

    Es gibt inzwischen Mehreres zu dem ich dir gerne meine Gedanken teilen möchte….

    Zum Motorradfahren: Oh ja, da kann ich sehr gut nachvollziehen, wie’s dir damit geht. :)
    Bei mir war das MEIN Projekt, als ich aus der Klinik, in die ich wegen schwerer Depression gegangen war, herauskam. Ich habe mir damit einen vergessenen Traum erfüllt. Und auch mir fiel das Lernen alles andere als leicht und da ging’s auch nicht um Teilnahme am Straßenverkehr, sondern tatsächlich um die Praxis des Motorradfahrens.
    Doch ich hab’s denn doch gelernt und brauchte noch nicht einmal mehr Fahrstunden als andere. ;D
    Und als ich mir im vorletzten Jahr denn doch mein Traumbike zulegen konnte und es mir überhaupt nicht mehr zu groß und zu schwer war, schwebte ich wie auf Wolken. Nur selber fliegen oder auf dem Rücken des Glücksdrachens Fuchur aus „Die unendliche Geschichte“ reiten dürfte noch schöner sein. ;)

    Nun dazu:


    Dabei muss ich erwähnen, ich distanziere mich auf keinem Fall von den Problemen von den anderen, besonders wenn die Hilfe brauchen. Und bin überzeugt, wenn man sich auspricht, das ist wichtig und auch hilft. Und wenn ich jemandem noch helfen kann, mit Word oder Tat, tue ich das sehr gerne.

    Da habe ich an meine eigene innere Einstellung früher denken müssen, die ich SO inzwischen abgelegt habe.
    Doch, ich distanziere ich mich inzwischen von den Problemen anderer, auch wenn sie Hilfe brauchen, und das hat etwas mit Selbstschutz und Selbstfürsorge zu tun.

    Früher bin ich stets über meine eigenen Kräfte und Bedürfnisse hinweggegangen, andere kamen stets zuerst. Und ich fand das ok, denn ICH war ja nicht wichtig.

    Und dann kam der Punkt, da konnte ich nicht mehr….

    Und da erst habe ich mühevoll gelernt, was Selbstfürsorge ist.

    Im Laufe meiner Regeneration lernte ich dann auch kennen, dass es sogenannte „Energiefresser“ gibt. Das sind Menschen, die dir ihre Not und ihr Elend schildern, häufig mit viel Drama dabei, die aber selbst nichts an ihrer Situation ändern wollen und für alles, was du anbietest ein „Aber“ parat haben.
    Ich spürte damals mitunter erst im Anschluss an so ein Gespräch, wie mir schleichend meine eigene Energie ausgesaugt worden war und wie erschöpft ich nach dem Gespräch war.
    Einmal war ich nach dem Gespräch mit einer Freundin von mir so fertig, dass es mir drei Tage lang psychisch richtig schlecht ging.
    Seither achte ich darauf, mich nicht mehr auf solche Energiefresser einzulassen.

    Und dann habe ich an mir selbst entdecken müssen, dass ich mitunter das Gefühl gehabt hatte, dass jemand meinen Rat, eine Lösung oder Hilfe brauchte, dabei wollte er/sie einfach nur mal jammern.
    In dem Fall habe ich mich darum bemüht, ggf. erstmal nachzufragen, was diejenige oder derjenige überhaupt möchte. Jammern höre ich mir inzwischen meist nur noch dann an, wenn ich dazu gerade die Kraft oder die Energie oder auch die Lust habe, denn ich musste lernen, mit dem bisschen Energie, was ich mitunter nur habe, besser zu haushalten.


    Und dann gibt’s noch Situationen, in denen ich wohl helfen möchte, selbst aber nicht die Kraft, Energie oder auch die Zeit dafür habe. Dann gehe ich nach Möglichkeit nicht über mich und meine Bedürfnisse hinweg, zum einen, weil ich aus Erfahrung weiß, dass ich mir das nicht leisten kann, zum anderen, weil ich von Erwachsenen Menschen erwarten darf, dass sie selbst für sich sorgen und für sich selbst ins Handeln kommen. In solchen Fällen besteht die Hilfe ggf. nur in einem Hinweis oder einer Adresse.


    Dass du dich nach diesem Erlebnis mit deiner Mutter wie ein Mülleimer gefühlt hast, kann ich echt gut nachvollziehen. Wäre mir an deiner Stelle nicht anders gegangen.


    Und in dem Moment habe ich für mich auch gesagt und ihr dann auch, dass dies Ihre Probleme und nicht meine sind und die müssen mit Vater das unter einander lösen, d.h. Entscheidung treffen - leben sie weiter zusammen, dann müssen sie selber entscheiden, wie sie das Leben so gestalten, dass beiden angenehm wäre. Wenn sie nicht zusammenleben wollen, müssen sie das auch selber entscheiden und sich treffen. Ich will nicht seit zig Jahren andauernde gegenseitige Beschuldigungen anhören.

    44.

    Liebe Grüße
    AmSee

    Huhu Dagny,
    ich hab grad nicht die Zeit, alles genau zu lesen und dann zu antworten, aber dazu MUSS ich eben schnell antworten:

    MEGA! :))
    Ich kann das soooooooooo gut nachvollziehen! Ich hab diesen Schein ja auch erst spät gemacht, vor inzwischen fast 7 Jahren, und ich halte das nach wie vor für eine der besten Entscheidungen in meinem Leben.
    Freue mich mit dir und für dich, dass du daran auch so große Freude gefunden hast. 44.

    Liebe Grüße
    AmSee


    Ich bemühe mich keine Userin zu sein die einmal schreibt um dann in der Versenkung zu verschwinden.


    44. ;)


    Ja,es würde mir leichter fallen nichts zu trinken wenn wir nichts im Haus hätten,aber nein sagen muss ICH.

    Genau so ist das.
    Gewiss wäre das leichter und so manchem Frischling wird geraten, sein Zuhause alkoholfrei zu gestalten, um sich der Gelegenheit und möglichen Triggern zu entziehen.
    Die Möglichkeit hast du jetzt gerade nicht, also wirst du deinen eigenen Weg finden müssen.

    Susanne hat dir diesbezüglich schon einen guten Tipp gegeben: „Danke, heute nicht.“


    Wir haben hier in der Umgebung einige AA Gruppen.
    Vielleicht eine Anlaufstelle?

    Einen Versuch wär’s sicherlich wert.
    Ich selbst kenne die AA nur durch meine Eltern und weil ich als Teenager mal da war, seit damals bin ich (inzwischen 50.) nicht wieder zu so einer Gruppe hingegangen, weil’s ZU MIR irgendwie nicht passte.
    Ich weiß aber von einigen, dass sie sich dort wohlfühlen. - Meiner Mutter haben ihre AA-Gruppen eine ganze Weile viel Halt gegeben. - Wieder einige besuchen vor Ort andere Gruppen.
    Es gibt ganz unterschiedliche Gruppen und die eine AA-Gruppe kann z.B. wiederum ganz anders sein, als die andere AA-Gruppe.
    Der Vorteil solch einer Gruppe vor Ort besteht auf jedenfalls darin direkte Ansprechpartner und hilfreiche Kontakte vor Ort zu haben.
    Wenn du magst und kannst, schau dir ruhig mehrere Gruppen an, ob und/oder wo du dich wohl fühlst. Im Netz dürfest du entsprechende Adressen finden.

    Ansonsten kannst du natürlich auch hier Fragen stellen und nach Anregung suchen.

    Wichtig ist - und ich hab den Eindruck, dass du das schon erkannt hast - INS HANDELN KOMMEN musst du selbst, das kann dir niemand abnehmen.

    Und: Ein Schritt nach dem anderen!

    Viele Grüße
    AmSee

    Hallo Viermalvier,
    ich weiß nicht, ob du nochmals reinschaust oder auch nur eine von denen bist, die sich nur einmal melden und dann nicht wieder, dennoch nehme ich mir jetzt die Zeit, etwas näher auf dich einzugehen.

    Deine Alkohol-Biographie ist so verlaufen wie die vieler anderer, die irgendwann im Laufe ihres Lebens die Kontrolle verloren haben. Mir zum Beispiel ist es da nicht viel anders ergangen.


    Ich weiß das ich volle Verantwortung für mein Handeln trage,muss aber sagen das mein Mann es mir nicht leichter macht.
    Ich habe ein Alkoholproblem!!!
    Er trinkt noch weitaus mehr und sieht das anders. Seine Eltern waren Alkoholiker und meine Mutter ist es nicht.
    Ich weiß also wovon ich rede.

    Das liest sich für mich, als wenn du dich in der Verteidigung siehst, dass du tatsächlich Alkoholikerin bist und dass du (noch) nicht davon los kommst, weil er, dein Mann, dich nicht in deinem Bemühen, nicht mehr zu trinken, unterstützt.


    Wir führen das Lebens meiner Schwiegereltern weiter,welches ich immer verabscheut habe.
    Ich habe Angst vor der Zukunft. Angst es neben einem alkoholzugewanten Partner nicht zu schaffen aufzuhören.

    Immerhin ist dir klar geworden, dass dir das Leben so, wie es JETZT ist, nicht gefällt. Und dass du Angst hast, es an seiner Seite nicht zu schaffen mit dem Alkohol aufzuhören, ist vollkommen verständlich und eigentlich auch normal. Andere Wege zu gehen als die bislang bekannten und vertrauten, sorgt nun einmal mindestens für Unbehagen.

    Was bräuchtest du denn, um deinen Wunsch nach Veränderung auch umsetzen zu können?
    Eine Perspektive? Werkzeug? Eine Anlaufstelle? …

    Der Vorsatz „Ich möchte nicht (mehr) trinken“ allein funktioniert bei dir offensichtlich nicht sonderlich gut….

    Grüße
    AmSee

    Hallo Viermalvier,
    herzlich Willkommen in unserem Forum. :welcome:

    Ich habe jetzt gerade zwar nicht die Zeit, dir ausführlich zu antworten, hole das aber später nach.
    Komm jetzt erstmal in Ruhe hier an und lies dich ein wenig bei uns durch.
    Hast du dich schon mal in unseren Erstinformationen umgesehen?
    Vielleicht ergeben sich daraus ja ein paar weitere Fragen, die du uns stellen könntest.

    Du deiner Frage: Ja, hier gibt es durchaus Menschen, die solche Erfahrungen gemacht haben wie du und sich aus den Klauen des Alkohols und was so dazu gehört befreien konnten.

    Viele Grüße
    AmSee


    wikende091 yep, mir geht es gut so wie es im Leben halt, mit Tiefen und Höhen :)
    Viel passiert, die Zeit vergeht so schnell. Das einzige bleibt unverändert - Gott sei Dank, ich geniesse jeden Tag ohne Alkohol, ohne "wenn" und "aber", egal wie der Tag am Ende ist. Und möchte, dass es so bleibt.

    P.S. ich versuche in den nächsten Tage paar Zeilen in meinem Thema zu schreiben.

    Huhu Dagny,
    ich antworte dir darauf mal kurz in deinem Faden.

    Schön von dir zu hören und dass es dir soweit gut geht. wikende091

    Ich hab dich auch nicht vergessen, schließlich gehörst auch du zu meinen Anfängen hier. :)

    Liebe Grüße
    AmSee

    Für alle, die diese Zahlen gerne mal umrechnen möchten auf entsprechende alkoholische Getränke:

    0,5 l Bier entspricht 20 g reinen Alkohols
    0,2 l Wein entspricht 18 g
    0,1 l Sekt. entspricht 9 g
    0,02 l Schnaps entspricht 5,5 g

    Quelle:
    https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/sites/default/…C3%A4nke_vf.pdf

    Übrigens:
    1 Liter reiner Alkohol wiegt etwa 800 g.

    Hallo Ladark,
    herzlich Willkommen in unserem Forum. :welcome:

    Nach allem, was ich selbst als Angehörige eines Alkoholikers weiß und was ich bei vielen Angehörigen gelesen habe, kann ich dir sagen, dass dich dein Bauchgefühl mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht trügt. Es ist nicht unwahrscheinlich, die Zeichen sprechen sogar sehr dafür, dass er trinkt, auch wenn er es dir gegenüber abstreitet.

    Es kann gut sein, dass er nur für die MPU abstinent und beim Therapeuten gewesen ist und nicht für dich. Nach dem, was du berichtest, wirkt dein Partner auf mich wie ein Alkoholiker, der sich selbst sein Problem (noch) nicht eingestanden hat. Aus seiner Perspektive hat er den Alkohol im Griff und war ja nur ne Weile „emotional abhängig“.


    Ps - er hat ansonsten keine therapeutische Maßnahmen in Anspruch genommen oder Plan, diesen Anspruch zu nehmen

    Natürlich nicht, denn aus seiner Perspektive hat er kein Problem. Aus seiner Perspektive haben die anderen, die seinen Alkoholkonsum hinterfragen, ein Problem. Diese Perspektive ist mir selbst leider gut vertraut, weil ich selbst ebenfalls alkoholabhängig geworden war.

    Ein Alkoholiker, der sein Problem selbst nicht erkannt hat und dann von sich aus angehen will, ist, das zeigt sich leider immer wieder, von außen nicht zu erreichen. Im Gegenteil betrachtet er den, der ihm seinen Alkohol wegnehmen will, als Feind bzw. als Bedrohung. Ich selbst hab meinem Mann übelgenommen und mich falsch eingeschätzt gefühlt, wenn er mich auf meinen Konsum und die vielen leeren Flaschen ansprach.

    Verneinen und Lügen ist bei einem „nassen“ Alkoholiker übrigens keine Seltenheit. Damit lässt sich nämlich Stress vermeiden.


    Was allerdings viel schlimmer wiiegt und das eigentliche Problem ist: unsere bis dahin wieder anlaufende Partnerschaft stagniert beziehungsweise er redet sich ein, dass er mit mir nicht glücklich werden könne, weil wenn er mich ansähe, sein falsch beziehungsweise Alkoholverhalten wieder vor Augen hätte??? Und dann wieder Angst hat das Trinken anzufangen???

    Eine solche Aussage sollte dich wirklich nachdenklich werden lassen, ob DU mit ihm überhaupt eine Beziehung aufrecht erhalten willst. Wenn er trinken will, wird er dafür nämlich immer einen Grund finden. Und ist es nicht außerordentlich geschickt und gleichzeitig ziemlich hinterhältig, dich als Grund für einen Rückfall vorzuschieben?


    Was verletzend dazu kommt. Er hat wohl auch im Herbst eine neue Bekanntschaft gemacht und bildet sich ein, damit glücklicher werden zu können????

    Das klingt ganz danach, dass er eine Bekanntschaft gefunden hat, die es ihm bequemer macht und ihn (noch?) nicht auf seinen Alkoholkonsum angesprochen hat.


    Ich empfehle dir, dich mehr in dieses Thema einzulesen. Du wirst hier jede Menge Informationen und eine ganze Reihe Erfahrungsberichte anderer Angehöriger finden. Vielleicht findest du du etwas von deinen Erfahrungen wieder.

    Richtig und gut für dich war ganz gewiss deine Entscheidung, dir eine eigene Wohnung zu nehmen. Versuche nun noch deinen Fokus auf dich und deine Bedürfnisse zu lenken. So etwas geht in der Beziehung zu einem „nassen“ Alkoholiker nämlich leider allzu schnell unter, weil sich eigentlich immer alles um den Alkoholiker dreht.

    Viele Grüße
    AmSee

    Hallo Larry,
    schön mal wieder von dir zu lesen und dass es dir gut auf deinem neuen Weg geht. 44.

    Danke fürs Teilen. 44.

    Gelegentliche Panikattacken sind mir (leider) vertraut. Es ist zwar deutlich besser bei mir geworden, aber ganz weg ist es noch nicht. Inzwischen hab ich immerhin meist eine Ahnung, woher das kommt, und kann es in der Regel selbst bewältigen. Ich bin zu meinem Glück vor etwas mehr als einem Jahr an einen Therapeuten gekommen, der bei meinen Problemen sehr geholfen hat.


    Ich glaube ich kann mich langsam leiden 😀.

    Das freut mich sehr für dich. Ich kann, weil’s mir selbst mit mir ähnlich gegangen ist, recht gut nachvollziehen, was du damit meinst. ;)



    Das hat ganz schön lange gedauert und es ist so schade, dass ich nun fast 42 Jahre auf der Erde bin und mich selbst erst jetzt sehe.

    Anders wäre es gewiss schöner gewesen, aber es dürfte seine Gründe gehabt haben, warum es nicht so war.
    Ich selbst hab übrigens länger dafür gebraucht als du. ;) Ich schaue aber nicht mehr auf das, was nicht war bzw. ich nicht hatte, sondern ich erfreue mich stattdessen immer wieder und immer öfter an dem Wunder, wie es jetzt ist. Ich kann mich Dank wirklich guter professioneller Hilfe endlich sehen und das, was ich endlich sehen/ wahrnehmen kann, kann ich recht gut leiden. :)

    Viele Grüße
    AmSee

    Hallo Rainbow,
    ich weiß nicht so recht, was ich mit diesen allgemeinen Vorwürfen anfangen soll, berechtigt finde ich es jedenfalls ganz und gar nicht, zu so einer Art Rundumschlag auszuholen.

    Mir ist insbesondere nach diesem deinem letzten Abschiedspost immer weniger klar, WAS du hier eigentlich gesucht hast. nixweiss0

    Du schriebst letztens, dass du bei deiner Anmeldung hier einen „Fahrplan“ unter Absprache mit deinem Hausarzt hattest. Davon hattest du bislang gar nichts geschrieben. Nach und nach kam lediglich heraus, DASS du derzeit trinkst und nicht aufhören kannst.

    Mit Greenfox scheinst du nicht klar gekommen zu sein, sowas kann vorkommen, dass man mit jemand nicht klar kommt, schließlich sind Menschen nun einmal verschieden. Doch außer ihm gab’s hier ja noch andere, die dir geantwortet haben, und mit denen du nach eigener Aussage klarkamst…. Erst auf deine Vorwürfe ihm gegenüber in diesem Abschiedsfaden hat sich Susanne geäußert. Was sie sich dabei gedacht hat und warum sie sich überhaupt geäußert hat, ist meines Erachtens anschließend durch die Diskussion deutlich geworden.


    ICH empfinde dieses Forum als einen Club von sehr Wenigen, welche noch dazu gern unter sich bleiben
    (PN).

    In einem anderen Forum, das ICH kenne, ist es nicht anders, dass man die Neuankömmlinge erst einmal kennenlernen will, BEVOR man sie für weitere Bereiche freischaltet. Das dient dem Schutz der Nutzer. In jenem Forum findet übrigens mit noch trinkenden Alkoholikern nahezu gar kein Austausch statt.



    Ich habe nächtelang gelesen, vieles war gut .... steht aber auch in all den ähnlichen Foren...

    Was Wunder …. :devilsmile:


    den Austausch hätte ich gebracht.

    Hast du meines Erachtens bekommen… Dass du mit diesem Austausch nicht gut zurecht gekommen bist, liegt nicht unbedingt an den Nutzern, die dir geantwortet haben…

    Nun, vielleicht findest du ja anderswo das, was DU gesucht hast.

    Ich wünsche dir viel Glück auf deinem weiteren Weg.

    Grüße
    AmSee

    Hallo SoberCat,
    auch von mir ein herzliches Willkommen in diesem Forum. :welcome:

    Meine Gratulation zu deinem mehr als einem halben Jahr in Frische und Nüchternheit. 44.

    Nur kurz zu mir, da ich seit gestern krank darniederliege: Ich bin seit mehr als zwei Jahren nüchtern unterwegs und damit überaus zufrieden und glücklich. Dieses Forum hier war mir bei meinem Weg eine wertvolle Unterstützung.

    Schau dich hier ruhig ein wenig um, vielleicht kannst du von dem einen oder anderen Erfahrungsbericht etwas für dich mitnehmen.

    Ein Austausch kommt hier übrigens meist erst zustande, wenn konkrete Fragen gestellt werden. ;)

    Viele Grüße
    AmSee


    Die Berechtigung, um Hilfe zu bitten, wird von niemandem gewährt und gehört niemandem.
    Es ist ein Gefühl der inneren Art. Idealerweise auch dann vorhanden, wenn im Außen jemand
    sagt "Nein", mit Erläuterung ("ich kan/will gerade nicht") oder ohne.

    Sie ist keine Eintrittskarte in ein unfreiwilliges Bündnis mit irgend jemandem.
    Und es geht auch nicht ums Kapern, sich dran hängen oder sonst welchen Unfug treiben.

    Das finde ich ziemlich treffend präzisiert. Und es geht meines Erachtens in beide Richtungen. Es ist weder eine Eintrittskarte für den um Hilfe Bittenden noch eine Eintrittskarte für den, der der Bitte um Hilfe nachkommt.
    Nach meiner Beobachtung und Erfahrung wird das von beiden Seiten mitunter nicht bedacht, dabei wäre es wichtig und für beide Seiten hilfreich, sich dessen bewusst zu sein oder bewusst zu werden.

    Diesen Ausführungen kann ich voll zustimmen, WENN die Perspektive des „Helfers“ denn die ist, dass seine „Hilfestellung“ vom Hilfesuchenden auch möglichst umgehend umgesetzt werden müsse.
    Ob das hier bei jemandem von uns der Fall ist, kann ja jeder bei sich selbst prüfen.

    Mitunter beobachte ICH es aber auch so, dass ein „Hilfesuchender“ - besonders, wenn er noch unter Alkoholeinfluss steht oder sich als Angehöriger noch mitten in seiner Co-Abhängigkeit befindet - den Unterschied zwischen „Fördern“ und „Fordern“ nicht erkennt.

    Konkret auf Rainbows Fall nun bezogen: Die Frage nach KONKRETEN Plänen zum Ausstieg muss nicht zwangsläufig eine „Forderung“ sein, mit der Erwartung, dass diese auch unmittelbar umgesetzt wird.
    Sie könnte auch als „Fördern“ verstanden werden. Gerade weil Rainbow sich, wie sich sich vor ihrem „Abschiedsfaden“ geäußert hat, hier wohl fühlte und demnach hier einigermaßen angekommen ist, hätte sich aus der Frage nach konkreten Plänen ein möglicherweise im positiven Sinne unterstützender Austausch über das „WIE?“ und seine Schwierigkeiten ergeben können.


    Ich finde übrigens, dass hier eine interessante Diskussion zustande gekommen ist, die sich ganz gut für einen Faden zum Thema „Helfer - Helfersyndrom“ eignen würde.

    Grüße
    AmSee

    Hallo Rainbow,
    aus der Diskussion hier geht meines Erachtens deutlich hervor, warum Nutzer auf deine Posts so oder so reagieren bzw. so oder so antworten.

    Es bleibt nun an dir, was du daraus machst.

    Statt einfach zu gehen und möglicherweise so weiter zu machen wie bisher, könntest du den „Gegenwind“ hier auch als Chance nutzen, deine Probleme/ Baustellen anzugehen.

    Freundliche Grüße
    AmSee