Beiträge von AmSee13

    Hallo Snowflake,
    ich kann dir leider keine ärztliche Diagnose geben, ob sie Entzug hat, ins Dilirium fällt oder Flüssigkeitsmangel oder andere körperliche Ursachen hinter den Symptomen liegen, kann nur ein Arzt klären.
    Wenn du dir ernsthaft Sorgen um den Gesundheitszustand deiner Freundin machst, rate ich dir, ggf. den Notarzt zu rufen.
    Deine Freundin mag vielleicht nicht ins Krankenhaus gehen wollen, aber du musst dabei auch an dich denken und ggf. Selbstschutz betreiben, indem du die Verantwortung für sie an Menschen abgibst, die ausgebildet sind, zu beurteilen, ob ihr Leben gefährdet ist.
    Wenn ihr nämlich etwas geschieht, könntest du dir das nie verzeihen.

    Viele Grüße
    AmSee

    Hallo und nochmals herzlich Willkommen, Linda. :welcome:

    Danke für deine Vorstellung, so kann ich etwas mehr abschätzen, was dich hierher geführt hat. Mir ist allerdings noch nicht ganz klar, wo du gerade stehst, deshalb möchte ich dir noch ein paar Fragen stellen.

    Kurz aber erstmal zu mir: Ich bin 50, w, Alkoholikerin und ich lebe seit bald zwei Jahren abstinent, was mir sehr gut bekommen ist. Mit deinem Krankheitsbild bin ich etwas vertraut, auch wenn ich selbst nicht darunter leide, sondern an einer anderen psychischen Erkrankung. Eine sehr gute Freundin von mir hat aber BPS.

    Nun zu meinen Fragen: Bist du wegen deiner psychischen Erkrankungen in ärztlicher Behandlung und, wenn ja, hast du das Thema Alkohol dort schon mal angesprochen?

    Trinkst du zur Zeit noch regelmäßig und entdeckst gerade, dass du nicht mehr ohne Alkohol zurecht kommst?


    Dass du den Alkohol zur Selbsttherapie missbraucht hast, kann ich recht gut nachvollziehen, ich hab das selbst auch gemacht und kenne daher das, was du als „Urlaub“ beschreibst.

    Das Problem dieses Alkoholmissbrauchs hast du allerdings inzwischen auch schon kennengelernt. Er macht es nicht wirklich besser, sondern man kommt sozusagen vom Regen in die Traufe.

    Diese unerträglichen Gedanken, wider besseren Wissens doch zum Alkohol zu greifen, haben etwas damit zu tun, dass dein Gehirn, genauer dein Belohnungszentrum gelernt hat, dass es mit Alkohol zumindest für eine Weile besser geht. Die negativen Seiten sind dort nicht gespeichert. Dass dein Gehirn das einmal gelernt hat, lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Das einzige, was du tun kannst, ist, neue Wege kennenzulernen, zu gehen und einzuüben, bis sie sozusagen selbstverständlich werden.

    Nur mit Vernunft wirst du gegen diese unerträglichen Gedanken nicht ankommen, das hat mit bestimmten Botenstoffen zu tun, die ausgeschüttet werden, wenn dich etwas triggert.


    Aufgrund deiner Erkrankungen hast du noch mehr mit den unterschiedlichen Reizen zu tun als „normale“ Menschen. Daher bist du bzw. ist dein Gehirn noch mehr gefordert und du zum Teil überfordert. Umso mehr wirst du, wenn du keine andere Wege zum Umgang mit den verschiedensten Reizen und deine Erkrankung findest, mit den Gedanken, dir wenigstens zeitweise mit Alkohol etwas Linderung zu verschaffen, zu tun haben. Wohin dich das aber wiederum führt, merkst du gerade.

    Ich rate dir auf jeden Fall, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Hast du das DBT-Training schon kennengelernt? Im Umgang mit deiner Erkrankung dürfte dir das eine sehr große Hilfe sein.

    Was sich allgemein bei Suchtdruck bewährt hat, ist, viel Wasser zu trinken, denn ist der Bauch erst voll, verringert sich der Druck. Als Sofortmaßnahme ist das jedenfalls hilfreich, langfristig müssen aber weitere Strategien her, möglichst auch, damit es gar nicht erst zu Suchtdruck kommt. Solche zu dir passenden Strategien wirst du dir nach und nach erarbeiten, je länger du dich mit dem Thema beschäftigst.

    Hast du dich in unserem Info-Bereich schon ein bisschen umgesehen? Unter dem Thema Bewahrung der eigenen Abstinenz durch „Selbstfürsorge“ haben wir zum Beispiel ein paar hilfreiche Informationen zusammengestellt.


    Ich hoffe, das hilft dir erstmal weiter. Bis…. ?

    Viele Grüße
    AmSee

    Hallo und herzlich Willkommen, Linda,
    magst du dich unter der Rubrik „Vorstellung“ etwas näher vorstellen, damit wir uns ein Bild von dir machen können und was dich hierher geführt hat?

    Hast du jetzt gerade Suchtdruck und suchst deswegen Hilfe?

    Viele Grüße
    AmSee

    Hallo IMR,
    aus deiner Vorstellung geht für mich nicht genau hervor, wie vertraut du mit der Problematik bist, dass/ wenn deine Partnerin ihre (psychischen) Probleme mithilfe von Alkohol therapiert.

    Alkohol ist in seiner Wirkung für jemanden mit psychischen Problemen sehr verlockend, er scheint so viel besser und schneller zu wirken/ zu helfen, als Medikamente, die z.B. bei psychischen Erkrankungen verschrieben werden. (Das die, die nicht abhängig machen, langsam und anders wirken, hat seine Gründe.) - Ich weiß natürlich nicht, ob deine Partnerin infolge der Behandlung ihrer psychisch stark belasteten Situation vor ein paar Jahren mit solchen Medikamenten vertraut ist.

    Ich selbst war eine Weile auf diesem Tripp. Ich wusste durchaus, dass das nicht unproblematisch ist, was ich da tue, aber erstens glaubte ich, das im Griff behalten zu können, und zweitens war mir da sozusagen „das Hemd näher als die Hose“.

    Wie problematisch das aber eigentlich war, was ich da gemacht habe, wurde mir erst wirklich klar, als ich mit dem Trinken aufgehört habe. Vorher hab ich das nicht wirklich an mich herangelassen, wollte (konnte?) das nicht wirklich sehen.

    Mein Mann hat mich immer mal wieder auf meinen problematischen Konsum angesprochen, aber das mochte ich gar nicht hören und es kam deswegen öfter zu Auseinandersetzungen. Ich war fest davon überzeugt, dass er keine Ahnung hat und ein Problem wahrnimmt, wo gar keines ist. Dass er letztlich doch richtig lag, bestätigte sich für mich erst, als sich bei mir selbst sozusagen der Schalter umgelegt hatte.

    Warum ich dir das erzähle: Bei deiner Partnerin selbst muss sich sozusagen der Schalter umlegen. Mitunter geschieht das, wenn sozusagen der Tiefpunkt erreicht ist. Von außen ist das nicht zu erzwingen bzw. von außen Erzwungenes ist selten bis nie von längerer Dauer. Deiner Frau muss von sich aus völlig klar sein, dass Alkohol eben kein Trost, kein Problemlöser ist. Ist sie denn überhaupt soweit?
    Wenn sie soweit ist, dann kannst du ihr letztlich nur Hilfe zur Selbsthilfe geben, die Verantwortung für ihr Leben muss sie selbst übernehmen.

    Ein Weg in die richtige Richtung ist auf jeden Fall, dass sie zum Arzt gegangen ist und über eine Langzeit-Reha nachdenkt. Wichtig ist, dass sie das von sich aus will und von sich aus angeht.

    Und ihren Ängsten könnte SIE auch begegnen, indem sie sich selbst informiert oder sich Hilfe sucht. Das kann sie bspw. in einem Forum wie diesem hier (hier bist allerdings jetzt du, das ist zu bedenken) oder bei einer Suchtberatung oder in einer SHG bei euch vor Ort tun. Möglicherweise ist auch ihr Arzt eine hilfreiche Anlaufstelle.

    Viele Grüße
    AmSee

    Hallo und herzlich Willkommen auch von mir. :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin 50, w, Alkoholikerin und inzwischen seit fast zweieinhalb Jahren trocken. Mit Alkoholmissbrauch aufgrund psychischer Probleme bin ich, sagen wir’s mal so, nicht unvertraut.


    Ich habe Angst, nicht davor selbst wieder zu trinken sondern vor den Konsequenzen dieser ganzen unglücklichen Entwicklung. Auch davor hier jetzt das falsche zu tun. Im Moment reden wir viel aber es ist auch schwer ihr ihre Angst zu nehmen und sie auf ihrem Weg zu unterstützen..

    Es ist völlig verständlich und nachvollziehbar, dass du deiner Partnerin helfen möchtest, aber Greenfox hat absolut nicht Unrecht, wenn er dich mahnt, auf DICH aufzupassen und die gehörige Portion „Gesunden Egoismus“ nicht aus dem Blick zu verlieren.

    Gerade, weil du Angst hast, möglicherweise das Falsche zu tun, möchte ich dich daran erinnern, dass deine Partnerin als erwachsener, mündiger Mensch für sich selbst verantwortlich ist und ihre eigene Wahl und ihre eigenen Entscheidungen trifft.

    Natürlich kannst du sie dabei begleiten, wenn sie das zulässt und wünscht, aber sei dir dabei bewusst, dass nicht DU die Verantwortung für sie und ihr Leben trägst, sondern SIE ALLEIN und dass SIE selbst ins Handeln kommen muss.


    Du hast bislang für sie getan, was du tun konntest, d.h. offen über ihre Krankheit geredet. Wie du bemerkt hat, hat das bei ihr bislang leider nichts gefruchtet. Was du schilderst, ist ja leider typisch für Alkoholiker, die gar nicht mit dem Trinken aufhören wollen.
    Zu wünschen ist ihr und damit auch dir, dass SIE „den Schuss jetzt endlich gehört hat“ und für sich die entsprechenden Konsequenzen daraus zieht.

    Wenn sie das nicht tut, bist eigentlich nicht du derjenige, der etwas „falsch“ gemacht hat.

    Mit entsprechenden Konsequenzen dieser unglücklichen Entwicklung zu leben ist gewiss nicht leicht, umso bedeutender ist für dich deine eigene Selbstfürsorge.

    Viele Grüße
    AmSee

    Hallo Schlaflos,
    das freut mich, dein Update zu lesen. 44.

    Auch von mir Glückwunsch zum Nachwuchs. Prima, dass du deine neue Freiheit schon mehr als vier Jahre aufrecht erhalten konntest. Das ist für dich und für deine Familie sooooooooo viel wert! :)

    Weiterhin alles Gute und viel Glück für dich und deine Familie.

    LG AmSee


    Um im risikoarmen Bereich zu bleiben, sollten Frauen nicht mehr als 1/8 Liter Wein pro Tag trinken, für Männer gilt die doppelte Menge. An mindestens zwei bis drei Tagen pro Woche sollte man generell ganz auf Alkohol verzichten.

    Ich denke, dass jemand, der sich diese Frage stellt und zu einem Forum wie diesem hier gefunden hat, die entscheidende Grenze in der Regel schon überschritten hat, oder eine/n Angehörige/n hat, bei der/dem der Konsum schon auffällig geworden ist.

    Wenn sich jemand Gedanken macht, wie viel er eigentlich DARF, so kreisen seine Gedanken doch schon um den Alkoholkonsum. Und da geht’s doch eigentlich schon los.

    Die Frage ist doch nur: Kann er/sie noch zurückrudern, kann er/sie den Konsum noch kontrollieren oder ist es dafür schon zu spät?


    Ich selbst wusste, dass ich „riskanten“ Konsum betrieb, aber was das wirklich bedeutete, war mir eigentlich gar nicht klar oder ich hab’s nicht wahrhaben wollen. „Riskanter Konsum“ bedeutete für mich nämlich, dass ich noch weiter machen darf. Längst aber kreisten meine Gedanken um den Alkohol.

    Was bedeutet denn „risikoarmer Konsum“? Dass ich tatsächlich auf der sogenannten „sicheren Seite“ bin und deshalb gar nicht abhängig werden kann? Nach allem, was ich zum Thema „Alkoholabhängigkeit“ inzwischen gelesen und erfahren habe, finde ich diese Sichtweise nicht unproblematisch.


    Wer tatsächlich kein Problem mit bzw. ohne Alkohol hat, dem stellt sich meines Erachtens diese Frage gar nicht.

    Grüße
    AmSee


    Ich glaube, dass man wirklich ganz tief in sich fühlen muss, dass jeder Versuch, Situationen mit anderen Mitteln als denen, die in unserem Selbst verankert sind, begegnen zu wollen, zum Scheitern verurteilt sind.

    Da stimme ich dir grundsätzlich zu, bezweifle aber (du scheinst die Ausnahme zu sein), dass das alleine reicht, nicht wieder rückfällig zu werden.

    Wie du geschrieben hattest, wird es nie wieder so sein, wie es vor der Sucht war. Alkohol bewirkt etwas im Gehirn, was die eigene rationale Kontrolle aushebeln kann, wenn ein davon abhängig Gewordener ihn wieder konsumiert.

    Bei Rückfällen in Bezug aufs Rauchen habe ich das am eigenen Leibe mehrfach erfahren müssen, obwohl ich VOR dem Rückfall stets glücklich war, nicht mehr rauchen zu müssen und fest daran geglaubt habe, nie wieder rauchen zu wollen.


    Wenn ich aber rückfällig geworden war, wenn ich denn doch mal eine Ausnahme gemacht hatte, war alles Schöne/ alle Freude des Nicht-mehr-Rauchens, was vorher definitiv vorhanden gewesen war, wie weggeblasen. Der Rückfall kam nicht unmittelbar direkt nach dem Konsum, sondern es war eher so, dass sich ein paar Tage oder auch eine gute Woche später ziemlich stark der Gedanke aufdrängte: „Jetzt könnt‘ste eine.“ Und es war dann ziemlich schwer, dem zu widerstehen. Und es war dann auch der Gedanke dabei: „Kannst ja sofort wieder damit aufhören, hast du ja beim letzten Mal auch geschafft.“ Und irgendwann habe ich denn doch nachgegeben und bin tatsächlich rückfällig geworden.

    Und Alkohol greift ja noch mehr / tiefer in die Neurochemie des Gehirns ein, hat sozusagen mehr Wumms als Nikotin…. Und das eine Glas Bier oder Wein oder …., das ich mir gönnen würde, wäre bei mir schnell geleert und entweder hätte ich beim Trinken nur daran gedacht, dass es nur dieses eine sein darf, und bedauernd zugesehen, wie sich dieses Glas leert und dass danach gemäß den Regeln Schluss sein muss, oder ich hätte mit einem ungutem Gefühl konsumiert, weil ich weiß, was bei mir passieren kann.

    Grüße
    AmSee

    tja, und so sahen sich Deine Mitmenschen Leuten wie Dir ausgeliefert.

    Guten Abend.

    Bitte NICHT in diese Diskussion einsteigen! Das führt zu nichts und gehört auch nicht hierher!

    Bassmann hat ein Beispiel angeführt, das ihm offenbar wichtig war. Lassen wir das bitte einfach so stehen.

    Gruß
    AmSee


    Bei mir war das Ziel: Ich will nicht mehr abhängig trinken, aber ich will auch nicht in der Angst leben, dass mich selbst geringste Alkoholmengen wieder zwangsläufig in die Abhängigkeit treiben.

    So trifft das ziemlich genau auch auf mich zu. Und weil ich nicht in dieser Angst leben wollte und will, gab’s/ gibt’s für mich letztlich keine Alternative zur totalen Abstinenz.

    Du, Bassmann, bist der einzige, von dem ich bislang gehört habe, dass er tatsächlich erfolgreich kontrolliert trinken kann. Ich kenne mich gut genug, um zu wissen, dass das bei mir nicht funktionieren würde.
    Übrigens finde auch ich es schön, mal wieder von dir zu lesen. :)


    Als ich noch getrunken habe und überzeugt war, dass mein Weg ok ist, habe ich Alkohol getrunken, um mehr Lebensfreude zu haben, um „richtig“ zu feiern, um kreativer zu sein, usw. und ich glaubte tatsächlich, dass Alkohol mir das Leben leichter macht.

    Insofern war, als ich aus ernsthafter Sorge bereit war mit dem Alkoholkonsum aufzuhören, meine Perspektive nicht, dass der nun eingeschlagene Weg zu mehr Lebensfreude führt.

    Und heftigsten Suchtdruck hatte ich, als ich nach der Corona-Pause, während der ich abstinent geworden war, mit dem „Spaß“ meiner Alkohol konsumierenden Mitmenschen konfrontiert war, und mich von diesem „Spaß“ und der entsprechenden „Lebensfreude“ ausgeschlossen fühlte.

    Bei mir hat jenes Suchtdruck-Erlebnis dann dazu geführt, mich noch mehr mit Selbstfürsorge zu beschäftigen.

    Heute kann ich sagen, dass ich wirklich mehr Lebensfreude habe, auch wenn tatsächlich nicht immer alles schön ist und meine Erkrankungen oder sonstige Lebensumstände mich mitunter arg belasten. Das hat bei mir aber mit meiner Selbstfürsorge zu tun. Die hätte ich jedenfalls nicht so betrieben, wenn ich mehr oder minder auf den alten Pfaden geblieben wäre.

    Grüße
    AmSee

    Kann Susanne nur zustimmen.
    Und nochmals betonen, dass sich letztlich jeder die Gruppe suchen muss, du zu ihm oder ihr passt.


    Es geht in diesen ganzen Foren in erster Linie um Selbsthilfe..übersetzt, jeder hilft sich selbst, mithilfe des Inputs von anderen evtl. Das ist kein Top-Down-Service, ich gehe da hin und werde bedient.

    Genau so ist das.

    In all diesen Gruppen haben sich Menschen zusammengefunden, die IHREN Umgang damit gefunden haben und aufgrund ihres eigenen Erfolgs damit (mindestens halbwegs) zufrieden sind. Und das, was ihnen geholfen hat, das teilen sie in diesen Gruppen, damit andere das anwenden und damit sich selbst helfen können.
    Dabei gibt es sogenannte Hardliner und andere, die das nicht ganz so eng sehen.

    Es kostet Zeit, frisst Energie und bringt in der Regel (das sind Erfahrungswerte und tatsächlich nicht nur meine 😉) auch gar nichts, mit Menschen zu diskutieren, die vom Alkohol eigentlich nicht lassen wollen.

    (Ich erinnere mich noch gut an Susannes Antwort, als ich mich hier angemeldet hatte. Nun wollte ich aber wirklich Hilfe und hatte so meine Fragen. Darauf hat Susanne sich zu meinem Glück auch eingelassen, andere haben das zu dem Zeitpunkt nicht getan, sondern erst später.)


    Was ich damit sagen will, wenn man manchen da gar keine Alternativen mehr geben kann, dann hören sie ja trotzdem nicht auf, und Kontrolle ist da immer noch die gesündere Alternative.

    Das mag ja sein, nur sind die aktiven Nutzer hier dafür nicht die richtigen Ansprechpartner (auch du machst immer mal wieder deutlich, dass du diesbezüglich raus bist) und andere sind mir hier in den über zwei Jahren, die ich hier bin und regelmäßig mitlese, nicht begegnet.

    Und Kölschejung versucht‘s immer wieder mit KT, verliert dabei aber immer wieder die Kontrolle mit den entsprechenden Konsequenzen für seine Pumpe usw.

    Nicht ohne Grund habe ich ihm das hier geantwortet:


    Wenn du unbedingt KT betreiben willst, wirst du gewisse, strenge Regeln aufstellen und dich strikt dran einhalten müssen. Bezüglich KT wirst du hier sehr wahrscheinlich keinen Ansprechpartner finden, der dir diesbezüglich weiterhelfen kann.


    Überflieger..ich hab das tatsächlich so empfunden, dass die, die es nicht ganz lassen konnten, auf den billigen Plätzen sitzen. Ich in der Loge. Bisschen Arroganz darf schon sein 8)

    Nun, du gehst ja auch gerne deinen eigenen Weg. ;)

    Ich selbst empfinde mich nicht als „Überflieger“. Ich bin einfach nur froh, DASS ich den Absprung geschafft habe, und denke dabei immer wieder an meinen Vater, der das eben nicht geschafft hat, sondern immer wieder rückfällig geworden ist und sich selbst dabei zugrunde gerichtet hat. Und er hat ja nicht nur sich selbst geschadet, sondern eben auch seiner Familie, die er eigentlich so sehr liebte und die ihm eigentlich so wichtig war.


    Ich weiss, dass Du ausdrücken wolltest, dass Trinkenkönnen nicht Deine, Greenfox', Rekos...und meine Zielvorstellung beim Lesen ist.

    Genau so ist es. 44. Du beziehst dich auf Literatur, die uns hier und da mal unterkommt, nicht?

    Da mich das Thema „Trinkenkönnen“ gar nicht interessiert, lese ich dazu auch nichts bzw. halte nicht nach Literatur diesbezüglich Ausschau.


    Wir nehmen hier jeden wie er kommt. Mit jeder Frage zum Thema Alkohol. Nur Qualitätsempfehlungen machen wir eher nicht.

    Das sehe ich auch so. 44.

    Bei mir flattern ab und an wissenschaftliche Artikel zum Thema ein. Weil ich eh ein Wissenschafsfreak bin, da ist das dann dabei. Ausserdem habe ich schon einige Diskussionen mitbekommen.

    Du weißt aber schon, worauf ich hinaus wollte, oder? ;)

    Bei der Erwähnung von Baclofen musste ich an den Artikel von Henning Hirsch: Erst kommt der Stoff - dann die Probleme denken, den ich hier im Forum mal entdeckt und natürlich gelesen hatte.

    Nach ALL DEM, was hinter mir liegt - und das ist nicht gerade wenig - , ist mir die Idee, ein Medikament zu nehmen, um verhältnismäßig unbesorgt Alkohol konsumieren können, soooo was von fremd und fast nicht mehr nachvollziehbar.

    Nun, vielleicht setzt du dich für ein Weilchen einfach mal auf meinen Stuhl oder den von Greenfox oder Susanne oder Rekonvaleszent oder… und betrachtest deine „Updates“ mal aus unserer Warte.

    Du meldest dich eigentlich immer nur anschließend, wenn’s bei dir mal wieder schief gegangen ist.

    Und das, was du dann von deinen Erfahrungen berichtest, klingt eigentlich immer ziemlich gleich oder ähnlich.

    Und zudem lassen deine „Updates“ darauf schließen, dass inhaltlich nichts von dem, was wir dir früher bereits geantwortet haben, angekommen ist. Keine unserer Anregungen wird von dir aufgegriffen.


    Dass dir hier keine „Überflieger“ antworten, sollte dir eigentlich bekannt sein, wenn du unsere eigenen Fäden gelesen hast. Hast du‘s?



    Die Wissenschaft entwickelt sich weiter, vielleicht gibt es auch da inzwischen irgendwelche neuen Erkenntnisse.

    Glaubst du, du findest das heraus, indem du immer wieder denselben Weg gehst?


    Die, die dir hier antworten, sind Selbstbetroffene, die den Absprung schließlich geschafft haben und zufrieden abstinent sind. Glaubst du, wir lesen die neuesten wissenschaftlichen Artikel, in der Hoffnung, dass wir das Trinken doch wieder irgendwann anfangen könnten? Wozu?
    Und so geben wir einfach nur DAS weiter, was UNS tatsächlich geholfen hat.



    Und..... ich würde gerne häufiger mitlesen wenns was neues gibt aber aus irgendeinem Grund bekomme ich bei neuen Beiträgen keine Benachrichtigung per Mail und das liegt nicht an meinem Spamordner

    Ich bin mir nicht ganz sicher, aber schon vor einer Weile hat sich in gewissen Einstellungen des Forums etwas geändert, an dem WIR nichts verändern können. Benachrichtigungen erhältst du weiterhin, wenn du bei einem bestimmten Thema „Benachrichtigen“ eingestellt hast. Ansonsten gilt: Schau einfach immer mal wieder rein, ob‘s was Neues gibt.

    Hallo Just4Fun,
    schön zu lesen, dass es dir (wieder) gut geht und du jenes Erlebnis nüchtern überstanden hast.

    Diese Sache mit dem sogenannten Suchtgedächnis und, was es so triggern könnte, ist etwas, was mich immer mal wieder interessiert hat.

    Was genau da im Gehirn eigentlich vor sich geht, scheint nicht gänzlich zu klären zu sein. Es besteht irgendwie ein Zusammenhang zum sogenannten „Belohnungszentrum“, das von bestimmten Botenstoffen angesprochen wird. Dadurch, dass dein Gehirn und mit ihm das Belohnungszentrum Alkohol als Abkürzung kennengelernt hat, kann es immer wieder vorkommen, dass Gedanken daran und sogar mehr oder minder ausgeprägter Suchtdruck aufkommen können.
    Auch die „Lösung“ Sorgen und Probleme mit Hilfe von Alkohol für eine Weile wegzuschieben/ zu verdrängen/ weniger drückend zu machen, ist etwas, was dein „Belohnungszentrum“/ „Suchtgedächtnis“ ein für alle Mal gelernt hat und nicht wieder vergisst und woran es dich ggf. einfach mal so zwischendurch erinnert.

    Im ersten Jahr kann das häufiger vorkommen als später, aber wie Beispiele von rückfälligen Alkoholikern, die jahrelang erfolgreich und zufrieden trocken waren, zeigen, ist man auch Jahre später nicht dagegen immun.

    Darüber, was passieren kann, wenn dann doch (ausnahmsweise) zum Alkohol gegriffen wird, gibt’s mehr als genug Erfahrungsberichte. - Ich selbst kannte und kenne mich gut genug, um zu wissen, was mit MIR geschehen könnte, WENN ich nochmals Alkohol konsumiere. Diese traurige Erfahrung möchte ICH mir jedenfalls nicht geben, deshalb betreibe ich ganz bewusst Selbstfürsorge und bleibe auch durch das Forum hier mehr oder minder am Thema dran.


    Was auch immer das bei dir war, wie ich (und andere) dir schon geantwortet haben, lässt sich das nicht unbedingt auf ein bestimmtes Ereignis/ einen bestimmten Trigger festlegen. Das kann vielmehr eine ganze Kette von Ereignissen/ Triggern gewesen sein, die dazu geführt haben.

    Hauptsache ist, dass du’s erfolgreich überstanden hast, denn auch aus einem solchen Erlebnis lässt sich einiges lernen. ;)

    Grüße
    AmSee