Beiträge von AmSee13

    Guten Morgen, liebe Mia.

    Was bedeutet EKAs?

    EKA ist eine Abkürzung für Erwachsene Kinder aus alkoholkranker Familie.
    Daneben gibt’s noch Abkürzungen wie EKS, das steht für Erwachsene Kinder von suchtkranken Eltern und Erziehern, und ACA, das steht für Adult Children of Alcoholics.

    Allgemein geht das alles in die Richtung von Erwachsene Kinder aus dysfunktionalen Familien.


    Erwachsene Kinder aus dysfunktionalen Familien weisen in der Regel bestimmte Verhaltensmerkmale auf. Es kann hilfreich sein, sich darüber zu informieren, weil man sich dadurch nicht mehr so alleine mit seinen Problemen fühlt.


    In unserem ersten Artikel, der seit kurzem online ist, haben wir die verschiedensten Abkürzungen und Begriffe zusammengetragen, auf die bei unserer Alkohol-Thematik stoßen können.

    Falls du über andere Abkürzungen und Begriffe stolperst, mit denen du erstmal nichts anzufangen weißt, wirst du dort vielleicht fündig.

    Ansonsten kannst du natürlich IMMER auch hier fragen. :)

    Liebe Mia,

    das freut mich wirklich sehr, dass du mit meinen Zeilen etwas anfangen kannst. 😊


    Was DU über deine Erfahrungen bei deiner ersten Suche nach einer Traumatherapeutin erzählst, kann wiederum ich sehr gut nachvollziehen, weil es mich an meine Erfahrungen erinnert.

    In der Tat eine sehr verstörende Erfahrung, die du da machen musstest. Ich persönlich finde es aber beeindruckend, dass du selbst schließlich bemerkt hast, dass DU DICH schützen musstest. Selbstverständlich ist das gerade in dem Kontext, mit dem du offenbar ja auch gut vertraut bist, nicht unbedingt:

    …auch weil dieses Programm aus der Herkunftsfamilie „gut sein/ versuchen es richtig zu machen/ den Ansprüchen genügen/ noch mehr ein/ sich selbst übergehen/ kein Gespür für die eigenen Grenzen haben“ es ja furchtbar schwer macht, überhaupt zu erkennen, dass da wirklich etwas NICHT heilsam ist. Was ich ausgehalten habe in diesen Monaten, weil ich es gut machen und ihre Forderungen erfüllen wollte…die meisten anderen hätten schon nach der ersten Sitzung empört die Praxis verlassen.

    Ich selbst finde mich in diesen Formulierungen wieder. Für EKAs ist sowas meines Wissens nach ziemlich typisch.



    Ja, der Straßenkehrer… Mir selbst hat sich dieser Text durch die Stimme von Walter Bluhm eingeprägt, der den Beppo im Hörspiel von 1984 sprach. Ich hab das Hörspiel so oft gehört, dass ich den Text selbst rezitieren kann. :)


    Dieses Gedicht von Rilke kannte ich noch nicht, hab darin aber die Gedanken wiedererkannt, die Rilke auch in einem Brief an einen jungen Dichter geäußert hat. Die entsprechende Textpassage lese ICH immer wieder gerne.

    Wenn du magst, kannst du das Gedicht gerne in unserem Gedichte-Thread posten. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, es ist dort noch nicht drin.

    Eine Umarmung, wenn du magst, an dich!

    Ich mag. :)

    Ich bin abends oft müde, manchmal muss ich mittags kurz schlafen.

    Sofern es dafür keine sonstigen körperlichen Ursachen gibt, z.B. Mineralstoffmangel, dürfte das völlig normal sein.
    Da passiert gerade nämlich unheimlich viel bei dir, körperlich, aber auch psychisch. Das kostet mächtig viel Energie.
    Dein Körper signalisiert dir damit, was er gerade braucht, und sorgt auf diese Weise für dich.

    Ich kann das noch nicht wirklich so erklären, wie ich es fühle.
    Aber jeder schwere Moment, den ich ohne zu trinken schaffe, gibt mir etwas zurück.

    Das musst du auch nicht erklären, es sei denn, du möchtest selbst Worte dafür finden, weil dir das wichtig ist. Ansonsten reicht es meiner Erfahrung nach, es einfach nur wahrzunehmen, ohne es zu bewerten, ohne ihm einen Namen zu geben.

    Ich selbst hab‘s ja nun mit Worten, hab schon Stunden damit zugebracht, den präzisen, treffenden Ausdruck zu finden. Das mag zwar meinen Geist trainiert haben, hat mich aber auch vom eigentlichen reinen Wahrnehmen abgelenkt und mir auch nicht immer gut getan, weil ich nicht fündig wurde.

    Falls du dich mit Achtsamkeit auch schon ein wenig auskennst, weißt du vielleicht schon, warum du gar nicht bewerten, sondern einfach nur wahrnehmen solltest.

    Liebe Grüße

    AmSee

    - FORTUNE - … danke, dass du zurücklässt, was für dich wertvoll ist ❤️

    … ich weiß nicht, warum mir der Satz „lerne deine Lebenszeit zu schätzen“ solche Angst macht. Aber ich habe Gänsehaut!
    Er ist SO wahr, aber er versetzt mich in Angst und Schrecken. Ich glaube, mich damit nicht zu befassen, war Teil meines trinkens.
    Und die Vorstellung, dafür jetzt Verantwortung zu übernehmen… mein Leben zu gestalten, das endlich ist… Brrr.
    Ich glaube ich brauche noch, bis ich darin eine Kraft fühlen kann!

    Liebe Mia,

    auch ich kenne diese Gedanken, diese Ängste, von denen du da geschrieben hast….

    Honk hat dir da aber etwas sehr Wahres gespiegelt: Du BIST unterwegs und hast schon längst angefangen, für dich Verantwortung zu übernehmen. 💪


    Ich hatte solche Gedanken, wie du sie äußerst, vor etwas mehr als zwei Jahren.

    Konkreter Hintergrund war, dass ich mich endlich dazu durchgerungen hatte, doch noch eine „richtige“ Therapie zu machen. Deshalb hatte ich mich auf die Suche nach einer Therapeutin, die auch in Traumatherapie ausgebildet ist, gemacht.


    Kurz und gut: Obwohl ich die Frau für eine Fachfrau hielt, sie schien auch nicht wenig Expertise zu haben, und mich selbst in den paar kuratorischen Sitzungen genau prüfte, ob die zu mir passen könnte, stellte diese sich schließlich als die völlig falsche heraus und ich geriet sogar in eine Retraumatisierung.

    Sie war sehr fordernd, sagte, wann immer ich regredierte - also in frühere emotionale Ichs von mir zurückfiel -, mein erwachsenes Ich, meine sogenannte Alltags-Normal-Person, müsse umgehend wieder übernehmen. Von Kindern dürfe man sich schließlich nicht auf der Nase herumtanzen lassen, Kinder müssten Regeln lernen.

    Also bemühte ich mich umgehend ihren Forderungen nachzukommen. Anleitung, wie, erhielt ich keine, ich machte irgendwie und kriegte es auch irgendwie hin.

    Wie überfordert hab ich mich da gefühlt…..Ich hab alles gegeben, weil ich glaubte, das müsse so sein. Sie wies mich ja auch mehrfach darauf hin, dass ich das in meinem Alter schließlich können müsse.

    Meine sogenannte Innere Kritikerin wurde durch diese Vorgehensweise mächtig befeuert. Einmal mehr wurde bewiesen - sogar durch eine „Fachfrau“! - wie unfähig, wie erbärmlich, wie lebensunfähig usw. ich war.

    Mein Erwachsenes Ich, das durchaus eine Ahnung von Fürsorglichkeit hatte - ich hab schließlich schon von klein auf Verantwortung übernommen und ALLES gegeben - war völlig überfordert und ich fühlte mich so unfähig, erbärmlich und was man in so einer Situation noch so alles fühlen kann.

    Und dann, als ich mit Müh und Not die Papiere, die ich für den Antrag auszufüllen musste, ausgefüllt hatte - sowas war für mich inzwischen schon ein Ding der Unmöglichkeit geworden, aber die Therapeutin forderte, dass ich das als erwachsene, mittelalte Frau schaffen MÜSSE - lehnte sie mich als Patientin ab. Ihre Begründung war, ich regredierte zu viel und zu leicht.

    Ich fiel in ein tiefes Loch. In deinen Gedanken, die ich oben zitiert habe, finde ich mein Ich vor gut zwei Jahren wieder….. Ich konnte nicht mehr vor und nicht mehr zurück. Und ich machte mir auch Vorwürfe, weil ich eine Therapie begonnen hatte, weil ich offensichtlich zu viel gewollt hatte.


    Ich hatte dann aber schließlich Glück, als ich nach jeder Menge Absagen von in Frage kommenden Therapeuten schließlich bei Therapeut Nummer 14 anrief und den kennenlernen durfte. (Ich hatte schon aufgeben wollen, war mit meinen Kräften völlig am Ende.)

    Dieser Therapeut, auch in Traumatherapie ausgebildet, ging von Anfang an völlig anders an die Sache heran, machte mir Mut, baute mich auf, stabilisierte mich, bestätigte mich, gab mir ggf. Anleitungen, wie ich für mich sorgen konnte. - So, wie er das macht, stelle ich mir einen „richtigen“ Traumatherapeuten vor. Er entlässt mich nie aus MEINER Verantwortung, was ich gut finde, aber er gibt mir Hilfestellung, Anleitungen, tatsächlich hilfreiche Werkzeuge an die Hand, es selbst schaffen zu können.
    Und siehe, wo ich heute stehe! - Nicht immer ist alles supi-dupi, aber grundsätzlich geht es mir gut, bin ich im „grünen Bereich“, fühle ich eine Selbstliebe und Stärke, die ich früher so nie hatte.


    Warum erzähle ich dir das?

    Nun, ich denke, ich weiß, wie sich das anfühlt, was du jetzt noch fühlst….

    Ich kann dir mit meinem Beispiel vielleicht aber Mut machen, DASS sich das ändern kann und voraussichtlich auch wird. Die ersten Schritte hast du schon gemacht. 👍

    Und wenn ich das richtig verstehe, bist du schon bei einer Therapeutin, der du vertraust und mit der du bereits arbeitest.

    Es wird nicht von jetzt auf gleich gehen, aber in diesem Zusammenhang hilft dir vielleicht die Erkenntnis von Beppo Straßenkehrer im Buch „Momo“ von Michael Ende. Falls du dir diese Passage gerade nicht geläufig ist, in unserem Zitate und Sinnsprüche -Thread findest du sie unter #330.


    LG AmSee

    Das Bild mit dem Fahrstuhl ist toll für mich, denn es geht - bei entsprechendem Auslöser- tatsächlich so schnell, dass man wieder ganz und gar in diesem Kerngefühl landet.
    Ich bin so sehr beeindruckt, dass du nicht „nur“ gelernt hast, dich quasi selbst ‚nach zu beeltern’, sondern (damit) auch deine Einsamkeit wandeln konntest.
    Ich kann mir vorstellen, dass das entsteht, wenn man vertrauen in sich hat, mit allen Gefühlen sein/ umgehen zu können!

    Das freut mich natürlich, dass du mit dem Bild etwas anfangen kannst. :)

    Ja, ich denke, dass das Wandeln dieser Einsamkeit tatsächlich etwas damit zu tun hat.

    Ich muss dazu sagen, dass ich das ohne professionelle Hilfe bei einem Therapeuten, der wirklich zu mir passte und noch immer passt, nicht geschafft hätte.

    Interessant fand ich auch:

    Peter A. Levine, „Sprache ohne Worte

    - Das habe ich allerdings dann nicht mehr ganz durchgelesen, weil ich endlich einen Therapeuten gefunden hatte, der mir helfen konnte. Da hatte ich irgendwie keinen Bedarf mehr nach mehr Literatur.

    Da nochmal ganz kurz: hast du Literatur Empfehlungen für mich? Mit Stefanie Stahl habe ich mich eingehend befasst!

    Zwar nicht an mich gerichtet, aber ICH könnte dir folgendes Buch empfehlen:

    Christine Seidel, „Wenn die Seele nicht heilen will: Wie alte Verletzungen zu (Re-) Traumatisierung führen können und wie man sie überwindet“

    Ein weiteres Buch, das nicht unmittelbar zu diesem Thema passt, mir selbst aber auch vor dem Hintergrund meiner MS-Erkrankung gute Impulse geliefert hat, ist:


    Claudia A. Reinicke, „Resilienz bei schwerer Krankheit: Psychische Ressourcen mit einfachen Methoden stärken


    Vielleicht ist ja eines von beiden oder sind beide auch für dich interessant.


    LG

    Liebe Mia.

    Bei mir ist es ähnlich, ich habe auch nach wie vor Tage, an denen mir das rausgehen- meinen Schutzraum verlassen, gesehen werden- noch Unbehagen, manchmal auch Angst, bereitet.
    Und wie du, nehme ich das mittlerweile in vielen Fällen an, während ich mich früher in Angst vor der Angst verstrickt habe. (Was, wenn ich auch morgen nicht raus kann, was, wenn alles wieder wie früher wird? Damit habe ich meinen Stresspegel unheimlich geschürt und die Wahrscheinlichkeit, dass es genauso kommt enorm erhöht).

    Ja, das kenne ich gut, sogar in den Begrifflichkeiten finde ich mich wieder.
    Manchmal fahre ich selbst kurze Strecken, die ich normalerweise mit dem Fahrrad bewältige, mit meinem Auto, weil das für mich dann mein „Schutzraum“ ist.

    Das passt zwar sogar nicht zu meiner ökologischen, ökonomischen, nachhaltigen Einstellung, aber in solchen Momenten stelle ich das hintan, weil ich diesen „Schutzraum“ brauche. Das gehört dann eben zu meiner Selbstfürsorge.

    Oh, klingt es lächerlich, wenn ich begeistert bin, den Begriff hier zu lesen- Entwicklungtrauma.

    Nö, überhaupt nicht lächerlich. Ich kenne doch das, was dahinter steht. Es ist das Wiedererkennen in jemand anderem, was in solchen Momenten soooo gut tut, insbesondere dann, wenn man sich sonst stets soooo allein gefühlt hat. Es tut einfach gut, in diesem Momenten zu erkennen (zu fühlen?), eben nicht allein zu sein.

    Da ploppt bei mir gerade dieses Lied „Ist da jemand“ von Adel Tawil auf. Der Inhalt dieses Liedes passt gerade dazu, oder?

    Dami Charf kenne ich noch nicht, dafür aber andere Literatur zu dem Thema und mir ging’s bei der Beschäftigung damit ganz ähnlich wie dir.

    Bis ich das mit dem „Entwicklungstrauma“ raus hatte, hat‘s ein bisschen gedauert. Diesbezüglich hab ich eine kleine Odyssee hinter mir.

    Und dennoch, mein Erwachsenenanteil schmilzt wie Schokolade in der Wüste, sobald meine Urwunde berührt wird. Obwohl ich mittlerweile viele Zusammenhänge verstehe. Hast du das auch, im Zusammenhang mit Bindungsverlust, so ein allerschlimmstes Gefühl in dir?
    Ich habe das in meiner Kindheit und im Laufe meines Lebens nun schon so oft gefühlt- aber es fühlt sich immer noch genauso mächtig und unerträglich an, wie eh und jeh.

    Ja, auch das kenne ich und ich kenne auch dieses allerschlimmste Gefühl. Ich kenne auch diese überwältigende Lebensmüdigkeit. An jener Grenze war ich schon soooo oft.

    Mein Erwachsenenteil war lange, lange völlig überfordert, manchmal ist er das auch heute noch, aber dann tatsächlich nur noch kurz.

    In meiner derzeitigen Therapie lernte ich ein Bild kennen, das ich als sehr anschaulich und hilfreich empfinde. Es ist das Bild eines Hochhauses, dessen Anzahl der Stockwerke der Anzahl meiner Lebensjahre entspricht. Jährlich wird ein Stockwerk draufgesetzt. Inzwischen bin ich 51 und habe vor ein paar Tagen sozusagen mit dem Bau des 52. Stockwerks begonnen.

    Innerhalb dieses Hauses gibt es an verschiedenen Stellen Fahrstühle, das sind sozusagen Triggerstellen, die dich mitunter unerwartet in die Tiefe zu einem früheren Stockwerk sausen lassen.

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es mir mitunter passiert, dass ich in irgendein tieferes Stockwerk sause und mich dann in genau jenem emotionalen Zustand und der Erfahrungswelt genau Lebensalters wiederfinde. In solchen Momenten bin ich nicht auf dem Level der inzwischen 51-jährigen Erwachsenen.

    In der Therapie haben wir mittels EMDR an einigen traumatischen Erinnerungen gearbeitet. Damit schlossen sich die Fahrstühle. Ich lernte mich kennen, konnte aber auch für meine früheren „Ego-States“, so nennen wir das in meiner Therapie, sorgen.

    Und es ist gerade diese Fürsorge für mich selbst, die MIR gut gut. Andere haben nicht für mich gesorgt, die Wunde wird sozusagen bleiben, aber jetzt weiß ich, wie ich für mich sorgen kann, habe gute Anleitungen dafür bekommen und sammle weiter. Und da komme ich zu dem, was ich letztens schrieb. Ich fühle mich nicht mehr alleine, denn ich hab ja MICH oder vielmehr UNS. So heilt die Wunde in gewisser Weise.


    Als ich vor acht Jahren wegen Depressionen in der Klinik war, sagte man mir, ich sollte tun, was mir gut tut.

    MIR fiel dazu zunächst gar nichts ein. Ich wusste zwar, was Menschen so im Allgemeinen gut tut und es gibt ja auch Listen, aber irgendwie hatte das gefühlsmäßig nichts mit MIR zu tun. Da kam gefühlsmäßig nix von bei mir an. Was tut mir gut? - Keine Ahnung! Nix? 🤷‍♀️
    (Zu jener Zeit habe ich gar keinen Alkohol getrunken, sonst wäre der mir vielleicht sogar eingefallen. 🙈)

    Dass ich zu dem Zeitpunkt täglich kilometerweit spazieren ging, weil ich das irgendwie für mich brauchte und wollte, hatte ich zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht als „Das tut mir gut“ auf dem Schirm.

    Bei einem dieser Spaziergänge aber ging ich wieder einmal dieser Frage nach und fühlte in mich hinein. Eine ganze Weile kam da gar nichts…. Und dann kam mit einem Mal aus meinem Inneren so eine zaghafte Antwort: „Warmes Körnerkissen“. - Ich mag nämlich den Geruch und diese Wärme.

    Von da an habe ich bewusst immer wieder zum Körnerkissen gegriffen, wenn ich mir was Gutes tun wollte.

    Einmal auf eine Idee gekommen, kamen weitere Anregungen aus meinem Inneren hoch, die ich dann in meine Liste aufgenommen habe und inzwischen bei Bedarf anwende.

    Kuscheln mit meinen Hunden gehört übrigens dazu. Die eine ist zwar draußen ein Rabauke - daran arbeiten wir noch, das möglichst abzustellen ^^ - aber drinnen bei mir/ bei uns ist sie der schmusigste Hund überhaupt.


    Bis hierhin erstmal.

    LG AmSee

    Liebe Mia,

    gerne tausche ich mich mit dir über das Thema aus.

    Das Nicht-rausgehen-Können kenne ich auch. Das habe ich mitunter auch jetzt noch, allerdings in abgeschwächter Version. Wenn es bei mir auftritt, arbeitet in der Regel etwas in mir.

    Ich übe in solchen Momenten keinen weiteren Druck auf mich aus und mache mir dann auch keine Vorwürfe mehr. Im Gegenteil wende ich mich mir dann liebevoll zu und sorge entsprechend für mich. In der Regel ist eine solche Phase recht schnell wieder verschwunden.

    Mit dem Thema „Trauma“ beschäftige ich mich ebenfalls, wobei ich selbst kein klar abgegrenztes Trauma erlitten habe, sondern etwas was als „Entwicklungstrauma“ bezeichnet wird.

    Ich kenne das, was du mit „Verlustangst“ beschreibst, auch ziemlich gut. Bei mir hat das seine Ursachen tief in meiner Vergangenheit. Ich hab mich nahezu mein ganzes Leben lang allein gefühlt, obwohl durchaus Menschen um mich waren. Abschiede sind mir in der Regel sehr schwer gefallen.

    Erst seit einer Weile fühle ich mich nicht mehr allein, aber nicht, weil Menschen um mich herum sind, sondern weil ich mich selbst in mir drinnen nicht mehr allein fühle. Ich hab meine vielen Ichs (und ich spreche nicht von Schizophrenie, das ist noch was ganz anderes) kennen- und schätzengelernt. Mein Therapeut spricht in diesem Zusammenhang von „Ego-States“. Zu diesen zählen meine verschiedenen sogenannten „Inneren Kinder“, aber auch noch andere Anteile von mir. In den letzten Jahren ist ein fürsorglicher, tatsächlich erwachsener Elternteil in mir gewachsen, der sich meiner verschiedenen ICHs entsprechend anzunehmen vermag. Er hat dafür inzwischen verschiedene Möglichkeiten, Werkzeuge und auch Skills zur Hand.
    Fühlt sich echt gut an.

    Wenn du dich mit dem Thema „Trauma“ schon eine Weile beschäftigst, hast du vielleicht eine Ahnung, was ich da lediglich andeute.

    Bis hierhin erstmal.

    Auch dir allerliebste Grüße 🌻


    P.S.: Mit dem Hund rausgehen, find ich prima. Mache ich mit meinen zwei auch gerne und es tut in der Regel einfach gut. (Es sei denn, die eine meiner beiden pöbelt andere mal wieder zu viel an. 😅)

    Hallo Mia,
    auch ich verfolge mit Interesse und mit Freude für dich deinen Weg. Das liest sich positiv, was du berichtest.

    Wenn du magst, schreibe ich dir irgendwann mal was zu den Ängsten, unter denen du schon dein ganzes Leben lang leidest, weil ich selbst mit so etwas leider auch vertraut bin bzw. mit so etwas zu kämpfen hatte und mitunter auch noch habe.

    So manches, was du von dir erzählt hast, kommt mir soooo bekannt vor.

    Aus meinen eigenen Erfahrungen mit diesem Thema kann und möchte ich dir Mut machen, dass es im Laufe der Abstinenz ganz sicher nur besser werden kann. Bei mir selbst sind die Ängste zwar nicht völlig verschwunden, aber sie sind viiiiiiieeeeel weniger geworden, viiiiiieeeel erträglicher und seeeehr viel seltener.

    Was ich mir selbst vor drei Jahren nicht so vorstellen konnte, wenn andere schrieben, dass man seine Probleme erst lösen kann, wenn man vom Alkohol weg ist, kann ich seit einer ganzen Weile nur bestätigen. Ich hab mir zwar viel angelesen, auch über die Neurochemie und -biologie des Gehirns, um nachvollziehen zu können, was in meinem Gehirn so abgeht, aber erst meine eigenen Erfahrungen haben mich begreifen lassen, was da passiert und wie anders sich das anfühlt.

    Ich war früher davon überzeugt, dass ich unter Alkoholeinfluss klarer im Kopf sei, weil die vielen Reize, denen ich mich beständig ausgeliefert sah, und das Kopfkino unter Alkohol gedämpft wurden. Ich habe u.a. sehr viel am Schreibtisch gearbeitet und mitunter fiel mir das Forumulieren sooooo schwer. Unter Alkoholeinfluss schien es mir leichter zu fallen. Bei vielen anderen Projekten hatte ich das Gefühl, erst unter Alkoholeinfluss meine Kreativität ausleben zu können.

    Heute - inzwischen über drei Jahre nüchtern - nehme ich beständig war, wie sehr ich mich getäuscht hatte. Nehmen wir allein das Denken und das Formulieren: Ich bin darin so klar und schnell und mit mir zufrieden wie niemals zuvor. Eine irre Erfahrung!

    Meine Kreativität ist so lebendig wie niemals zuvor.

    Zu den Ängsten schreibe ich dir, wenn du das möchtest, wie gesagt ein anderes Mal.

    Liebe Grüße

    AmSee
    (als Vollmitglied)

    Hallo miteinander,

    inzwischen darf ich auf über drei Jahre Abstinenz zurückblicken und das fühlt sich einfach nur gut an.

    Vor ein paar Tagen habe ich mit drei guten Freunden und natürlich meinem Mann meinen Geburtstag gefeiert. Wir haben sogar drei Tage feiert, in den Geburtstag hinein, den Geburtstag selbst, aus dem Geburtstag heraus und noch den dritten Tag. So einen schönen Geburtstag hatte ich noch nie! :)

    Meine drei Freunde durften in meiner Gegenwart Alkohol konsumieren, da mich sowas inzwischen überhaupt nicht mehr triggert. Mancher trockene Alkoholiker mag sich das nicht vorstellen können, aber da regt sich in mir kein bisschen Sehnsucht oder Verlangen, Alkohol ist MIR schon eine ganze Weile schlichtweg egal.
    Nun sind die drei auch keine „Schluckspechte“, die im alkoholisierten Zustand kaum mehr zu ertragen sind. Solche Freunde oder Bekannte hab ich nicht mehr, auf die hab ich keinen Bock und die nicht auf mich.
    Diese drei konsumierten so nebenbei ihren Sekt oder ihr Bier, das sie sich selbst mitbringen dürfen (ich kaufe sowas nicht ein), und nix weiter. Das war weder für mich noch für die irgendein Thema.
    Die drei wissen, dass ich Alkoholikerin bin und sogar Moderatorin in einem Alkoholforum.

    Ich selbst führe diese innere Haltung darauf zurück, dass ich mich so intensiv mit dem Thema beschäftigt habe und auch nicht aufhöre, mich damit zu beschäftigen.
    Ich hab, wie andere das hier auch tun, nicht einfach nur „das erste Glas“ stehen gelassen, sondern nach und nach so manches in meinem Leben verändert.

    Es fühlt sich innerlich so an, als ob meine eigenen Erfahrungen und das Wissen, das ich mir im Laufe der Zeit angeeignet habe, in meinem Inneren eine tatsächlich für mich gesunde und selbstbewusste Lebenseinstellung geschaffen haben.

    Jemandem, der am Anfang steht und wacklig ist, würde ich von einer solchen Situation wie dieser Geburtstagsfeier mit Alkohol konsumierenden Gästen eher abraten.
    Soweit mir bekannt ist, gibt es Alkoholiker, die gleich den Weg der Konfrontation gehen können, ohne dabei in Gefahr zu geraten rückfällig zu werden oder Suchtdruck erfahren zu müssen.
    Ich selbst aber war am Anfang tatsächlich wackelig und da war es richtig für mich, erstmal den Weg der „Vermeidung“ zu gehen und im geschützten Rahmen entsprechende positive Erfahrungen mit meiner Abstinenz zu sammeln.

    Honk hat das heute treffend zusammengefasst:

    Zitat von Honk

    Abstinenz bringt Demut und (positive) Lebensveränderung. :)

    Könnte mir jemand sagen, wie ich mich auf einzelne Antworten beziehen kann? Geht das nur, indem ich zitieren auswähle, oder gibt es noch eine andere Möglichkeit?

    Das kann ich dir beantworten. :)

    Entweder sprichst du den Betreffenden oder die Betreffende in der Anrede mit „Hallo xy“ an.

    Oder du fügst vor dem Namen ein @-Zeichen an. Wenn du @ eingibst und mit den ersten Buchstaben des Namens beginnst, taucht ein Vorschlag auf, den du anklicken kannst. Das sieht dann zum Beispiel so aus Miaflorentine .


    Oder aber du wählst das aus, was du zitieren möchtest, markierst das, dann erscheint ein Fenster „Zitat einfügen“.
    Es gibt, was das Zitieren betrifft, noch andere Möglichkeiten. Die findest du bestimmt mit der Zeit heraus oder aber du bittest um weitere Erklärungen, dann liefere ich oder jemand anderes nach. 😉

    Hallo Mia, ich nehme unsere beiden Beiträge nun aus dem Thread „Warum Vorstellung?“ raus.
    Das Problem lag ja offensichtlich daran, dass jene Einrichtung ganz neu ist und ich selbst mit dem neuen Verfahren noch nicht vertraut war. 😉

    Das ist ja nun anders. ^^

    Nochmals gutes Ankommen hier!
    AmSee

    Hallo und herzlich Willkommen auch von mir, Miaflorentine! 🙋‍♀️

    Ich hab deine Vorstellung zunächst in ein eigenes Thema verschoben und dein Thema nun auch das entsprechende Unterforum im „Treffpunkt“ verschoben.

    Ich wünsche dir gutes Ankommen hier und hilfreichen Austausch. Du kannst nun auch im öffentlichen Bereich schreiben.

    Viele Grüße

    AmSee
    (Moderatorin)

    Ich würd das gar nicht Schande nennen. Denn ich sehe das auch so, dass alles seine Zeit hat.
    Als Kind und Jugendliche habe ich viel gelesen, das war zeitweise auch eine Flucht aus meiner zuweilen unerträglichen Gegenwart.

    In den ersten Jahren waren es noch massenweise Märchen und Sagen aus aller Welt. In unserer Stadtbücherei war ich bekannt als Märchen- und Sagenleserin.


    Gerade in meinen Teenager-Jahren waren es nicht selten Romane über Jugendliche, deren persönliche Gegenwart auch nicht so dolle war und die dann irgendwie in ein Fantasy-Abenteuer stürzten.

    Im Studium kam ich dann über die Stadtbibliothek an meinem Studienort an Hörbücher. Da mochte ich u.a. Theodor Fontane gerne und andere „große Literatur“.

    Während meiner Berufstätigkeit bin ich kaum ans Lesen von Romanen gekommen, einfach keine Zeit und keine Muße dafür. Ich hatte zu viel anderen Kram zu lesen, zu managen, zu bewältigen.

    Als ich dann vor ein paar Jahren tief in die Depressionen reinrutschte, konnte ich so gut wie überhaupt nicht mehr lesen, weil ich mich auf die einzelnen Zeilen gar nicht mehr konzentrieren konnte. Das hat sich erst mit der Zeit wieder gebessert.

    Auch jetzt noch im Ruhestand gibt es Phasen, in denen ich nicht lesen kann oder nicht lesen will. Mitunter höre ich dann Hörbücher.

    Wenn ich aber wieder so eine Lesephase habe, dann kann ich das so richtig genießen. Das ist ja auch eine Mordsleistung, die das Gehirn beim Lesen vollbringt. Es erfasst einzelne Buchstaben, Wörter, ganze Sätze, ganze Abschnitte und formt sich zu einer ganzen Inneren Welt mit allem Drumherum, d.h. mit Bildern und ganzen Filmen im Kopf und zahlreichen Emotionen. Und gleichzeitig trainiert Lesen wiederum unser Gehirn und wirkt dem vorzeitigen Verfall entgegen.

    Ich bewundere, wie manche Autoren Menschen, Tiere, Umgebung, Natur, ganze Welten beschreiben können und mich dabei mitnehmen. Wer so etwas selbst schon mal versucht hat, weiß, wie schwer das sein kann und was für eine Kunstfertigkeit dahinter steckt.

    Nein, ich möchte aufs Lesen nicht verzichten müssen. Ich lese, weil Lesen mitunter einfach nur schön ist und mein Leben auf die eine oder andere Weise sehr bereichert.

    Gelesen habe ich neben den beiden bereits genannten Büchern zuletzt zum Beispiel „Der Buchspazierer“ von Carsten Henn und „Das Meer in Gold und Grau“ von Veronika Peters.

    Wenn ich heute Abend wieder zuhause bin, kann ich mal einen Ausschnitt heraussuchen, der genau zu diesem Thread passen könnte und mich ganz besonders angesprochen hat.

    Hier nun drei Ausschnitte aus Nina George, „Das Bücherschiff des Monsieur Perdu“, die meines Erachtens gut zum Thema dieses Threads passen.


    „Der Lesende Mensch hat den Mächtigen stets am meisten Sorge bereitet. Er ist ihnen zu frei. Seine gefährliche Verbündete ist die Literatur, denn vor einem Buch sind alle Menschen gleich.

    Der Lesende Mensch beherrscht ein Reich, das nur ihm gehört, und erschafft unantastbare Welten - romantische, politische, ungehorsame. Er ist ein Zeitenspringer, er geht in den Schuhen der Heldinnen, der Hilflosen, der Liebende, der Verlassenen, er stellt sich Angst und Triumph, er lebt in Dörfern, Schlössern, Höhlen, Wäldern, Kellern, auf treibenden Booten, er ist Wundern gegenüber so aufgeschlossen wie der Wissenschaft.
    Er geht in den Krieg und lernt ihn zu hassen, er geht in den Kummer der verlorenen Liebe und lernt, den Preis dafür zu ahnen. Und er stellt sich sich selbst - an Orten mit Seelenspiegeln, zu denen nur ein Buch den Stein der Selbstfremdheit vor dem Eingang fortrollen kann.

    Der Lesende Mensch kennt sich nach all den Jahren, nach Tausenden Seiten Gespräch mit sich selbst gut genug, auf eine intime, ruhige Weise. Er braucht niemanden, der ihm sagt, wer er ist und wer die anderen- denn all die anderen leben längst in ihm.
    Bücher: Das ist die Menschheit, und sie versammelt sich im Lesenden.“ S. 30f.



    „Mein erster fester Bücherfreund hieß Jules Verne. Ein auf einer Parkbank im Jardin du Luxembourg liegen gelassenes Exemplar von „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Ich las ihn als Junge, und er gab meiner Sehnsucht, das Verborgene der Welt kennenzulernen, erstmals Bilder und eine Sprache. Er nahm mich ernst und gab mir zu verstehen: Natürlich ist das Unmögliche möglich! Damit verriet Verne mir ein Geheimnis, das Erwachsene boshaft vor mir verbargen… das war echter Freundschaftsdienst! Lange stellte ich mir vor, dass dieses Buch nur für mich auf der Parkbank hinterlegt worden war, und als ob nur ich verstand, wie bedeutungsvoll es sei.“ S. 47



    „Lesen lernen ist lieben lernen. Sich von sich selbst befreien und in den Emotionslabyrinthen der Figuren umherzustreifen; bisweilen ein Echo seiner selbst zu hören und gleichzeitig in dem Körper, mit dem Puls, mit der Haut, mit der Kraft, mit der Ohnmacht, mir den idiotischen Macken eines anderen Menschen zu leben, in dem anderen zu sein; lesen, fühlend nachzuvoll-ziehen, wie das ist - Sklave zu sein - oder Hofnarr - oder die jüngste Tochter einer viktorianischen Familie - eine verfolgte Elfjährige - ein Süchtiger - ein Mensch mit anderer Hautfarbe oder Akzent oder Geruch, die bestimmte Menschen als bedrohlich wahrnehmen.
    Erst wer außerhalb seines eigenen Radius aus selbst gemachten Erfahrungen und Gefühlen heraus das Menschliche in jedem Menschen sehen kann und das „andere“ nicht mehr als anders bezeichnet, sondern als weiteren Teil eines Wir, der wird (wieder) lieben können.“ S. 81f.

    Da ist mir einmal mehr klar geworden das es manchmal mit den Büchern

    gar nicht so einfach ist wie die Notiz, vor ein paar Jahren geschrieben, zeigt

    Da stimme ich dir vollkommen zu. Manchmal ist es wirklich nicht ganz einfach mit Büchern. Das gilt aber auch nicht nur für Bücher, sondern auch noch für eine ganze Reihe von anderem Kram.

    Ich hab inzwischen schon mehrere Gedichte von Eugen Roth gelesen und das eine oder andere spricht mich besonders an, so gestern auch das über „Bücher“. Seine Gedichte laden nicht selten zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken ein.

    Die Frage ist für mich persönlich, ob etwas zu Ballast wird, von dem eine Befreiung auch wirklich mal richtig gut gut tut. Oder ob ich, solange ich lebe, das eine oder andere Buch, denen einen oder anderen Kram brauche, um mich verwurzelt, geborgen, beheimatet, zuhause zu fühlen.

    Ich bin in meinem Leben sehr, sehr oft umgezogen, als Kind/ Jugendliche durch meine Eltern definitiv viel zu viel. Bei diesen vielen Umzügen ist vieles „entrümpelt“ worden.

    Erst viel später als Erwachsene bemerkte ich, wie sehr mir das eine oder andere doch fehlte. Etwas, was eine Verbindung zu meiner Vergangenheit darstellte, mir eine Art Gefühl von zuhause usw. gab. Wahrscheinlich habe ich deswegen eine besondere Affinität zu alten Dingen. Über die Kleinanzeigen habe ich mir das eine oder andere Schätzchen wiederbesorgt.

    Sollte ich mich irgendwann wieder häuslich verkleinern, darf einiges wieder weg, es dürfte dann seine Aufgabe für mich erfüllt haben.

    Bezüglich Ballast hat mich vor vielen, vielen Jahren eine Szene in dem Film „Die Reise ins Labyrinth“ (1986) beeindruckt. Dort trifft Sarah auf die Junk-Lady und bekommt von dieser nach und nach einen Rucksack mit allem, was Sarah doch mal geliebt hat, aufgepackt. Sarah schüttelt den Ballast schließlich ab. Diese Szene lässt sich unter „Sarah and the Junk Lady“ in englischer Fassung leicht bei YouTube finden.
    Ich denke immer wieder über den sogenannten Rucksack nach, den ich mir selbst aufpacke, und wovon ich mich doch mal „entrümpeln“ sollte.

    Ich bin grundsätzlich dran am Thema „Entrümpeln“, gerade weil ich mich nicht unnötig belasten will, doch leicht tue ich mich damit nicht und das, was in dem Gedicht „Bücher“ thematisiert wird, kommt mir irgendwie bekannt vor. ;)

    Schönes Thema! :)

    Dazu passen zwei Romane von Nina George, die ich letztens gelesen habe:

    „Das Lavendelzimmer“ und die Fortsetzung „Das Bücherschiff des Monsieur Perdu“.
    In beiden Büchern geht’s u.a. um die literarische Apotheke des Monsieur Perdu und darum, was Lesen bedeutet und bewirken kann.

    Wenn ich heute Abend wieder zuhause bin, kann ich mal einen Ausschnitt heraussuchen, der genau zu diesem Thread passen könnte und mich ganz besonders angesprochen hat.

    Aufgefallen sind mir:


    Durch die Übertragung sind einige Formatierungen verschwunden. Im Thread „Sprüche“ die eingefärbten Zeilen. Lässt sich meines Erachtens aber verschmerzen.


    Der Button, um ans Ende eines Threads zu springen, ist verschwunden.


    Ich konnte sonst immer in den Subtext (oder wie das heißt) springen, da wo die Formatierungsbefehle stehen usw.). Das finde ich in der Symbolzeile nicht mehr. Stand ganz vorne.