Beiträge von AmSee13

    Wahrnehmung und Bewusstsein, also Zuammenhänge (Ursache und Wirkung) begreifen/verstehen über das Empfinden hinaus, sind doch völlig unterschiedliche Dinge.

    Kann es sein, dass wir mal wieder aneinander vorbeireden?
    Ich habe in diesem Zusammenhang den Eindruck von Wortklauberei…

    Kurz und gut, ich habe nicht den Eindruck, dass bei uns hier in Deutschland Bewusstseinsaufbau gezielt verhindert würde. Im Gegenteil ist entsprechende Aufklärung über das, worüber du da sprichst, regelmäßig in den Medien. Ich erkenne darin durchaus das Bemühen, entsprechendes Bewusstsein aufzubauen.

    Dass trotzdem von diversen Konzernen sogenanntes „Greenwashing“ betrieben wird, steht auf einem anderen Blatt. Doch auch darüber findet in den Medien regelmäßig Information und Aufklärung statt.

    So lang sich Gewinne erzielen lassen und der Mensch so bequem bleibt, wie er nun mal ist bzw. wurde, wird sich kaum etwas ändern, weder bei Zigarettenstummeln, noch beim sonstigen Konsum.

    Ich persönlich finde diese Pauschalisierung unglücklich und wenig förderlich.
    Mancher Mensch, der seine Kippen einfach so in die Natur wirft, mag möglicherweise so bequem sein, weil ihm gar nicht bewusst ist, welche Folgen das hat. Vielleicht hat er‘s nicht besser gelernt.🤷‍♀️

    Insofern könnte eine solche Nachricht, wie die obige von Stilles Wasser eingestellte, auch eine Chance zur Sensibilisierung für die Problematik sein.

    In dem Zusammenhang fällt mir ein, wie ich selbst dafür sensibilisiert wurde, den Kot, den unser Hund auf der Straße hinterließ, zu entfernen. Das war damals, als ich noch Jugendliche war, für mich ein sehr unangenehmes Erlebnis, weil die Begegnung mit dem, der mich darauf ansprach, ziemlich unangenehm war. Im Nachhinein ist es mir sogar peinlich, dass mir selbst das nicht von Anfang an bewusst war, ja ich von meiner Familie nicht von vornherein entsprechend erzogen worden war. Hundekot auf den Wegen war damals sozusagen etwas normales…

    Mit Kippenstummeln und Kaugummi verhielt sich das damals ähnlich…

    Wenn‘s bei einer Sensibilisierung bedurfte…. Verhält sich das bei anderen vielleicht auch so?

    Bewusstseinsaufbau wird gezielt verhindert

    Das nehme ich anders wahr….Ich frage mich, woran Du eine solche Aussage festmachst. Klingt für mich wie eine der Äußerungen aus entsprechenden Blasen…

    AmSee (als Vollmitglied)

    Ich habe diesen Beitrag versehentlich mit in den neuen Thread RE: Nikotin News - Gesellschaftskritik - Diskussion verschoben. Da ich das nicht rückgängig machen kann, taucht er hier leider nur noch als Zitat auf.

    Freundliche Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Hallo Ciara,

    wie geht es dir inzwischen?
    Solche Zeiten, wie du sie am Freitag bewältigt hast, sind zweifellos schwierig. Ich kenne das auch und ich hab sie mir früher mit Alkohol leichter zu machen versucht. Ich hab geglaubt, dass es das besser macht. Hat es aber nicht.
    Ich wünschte mir auch, dass meine Mama noch da wäre, aber das ist leider nicht möglich. Ihre Zeit zu gehen war schließlich gekommen.

    Ich habe nach Möglichkeiten, Wegen gesucht, um „richtig“ darüber trauern zu können, dass sie nicht mehr da ist und dass sie mir fehlt.

    Zum einen war mir bewusst, dass das wichtig für mich ist und dass ich dem Raum und Zeit geben muss, zum anderen sehe ich darin auch ein Zeichen der Würdigung und Wertschätzung meiner Mutter. Sie (und auch andere) ist es wert, dass ich um sie trauere.

    Wann immer mir danach ist, rede ich mit ihr, manchmal zünde ich auch eine Kerze in einer Laterne an, die ich von ihr habe, setze mich davor und denke besonders an sie. Am Anfang hab ich dann noch ein Bild von ihr zur Hand genommen, das brauche ich inzwischen aber nicht mehr.

    Bei Geburtsfeiern zum Beispiel lege ich in der Regel ein bestimmtes Geschirr auf, das ich von ihr geerbt habe, und denke mir, dass sie auf diese Weise noch dabei ist. Und ich trage auch ein Schmuckstück, das sie mir geschenkt hat.

    Liebe Grüße

    AmSee

    Hi Tom,

    ich find‘s auch schön, von dir zu hören. 300 Kilometer hast du schon! Alle Achtung!

    Da, wo ich an diesem Wochenende bin, liegt gerade Schnee und es ist soooo kalt. Brrrr….😅 Und schon am Nachmittag wird’s bei uns wieder dunkel.

    Eine völlig andere Welt als bei dir da unten, wo offenbar noch angenehme warme Temperaturen herrschen. Danke dir für das kleine Fenster in deine derzeitige Welt. :)

    Liebe Grüße

    AmSee

    Alex07 , das hast du lieb gesagt und ich fühle mich auch geschmeichelt, aber ich denke, dass das, was Paul interessiert, Kosten von sowas und Zeitaufwand betrifft. Korrigiere mich bitte, Paul, wenn ich das missverstanden habe.
    Soweit mir aus einem anderen Zusammenhang bekannt ist, ist sowas nicht gerade billig und verlangt durchaus etwas Zeit von Seiten eines IT-Fachmanns.

    DAS gehört aber wohl eher nicht in den öffentlichen Bereich, oder? 😉

    Hallo Paul,

    Trinkt man reines oder mit Wasser verdünntes Ethanol wird man bestimmt feststellen, dass man da ganz schön lange suchen muss, um überhaupt einen Geschmack zu finden.

    das wage ich zu bezweifeln, kann’s oder mag’s aber auch nicht im Selbstversuch beweisen. 😅

    Eine Bekannte von mir hat ihren Limoncello immer mit Alccol puro, den sie sich aus Italien mitgebracht hat, angesetzt. Schmeckte abgesehen von dem Zitronenaroma stets sprittig, nur halt nicht wie mit Korn angesetzte Liköre auch noch nach Korn.

    Doch nochmals, so wie ich das verstanden habe, geht‘s in diesem Thread hier doch letztlich um eine Sammlung von Lebensmitteln, die zwar keinen Alkohol enthalten, wegen ihres Geschmacks aber trotzdem triggern könnten.

    Was dich interessiert, ist zwar durchaus interessant und bedenkenswert, aber gehört das hier rein oder ist das nicht vielmehr eher ein weiteres Thema? 🤷‍♀️

    Es ist komischerweise auch so, dass ich auf einmal viel ruhiger und entspannter sein kann. Wahrscheinlich liegt das auch an meiner Einstellungsumstellung.

    Nimm das mal als gutes Zeichen und wichtigen Hinweis. Das dürfte durchaus etwas damit zu tun haben, dass du keinen Alkohol mehr konsumiert hast, aber auch, dass du dir jetzt die Auszeiten nimmst, du du unbedingt für dich und dein eigenes Wohlbefinden brauchst.

    Das ist gut, wenn du zu deinem Vater eine gewisse innerliche Distanz aufbauen kannst, das nicht so nah an dich rankommen lässt. Magst du teilen, wie du das machst?

    Dass du im Moment viel schläfst, dürfte deinem Gehirn, das schon seit einer Weile auf Hochleistung arbeitet - und dabei meine ich nicht den Alkohol und die diversen neurochemischen Prozesse, sondern den ganz normalen Wahnsinn, den du erlebst und irgendwie bewältigen und verarbeiten musst - gut tun. Wenn du schläfst, hat dein Gehirn die Zeit zum Verarbeiten.

    Yoga und Entspannungsübungen zuhause hört sich gut an. Du darfst dich ruhig noch weiter umschauen, was dir persönlich gerade gut tut, sei es ein entspannendes Bad oder eine Dusche, gesundes, am besten selbst zubereitetes Essen, passende Musik, Düfte, die du als angenehm empfindest und so weiter.

    Viele Grüße

    AmSee

    Noch eine Frage: Macht es überhaupt Sinn, die Antidepressiva weiter zu nehmen, wenn sowieso gerade nicht wirken können?

    Es macht definitiv Sinn, die weiter zu nehmen. Das hat ja seine Gründe, warum du sie überhaupt erst nimmst und die sind nicht weg, nur weil in der Neurochemie ein bisschen was durcheinander ist.

    Abgesehen davon solltest du die auch auf keinen Fall abrupt absetzen, das wirkt sich überhaupt nicht gut auf dein Wohlbefinden aus, sondern bringt einmal mehr etwas ziemlich durcheinander, was sich absolut nicht angenehm anfühlt. Spreche da aus Erfahrung, weil ich Schussel die Einnahme mal ne kleine Weile vergessen bzw. nicht so ernst genommen habe. 😅

    Ach, noch etwas:

    Insbesondere frage ich mich, warum meine Hirnchemie scheinbar schon lange (ohne wirkliche Alkoholsucht) einen Schaden hat. Immerhin habe ich seit frühester Kindheit mit Panikattacken, Angstzuständen und psychosomatischen Erkrankungen zu kämpfen. Da muss doch auch schon nicht mehr alles richtig in meinem Köpfchen gewesen sein, oder?

    Ich selbst habe im Laufe der Zeit gelernt, das, was mir offenbar schon seit frühester Kindheit fehlt - mir ging’s ähnlich wie dir - nicht als Schaden zu betrachten.

    Ich weiß nicht, wie das bei dir war, aber ich selbst bin nicht unter den besten Familienbedingungen aufgewachsen. Sowas wirkt sich natürlich auch auf die Entwicklung und auf entsprechende Entwicklungsprozesse in der Neurobiologie aus.

    Ich betrachte das heute nicht mehr als Schaden, es ist eben, wie es ist, und ich kann nicht zurückgehen, um das, was schief gelaufen ist, rückgängig zu machen.
    Was ich aber tun kann, ist jetzt für mich zu sorgen. Und das, was ich bin, hat mich eben auch in gewisser Weise sensibel gemacht, feinfühlig. Das kann ich auch als eine persönliche Stärke nutzen, für mich selbst und ggf. auch für andere.

    Liebe Grüße

    AmSee

    Hallo Ciara,

    erstmal möchte ich dich dazu beglückwünschen, dass du das Thema für dich angegangen bist. Das ist schon mal ein entscheidender Schritt.

    Ob du die Informationen, die du suchst, in dem Buch findest, weiß ich nicht, da ich das Buch nicht kenne, aber grundsätzlich geht es darum, dass unsere Neurochemie und - biologie ein kompliziertes, fein aufeinander abgestimmtes System aus verschiedensten Botenstoffen/ Neurotransmittern und ihren jeweiligen Rezeptoren ist.

    Ist von dem einen zu viel oder zu wenig im Spiel, wirkt sich das auf unser Wohlbefinden aus. Bei Menschen mit Depressionen scheint von diesem oder jenem zu viel oder zu wenig vorhanden zu sein. Das versucht man mit Antidepressiva zu kompensieren, aber auch mit einem entsprechenden selbstfürsorglichen Leben. Mitunter dauert es sogar eine Weile, bis man tatsächlich eine wirksame Medikation gefunden hat. Mir ging das so und Freunden von mir ebenfalls.

    Alkoholmissbrauch wirkt sich auch auf die Neurochemie und - biologie aus, sorgt zum Beispiel für eine Überschwemmung mit Dopamin, womit das Gehirn überfordert ist, weil es stets einen Gleichgewichtszustand (Homöostase) anstrebt, und deshalb bildet es vermehrt entsprechende Rezeptoren, um damit umgehen zu können. Deswegen kommt es auch zu der sogenannten Toleranzentwicklung, dass du mehr Alkohol konsumieren musst, um die gleiche Wirkung zu erhalten. Außer Dopamin sorgt Alkohol auch für eine Überschwemmung mit anderen Botenstoffen.

    Die gute Nachricht ist, dass sich das im Laufe der Abstinenz wieder zurückbildet. Das dauert nur eine gute Weile.

    Vielleicht erklärt dir das, was ich da in Kürze zusammengefasst habe, warum die Antidepressiva, die du nimmst, nicht mehr so wirken, wie sie eigentlich sollten.

    Die Antidepressiva, die du nimmst, werden ihre Wirkung wieder voll entfalten. Bis das in vollem Umfang geschieht, können durchaus ein paar Monate ins Land gehen. Mut kann ich dir aber machen, dass du die ersten Veränderungen bereits in den ersten Wochen verspürst, mir ist es jedenfalls so ergangen.

    Viele Grüße

    AmSee

    Hallo, diese Informationen interessieren mich sehr. Wenn du sie mir irgendwie zur Verfügung stellen könntest, wäre toll!

    Ich komme grad nicht dazu, einen Text zu schreiben, deshalb empfehle ich dir erst mal z.B. folgenden Artikel:

    Die Neurobiologie der Sucht

    Unter diesem Artikel (etwa in der Mitte) sind weitere sehr interessante Artikel verlinkt.

    So findest du zum Beispiel auch diesen Artikel:

    Dopamin und Endorphin: Stoffe, die süchtig machen

    Es sind einige Fachbegriffe in diesen Artikeln, die das Lesen u.U. erschweren. Lass dich davon nicht beunruhigen. Wenn du Fragen haben solltest, nur heraus damit.

    Ich fange mal damit an:

    Wie viel weißt du schon über die Wirkung von Alkohol, über Dopaminausschüttung im Gehirn und über die Neurobiologie der Sucht?

    Wenn du darüber noch nicht so viel weißt, ist das nicht schlimm.
    Wenn du das möchtest, teile ich mit dir, was ich darüber in Erfahrung gebracht habe.

    Mir persönlich hat das sehr geholfen, gewisse Zusammenhänge nachvollziehen zu können und mir entsprechend Selbsthilfe leisten zu können.

    Ich habe noch eine Frage: ich habe in der Vergangenheit immer mal wieder längere Pausen vom Alkoholkonsum gemacht. Ich habe auch dann immer von heute auf morgen einfach aufgehört damit. Das müsste dann ja jedes Mal ein kalter Entzug gewesen sein, wenn ich mich wirklich als alkoholkrank betrachten muss, oder?
    Ich habe in dieser Zeit aber nie irgendwelche Symptome entwickelt. Immer nur positive Entwicklungen in meinem Körper. Zum Beispiel habe ich regelmäßig in der östlichen Fastenzeit komplett auf Alkohol verzichtet. Das ging immer ohne Probleme. Klar, daran gedacht habe ich immer mal wieder, aber ich hatte keine körperlichen oder auch richtig psychische Entzugserscheinungen. Auch gestern und heute habe ich keine Probleme, obwohl ich nichts zu mir genommen habe. Was bedeutet es denn, einen kalten Entzug zu machen? Und was passiert dabei? Liebe Grüße

    Zu deiner Frage:

    Ja, im Prinzip ist das immer ein sogenannter „Kalter Entzug“, auch wenn du „nur“ psychisch und nicht schon physisch abhängig bist.

    Ähnlich wie du habe ich mir darüber früher nie Gedanken gemacht und den Umstand, dass ich keine körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen an mir bemerkte, als Anzeichen genommen, noch kein ernsthaftes Alkoholproblem entwickelt zu haben.

    Erst, als ich mich nach meiner Anmeldung hier ernsthaft mit der Problematik auseinandersetze, wurde mir bewusst, dass ich bislang eigentlich nur Glück gehabt habe und dass ich auch Pech hätte haben können.

    Deshalb gehe ich im Austausch mit anderen, die hier mit einer Alkoholproblematik aufschlagen, besonnen damit um und weise ggf. auf die Problematik hin.

    Es können - das bedeutet nicht, dass das immer so ist, aber die Gefahr ist, wie sich bei einigen eben doch gezeigt hat, offenbar vorhanden - unter Umständen nicht ganz ungefährliche Entzugssymptome auftreten. Deshalb sollte man sich damit bewusst auseinandersetzen und ggf. nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen oder sogar den Notarzt zu rufen.
    Wer bereits mit einer körperlichen Abhängigkeit zu tun hat, sollte auf jeden Fall ärztlich Hilfe in Anspruch nehmen, da ein sogenannter Kalter Entzug auch lebensgefährlich (Delirium tremens und Krampfanfälle) werden kann.

    Im Thread Entzug/Entzugserscheinungen wurden dazu mal Informationen hier eingestellt.


    Hallo Ciara,

    bei persönlichen Erholungszeiten habe ich an eine tägliche Erholungszeit gedacht, an einen Moment des Rückzugs, die ganz allein DIR und deinen eigenen Bedürfnissen gilt.
    Wenn du andauernd oder zu viel bei anderen und deren Bedürfnissen bist, kommst du selbst definitiv zu kurz.

    Freundliche Grüße

    AmSee