Guten Morgen Pinguin
Manchmal habe ich wirklich den Verdacht, dass das alles "davor", vor dem Suchtausstieg, vor dem ENTSCHLUSS viel, viel aufreibender, nerviger und anstrengender ist als NACH dem Abprung. nixweiss0
Ja klar, aber nachher ist alles immer viel einfacher
.
Ich glaube ja, du hörst auch bald auf damit. Diese Methode, immer wieder zu probieren, fruchtet irgendwann. Bei mir hat es jedenfalls so geklappt. Irgendwann verleidet es einem dermassen, es immer wieder nicht zu schaffen, das man allein davon genug hat und das Rauchen aus diesem Grund sein lässt. Die Methode "Trial und Error" ist vielleicht nicht die eleganteste, aber Hauptsache ist ja, das Rauchen schlussendlich sein zu lassen.
Und ich habe x letzte Zigaretten geraucht. Weil man diese ja bewusst noch zu Ende rauchen soll. Schlussendlich hat es dann aber anders geklappt. Wie beim auch beim Alkohol ist der Entschluss, nicht mehr zu rauchen, im Verlauf eines Tages gereift. Und die letzte Zigarette habe ich ganz unbemerkt schon am Vorabend geraucht. Auch der Tag war kein besonderer. Es gibt einfach kein allgemeingültiges Rezept.
Diese Bilder auf den Packungen gibt es in der Schweiz schon lange; du bist die einzige Person die ich kenne, die sich daran stört! Anscheinend hat es doch eine abschreckende Wirkung.
Was mich am Rauchen störte, ist dieses "Müssen". Diese Abhängigkeit wollte ich nicht mehr. Aber ich muss zugeben, das Rauchen an sich hat mir schon geschmeckt. Und ich finde, es hat etwas archaisches: Feuer, Rauch, das Anzünden.... eigentlich hab ich gerne geraucht, ja. Also das Rauchen an sich, nicht Raucherin zu sein. Ich hab nach dem Aufhören etwas im Wikipedia über Zigaretten und Rauchen nachgelesen. Und mir dann gedacht, dass das Rauchen heute eigentlich wie Fast-Food-Essen ist: Packungen à 20 Stück, jede Zigi ist schnell geraucht, vorbereitet in der idealen Länge. Alles ist so aufbereitet, dass es kaum kratzt, hunderte Zusatzstoffe sind da drin, damit das Nikotin schneller und besser wirkt, mit Mildmachern, so dass sogar Kinder rauchen könnten, weil es so einfach ist. Eigentlich ein totaler Beschiss, das Ganze. Darauf ausgelegt, möglichst oft am Tag zu rauchen und schön abhängig zu werden und bleiben.
Das war sicher nicht der Sinn des ursprünglichen Rauchens, diese Form. Wenn man selber ganze Tabakblätter roh verarbeiten müsste, und diese dann z.B. in einer Pfeife oder gerollt raucht, sähen die Rauchgewohnheiten sicher anders aus. Ich könnte mir sogar vorstellen, bei seltenenen Gelegeneheiten eine Zigarre zu rauchen. Aber da ich keine Zigarrrenraucher in meinem Umfeld habe, wird es wohl nie eine geben - was auch nicht so schlimm ist.
Die ersten 2, 3 Wochen waren für mich etwas schwieriger, als es nach dem Alkohol war. Aber es war kein Krampf, denn ich will ja wirklich nicht mehr jetzt :-). Eben, nachher ist es wirklich einfacher.
Und ich kann dich verstehen mit dem Image-Problem. Aber du bleibst trotzdem so
wie du jetzt bist
. Sogar noch viel cooler, weil du dann eigene Herrin über deine Entscheidungen bist.
Lg Mira
Nachtrag: Ich hab grad meinen Eintrag vom Juni gelesen: Anscheinend gab es doch eine letzte Zigarette.. aber ich kann mich überhaupt nicht mehr daran erinnern. Sehr wichtig scheint die nicht gewesen zu sein.