Beiträge von Rina

    Hallo,


    Er hat ja recht. Es könnte schlimmer sein und er tut mir nichts wenn er an/betrunken ist. Also warum nicht?

    Ja warum nicht? IHN stört der Alkoholkonsum ja nicht.
    Du aber hast dich hier doch angemeldet weil es dich stört. Er hat in dem Sinne natürlich recht, er muss dir zuliebe gar nichts tun,du kannst ihn als trinkenden Mann akzeptieren und damit leben oder nicht. Es muss ja auch niemand zum Nichtraucher, Veganer, Buddhisten oder Selbstversorger mutieren, nur weil der Partner das möchte. Es geht doch aber gerade um Dich, Du hast schlechte Erfahrungen gemacht mit Alkoholikern, dir geht es dabei nicht gut. « Es könnte schlimmer sein »? Keine Angst es wird schlimmer, Alkoholismus ist eine fortschreitende Entwicklung, der Konsum steigt stetig wenn man sich nicht aktiv um eine Kehrtwende bemüht.

    Ich schließe mich Susanne s Frage an, mich interessiert ehrlich auch wie du das siehst. Nur weil ich zu Hause nicht geprügelt und misshandelt werde darf ich trotzdem sagen dass es mir in dieser Beziehung nicht mehr gut geht. Manche Beziehungen enden auch ohne triftigen Grund, Menschen entwickeln sich und dann passt es später einfach nicht mehr.

    Wie gesagt, es geht hier um dich und deine Gefühle. In meinem Freundeskreis habe ich eine Freundin die mit einem Trinker verheiratet ist. Es stört sie nicht im Geringsten und sie ist glücklich. Ich könnte das nicht. Stell dir einfach die Frage ob DU glücklich bist. Wenn nicht solltest Du das ändern, man hat nur ein Leben.

    Lg
    Rina

    Liebe Hilde,

    Willkommen im Forum, gut dass du dich hier informieren willst.

    Ich bin Rina, w, 38J und seit einem Jahr abstinent. Ich habe lange im Alkoholismus rumgetümpelt und musste auch einige Rückfälle wegstecken, ich bezeichne mich selbst als Alkoholikerin. Ich habe aber nie täglich getrunken und auch nicht in diesen Mengen wie du es von deinem Mann beschreibst...man muss nicht erst trinkender Obdachloser sein ums als Alkoholiker zu gelten.

    Alles was du vom Trinkverhalten deines Mannes beschreibst zeugt von einem sehr grossen Alkoholproblem, Alkoholiker oder nicht ist da nicht so wichtig, denn so lange er weiter trinkt ändert sich deshalb ja nichts in deinem Alltag falls er keiner sein sollte. Und er trinkt ja wie du schreibst viel...und oft...auch mitten am Tag...Versuche weniger zu trinken gelingen nicht...Schon mal Führerschein verloren...Ist immer derjenige der am meisten trinkt...Trinkt bereits nach dem Aufstehen am Morgen am Wochenende...Naja, es spricht schon einiges dafür, dass er sehr wahrscheinlich Hilfe benötigen würde wenn er denn aufhören möchte. Reduzieren geht ja nicht wie du sagst und das ist normal, als Alkoholiker kann man das nicht.

    Aber er möchte ja gar nicht aufhören und darum geht es ja. Es bleibt für dich dann die Option das zu akzeptieren und zusehen wie es (sehr wahrscheinlich) immer schlimmer wird, oder zu gehen, mit deinem Kind. Du übertreibst überhaupt nicht, es ist normal dass man so ein Trinkverhalten als nicht normal empfindet, es ist normal, dass dir dabei nicht wohl ist.

    Wie locker möchtest du denn noch werden? Ich meine, wieviel mehr müsste er denn noch trinken damit du dich NICHT mehr fragst ob mit DIR etwas nicht in Ordnung ist? Er hat ein heftiges Alkoholproblem, du hast ein Problem mit seinem Problem...lösen kannst du nur deines. Du kannst nichts tun damit er entweder aufhört oder plötzlich seinen Konsum kontrollieren kann.

    Ich rate dich hier durch das den Angehörigen-Teil durchzulesen, es ist im Grossen und Ganzen immer die selbe Geschichte...leider.

    Gebe Sorge zu dir und deinem Kind, vor allem Kinder werden stark von trinkenden Vorbildern geprägt, nicht im positiven Sinne versteht sich. Zweifle nicht an deinem Urteilsvermögen, du hast recht dass der Konsum sehr hoch ist.

    Ich habe während meiner nassen Zeit meiner Familie sehr viel zugemutet, es war eine traurige Zeit. Ich hätte es auch verstanden wenn mein Mann die Sachen gepackt hätte, ganz ehrlich. Wenn du dich hier durchliest und eine Beratungsstelle für Angehörige aufsuchst kannst du einiges über diese Krankheit erfahren. Je mehr du darüber weisst umso besser für dich du kannst dann abschätzen was auf dich zukommen kann und in meinen Augen auch wird.

    Viel Kraft wünscht dir,
    Rina

    Liebe Sunshine,

    Es ist schön dass du wieder schreibst, auch wenn rückfällig! Du musst dich hier auf keinen Fall schämen weil du wieder getrunken hast, die meisten - ich unter anderen - kennen das aus eigener Erfahrung! Hier wird dich niemand verurteilen deswegen!

    Wichtig ist, dass du sofort handelst und die Sache in Angriff nimmst - Bravo für das! Du hast die Kraft gefunden wieder aufzustehen, das ist super, bleib dran und ich hoffe dein Antrag wird schnell bearbeitet.

    Es ist nicht so, dass nur weil du vielleicht zum 100-sten Mal hingefallen bist, es beim 101 Mal auch nicht klappt. Ein Kleinkind, das laufen lernt fällt ständig um, zig hundert Male und steht immer wieder auf und versucht es wieder und wieder bis aus den schüchternen Gehversuchen ein selbstverständlicher Gang wird. Es würde niemals einfach sitzen bleiben und sich denken, es hat eh keinen Sinn, bleibe ich eben auf allen vieren...

    Ich hatte im 2018 auch einige Rückfälle, immer nach so 3-4 Monaten ungefähr, jetzt bin ich fast ein Jahr unfallfrei trocken. Es ist immer schwierig wieder Mut zu schöpfen und Vertrauen in sich zu haben wenn man rückfällig wurde. Aber man lernt auch aus Fehlern, was ging schief, wieso? Was muss ich mehr beachten, wo muss ich mehr Sorge zu mir geben? Solche Veränderungen brauchen Zeit...

    Ich wünsche dir viel viel Kraft und bleibe hier und schreibe, du brauchst dich nicht verstecken, ganz im Gegenteil!! Hier ist Raum für Austausch, besonders in Krisensituationen...es ist ein Selbshilfeforum und kein "Club der Trockenen" wo man auf Rückfällige mit dem Zeigefinger zeigt.

    Berichte wie es dir geht, ich freue mich von dir zu lesen und hoffe es geht dir mittlerweilen wieder etwas besser,

    LG
    Rina

    Hallo Nina,

    Wieso tut dies nichts zur Sache??


    (Was ich nicht erwähnt habe, was aber auch nichts zur Sache tut, ich wurde in meinem engeren Umfeld schon lange Jahre mit Alkoholismus konfrontiert und habe deswegen sehr nachdenklich und besorgt reagiert, weil ich das auf keinen Fall nochmal erleben möchte. Deswegen war ich auch teilweise so geschockt bei der Aussage meines Freundes, da ich bei ihm seltsamerweise vorher kaum Anzeichen gesehen habe. Aber gut, das spielt keine Rolle.)

    Das scheint dich doch sehr zu beschäftigen.

    Die Bemerkung der Beraterin finde ich etwas voreilig, so auf die schnelle und aus der Distanz solche Diagnosen zu stellen finde ich nicht super professionell. Es spricht sicher einiges dafür, dass er keinen unbeschwerten und absolut gesunden Umgang mit Alkohol hat, ob er aber Alkoholiker ist oder nicht lässt sich daraus kaum ableiten. Aber dass er einen problematischen Konsum pflegt sagt er ja selber, das ganze alkfreie Bier als Ersatz würde ich nicht positif werten. Alkfreie Alternativen zu trinken ist auch ein bisschen "so tun als ob", vielleicht ist bei deinem Freund eine psychische Abhängigkeit im Anmarsch oder bereits vorhanden.

    Es stimmt auch, dass sich so manch einer eben über kürzere oder längere Zeit zusammenreissen kann, um sich und der Welt zu beweisen, dass alles im grünen Bereich ist. Das bricht aber irgendwann ein falls er wirklich bereits ein grösseres Problem haben sollte. Falls nicht, wird er ganz einfach zu einem sorglosen Konsum zurück kehren und die Sache ist vom Tisch.

    Es kann auch sehr gut sein, dass er sich durch diese Alkohol-arme Zeit wirklich durchkämpfen muss und sieht, dass er die Reissleine ziehen muss. Dass er dir das aber einfach so erzählt ist alles andere als selbstverständlich, das liegt nicht an dir oder eurer Beziehung, sondern an der Krankheit selbst. Sich selbst einzugestehen, dass man Alkoholiker ist dauert sehr lange, meistens viele Jahre. Man wird sich selbst auch immer wieder einreden, dass es sooo schlimm nicht ist etc also gehe nicht davon aus, dass du da 100%ige Transparenz erfährst.

    Und sonst Ja, abwarten. Die Zeit wird es dir zeigen und dann solltest du immer bedenken, dass Alkoholismus nur vom Kranken selbst geheilt werden kann, wenn er das denn will. Wenn er nicht will darf und kann und wird er so lange weiter trinken bis es nicht mehr geht...d.h. bis ins Krankenhaus, Gefängnis, Irrenhaus, Grab oder eben bis zur Einsicht Hilfe zu brauchen.

    LG
    Rina

    Hallo Gordon,

    Auch von mir ein herzliches Willkommen!

    Ich bin Rina, 38J,w, habe eine Familie und bin seit fast einem Jahr alkfrei.

    Was du da schilderst liest sich für mich nach hartem Durchboxen und etwas strukturlos...Wieso machst Du es dir so schwer? Ganz alleine sich durch einen kalten Entzug kämpfen klingt nicht gut. Ich habe mit dem körperlichen Entzug nicht so viel Erfahrungen wie andere hier, ihre Tipps solltest Du dir zu Herzen nehmen.

    Aber selbst wenn der körperliche Entzug mal vorüber ist, kommt ja noch der psychische Aspekt, das Leben ohne Alkohol zu geniessen und lernen, neue Werte und Freuden zu finden. Wie stellst du dir dein Leben in Zukunft vor? Was willst Du erreichen? Was sind deine Prioritäten und was für ein Mensch willst Du sein? Auf diese Fragen solltest Du Antworten finden,ein nüchternes Leben heisst Dinge anders anzugehen und eben nicht nur einfach nicht zu trinken. Mir hat dabei eine SHG sehr geholfen aber auch ein Therapeut mit dem ich über meine Vergangenheit sprechen konnte. Beide begleiten mich noch immer auf meinem Weg in ein trockenes und zufriedenes Leben. Dieser Prozess dauert länger als ein reiner körperlicher Entzug.

    Hast du Pläne, wie du es für dich angehen willst? Auf lange Sicht?

    Wie geht es dir denn heute Abend?

    Hoffentlich ist alles ok bei dir,

    Lg
    Rina

    Hallo Mala,

    Aber mal davon ab finde ich, dass du schleunigst die Reißleine ziehen solltest. Er sagt dir dass du dich umbringen solltest? Er droht dir dass er bald ne andere hat? Ganz ehrlich, dann soll er sich doch ne andere suchen.

    Es ist erstaunlich wieviel Leidensdruck jemand bereit ist auszuhalten...es tut wirklich weh das so zu lesen. Jetzt ganz ehrlich, was würdest du deiner besten Freundin raten, wenn sie in deiner Lage wäre, dir solche Dinge berichtet? Weiterhin an die grosse Liebe glauben?? DAS ist der Mann deines Lebens??

    Ich denke der Alkohol ist bei dem Typen nicht mal das Hauptproblem...verschärft seinen miesen Charakter sicherlich dazu, den hat er aber auch ohne den Stoff...Ein perverser, narzistischer Alkoholiker als Freund, was will Frau mehr?

    Geb auf dich acht, du musst dir das echt nicht antun, ich schicke dir virtuell etwas Eigenliebe und Selbstachtung, wirklich, es tut weh zu lesen wie du dich so jemandem vor die Füsse schmeisst.

    Alles Gute dir,
    Rina

    Liebe Mala,

    Ich schreibe dir nur kurz da ich etwas in Eile bin, aber ich sehe wie sehr du verzweifelt bist und dich das alles mitnimmt!

    Ich bin Rina, 38j, lebe nun fast ein Jahr abstinent und habe eine Familie.

    Was ich dir nur schnell sagen will, ist, dasS ich hier 3 Dinge sehe:

    - dein Freund ist Sehr wahrscheinlich Alkohoker, dazu muss man nicht täglich trinken. Ich habe nicht täglich getrunken aber mich ebenfalls öfters die Woche abgeschossen. Trotzdem kann Mann/frau im Regelfall auf sms oder Anrufe reagieren...

    - Du scheinst deinem Freund egal zu sein, er ist ganz offensichtlich nicht genug an dir und einer Beziehung interessiert, um dir wenigstens ein wenig Achtung entgegen zu bringen. Man könnte ihn auch ein eierloses Schwein nennen , das wahrscheinlich auch ohne Alkohol

    - Du scheinst von diesem Mann total abhängig zu sein und da sehe ich das eigentliche Problem.
    Ob er nun eine andere hat oder nicht scheint nicht wichtig da er dich offensichtlich nicht will, Du hast ein mindest Mass an Respekt verdient!

    Ich würde dir raten den Rat deiner Therapeutin zu befolgen und den Typen in den Wind schiessen! Du gehst ja richtig vor die Hunde...ich glaube du hast was besseres verdient, einen Mann der dich will!

    Alles Liebe und viel Kraft, du musst nicht so sehr leiden...von dem was ich lese und was sich da rausinterpretieren lässt bist du ohne diesen Mann besser dran.Ich kann miach natürlich völlig irren, ich bin kein Beziehungsexperte, Psychologe oder Suchtexperte. Ich sage dir nur was ich darüber denke weil du nach Meinungen gefragt hast.

    Rina


    Und es könnte ja jederzeit wieder mehr werden. Ich hasse dieses Gefühl, ich müsste den Konsum kontrollieren und misstrauisch jedes Glas beäugeln, da er das teilweise nicht tut.

    Das würde mich auch belasten. Ist aber dein Problem wenn du das Gefühl hast das zu „müssen „. Wieso musst du das ? Verstehst du was hier der Zusammenhang zur Co-Abhängigkeit ist?

    Yoga heilt bekanntlich keinen Alkoholkranken...zur Entspannung kann es aber trotzdem sehr gut tun!

    Hallo Muffina,

    Also vieles von dem das du schreibst hört sich für mich alles andere als entspannt an! Was für ein Stress schon zu Beginn der Beziehung...Mich macht es immer wieder betroffen, wie Alkohol eben nicht nur den Suchtkranken runter zieht, sondern auch sein Umfeld. Das war bei mir nicht anders, meine ganze Familie hat sehr unter dieser Krankheit gelitten. Deshalb kann ich dir auch nur (wie alle anderen hier) raten, möglichst auf dich zu achten, deine Wünsche zu respektieren, deine Grenzen zu setzen.

    Eine glückliche Beziehung ist eine, wo man den anderen liebt und achtet so wie er ist, ihn nicht ändern will und auch mit seinen Fehlern leben kann. Das scheint mir bei euch nicht der Fall zu sein...Dir fällt es jetzt schon schwer mit seinem Konsum klar zu kommen, bitte gehe auf keinen Fall davon aus, dass sich das irgendwann mal beruhigt, einpendelt oder er sich für dich zusammenreisst. Vielleicht geht das eine Weile, wie bei den meisten Alkoholikern, die sich und der Welt beweisen wollen gar keine zu sein...auf lange Sicht ist aber Alkoholismus eine fortschreitende Krankheit, der Konsum wird mehr, die Abstände kürzer, dazu kommt später das Verheimlichen, Verstecken, Leugnen etc...Es wird NIEMALS einfach so besser.

    Leider muss ich dir auch ganz ehrlich sagen, dass dein Freund schon viele Anzeichen eines Problemtrinkers / Süchtigen aufzeigt: Verkrampftes kontrollieren (mit Hilfe App), eher Urlaub absagen als den Wein stehen lassen (!!!), sich nach längerer Abstinenzphase regelrecht abschiessen, unterschliedliche Begründungen für sein Trinken parat haben (Runterkommen, Freunde, Feier, Urlaub, Es-sich-Verdienen, Genuss, Lebensstil...etc etc), Kontrollverlust...


    Was ich mich auch frage ist... Er bittet mich, ja noch ein paar Wochen abzuwarten und mir seinen Konsum quasi noch etwas anzugucken, um zu sehen, dass es unbedenklich ist. Ob ich - selbst wenn es sich jetzt einpendelt, dass er auf einem relativ normalen Konsumniveau landet - ich jemals wieder ein normales und unbeschwertes Verhältnis zu seinem Konsum bekommen kann.

    Das fragst du dich zu Recht. Er hält dich im Moment hin, wie gesagt, er will dir unbedingt zeigen dass es soooo schlimm nicht ist. Ganz ehrlich: Wie klingt das für dich? Klingt das nach einem normalem Verhältnis zu Alkohol? Normal ist was du machst...ab und zu was trinken und eben die meiste Zeit nichts, nicht umgekehrt. Sich nach Regeln und Apps orientieren ist alles andere als entspannt und verlangt enorm viel an Kraft und Disziplin, das bricht auf längere Zeit ein, ähnlich wie bei einer Diät. Und dann holt man alles innerst kürzester Zeit wieder nach und konsumiert noch mehr als zuvor. Man wird nur mit einer langfristigen Lebensumstellung glücklich.

    Ich erlaube mir dir dies so zu schreiben weil ich selbst genau diesen Weg gegangen bin. Es hat Jahre gedauert bis ich zum Schluss kam, dass nur die Abstinenz mir ein glückliches Leben verspricht. Aber viele müssen diesen Weg selbst gehen. Du als frisch Angehörige kannst es dir aussuchen, ob du dir das wirklich mit ansehen willst. Bis man zur Trockenheit gelangt muss man vorher meistens sehr lange leiden, immer tiefer sinken, den Tiefpunkt erreichen. Und das dauert sehr sehr lange bei einigen und bei den meisten ein Leben lang, sie schaffen den Absprung nämlich gar nie!

    Meine Beziehung hat die Krankheit bis jetzt überwunden. Es war ein langer und harter Weg, involviert sind auch zwei Kinder. Ich bin mir nicht sicher ob ich das alles an der Stelle meines Mannes ausgehalten hätte, ich denke nicht. Er musste so viel durch machen, das ist kein Spass.

    Ich weiss dass meine Worte bei dir vielleicht gar nicht ankommen, weil du zu verliebt bist, weil du grosse Hoffnungen in diese Beziehung steckst etc...Aber vielleicht bringen sie dich zum Nachdenken. Du als Ausserstehende kannst ihn nicht zum Aufhören bringen, unmöglich. Wenn er selber nicht will kannst du nichts dagegen tun.

    LG

    Rina

    Und Corona-Reisebeschränkungen gelten für alle ausser dich? Ich denke mal die Thais warten nur sehnsüchtig darauf dass ganz viele infizierte Europäer bei Ihnen einfliegen. Egal... nixweiss0

    @ Susanne
    Danke für diese Zeilen, wenn’s dem eigentlichen Empfänger nicht hilft dann wenigstens mir! So ein Instinkt ums Überleben scheint bei allen zu existieren, er entfacht sich vielleicht nur nicht bei allen gleich stark um Aktionen zur Selbstrettung auslösen zu können.

    Hallo Otto,

    Ich hab ein komisches Gefühl bei deinen Posts, ich weiss echt nicht in wie weit Du uns nicht verarschst? Nach deiner Beschreibung bist du EIGENTLICH ein Mathe-Genie, ein wahrer Frauenheld und Suchtexperte im Thema Alkoholismus. Aber dann in der Realität doch ein nasser Single-Alkoholiker der von Hartz vier lebt? Ich kann das nicht ernst nehmen sorry...Ich werte dich keines Wegs ab, nur scheinst du irgendwie vom Leben bestraft...Verkanntes Talent, mit der Beziehung wills trotz Charme „en masse“ nicht klappen genauso wie mit der Abstinenz trotz aller Erfahrungen und allem Wissen...?

    In Foren entstehen oft Verständnisprobleme, das Kommunizieren ohne Stimme, Mimik, reales Gesicht als Gegenüber lässt leicht Fehlschlüsse zur Person zu, falls ich mich irren sollte tut es mir leid. Es ist trotzdem das Gefühl das du bei mir hinterlässt. Vielleicht hat aber auch der Alkohol schon mehr angerichtet bei dir als du wahr haben willst?

    Rina

    Hallo Muffina,

    Willkommen im Forum !

    Du hast bereits viele Antworten bekommen, ich kann sie alle nur unterstreichen.

    Nur kurz zu diesem Lebensstil und Weinkenner „Bla bla“...ich höre das mehr als zu genüge da ich in Südfrankreich wohne. Nicht selten versteckt sich hinter so einem „Art de vivre“-Gelaber nicht mehr als purer Alkoholismus den man dann ganz elegant hinter Weinverkostungen, teuren Tropfen und Geniessertum verstecken kann. Das muss dich nicht weiter beeindrucken...wer wirklich geniesst braucht nicht die ganze Flasche zu trinken, nach ein paar Gläsern macht man keinen Unterschied mehr zwischen teurem Bordeaux oder Aldi-Wein aus dem Tetrapack. Ich habe lange Zeit im Weinbaugebiet mit Wein gearbeitet, Alkoholismus ist dort sehr verbreitet aber auch sehr toleriert.

    Ich bin selbst Alkoholikerin und musste auch durch diese Kontrolliertes-Trinken-Schlaufe wie auch etliche Trinkpausen etc...den Weg müssen viele selbst gehen um zu Erkennen dass es allermeisten nur mit Abstinenz gelassen leben lässt.

    Alles liebe dir und viel Kraft

    Rina

    Hallo Zelda,

    Willkommen im Forum!
    Gut, dass du dein Trinkproblem angehen willst und dich hier angemeldet hast.

    Ich bin Rina, 38J, auch Mutter und seit bald 11 Monaten trocken.


    Ich habe euch ein bisschen gelesen. Viele sind für professionelle Hilfen und Gruppen und Therapien. Man habe es sonst schwer.

    Das sehe ich genauso. Bevor ich mir ernsthaft Hilfe in Form von einer realen SHG und einer Therapie suchte erging es mir so wie dir : Ich war mal trocken, mal nicht, dann wieder mehr oder weniger...kurz ich habe sehr lange rumgeeiert.


    Ich habe andere Ansätze. Eile mit Weile.

    Welche Ansätze sind das genau? Was meinst du mit "Eile mit Weile"? Konkret: Was ist bei diesem Abstinenzversuch anders als bei den anderen Malen und wieso sollte es jetzt auf Dauer klappen?

    Ich hoffe für dich sehr, dass du deinen Weg findest. Das Forum hier ist eine Hilfe, ersetzt aber bei weitem nicht den realen Austausch. Wie du es selbst schreibst, Erfahrungen von selbst Betroffenen helfen einem sehr, hast du es mal mit einer Selbsthilfegruppe versucht?

    Ich freue mich auf den Austausch mit dir,

    Rina

    Lieber Otto

    Ich wünsche dir viel Kraft und Mut für den Entzug und v.a. die Zeit danach. Du ahnst es ja schon... wenn der Alkohol erst mal aus dem Körper ist denkt es sich in der Tat besser. Und je länger man trocken ist, desto klarer werden gewisse Dinge.

    Ich hoffe du schaffst den Absprung, insofern du das wirklich willst. Dazu musst du schwierige Zeiten in Kauf nehmen und Druck aushalten können, das ist in den ersten Wochen nun mal der Preis für die Nüchternheit.

    Nimm Hilfe an,egal in welcher Form,sie muss dir nur zusagen.Gespräche kann man auch mit Pfarrern oder Nonnen führen, es gibt Beichtstühle um das Gewissen zu erleichtern etc. Bin nicht religiös aber wieso nicht bei deiner Abneigung gegen Therapeuten...Es ist nur so, dass es ganz alleine verdammt schwierig ist auf Dauer trocken zu bleiben. Das ist es auch mit Hilfe aber die Chance es zu schaffen stehen eindeutig besser.

    Bonne chance und hoffentlich hören wir wieder von dir,

    Rina