Beiträge von Greenfox

    Ich bin ab dem 1. Juni wieder einmal ganz alleine auf einer Mittelmeerinsel für 2 Wochen zu Fuß und mit dem Fahrrad mit Fotoausrüstung unterwegs, um Land und Leute und mich wieder ein bisschen mehr kennen zu lernen, unterwegs. Ich freu mich.

    Komm gesund zurück (also nicht mit Hals-und-Beinbruch ;) ) und bring ein paar schöne Bilder mit wikende091


    Also ich für mich habe festgestellt, dass sowohl Blaumann als auch Betty Recht haben: Es gibt Sone und Solche. Nur fallen "Sone" eben leider mehr (unangenehm) auf und sind daher gefühlt in der Mehrzahl.

    Ich vertraue diesen Statistiken nicht vorbehaltlos (Blaumann: "Und keiner wird in einer Online Befragung seinen Konsum korrekt wiedergeben. Das Spiel kennen wir ja von uns selbst.". Aber eben auch, weil ich auch viele "Solche" kenne). Aber auf Grund meiner eigenen Alkohol-Erfahrungen mache ich mir eben andere Gedanken als jemand, der kein Alk-Problem hat.

    Gruß und einen schönen Sonntag noch :sun:

    Greenfox

    Super, dass es Dir mit der Trennung gut geht. Das ist jetzt nicht sarkastisch gemeint: Abgesehen von meiner Ex habe ich schon oft gemerkt, das eine Trennung die zwischenmenschlichen Beziehungen verbessern kann. Als Jugendlicher hatte ich Probleme mit meinen Eltern - nachdem ich ausgezogen war, lief es wesentlich besser. Trouble mit meiner damaligen Freundin - nach der Trennung Freunde bis heute (Da hat der Spruch: "Wir können ja Freunde bleiben" mal funktioniert).

    44.

    Gruß
    Greenfox


    Insgesamt halte ich den Ansatz des KT für alkoholgefährdete und nicht süchtige Personen für interessant: Bei Männern z.B. 4 max. 5 Flaschen Bier à 0,5l die Woche. Wer das kann, ohne dass er permanent ans Saufen denkt und wann er endlich wieder bechern darf und dazu noch ein paar Wochen vollständige Abstinenz, ist m.E. auf der sicheren Seite.

    Ich glaube mal, Du wirst keinem Alkoholiker ein Bier pro Tag sowie 2 alkfreie Tage/Woche UND dann auch noch ein paar Wochen abstinent als KT verkaufen können. Zumal das auch die als ungefährlich geltende Trinkmenge für Männer ist ... Also: wo ist da KT?

    @all: Wer hier Katanka Diskussion vermisst - die habe ich Mal abgetrennt und unter dem Titel "Leider schlägt die Sucht immer wieder zu" unter "Allgemeines" eingestellt, da Burzl's Thread ja nix mehr mit seinem Thema zu tun hatte.

    Burzl
    Ich hoffe sehr, dass Du Dich wieder gefangen hast! Wie geht's Dir?

    Gruß
    Greenfox

    Zunächst einmal: Ich habe mal die von Katanka eröffnete Diskussion von Burzl's Thread abgetrennt, da dieser sonst völlig zerschossen wird.
    @Katanka: Das soll kein Vorwurf sein!

    Hinsichtlich meiner Hintertür mit dem Bier: Bier war für mich immer ein Genussmittel, das ich nie missbraucht habe. Ein Bier und anschliessend was Alkoholfreies. Ich denke, das weiss mein Hirn auch und erwartet sich nicht Nummer 2, 3 etc., weil ich das nie gemacht habe. Wenn ich mich besoff, war das immer mit Sachen, "die ich nicht wirklich mochte " - Sekt, Wodka, Cola-Rum.. Ich weiss aber nicht, ob mein Hirn da jetzt unterscheiden kann.

    Deine Ratio kann schon zwischen den Getränken unterscheiden - für das Suchtgedächtnis sind sie aber alles eins: Alkohol = Suchtstoff.

    Das bei Euch die Leute, die zu einer SHG wollen, gecastet werden, wusste ich nicht. Schau doch auch Mal in unsere Linksammlung. Oder hier für die Suche nach Suchthilfeeinrichtungen in Österreich.

    Gruß
    Greenfox

    Burzl
    Dies ist ja eigentlich DEIN Thread. Ich hoffe, Du kannst nachvollziehen, was sich für eine Diskussion aus Deinem Rückfall ergeben hat und kannst daraus auch etwas für Dich herausziehen. Wenn nicht, Gib mir oder Henri Bescheid und wir koppeln die Diskussion ab und schieben sie in einen eigenen Thread. Ich könnte dies erst in der nächsten Woche tun, da ich zur Zeit nur auf dem Tablet schreibe.
    Was Deine private Situation mit Deiner Frau angeht, ist es für uns sowieso schwer bis unmöglich, konkrete Tipps zu geben ...

    @Katanka

    Beim Lesen des letzten Poste sind mir ein paar Dinge aufgefallen:

    Zitat von Katanka link=topic=1187.msg23662#msg23662 date=14951755 63


    Ich bin - was mir von allen Seiten bestätigt wird - viel ausgeglichener geworden, muss nicht immer die Erste, Beste etc sein, dieser Perfektionsdruck ist ziemlich von mir abgefallen. Und dennoch kippe ich in die Alkoholfalle. Als ich mit meiner Analyse begonnen habe, nahm ich mir vor, nichts mehr zu trinken - ausser einem gelegentlichen Weizenbier nach der Sauna. Das klappte gut, da blieb es auch bei einem Bier ...

    Ob Du tatsächlich ausgeglichener bist und abgeklärter, das kann Dir niemand Aussenstehendes bestätigen. Das kannst nur Du alleine feststellen, wenn Du ehrlich in Dich hinein horchst. Denn wenn Du nur nach außen so Wirkstoff/tust ...

    Und das "in die Alkoholfalle tappen" ist für mich eine Ausrede: da gibt es keine Falle! Niemand macht Dir weiß, dass der Wein nur Saft ist, Du trinkst keinen Alkohol aus Versehen - Du trinkst den Alkohol mit voller Absicht. Und meines Erachtens liegt das an der Hintertür, die Du Dir mit dem "gelegentlichen Weizenbier nach der Sauna" offen gelassen hast.
    Du schreibst, " das klappte gut, da blieb es auch bei einem Bier ...". Dein Körper, Dein Suchtgedächtnis geht aber aus Erfahrung davon aus, dass auf ein Bier ein zweites, drittes, viertes folgt - und fühlt sich verarscht, weil dem jetzt nicht so ist. Und irgendwann schreien die dann in Dir "ICH WILL JETZT MEINEN ALKOHOL!!" - Du kriegst Suchtdruck. Und den befriedigt Du dann und meinst, in eine Falle getappt zu sein. Und bevor Du am Getränkeregal im Supermarkt auf die nassen Ideen kommst, war der Wunsch nach Alkohol schon lange da. Dieses "Bäng!!" ist nur der Moment, wenn der Wunsch vom Unterbewusstsein ins Bewusstsein ploppt.

    Auch wenn ich jetzt so schreibe, als wären es Tatsachen - dem ist nicht unbedingt so. So erkläre ich mir Deine Situation nur auf Grund meiner Erfahrungen und meinem Wissensstand.

    Für die Suche nach einer geeigneten SHG drücke ich Dir jedenfalls die Daumen!
    Du schreibst, Du hast eine angeschrieben!? Ich kenne es bei uns nur so, dass man sich bei den SHG nicht anmelden muss (nur bei der Suchtberatung). Man geht einfach hin.

    Gruß
    Greenfox

    :-[

    Schade, dass es so kam.
    Und ich kann mich Keppler nur anschließen: wende Dich vertrauensvoll an Deine Therapeuten in Ypps. Und kümmere Dich um DICH - Deine Frau muss sich selbst um sich kümmern.
    Die Konsequenz Deiner privaten Misere hast Du ja schon selbst angesprochen. Zu es - es kann nur besser werden.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und Herzlich Willkommen hier im Forum :welcome:

    Ich bin Ü50, auch Betroffener, und seit heute 9 Jahre trocken.

    Gut, dass Du Dir Gedanken machst und auch Hilfe suchst. Der Besuch von SHG ist schon Mal gut - sie muss allerdings auch passen. Ich denke mal, in Wien habt ihr eine gute Auswahl. Irgendeine tut es nicht, Du musst Dich dort auch wohl fühlen, verstanden.
    Und dann kann ich Dir nur empfehlen, mit Deinem Freund über Dein Problem zu sprechen. Wer, wenn nicht er als trockener Alkoholiker kann das besser verstehen. Und in einer SHG sind ja auch "nur" Trockene oder Menschen auf dem Weg dahin.

    Auch hier findest Du eine Menge Leute, die diesen Weg gegangen sind, noch gehen oder suchen.
    Ansonsten kann ich Dir auch unsere Linksammlung (im Bereich "Selbsthilfe/Therapie" - kann es leider nicht verlinken, da ich auf meinem Tablet schreibe) empfehlen.

    Gruß
    Greenfox

    Auf einen guten Austausch!

    @Blaumann
    So ganz verstehe ich nicht, was Du mir mit Deinem letzten Post sagen möchtest nixweiss0

    Im Übrigen bin ich, nur weil ich hier den Admin mache, kein aus- oder eingebildeter Psychologe, Therapeut, Diplomat oder sonstewas. Ich bin einfach nur ein stinknormalen Alkoholiker, der es vor nunmehr 9 Jahren geschafft hat, nach mehreren Anläufen den Alkohol wegzulassen. Und der sich hier mit anderen Menschen austauschen möchte, von seinen Erfahrungen berichten, helfen möchte. Und der hier auch andere Sichtweisen kennenlernt - und auf Grund derer auch Mal seine Meinung ändert. Ein Mensch eben mit Ecken und Kanten, mit Macken und Fehlern.
    Ich bin nicht mehr - aber auch nicht weniger. Ich bin eben wie ich bin. Auch wenn es Dietmar nicht passt.

    Ich habe nicht vor, mich hier abzumelden. Aber ich bin nicht auf Deibel-komm-raus hier Admin. Wenn jemand meint, er wäre besser dafür geeignet (Dietmar?) ... Bitte schön.

    Und zu dem


    Zitat: Ich schreibe Euch einen Satz eines Seminar Teilnehmers: „Wenn du deine Sucht hinter dir hast, hast du das Leben am Hals“.

    kann ich nur sagen, dass das für mich ein Fakt ist. Nur weil man sein Suchtmittel weglässt, hört das Leben ja nicht auf. Man kriegt es dann nur ungefiltert und mit voller Wucht mit. Und DAS ist für Einige der Grund, sich wieder in die "rettenden Arme" des Suchtmittels zu flüchten.
    Was meinst Du, warum ich den Spruch

    Drogen und Alkohol sind etwas für Anfänger.
    Wer wirklich cool ist, zieht sich die Realität rein.

    so gut finde?


    Selbstmordgedanken und Hilferufe nach längerem Alkoholmissbrauch deuten immer auf Paranoide Schizophrenie hin.

    Nicht unbedingt - hatte ich und etliche andere Betroffene, die ich kenne, auch nicht.
    Bei mir (und nach Aussage der Anderen bei ihnen auch) lag es an der Depression, weil ich es einfach nicht schaffte, diesen Schei... Alkohol stehen zu lassen.

    Hallo, techfreak!

    Solche Suizidgedanken kenne ich noch von mir. Ich würde sagen, dass Du Dir am Besten Rat bei einer Suchtberatung holst. Denn da sollte ein Psychologe sich Deiner Frau annimmt. Aber gegen ihren Willen lässt sich das nur bei akuter Selbstgefällig möglich (Zwangseinweisung).

    Wie gesagt kenne ich solche Gedanken noch von mir. Umgesetzt (nochmal ansatzweise) habe ich sie jedoch nie. Im Suff ist aber alles möglich.

    Sorry, aber etwas Anderes, Konkretes kann ich Dir nicht raten.

    Gruß
    Greenfox

    Danke, danke, danke, lieber allwissenden Gott, dass Du uns in Deiner übergroßen Güte verschonst und nicht bestrafst bowdown

    [Ironie-Modus aus]

    Ansonsten schließe ich mich Gerd an.


    Musste etwas korrigieren, da mein Tablet eine Autokorrektur hat, wo ich aber auch Alles selbst nachschauen muss.

    Ach so: Ängstlich bin ich nicht, nur vorsichtig, da ich nicht an den Punkt zurück möchte, an dem ich mal war. Aber das versteht wohl nur, wer selbst in der Spirale der Sucht schon etwas tiefer abgerutscht war.

    Empfinde ich für mich genauso. Und ich schreibe auch hier, damit andere erst gar nicht dahin kommen.

    Hallo, Marc!
    Schön Mal wieder von Dir zu hören, vor allem, dass es Dir gut geht 44.

    Ja, manchmal braucht man einen Tritt in den Allerwertesten, um wach zu werden.

    Und ich finde es gut, dass Du eine gute Therapeutin gefunden hast, mit der Du "auch privat weitermachen" konntest ;) (keine Angst, ich hab's schon richtig verstanden, könnte aber die Vorlage nicht auslassen :) ).

    Du hast Recht, wenn Du sagst, dass ohne Alkohol Vieles (nicht alles!) besser wird.
    Aber auch Rekonvaleszenz hat Recht, wenn er sagt, dass Du am Ball, am Thema bleiben solltest. Denn allzu leicht wird man sonst wieder leichtsinnig - und hat ganz schnell einen Rückfall. Mir ist es jedenfalls so ergangen.
    Dranbleiben heisst aber nicht, sich den ganzen Tag als Mantra vorzubrabbeln "Ich bin Alkoholiker, ich bin Alkoholiker ...". Einfach sich immer wieder Mal bewusst machen, warum man jetzt da steht, wo man ist, welche Lebensqualität man (wieder) gewonnen hat - und welches "Problem" einen an den Rand des Abgrunds gebracht hat. Das kann man z.Bsp. mit SHG und/oder hier lesen/schreiben erreichen.

    Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute weiterhin!

    Gruß
    Greenfox