Danke für den Hinweis 44.
LiS: Würdest Du bitte den Link (DHS-Landesstellen Deutschland) in die Linksammlung einfügen?!! Danke!
Gruß
Greenfox
Danke für den Hinweis 44.
LiS: Würdest Du bitte den Link (DHS-Landesstellen Deutschland) in die Linksammlung einfügen?!! Danke!
Gruß
Greenfox
Ja, das ist oft das Problem: In der Theorie weiß man, wo das Problem liegt und wie man dem beikommen könnte. Aber dann fehlt die Traute für den entscheidenden Schritt - egal ob bei Betroffenen (wie Deinem Mann) oder den Angehörigen (wie Dir). Das ist die Angst vor Veränderungen.
Aber momentan geht es nicht um Deinen Mann, sondern um DICH!
Erst einmal HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum!
Es ist ja schon gut, dass Du Dein Problem erkannt hast.
Aber aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass allein vom Wünschen sich nix ändert. Und auch nur vom Lesen/Schreiben in einem Forum auch nicht.
Ich empfehle Dir, parallel zum Forum auch reale Hilfe/Unterstützung z.Bsp. bei einer Suchtberatung und/oder SHG zu suchen. Denn Deiner Schilderung entnehme ich, dass Du selbst es alleine nicht schaffst ...
Trotzdem - gut dass Du hier bist und Dir Gedanken machst. Und wir liefern Dir unsere Erfahrungen, aus denen Du Dir Möglichkeiten ziehen kannst ...
Gruß
Greenfox
Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:
Erst mal kurz zu mir: Ich bin Betroffener in dem Sinne von "Alkoholiker" und seit ein paar Jahren trocken.
Konkrete Ratschläge könne Dir sicher die hier vertretenen Angehörigen geben. Aber auf Grund meiner Erfahrungen kann ich Dir sagen, dass Dein Schritt, Dich von Deinem Mann zu trennen, der richtige ist/war.
Ich schreibe hier, weil ich denke, dass ich früher den Schritt des Auszugs gehen muss und ich auf dem Weg dahin wahrscheinlich die eine oder andere Ermutigung von anderen Betroffenen brauchen werde.
Diese räumliche Trennung muss ja nicht für immer sein. Aber sie dient zum Einen DEINER seelischen Gesundheit und zeigt ihn zum Anderen die Grenze auf.
Entweder er unternimmt ernsthaft etwas gegen seine Sucht - dann wirst Du ihm dabei zur Seite stehen (so habe ich Dich verstanden). Wenn nicht, dann muss ebend jeder seiner eigenen Wege gehen.
Mich würde nur mal interessieren: Hat er seine "Trockenphase" alleine durchgezogen - oder hatte er dabei Hilfe (egal ob von Therapeuten, SHG oder ähnlichem). Wenn er es alleine versucht hat, dann leg ihm nahe, sich Hilfe zu suchen (Beratungsstelle, SHG und/oder Therapeuten). Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass es alleine seeeehr schwer (bis unmöglich) ist.
Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Kraft und uns einen guten Austausch!
Gruß
Greenfox
Hallo Geralt und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum!
Ich habe schon versucht das mit Köpfchen Anzugehen aber irgendwie hat es alles keinen Sinn ...
Wenn nix hilft, wenn Du konsumierst, dann solltest Du eben nicht konsumieren. So einfach wäre es.
Wenn Dir Dein Köpfchen das auch schon mal gesagt hat und Du es ohne Erfolg versucht hast, dann hast Du ein Problem, vor dem ich und auch andere hier schon gestanden habe/n.
Denn wenn Du nicht ohne saufen/Alkohol kannst, dann hat Rekonvaleszent völlig recht:
Mein Rat: Mach einen Termin bei der Suchtberatung aus.
Hast Du denn schon mal probiert, längere Zeit (sagen wir mal 2-3 Wochen) ohne Alkohol auszukommen?? Wenn ja - mit welchem Ergebnis??
Gruß
Greenfox
Aua!
Hast Du inzwischen eine SHG gefunden, die öfter als nur alle paar Wochen tagt, gefunden?
Ich frage deswegen, weil Du zum Einen dringend Hilfe brauchst - und das nicht nur sporadisch und/oder über dieses Forum, sondern konkret und sofort. Und mit Hilfe meine ich nicht nur Hilfe im Umgang mit Deiner Frau, sondern auch psychisch in Form von persönlichen Gesprächen.
Und weil ich zum Andern irgendwie davon ausgehe, dass es für Dich keine Option zu sein scheint, Deine Frau zu verlassen - auch wenn sie Dich mit in den Abgrund zieht. Oder irre ich mich da?
Eine Zwangseinweisung nach dem PsychKG ist für Behörden wie z.Bsp. die Polizei eine sehr schwierige Kiste. Und wenn schon die Ärzte nicht "mitspielen" fast unmöglich. Und das DU überfordert bist mit der Situation kann ich gut nachvollziehen ...
Ich wünsche Dir viel Kraft und noch mehr Hilfe vor Ort!
Greenfox
Hallo, Beata, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:
Kurz zu mir: Ich bin Betroffener/Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.
Und ich kann mich kurz fassen:
Ich kann Dir leider nur eine einzig gute Sache schreiben, nämlich die, dass Du absolut richtig gehandelt hast.
Wenn er tatsächlich aktiv etwas gegen Sucht unternimmt, Hilfe annimmt und Alles, aber wirklich Alles dafür tut, um vom Alkohol und der Zockerei wegzukommen, dann, aber nur dann, kannst Du ja wieder für ihn da sein.
Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Vielleicht noch - in Bezug auf Deine Überschrift: Jawoll, hast Du!
Es gibt übrigens auch für Angehörige wie Dich Selbsthilfegruppen (SHG), wo Du Dich mit Menschen, denen es genauso wie Dir geht, persönlich austauschen und Tipps holen kannst.
Und ich möchte Dir diesbezüglich noch unsere Linksammlung ans Herz legen.
Ich wünsche Dir viel Kraft!
Gruß
Greenfox
Ich glaube, Deine Liste wirst Du bei längerem erinnern noch wesentlich erweitern können.
Wobei ich Punkt 1 am gravierendsten finde - dass man sich an ALLES erinnern kann. Und das auch noch ohne schlechtes Gewissen ;D
Das ist FÜR MICH das Schönste!
Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:
Mach es doch, wie Bassmann schrieb: einfach anfangen.
Aber dann nicht mit "Ich möchte nichts mehr trinken.". Dann kommen nämlich die dummen Sprüche "Ach, ein Gläschen geht doch!" etc
Sag "Aus gesundheitlichen Gründen kann/darf ich nichts trinken!" Und wenn dann nachgehakt wird "Muss/will ich Dir nicht auf die Nase binden."
Und den Leuten, die Dir nahestehen, kannst Du ja erklären, wieso/weshalb/warum. Aber wenn Du "nur" alle x Tage was getrunken hast - aber dann bis zum "Abwinken" -, dann kann ich Dir aus meiner Erfahrung sagen, dass da eventuell Unverständnis aufkommen könnte.
Ich war damals drastischer und habe meinen Verwandten, Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen gesagt "Ich bin Alkoholiker, ich bin jetzt trocken und das möchte ich auch bleiben - also werde ich nichts mehr trinken!". Okay, ich habe auch jeden Tag getrunken (und das nicht gerade wenig). Aber da ich das meist für mich alleine tat, habe ich bei einigen kein Verständnis geerntet. "Was - DU? Alkoholiker? Quatsch!" Es ging leider sogar soweit, dass ich mich von einigen "Freunden" getrennt habe.
Damit will ich Dir keine Angst oder so einjagen. Ich möchte Dich nur auf mögliche Reaktionen vorbereiten. Denn Leider wird es in unserer Gesellschaft eher akzeptiert, wenn man sagt "Danke - Nein! Ich rauche nicht!" als "Danke - Nein! Ich trinke nicht!"
Aber nochmal 44. für Deinen Entschluß! Und ich wünsche Dir alle Kraft, die Du brauchst, um ihn umzusetzen!
Gruß
Greenfox
Oder würde einer von euch jemand ohne Mittel praktisch auf die Straße setzen?
Aus HEUTIGER Sicht - JA!
Aber ich empfehle Dir, mal zu einer Suchtberatung zu gehen und Dich dort beraten lassen. Denn so eine Beratungsstelle ist nicht nur für die Betroffenen da, sondern auch für die Angehörigen.
Ich hoffe, ich kann ihn ebenfalls dazu bewegen, sich auch Hilfe zu suchen. Ich kann ihm nicht helfen, ich könnte ihn nur unterstützen wenn er sich selber bewegt.
Das ist sehr, sehr wichtig: ER muss etwas machen, nicht DU! ER ist verantwortlich, nicht DU!
Allerdings gehört auch dazu, dass Du ihn aus Deiner Wohnung setzt - denn es ist DEINE Wohnung, DEIN Rückzugsort. Denn solange er weiter bei Dir wohnt, wird er Dich manipulieren (zumindest es versuchen) - und Dein Refugium ist futsch, Du hast keinen Rückzugsort mehr.
Hallo, Einohr, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:
Ich bin so etwa in Deinem Alter, Alkoholiker und seit ein paar Jahren trocken.
Als ich Deine Geschichte las, kam in mir ein Verdacht auf. Und dann kam ich doch tatsächlich an die Stelle, die mir diesen Verdacht zwar nicht bestätigte, aber verstärkte:
Ehrlich gesagt, habe ich Zweifel, ob er bei seiner Krankheit mir gegenüber ehrlich war/ist. Ich habe nie irgendwelche Beweise gesehen, war nie beim Arzt.
Alkoholiker sind Meister im manipulieren und Geschichten/Begründungen erfinden.
Wenn Du hier unsere Geschichten liest, wirst Du einige ähnliche finden. A geht es schlecht und deswegen MUSS er trinken - und wenn B ihm nicht dabei hilft, dass er/sie weitertrinken kann, ist natürlich B alleine Schuld, wenn A komplett abstürzt/stirbt/die Wohnung/Arbeit verliert ... (beliebig erweiterbar).
Du hattest schon das Richtige getan, als Du ausgezogen bist, um Dich zu schützen. Aber leider hast Du Dich wieder "einlullen" lassen.
Wichtig ist - finde ich - dass Du Dir Hilfe suchst: z.Bsp. eine reale Selbsthilfegruppe für Angehörige (die dasselbe/Ähnliches durchgemacht haben oder noch machen wie Du) oder eine Suchtberatungsstelle..
Schau doch mal in unsere Linksammlung, da findest Du viele nützliche, weiterführende Links. Wie z.Bsp. hier oder hier.
Ich wünsche Dir jedenfalls viel Kraft und einen guten Austausch hier!
Gruß
Greenfox
Wenn Sie einen Mann sehen, der einer Frau die Autotür aufhält, dann kann es nur zwei Gründe geben: Es ist eine neue Frau oder ein neues Auto.
Prinz Philip (Ehemann der Queen)
In meiner gesamten Suchtbiografie habe ich Betroffene kennengelernt, die mir erzählten, dass Alles, was sie während ihrer nassen Zeit erlebt haben ausschließlich negativ besetzt war.
Ich habe auch Betroffene kennengelernt, bei denen das nicht so war, und die sich noch sehr gut an recht viele schöne Zeiten während ihrer nassen Zeit erinnern konnten.
Ich gehöre zu Letzteren.
Ich auch!
Und ich leide an einer tödlichen Krankheit - dem Leben. Denn das endet mit dem Tod.
Ich möchte die Zeit, die mir noch bleibt, geniessen! Wenn ich Suizid begehen will, fange ich wieder mit dem Saufen an - und schiesse mich ab. Denn aus eigener Erfahrung weiss ich, dass ich nicht maßvoll trinken kann. Nur maßlos.
Übrigens: Nachträglich noch ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome: und Glückwunsch zu 3 Jahren Abstinenz.
Ich hoffe, es ist mittlerweile eine zufriedene Trockenheit ...
Gruß
Greenfox
Hallo, M-ILY-L!
Auch von mir noch ein verspätetes WILLKOMMEN hier im Forum!
Tja, Kinder leiden immer am meisten und bekommen mehr mit als man glaubt....
...
Glaube mir, Alkoholiker sind wahre Profis im Tarnen, Täuschen, Verheimlichen und natürlich im Lügen und Betrügen. Und auch im Verharmlosen, Beteuern und Versprechen. Und überzeugend können sie sein - man glaubt es gar nicht wie überzeugend sie sein könnnen.
Leider kann ich (Alkoholiker, seit ein paar Jahren trocken) mich den Ausführungen meiner Vorschreiber nur anschließen.
Gruß
Greenfox
Hallo, Sonnenblume, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:
Ganz kurz zu mir: Ich bin Ü50, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.
Zunächst einmal (auch wenn es hart klingt): Glückwunsch dazu, dass Du Deinem Mann die Grenzen gezeigt und ihn vor die Tür gesetzt hast!
Diese Gefühlswallungen, die Du jetzt durchmachst, sind normal (Ich weiß, dass Dir das wenig hilft, ist aber so)! Und vielleicht war dieser Rausschmiss ja auch für Deinen Mann soetwas wie ein Weckruf, sein persönlicher Tiefpunkt, der ihn dazu veranlasst, endlich etwas aktiv gegen seine Sucht zu unternehemen.
Dass das schwer ist wissen wir. Aber es ist machbar.
Und wenn er dies tatsächlich tut (etwas unternehmen) - dann kannst Du ihm dabei auch behilflich sein.
Wenn aber nicht - dann tut es mir leid, aber ... im Meer des Lebens sollte man einen sinkenden Stein loslassen, sonst zieht er einen mit in die Tiefe. Und das hast Du ja schon mal getan.
Sorge erstmal für Dich und Deine Tochter. Dein Mann muss sich jetzt erstmal um sich selbst kümmern.
Gruß
Greenfox
Aua.
Aber gut!
Davor hatte ich Scheuklappen auf und habe es irgendwie versucht zu verdrängen. Aber ich werde handeln müssen ...
Darin sind sich Betroffene und Angehörige wohl oft gleich ... :-\
Ich behaupte mal: Würdest Du Deinem Partner hier dieses Forum und unsere Antworten an Dich zeigen, würde er sagen: Ich bin noch lange nicht so wie die da. Das sind waschechte Alkoholiker und alles, was die dir empfehlen und über die Sucht schreiben trifft auf mich nicht zu.
Und damit hätte er sogar recht: Denn wir unternehmen bzw. haben etwas unternommen gegen unsere Sucht!
Bitte sieh das nicht wertend. Vielmehr sehe ich mich selbst, als ich noch "nass" war. Ich schrieb es ja schon: solange Andere (in meinen Augen) viel mehr und/oder härtere Sachen trinken, KANN ich ja gar nicht Alkoholiker sein.
Es ist wie mit der Kindererziehung: Man muss den Kindern Grenzen aufzeigen. Tut man dies nicht, halten sie einen für Märchenerzähler und machen, was sie wollen - es passiert ja eh nix (ich meine jetzt als Strafe/Konsequenz). Egal was passiert.
Wenn Du ihn also vor die Wahl "Entweder der Alkohol geht - oder ich!" stellst, dann musst Du es auch durchziehen. Schon alleine in DEINEM Interesse.
Gruß
Greenfox