Beiträge von Greenfox

    Hallo, Krüml!

    Auch wenn ich kein großer Freund von WhatsApp-Gruppen bin, möchte ich Dich dennoch HIER in unserem Forum recht herzlich willkommen heißen :welcome:

    Kurz zu mir, damit Du weißt, wer Dich hier anlabert: Ich bin fast 60, m, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken. Letzteres auch erst nach einigen Anläufen, in denen ich versucht habe, mich á la Münchhausen am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Hat nicht geklappt.

    Vielleicht findest Du ja hier (im Forum) auch einiges von Dir wieder, Parallelen zu Deiner Geschichte und auch einige Anregungen, wie Du Deine bisher zweiwöchige Abstinenz 44. weiter ausbauen kannst.

    Stöbere einfach - und wenn Fragen sind, immer raus damit!

    Ob es allerdings hilfreich ist, sich mit Deinem Wunsch nach einer WhatsApp-Gruppe außer in Deinem eigenem Thread vollkommen zusammenhanglos in andere Vorstellungs-Threads zu drängen (von Daun2020 und AmSee13) - das wage ich zu bezweifeln. Das wirkt in MEINEN Augen wie Spam.

    Gruß
    Greenfox

    Ich denke nur rückblickend, dass 3 Flaschen Wein jeden Abend (über Monate hinweg, mit gelegentlichen Pausen) schon verdammt krass war und bin fast ein wenig erstaunt, dass ich nie "klare Entzugserscheinungen" dadurch hatte.

    Ja, 3 Flaschen täglich ist schon heftig, das ist ungefähr 1 Flasche Schnaps/Tag :o (guckst Du hier).

    Um so schöner finde ich es, dass Du Dein Leben umkrempeln konntest.
    Das Einzige, was mich interessieren würde, wäre, wie Du das meinst mit dem "trinke nur noch selten": "..., dann aber heftig(st)" oder "... und wenig/mäßig"?

    Um aber auf Deine Frage zurückzukommen:

    Ich kann es bei mir überhaupt nicht festmachen. Vielleichgt auch deswegen, weil ich für mich persönlich diese Unterscheidung zwischen psychischer und physischer Abhängigkeit völlig irrelevant halte. Es mag zwar eine medizinische Unterscheidung geben - aber für mich steht in beiden Fälle im Endeffekt ABHÄNGIGKEIT auf dem Plan.
    Schon allein deswegen habe ich mir nie einen Kopf gemacht, ob ich nun "nur" psychisch abhängig bin. oder "schon" physisch (oder umgekehrt).

    Frauen überlegen ja auch nicht, ob sie hoffentlich nur ein bißchen schwanger sind - entweder sind sie es oder nicht. Und das ist eben meine weibliche Seite ;) ;D

    Ich weiß, ich konnte Dir nicht weiterhelfen, aber ich konnte ein wenig labern.

    Gruß wikende091
    Greenfox

    Lohnt sich das Aufhören denn noch so kurz vor Weihnachten?

    Sorry, ich bin ein Lästermaul...

    ;D ;D So oder so ähnlich waren zwischendurch auch meine Gedanken. Ich wollte es nur nicht beschreien.

    Meld Dich mal ich schreib uns, wie es Dir so ergeht. Wie ich sehe, bist Du ja ab und an hier. Würde mich freuen, wenn Du uns wiederlegst!
    Auch wenn ich es bezweifle nixweiss0

    Gruß
    Greenfox

    Zitat

    P.S.: und nein, eine stationäre Entgiftung hat in meinen Augen nur den Vorteil dass man da mal einfach ans Kiosk um die Ecke kann, dass man nicht mal darüber nachdenken muss ob man das macht oder nicht, ansonsten aber eigentlich gar keinen.

    Okay, ich spare mir meine Zeit: Da Du es besser weisst als Andere, die es schon seit Jahren geschafft haben, trocken zu werden (im Gegensatz zu Dir) - mach, was Du willst.
    Aber schließe nicht von Dir auf Andere!!

    Ab sofort werde ich mich weiterer Kommentare enthalten.

    Ich wünsche Dir alles Gute!

    Greenfox

    Heute dürften einige meiner ehemaligen Kolleginnen und Kollegen mit einem mächtigen Kater aufgewacht sein, denn gestern Abend wurde der Abschied einer Kollegin mächtig gefeiert.
    Lustig war’s, doch mit zunehmendem Pegel drehte der eine oder die andere mächtig unangenehm auf. Wenn er oder sie sich selbst nüchtern hätte betrachten können, wär‘s ihm oder ihr gewiss peinlich gewesen. - Vermutlich ist es für solche Runden deshalb so wichtig, dass möglichst keiner nüchtern bleibt. - Später wurde sogar extra noch hochprozentiger Nachschub geholt, um den Durst nach mehr zu stillen.
    ...
    Selbstfürsorge ist mir ein besonderes Anliegen geworden.

    Aus Gründen der Selbstfürsorge bleibe ich bei solchen (bzw. allen) Veranstaltungen nur solange, wie ich es für mich gut befinde. Die Nachschubbeschaffung hätte ICH schon lange nicht mehr miterlebt.

    Ich habe zu Beginn meiner Abstinenz gemerkt, dass es für mich nicht mal das Schwerste war, auf der Veranstaltung nicht zu trinken. Das Verlangen kam meist erst hinterher.
    Zum Einen als Belohnung, es "geschafft" zu haben. Und zum Anderen habe ich es früher sowieso immer so gehandhabt, auf dem Event nur sehr mäßig bis garnicht zu trinken - aber danach den Pegel durch Druckbetankung aufzufüllen ...

    Heute wundert sich niemand mehr, wenn ich plötzlich verschwunden bin - egal, ob Familien- oder Betriebs-Veranstaltung.
    Wenn nicht groß gesoffen wird und es mir gut geht/gefällt, bin ich durchaus auch mal 6-7 Stunden da - bevor jemand meint, ich würde mich ausschließen/abkapseln.
    Ich habe nur keinen Bock darauf, dass es mir so schlecht gehen sollte, dass ich vielleicht doch zur Flasche/zum Glas greifen könnte.

    --> Selbstfürsorge

    Gruß
    Greenfox

    Morgen Morgen nur nicht heute sagen alle Faulen Leute.
    Sag doch dann einfach, ich will doch gar nicht aufhören.
    Ihr könnt mich hier ein bisschen betüdeln und das wars.
    So wie ich mal gehört habe, soll es in Berlin eine Menge Shg Gruppen geben.
    Wenn du wirklich was verändern willst, dann kannst du heute schon eine besuchen.
    Rumjammern bringt dir gar nichts.

    Dem kann ich nur zustimmen 44.
    Und als Berliner kann ich auch bestätigen, dass wir hier - was die Anzahl und Vielfalt an SHG betrifft - in einer ÜBERAUS komfortablen Situation sind.
    Ich habe damals, nach meiner letzten Entgiftung, 14 Tage lang, JEDEN TAG eine andere Gruppe besucht, um die für mich richtige zu finden. Und das waren nur die in meiner näheren Umgebung!

    Zitat

    Zum Besuch einer SHG: Natürlich solltest du da nicht angetrunken aufschlagen, aber ich denke schon, dass du dich da hintrauen darfst. Überleg dir mal, was für eine überaus wertvolle Ressource du dir entgegen lässt, wenn du nicht hingehst.

    Natürlich kann ich nicht für alle SHG sprechen, aber in "meine" kamen des Öfteren Menschen, die noch nicht trocken waren. Eben, um sich Rat zu holen, wie sie den Absprung wagen sollen. Was kommt danach. Und auch Rückfälle gehören zu unserem Leben leider dazu - aber da ist Scham nicht angebracht: die Ursachen müssen gesucht und aufgearbeitet werden, damit es nicht wieder dazu kommt.
    In meinen Gesprächen auf den Entgiftungsstationen spreche ich immer wieder davon "Selbsthilfegruppen - wozu eigentlich".
    Natürlich sind sie kein Allheilmittel. Aber ein sehr, sehr starkes Hilfsmittel.

    Du sprichst die AA an und dass Du schon mal bei ihnen warst. Was hindert Dich daran, jetzt schon wieder hinzugehen (bevor Du etwas getrunken hast) und einfach den Menscehn zuzuhören? Was hindert Dich daran, einfach mal Rat zu holen in einer SHG, wenn es Dir Dein Ego schon nicht erlaubt, in eine Suchtberatung zu gehen?

    Ein paar Gründe, warum Du Dein Vorhaben aufgeschoben hast, hast Du aufgezählt. Nun gut. Beim nächsten Versuch werden es vielleicht die Nudeln sein, die Du vergessen hast zu kaufen oder der Sack Reis, der umgefallen ist?
    Für mich waren sie jedenfalls nicht stichhaltig. Ebenso wie Dein "Plan" für danach. Klingt eher wie "Oh, Schit - die wollen was hören! Was sag ich denn jetzt auf die Schnelle?"

    Zitat

    Morgen Morgen nur nicht heute sagen alle Faulen Leute.
    Sag doch dann einfach, ich will doch gar nicht aufhören.
    Ihr könnt mich hier ein bisschen betüdeln und das wars.

    So, ich hoffe, ich habe genug gestichelt und Dir ein paar Denkanregungen gegeben.
    Wie gesagt, nimm's nicht krumm - aber ich halte nicht von "durch die Blume pusten" ...

    Gruß
    Greenfox

    Wenn ich Deinen Bericht so lese, könnte ich FAST auf den Gedanken kommen, dass eigentlich Du derjenige bist, der anderen Ratschläge erteilen sollte, so wie Du hier mit den Begrifflichkeiten um Dich schmeisst ...

    Vorweg: Hier wird kein Weg VERDAMMT. Höchstens kritisch betrachtet.

    Kurz zu mir: Ich habe insgesamt 4 stationäre Entgiftungen gemacht und die letzte sollte eigentlich in meine 2. Langzeittherapie übergehen. Aber da die kurzfristig dann doch nicht bezahlt wurde, blieb es bei der Entgiftung und ich habe dann eben selbst alles dafür getan, nicht wieder eine machen zu müssen.
    Das war vor etwas über 14 Jahren. Und davon bin ich ca. 10 Jahre in der Suchtselbsthilfe aktiv, habe jahrelang eine SHG geleitet, bin in Krankenhäuser auf die Entgiftungsstationen gegangen, habe mit den Leuten gesprochen.

    Du brauchst mir also nix vom Pferd zu erzählen.

    Übrigens noch kurz zum Thema "Placebo-Quatsch" Baclofen: Ich persönlich halte sowieso nichts davon, irgendwelche Mittel ohne psychologische Betreuung einzunehmen (man muss sich selbst ändern, seine Betrachtung der Dinge), ABER ich kenne Menschen, denen hat Baclofen sehr geholfen. Und andere, bei denen hat es garnichts bewirkt.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, habssatt!


    Zu meiner Arbeit muss ich erst übernächste Woche wieder, mir ist bewusst dass die Übergangszeit zu einer halbwegs stabilen Abstinenz nicht sehr einfach ist. Habe mehrere AA-Gruppen parat, eine online und zwei in meiner direkten Umgebung. Darüber hinaus besteht auch ein Kontakt zu den Guttemplern, die ebenfalls nicht weit entfernt sind.
    Ich wünsche mir als Antwort von Euch keine Horrorprognosen über ambulante Entgiftungen im Allgemeinen sondern lediglich die Einschätzung ob eine Entgiftung (wo und wie auch immer) nach 10-11 Bieren tags darauf überhaupt möglich ist oder körperlich eine zu große Belastung darstellt.

    Da Dir ja an unserer unqualifizierten Meinung nicht viel gelegen ist, außer, ob eine Entgiftung möglich ist - hier die meine: Ja, es ist möglich.

    Abgesehen davon, dass man unter einer "ambulanten Entgiftung" eine ärztlich überwachte Entgiftung versteht - und nicht eine wie bei Dir mit selbst beschafften Medikamenten.
    Da dies aber eine von Dir nicht gewünschte "Horrorprognose" ist, sage ich Dir eben nicht, dass es sich hierbei eben nicht um eine "ambulante Entgiftung" handelt, sondern um einen saugefährlichen kalten Entzug! Auch wenn Du es anders nennst und Dir dafür auf dem Schwarzmarkt organisierte Mittel beiziehst.

    Keine Ahnung, woher Du meinst, dass diese Mittel in welcher Dosierung wann helfen sollen - und ob es überhaupt die richtigen Mittel sind (Schwarzmarkt) -, ich hoffe nur, dass es Dich nicht umhaut!

    ICH kann vor solchen versuchen nur warnen - es ist oft genug schief gegangen!

    Gruß
    Greenfox

    Ich finde es schade, wenn sich die Leute immer gleich abmelden, nur weil sie mal eine Weile Pause machen wollen. Und irgendwann melden sie sich dann wieder kurz an mit einer Ziffer hinter ihrem alten Namen o.ä. ...
    Warum sagtman nicht einfach "Ich bin mal ne Weile Forum-abstinent" und ist dann erstmal weg - und kann jederzeit weitermachen? Im Gegensatz zu irgendwelchen Vereinen (oder, wie ich gehört habe, anderen Foren) zahlt man hier doch keinen monatlichen Mitgliedsbeitrag, so dass man sich aus finanziellen Gründen abmelden müsste nixweiss0

    ICH versteh's nicht wirklich. Betrifft aber nicht nur ichso (Schade ;( )

    2 Jahre sind doch schon mal ein guter Erfolg :blumen: :heartBalloon:

    Mögen noch viele solcher Jahrestage folgen 44.

    Und das mit dem Rauchen - wie gesagt, MIR hat der Elektro-Lutscher beim Rauchausstieg seeeehr geholfen :D

    Gruß
    Greenfox

    Mit diesem "auf der Hut sein" meine ich nicht, dass man stets und ständig aufpassen muss in dem Sinne, daran zu denken, nur ja nicht in eine Situation zu geraten, wo man getriggert werden könnte oder gar in Versuchung geführt oder ...

    Nein, damit meinte ich einfach, im Allgemeinen am Thema zu bleiben und nicht zu vergessen, dass man ein Suchtproblem hat(te) und das Suchtgedächtnis noch im Hinterstübchen da ist. Und im Allgemeinen auf sich selbst und seine Verfassung, seinen Gemütszustand achtet. Will ich wirklich zu dieser Veranstaltung/Feier/was auch immer hin? Wie lange will ich da bleiben? Komme ich da auch (alleine) wieder weg, wenn es mir nicht gut geht/mir die Leute/die Feier auf den Keks geht (Siehe Deine Feier)?

    Ich bin nun 14 Jahre trocken. Finde ich schön. Und doch gab es vor nicht allzulanger Zeit eine Zeit, da ging es mir psychisch nicht so besonders gut - und ich merkte, dass die Flasche wieder am Horizont auftauchte. Also suchte ich mir schleunigst Hilfe in Form einer Therapeutin - jetzt ist alles wieder im Lot.

    Nach meiner ersten Therapie fühlte ich mich stark, unbesiegbar. Geheilt. Und ich habe nicht mehr über das Thema Alkohol nachgedacht. Aus heutiger Sicht sage ich, dass ich deshalb nicht die Flasche auf mich zufliegen sah - bis ich sie am Hals hatte.

    Zitat


    Ich denke gar nicht mehr an Alkohol.
    Ab und an denke ich :" früher hätte ich jetzt ne Flasche Wein aufgemacht ".
    Das sind Gedanken, die ich als positiv empfinde, denn sie sagen mir ,dass ich früher die Probleme mit Alkohol "versucht habe zu lösen "und heute brauche ich das nicht mehr-ein Glück !!

    Auch wenn man nicht regelmäßig in eine SHG geht - heute denke ich, solange man sich einfach nur ständig bewusst ist, welches Problem Einem am Hals hängt, kann man damit umgehen. Und wenn man hier darüber schreibt und liest, dann vergisst man nicht.

    Ein Gruppenfreund hat damals für sich gemerkt, dass sein Alkoholkonsum zu hoch ist und hat in von sich aus reduziert und dann auf Null geschraubt. Das sollte eine vorrübergehende Maßnahme von einem Jahr sein. Daraus sind dann 10 Jahre ohne Alkohol geworden. In einem Urlaub hat er dann mal bei seiner Frau am Wein gerochen, danach probiert, am nächsten Tag sich selbst ein Glas bestellt, am übernächsten Tag eine Flasche. Und am darauffolgenden Tag hat er auf dem Markt dann 5 Flaschen gekauft, falls es den Wein im Hotel nicht mehr geben sollte. Und so ging es dann noch ein paar Jahre weiter, bis er in einer Entgiftung gelandet ist - und kurz darauf bei uns.
    Erst durch die Gespräche mit uns ist ihm bewusst geworden, dass er Alkoholiker ist und was da im Urlaub abgegangen ist.
    Das ist jetzt wieder 10 Jahre her. Aber dieses Mal hat er anders auf sich und sein Verhältnis zum Alkohol geschaut.

    Solange Du an Alkohol in der Art denkst, was er mit Dir angestellt hat (und wieder anstellen würde!!) - solange ist das okay.
    Wenn Du garnicht mehr an ihn denkst, ihn vergisst und nicht auf Dich achtest - dann wird es gefährlich. Denn dann kann er sich unbemerkt "anschleichen".
    Und dann kommt dieses berühmte "Ich weiß gar nicht, wie das passieren konnte nixweiss0"

    Von daher ist doch alles im grünen Bereich.

    Gruß
    Greenfox

    Ich glaube das schönste für mich war an diesem Abend, dass ich mich nicht mehr wohl fühlte unter den Feuchtfröhlichen und dass ich es mir mir nicht mehr vorstellen kann, dass ich selbst einmal so viel getrunken habe.
    ...
    Früher konnte ich mir nie vorstellen, dass es eine Zufriedenheit oder eine Selbstverständlichkeit ohne Alkohol gibt.

    Geht mir auch heute noch manchmal so - und dann schüttelt es mich innerlich.
    Und ich bin froh, den Absprung geschafft zu haben :)

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und auch von mir ein herzliches WILLKOMMEN hier bei uns.

    Schön, dass Du Dich getraut und überwunden hast, Dich zunächst einmal hier anzumelden und zu öffnen.
    Meine Erfahrung war/ist, dass ich es ohne Hilfe und Unterstützung nicht geschafft hätte, trocken zu werden und es mittlerweile 14 Jahre zu bleiben. Zumindest in der Anfangszeit (die ersten 5-6 Jahre) ist es mir eine ENORME Hilfe gewesen. Mittlerweile fühle ich mich stabil, aber ich bleibe wachsam.

    Ich hatte früher schon mal eine Therapie gemacht und war knapp 2 Jahre trocken. Aber da ich der Meinung war, ich schaffe es alleine bzw. bin nach der Therapie geheilt, war ich eben nicht mehr wachsam, habe alle Warnzeichen ignoriert - und bin fürchterlich auf die Fresse gefallen und habe Jahre gebraucht, um mich wieder aufzurappeln.

    Aber Du hast es ja schon mal geschafft, Dich alleine trocken zu legen und dazu auch noch gleichzeitig mit dem Rauchen aufzuhören. Auch wenn es "nur" 4 Monate sind - RESPEKT 44.

    Schau Dich in Ruhe erstmal hier um. ICH empfehle die Linksammlung und unsere Bücherecke, aber auch die Geschichten der Menschen hier ...

    Und bei Fragen - immer raus damit.

    Gruß wikende091
    Greenfox

    Gratulation - das war schon mal ein großer Schritt, Dich Deinem Partner zu offenbaren :blumen:

    Auch wenn es nicht gerade die feine englische Art ist, über so eine schwerwiegende Eröffnung zu lachen und sie herunterzuspielen: Aber niemand, der nicht selbst ein Suchtproblem hat, kann die Probleme, Sorgen von Betroffenen nachvollziehen/verstehen.
    Wenn sich jemand den Kopf am Türrahmen stößt, ertönt ein kollektives Aufstöhnen, einen Beinbruch, eine Erkältung hat fast jeder schon mal gehabt und kann es nachvollziehen.
    Aber ein Alkoholiker - soll sich nicht so haben und einfach aufhören bzw. weniger trinken.

    Wenn es so EINFACH wäre, dann gäbe es keine Alkoholiker.

    Ich habe damals versucht, meiner Frau und meinen engsten Freunden zu erklären, wie es ist, wenn mein gesamter Tagesablauf auf den Alkohol ausgerichtet ist: Wann kann ich wieder etwas trinken? Natürlich möglichst so, dass es nicht auffällt. Habe ich auch noch genug zu Hause (z.Bsp. Wochenende)? Wie entsorge ich die Flaschen möglichst unauffällig? Wo hole ich heute Nachschub (nicht immer im selben Geschäft)? Und, und, und ...
    Und so konnten sie plötzlich im Nachhinein auch viele meiner "Marotten" verstehen - warum ich z.Bsp. scheinbar übermotiviert plötzlich nochmal losgezogen bin zum Einkaufen, Tanken, Keller aufräumen etc.
    Aber so hatte ich auf meinem Weg in die Trockenheit eine gute Unterstützung, denn sie haben es dann auch ein klein wenig besser verstanden, wenn ich mal sagte, dass es mir warum nicht so gut geht.

    Und - jetzt ist auch für Dich der Druck weg, es vor Deinem Partner verheimlichen zu wollen. Es spricht sich jetzt bestimmt viel leichter.

    Weiterhin alles Gute 44.

    Greenfox