Beiträge von Greenfox

    mit der korrekten Nutzung der Fachtermini bin ich anscheinend noch nicht so richtig firm. Sucht oder Missbrauch bzw. Last oder Verantwortung. Ich lerne hinzu.

    Das sind keine Fachtermini, sondern Begriffe, die für sich sprechen und selbsterklärend sind ...

    @Dietmar

    Aber ich kann ... eindeutig feststellen, dass so etwas die absolute Ausnahme (hier) ist!

    Zum Glück ist soetwas die Ausnahme bowdown

    Aber leider gibt es immer wieder unrühmliche Ausnahmen - nicht nur auf SHGs bzw. den Bereich Alkohol/Sucht beschränkt ...

    hotelgast


    Meine bisherige Haltung zu einer SHG war, dass ich die Verantwortung auf keinen Fall auf andere verteilen muss, damit ich weiß, dass es ganz alleine meine Schuld sein würde, wenn ich nicht rückfällig werde. Aber es stimmt, am langen Ende könnte ich durchaus auch mal auf die abwegige Idee kommen, dass ich nun gesundheitlich genug aufgeholt habe, um mal wieder anzufangen. Aktuell besteht die Gefahr nicht, aber ich werde mal nachsehen, ob es hier irgendwo eine SHG gibt, nur mal so für alle Fälle.

    Bei SHGs geht es nicht darum, Verantwortung für sein handeln auf andere zu verteilen! Es geht vielmehr darum, die Probleme/Schwierigkeiten, die mit einem Suchtausstieg einhergehen, zu teilen - als nicht verteilen, sondern mindern! Und Rat/Hilfe zu geben bzw. bekommen!


    Das kommt wirklich selten vor! 44.

    Fast so selten, wie Selbsthilfegruppen mit fleißig weitersaufenden Alkoholiker.

    Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man drüber lachen. Aber leider kenne ich eine solche Gruppe tatsächlich. Die haben es sogar fertig gebracht, dass bei einer Krankenhaus-Vorstellung die beiden Vorsteller schön blau waren und etwas von den Vorzügen der Abstinenz gefaselt haben >:(
    Ich wollte es erst nicht glauben, als mir Patienten davon berichteten - aber den Pflegern habe ich es dann doch geglaubt ...

    Ich kenne diese Gruppe noch aus meiner Zeit nach meiner letzten Entgiftung, als ich mir diverse Gruppen anschaute - u.a. diese. Und schon damals hatte ich das Gefühl, die sollten ihre Sitzungen lieber in die Kneipe ums Eck verlegen ... Deshalb hat es mich nicht ganz so arg gewundert. Nur verärgert.


    @ Greenfox

    Das mit der Senkung des Herzinfarktrisikos scheint mir ziemlich amtlich zu sein. Hier sind zwei Quellen:
    ...

    Ich bin verwirrt - oder jemand anderes?!? Ich kann mich nicht erinnern, irgend etwas von "Herzinfarkt" geschrieben zu haben ...

    Hallo, Semra!

    Herzlich Willkommen hier im Forum und alles Gute für Deine Therapie! :welcome:

    hotelgast
    Wenn Du darüber nachdenkst, ob ein Glas Wein am Abend wirklich gut für das Herz ist, dann hat Dein Rückfall/das Ende Deiner Trinkpause im Kopf schon begonnen. Und wenn man Alkoholvorräte im Haus hat - das weiss ich aus eigener Erfahrung -, dann ist der Griff zur Flasche noch schneller und einfacher, als wenn man erst losmüsste, um sich den Stoff zu besorgen.
    Und was SHG und Therapie angeht - auch hier gibt es unterschiedliche Erfahrungen. Es gibt Menschen (bzw. soll sie geben: ich kenne keinen Einzigen), die sind ohne dies trocken wurden und auch blieben. Anderen reichte nur eine Entgiftung und eine SHG, wieder anderen nur die SHG. Meine Erfahrung war: Ich bin nicht Baron Münchhausen und schaffte es nicht, micht selbst an den Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. ICH brauchte Unterstützung (und zwar ne Menge), bevor ich zum heutigen Ist-Zustand gekommen bin und Anderen Unterstützung geben kann.

    ich glaube, da muss jeder seinen eigenen Weg finden.

    Da gebe ich Dir recht. Aus meiner Sicht ist der Deinige ein permanentes Spiel mit dem Feuer. Aber vielleicht willst Du ja nur eine Trinkpause einlegen und/oder liebäugelst mit dem KT (Kontrolliertem Trinken).

    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Suche nach Deinem Weg!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, hotelgast!

    Leider sehe ich keine Antwort auf meine Frage nixweiss0 Soll das heissen, dass Du einfach nur den Alkohol gegen Buttermilch ausgetauscht hast?

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Schön, dass DCu den Weg in dieses Forum gefunden hast.
    Ich bin m, Ü50, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.

    Mich würde mal interessieren, ob Du diese "nun schon viele Monate abstinent" einfach so absolviert hast, indem Du einfach nur keinen Alkohol mehr getrunken hast oder noch etwas "nebenbei": SHG, Therapie oder etwas ähnliches/anderes?

    Ich selbst bin der Überzeugung, dass ich es bis heute nur mit Hilfe einer Therapie bei einem Psychotherapeuten und meiner SHG geschafft habe. Wobei natürlich die Therapie mittlerweile schon lange beendet ist. Aber ich bessuche regelmäßig meine Gruppe und beschäftige mich weiterhin mit dem Thema, u.a. hier im Forum und bei vielen Gesprächen in Krankenhäusern.
    Nachdem ich den ersten Ausstieg "geschafft" hatte, habe ich nach etwa anderthalb Jahren Trockenheit keine Gruppe mehr besucht und mich überhaupt nicht mehr mit dem Thema beschäftigt. Ich war ja schließlich trocken. Ungefähr 3 Monate später war ich wieder an dem Punkt, an dem ich vor meinem Ausstieg war. Und dieser beschissene Rückfall hat mich nochmal 4 Jahre meines Lebens gekostet, bevor ich es wieder schaffte - bis heute.

    Gruß
    Greenfox

    Ich meinte damit nicht, dass man nicht über das Thema sprechen sollte. Dass "Frisch-Aussteiger" (bitte verzeiht die Formulierung) erstmal nachfragen (müssen), was damit gemeint ist, kann ich ja verstehen. Aber sonst nixweiss0


    Ich bin auch der Meinung, dass es diesen (nicht wirklich beschreibbaren) „Klick“ gibt.
    Warum ich nach so viele Jahren in der Sucht, quasi im Verhältnis zu der langen Zeit, in der ich meinte nichts gegen meine Sucht tun zu können, sie dann „plötzlich“ doch zum Stillstand bringen konnte, weiß ich trotz intensiven Nachdenkens darüber bis heute nicht.
    Aber offenbar hat es „Klick“ gemacht.

    Da stimme ich voll zu. Nachdem ich etliche Anläufe hinter mir hatte und es dann nach meiner letzten Entgiftung auf einmal "flutschte", habe ich es auch einmal in meiner Gruppe angesprochen: Ich war damals fast anderthalb Jahre trocken, hatte keine Probleme (mit/ohne den Alkohol) - und das machte mir etwas Angst. Angst, dass doch noch "das dicke Ende", der "große Knüppel" kommt.
    Okay - nach nunmehr fast 10 Jahren Trockenheit habe ich diese "Angst" nicht mehr ;) Es hat eben anscheinend "Klick" gemacht ...


    Das ist es wieder: Zufriedenheit und trocken sein.
    Hm?
    ...
    Ich kann bei mir aber schon sagen, dass ich ohne Alkohol mit nichts unzufriedener oder zufriedener wäre, wie mit. Wahrscheinlicher ist sogar, dass ich mit Vielem nass eher nicht zurecht kommen würde, und so dann wieder Unzufriedenheit entstehen würde.

    ja, das mit dem zufrieden trocken sein.... Ist so eine Formulierung über die man schon nachdenken kann.

    Mich verwundert immer wieder, warum man über den Begriff "zufriedene Trockenheit" so nachdenken kann/muss und versucht, ihn zu interpretieren. Wenn ich z.Bsp. hier über dieses Thema schreibe, dann schreibe ich doch nicht über ein "zufriedenes Leben", "zufriedene Sexualität", "zufriedenes Fernsehverhalten" nach - sondern über meine "zufriedene Trockenheit" - also darüber, dass ich trocken bin und damit zufrieden.
    Niemand behauptet (bzw. sollte dies tun), dass man nur trocken werden muss und ALLES ist chic und schön. Krankheiten, unangenehme Mitmenschen, bornierte Behörden etc gibt es nach wie vor - obwohl/auch wenn man nicht mehr trinkt.

    Gruß
    Greenfox

    Auch ich freue mich, immer wieder von Dir zu hören/zu lesen.

    Über das


    Bin froh, das ich eine eigenes, kleines Appartment habe ...
    und nach Feierabend einfach mal R U H E geniessen zu können 44.

    musste ich etwas schmunzeln. Sorry - nur auf Grund meiner eigenen Erfahrung.
    Und wenn ich dran denke, wie Du Dich dagegen gesträubt hast ...

    Ja, dass man mit seiner Sucht ziemlich lax umgeht und meint "Ach, das krieg ich schon im Griff", es aber eigentlich genau anders herum ist ...

    Für mich ist es auch aufgrund Deines „Tagebuchs“ hier immer wieder gut und sehr lehrreich, quasi einen Spiegel in vielem vorgehalten zu bekommen.

    Yepp - geht mir auch so.


    Will auf jeden Fall bevor hier die Fasnet/Karneval losgeht, weg sein,
    denn auf das köstumierte Gesaufe hab ich gar keine Lust.
    Davon möchte ich am liebsten nix hören und sehen.

    Auch wenn ich das aus der Karnevals-Hochburg Berlin nicht so kenne - aber DAS kann ich nachvollziehen.
    Das ging mir auch schon zu meiner nassen Zeit auf den Senkel. Schließlich wollte ich mir ja in Ruhe einen ansaufen ...
    Aber auch für jemanden, der aufhören will, ist das eine unangenehme Zeit - denn da sind die Leute ja keinen Argumenten zugänglich, warum man eben NICHT "nur einen Kleinen" kippen will ...

    Hast Du schon mal selbst in der Klinik nachgefragt?

    Ich wünsche Dir jedenfalls, dass es schnell klappt - noch vor der narrischen Zeit!

    Gruß
    Greenfox

    Lieber Gerchla!

    Zu Deinem heutigen Geburtstag gratuliere ich Dir ganz herzlich und wünsche Dir für das bevorstehende Jahr nur das Beste - hauptsächlich Gesundheit!

    Wir alle haben ja bestens in Deinen Gebrutstag gefeiert ;)

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Birgit!

    Das liest sich ja hervorragend 44.

    Das deckt sich genau mit meinen Erfahrungen.
    Und was Dein Misstrauen Deinem Mann gegenüber betrifft - auch das ist okay. Du hast sehr richtig erkannt, dass nicht er Dein Problem ist, sondern Du Dich um Dich selbst kümmern musst. Und er für sich selbst verantwortlich.

    Ich wünsche Dir einen guten Rutsch in ein erfolgreiches Neues Jahr - dass alle Deine Wünsche/Pläne in Erfüllung gehen!

    Gruß
    Greenfox


    ich habe zuvor 3 Monate eine ambulante Therapie (reine Frauengruppe) besucht weil ich es erstmal so probieren wollte
    Ist mir aber leider nicht gelungen von dem Zeug wegzukommen dadurch
    gestern habe ich es dann meiner Betreuerin von der ambulanten Therapie gebeichtet das ich in diesen 3 Monaten mehrere Rückfälle hatte und wir haben dann beschlossen eine Langzeittherapie zu beantragen ;)

    Genau so ist es mir damals gegangen, weshalb ich auch auf eine stationäre Therapie umgeschwenkt bin.
    Auch wenn es schon "ewig" her ist - ich bin trotzdem froh, dass es nicht nur mir so ging ;)

    Aber auf Grund dieser Vorgeschichte wird Vieles verständlicher. Denn wie Gerchla schon schrieb, ist für viele Menschen, die sich hier neu anmelden, alleine schon der Gang zur Suchtberatung o.ä. fast ein Ding der Unmöglichkeit, besteht eine massive Hemmschwelle für sich selbst zu erkennen, süchtig/abhängig zu sein.

    Schön, dass Du Dir Gedanken gemacht hast - und auch für Silvester "vorgesorgt" hast 44.

    Einen guten, gesunden und alkoholfreien Rutsch wünscht

    Greenfox

    Hallo - schön, wieder von Dir zu lesen!

    Gut, dass Du die Feiertage trocken gemeistert hast.

    Das mit der Klinik ... naja, warte erst mal ab, wie es wirklich dort ist. Im Internet - insbesondere bei Patientenbewertungen - habe ich schon (für meine damalige Klinik) Horrorbewertungen gelesen, dass ich gefragt habe, auf welchem Planeten ICH denn war.
    Da ist nicht nur sehr viel, sondern ausschließlich Subjektivität vorhanden.

    Und dass die Klinik so weit weg ist von Deinem Zuhause kann durchaus auch positive Aspekte haben. Meine Klinik in Hennef/Sieg damals war über 600 km von zu Hause (Berlin) - und ich fand es gut. So hatte ich, abgesehen von Telefonaten, wirklich die Zeit und die Muße, mich um MICH zu kümmern. In meiner Gruppe war ein Mitpatient aus Köln, gleich um die Ecke. Und dessen Ehefrau hing auch an der Flasche - und stand fast jeden dritten Tag auf der Matte um ihn zu besuchen. So wirklich auf sich konzentrieren ging da nicht.

    Ich wünsch Dir erst einmal einen guten und gesunden Rutsch ins Neue Jahr!

    Gruß
    Greenfox

    PS: Wann soll's denn losgehen?

    Hallo, Happy, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Bei ner Suchtberatung war ich bereits und habe heute einen Antrag auf Langzeittherapie gestellt

    Na, das ist ja man ein Start in den Suchtausstieg 44.

    Kurz zu mir: bin m, Ü50, berufstätig C:-) , Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.

    Hier im Forum kannst Du die unterschiedlichsten Wege und Erfahrungen nachlesen. Hier kannst Du auch schon mal Infos sammeln, was Dich überhaupt bei einer Langzeittherapie erwartet/erwarten könnte. Ich kann Dir auch nur (aus meiner Erfahrung) raten, Dir eine SHG zu suchen und Dich mit den Leuten dort direkt zu unterhalten. Dort kriegst Du auch persönliche Erfahrungen - sowohl was den Suchtausstieg, eine Langzeittherapie als auch das Trockenbleiben anbelangt - vermittelt.
    Vielleicht fragst Du Dich "Wozu eine Selbsthifegruppe, wenn ich hier im Forum bin?"
    ICH finde das Forum sehr gut, aber es ist alles ... verzögert. In einer SHG hat man direkten Kontakt. Aber das ist meine persönliche Meinung.

    Hast Du eigentlich schon aufgehört, zu trinken? Also einen kalten Entzug gemacht? Wie sehen Deine weiteren Pläne aus - also außer Suchtberatung und LZT? Was hast Du für Silvester geplant - was ja vermutlich schwierig werden dürfte, da nix zu trinken?

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Erfolg auf Deinem Weg!

    Gruß
    Greenfox

    Hi, nitram!

    Zunächst einmal: Ich finde es super, dass Du mittlerweile 3 Monate geschafft hast, obwohl Du unter Saufdruck leidest!

    Respekt 44.

    Allerdings finde ich es schade, dass Du anscheinend immernoch dem Alkohol hinterhertrauerst. Wieso "gehört man nicht dazu", wenn man keinen Alkohol trinkt? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass immer mehr Menschen in meinem Umfeld (vielleicht liegt es daran?) immer weniger Alkohol trinken.
    Selbst mein Schwiegervater und mein Schwager (sind Russen) trinken kaum noch etwas! Und wir können uns alle prächtig amüsieren, ohne uns die Birne zuzukippen.

    Vielleicht machst Du es mal so, wie Bassmann sagt: Versuch Dir darüber klar zu werden, was Dir der Alkohol bringt - welche Vorteile und welche Nachteile.
    Schlechte Gedanken kann man mit Alkohol in die Stratospäre schiessen - yepp. Aber sie kommen mit ziemlicher Wucht zurück, sobald man wieder nüchtern ist.

    Egal: Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Frieden findest und sich Deine Wünsche in Bezug Alkohol erfüllen!

    Gruß
    Greenfox

    Wie so oft kann ich mich Gerchla's Wünschen und Danksagungen nur anschließen!

    Ich wünsche Euch allen geruhsame und friedvolle Weihnachtsfeiertage und einen guten, gesunden Rutsch ins ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr, an den Ihr Euch auch an Neujahr noch erinnert :D

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Sonne!

    Länge nichts von Dir gehört. Und wenn ich das jetzt lese, hat sich ja nix geändert. Gehe ich recht in der Annahme, dass Du das Jugendamt bisher (seit August) doch nicht eingeschaltet hast??

    Und das mit der "Therapie" und den AA - das ist das typische Spiel :-\ eines Alkoholikers, der auf Zeit spielt.

    Da ich gerade auf meinem Handy tippe, soll es das erst einmal gewesen sein.

    Gruß
    Greenfox