Beiträge von Greenfox

    Er hat nun kein Problem mit Alkohol.

    Stimmt doch: Er hat nur Probleme OHNE Alkohol :-[

    Ich hab es nie so gewollt aber ich habe mich jetzt von ihm getrennt.

    So leid es mir auch tut: Richtig gemacht!
    Nun musst Du nur - in DEINEM eigenen Interesse - es konsequent durchziehen. Natürlich kannst Du ihn unterstützen und ihm helfen, wenn er ernsthaft etwas ändern will (Hoffe, Du verstehst, was ich mit dem "Natürlich kannst Du ..." meine - es soll keine "Erlaubnis" sein!).
    Aber Du musst auch darauf vorbereitet sein, dass er entweder das Blaue vom Himmel versprechen wird, um Dich zurückzubekommen oder er jetzt erst recht trinken wird ...

    Manchmal ist es doof, sich immer wieder bestätigt zu sehen :(

    Wenn er trinkt, gehe ich (ich habe noch eine eigene Wohnung). Das habe ich anfangs nicht gemacht.
    Und ich weiß das das ich mich trennen werde und muss, wenn sich nichts ändert.

    Und wann? Wenn Du die Fusseln an Deinem Mund nicht mehr wegkriegst? Wenn Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen??

    Er möchte nicht weg und abgekapselt sein. Eine Tagesklinik würde ihm sehr zu sagen.

    Ging mir damals genauso. Habe mich dann allerdings doch für eine stationäre Therapie entschieden, weil mir das Licht aufgegangen ist, dass es absoluter Blödsinn ist, eine ambulante Therapie zu machen und danach jeweils erstmal eine Flasche zu leeren ...

    Und setz ihm Grenzen mit den entsprechenden Konsequenzen für den Fall der Grenzüberschreitung - die Du dann aber auch (konsequent ;) ) durchziehen musst.

    Ich kann es nur wiederholen.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.

    Also wie gesagt ich möchte einfach nur das ihm jemand ein paar Zeilen schreibt.damit er sieht das man es schaffen kann.

    Weisst Du, wie ICH in meiner "nassen Zeit" auf soetwas reagiert hätte? Ziemlich sauer! Denn ich hätte es als Bevormundung empfunden - und nicht als Deine Besorgnis.
    Ich hätte wahrscheinlich gesagt: "Was willst Du von mir - ich bin doch kein Alki! XY und YZ trinken viel mehr als ich und AB und BC auch noch öfter."

    Sprich mit ihm - über DICH und DEINE Befindlichkeiten in Bezug auf sein Trinkverhalten. Du kannst ja sagen, dass Du Angst hast, dass es bei ihm wird wie bei ?? und ihm die/eine Geschichte zur Kenntnis geben (oder ihm vorschlagen, doch mal hier reinzuschauen/reinzulesen (er muss sich ja nicht anmelden und/oder etwas schreiben).
    Und setz ihm Grenzen mit den entsprechenden Konsequenzen für den Fall der Grenzüberschreitung - die Du dann aber auch (konsequent ;) ) durchziehen musst.

    Wäre mein Vorschlag :klugsch:

    Gruß
    Greenfox

    Du erreichst nur, dass er sich dauerhaft ändert (egal in welche Richtung), wenn ER es will. Nicht, wenn Du oder irgendjemand anderes es möchte/will/fordert.

    Im Laufe der Zeit habe ich mein Suchtgedächtnis in den Griff bekommen und bestimme meinen Kurs selbst. Trotzdem achte ich (mittlerweile beiläufig) auf mich und mögliche Anzeichen, dass es sich aus meinem Griff windet. Das ist wie mit dem Autofahren - zu Beginn achtet man krampfhaft auf alle möglichen Kleinigkeiten. Und irgendwann fährt man ganz entspannt, macht alles automatisch und geniesst die Fahrt und die Umgebung. Aber man darf eben nicht nachlässig und/oder unaufmerksam werden ...

    Hallo, Maya Kali, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: ich bin m, 55, Alkoholiker, seit einigen Jahren trocken und in der Selbsthilfe aktiv.

    Zu Deinen Erlebnissen mit den Ärzten kann ich nur sagen, dass ich soetwas auch erlebt habe. Ich hatte meiner Hausärztin erzählt, dass ich Alkoholiker bin (habe es kurz vorher erst für mich so akzeptiert) und sie gefragt, was ich tun könne. "Ach, so schlimm ist das doch nicht." war ihre lapidare Antwort. Dies war mein letzter Besuch bei ihr - ich habe mir eine andere Ärztin gesucht.

    Am schwierigsten wird es sein gegen meine eigenen Überzeugungskünste anzukommen - ich kann logisch ein Einhorn beweisen und dass schwarze Raben weiss sind.

    Nur ein Mensch auf der Welt weiss, ob Du aufhören willst zu trinken, ob Du wirklich Alkoholikerin bis, ob Du weisse Raben siehst - das bist DU.
    WIR können nur von unseren Erfahrungen berichten und unsere Meinung kundtun. Wenn Du sie hören (bzw. lesen) willst - nur zu. Wenn Du meinst, dass der eine oder andere Vorschlag für Dich nützlich sein könnten - nur zu. Es ist allein DEINE Entscheidung.

    Und wenn Du Dich hier nicht verstanden fühlst, dann kannst Du es sagen/schreiben. Und/oder in einem anderen Forum Dein Glück versuchen.

    Gruß
    Greenfox

    Ich akzeptiere es, wenn ihr die Nassen nicht aushaltet, ist sicherlich auch ätzend. Dann schlage ich vor, dass ihr mich hier sperrt.

    Und schon wieder hast Du etwas in "den falschen Hals" gekriegt.

    Wir haben Dir nur vorgeschlagen, nur zu posten, wenn Du nicht gerade mal wieder "knülle" bist, eben weil Du dann Dinge postest, die Du im nüchternen Zustand entweder nicht geschrieben hättest, weil es Dir eigentlich zu privat ist oder eben unter die Gürtellinie geht.
    Auch wenn Du anscheinend mit EINER Gruppe meines Selbsthilfevereins Erfahrungen gemacht hast, die Dir nicht passen, ABER:

    Zu uns kann man auch kommen, wenn man eben noch nicht trocken ist. Die einzige Bedingung ist, dass man NÜCHTERN zur Gruppe kommt. Und zwar aus dem Grund, weil man angetrunken für Argumente wenig/garnicht aufnahmefähig ist und sich schnell angegriffen fühlt - obwohl einen niemand angreift/angreifen will - und dann aggressiv mit Rundumschlägen reagiert.

    Eins habe ich zu Beginn meiner Trockenheit gelernt: Ich musste zum einen lernen, einen gesunden Egoismus zu entwickeln und öfter mal NEIN zu sagen, wenn mir etwas nicht gut tut/nicht gefällt. Aber ich musste auch lernen, manche Dinge AUSZUHALTEN, ohne mich in den Alkohol(rausch) zu flüchten. Zum Beispiel Kritik.

    Natürlich kannst Du wieder flüchten - und ich Deinen Account sperren.
    Wenn Du also diesen Wunsch wiederholst, werde ich ihm entsprechen ...

    Gruß
    Greenfox

    Sorry, Mia - aber diese Linksammlung ist nicht für private Blogs gedacht.

    Ich lasse Deinen Beitrag hier stehen, setze den Link aber nicht nach vorne in die Sammlung ein ...

    Ich schon wieder ;) :

    Mit meinen 55 Jahren bin ich nun schon 10 Jahre trocken. Außerdem engagiere ich mich in der Selbsthilfe und habe lange Zeit eine SHG geleitet.

    Auch ich kann Dir wie Dietmar nur raten, mal eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen und Dich dort - der Name sagt es schon - beraten lassen. Diese Beratung ist kostenlos und ANONYM. Am Besten (für Dich) ist es, in dem Gespräch ehrlich zu sein (und nicht den Konsum herunterreden/verniedlichen) - dann können sie Dir auch etwas für Dich Passendes empfehlen.
    Schau Dir auch mal mehrere SHG in Deiner Umgebung an. Schau, dass Du Dich wohlfühlst, denn es gibt viele verschiedene Arten von SHG: Monolog-, Dialog-Gruppen, (von Therapeuten) angeleitete Gruppen, reine Betroffenengruppen ... und, und, und.
    In den Gesprächen mit den Leuten erfährst Du auch aus erster Hand, wie es denen ergangen ist, was die Unterschiede der verschiedenen Therapiearten ist, welche Hilfsangebote/Tipps sie noch so haben ...

    Auf jeden Fall kann ich nur dringend davon abraten, zu Hause "im stillen Kämmerlein" für Dich alleine plötzlich mit dem Alkohol aufzuhören: so ein "kalter Entzug" ist nicht nur unangenehm - er kann auch sehr gefährlich werden!
    Sprich lieber (ehrlich) mit Deinem Hausarzt und entgifte in einem dafür Krankenhaus!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Schön, dass Du den ersten Schritt gemacht hast und Dir zumindest Gedanken über Dein Verhältnis zum Alkohol machst.
    Hast Du schon mal daran gedacht, mit dem Saufen aufzuhören? Davon habe ich bei Dir nichts gelesen - ob Du es schon mal versucht hast.

    Ansonsten schau doch mal in unsere Rubrik "Selbsthilfe/Therapie" rein - da findest Du u.a. "Ich will mit dem Trinken aufhören. Was tun? Wer hilft mir?" und unsere Linksammlung.

    Darf ich fragen, aus welcher Ecke Du kommst? Ich tippe mal auf Österreich ...

    Übrigens: Deine ca. 25 Liter "nur Bier" entsprechen ca. 1,65 Liter Schnaps (38%ig) - guckst Du hier.

    Gruß
    Greenfox

    Nur ein kleiner Tipp: Vielleicht liest und schreibst Du nur hier im Forum, wenn Du nüchtern bist - dann merkst Du vielleicht, dass Dir hier NIEMAND etwas Böses will. Und Dich auch niemand niedermachen will.
    Wir berichten hier nur von unseren Erfahrungen. Und wenn Du diese nicht immer gleich als Angriff auf Dich sehen würdest (was man im angetrunkenen Zustand meistens macht - kenne ich noch von mir), sondern einfach nur darüber nachdenken, es sacken lassen würdest, dann würdest Du vielleicht auch die eine oder andere Möglichkeit für Dich entdecken. Dass nicht alles für jeden passt, ist doch klar.

    Sorry, dass keine der vielen SHG in Berlin zu Dir passen - tut mir leid für Dich.
    Abgesehen davon, dass in einem Verein keine Gruppe wie die andere ist (Jeder Alkoholiker ist ein Mensch, aber nicht jeder Mensch ist ein Alkoholiker).
    Da anscheinend aber immer nur die Anderen schuld sind - bin ich raus.

    Wenn Du immer SOFORT, augenblicklich eine Antwort auf Äußerungen, egal welcher Natur, haben willst, dann müsstest Du eine SHG (Dialog-, nicht Monolog-Gruppe) besuchen. Es ist nun mal die Natur so eines Forums, dass die Leute hier nicht permanent anwesend sind oder auf alles antworten.

    Aber irgendwann muss man es ja wieder allein schaffen. Nur, dass ich es nicht allein schaffe, also allein zu leben.

    Es gibt so einen Spruch:

    Sich von der Sucht lösen kann nur der Süchtige alleine – doch alleine schafft er es nicht!

    Der ist aber nicht auf das Zusammenleben gemünzt, sondern, dass man es kaum schafft, sich aus der Sucht zu lösen, wenn man nur alleine vor sich hin wurstelt und versucht, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf der Sucht zu ziehen. Man braucht Hilfe. Entweder in Form von der klassischen Suchthilfe (Suchtberatung, evtl. Therapie, SHG - die ICH für wichtig und gut halte) oder zumindest in Form von Anregungen, Anleitungen, wie man sein Denken und somit sein Leben umstellen kann (z.Bsp. Allen Carr - das ist aber nicht so meins, da könnte Dir Bassmann mehr zu sagen). Denn einfach nur den Alkohol weglassen und sonst nix ändern - ändert nix auf Dauer.

    Wie gesagt, ich bin "Fan" von Selbsthilfegruppen. Warum, kannst Du HIER nachlesen.
    Und wenn Du eine (für Dich passende) SHG gefunden hast, dann kriegst Du eben auch sofort Feedback - und eben u.U. auch mal eine reale Umarmung (egal, ob tröstend oder als Anerkennung).

    Schönes Wochenende!

    Greenfox

    Hallo, Romie, und auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Da ich mich eigentlich nur meinen Vorschreibern anschließen kann, vorerst nur kurz zu mir:
    Ich bin 55, Alkoholiker, sein nunmehr 10 Jahren trocken und in der Selbsthilfe aktiv.

    Die AA sind zwar insgesamt nicht ganz so mein Ding, aber sie haben doch etliche gute, sehr gute Ansätze, derer ich mich ungeniert bediene. Bin eben egoistisch. Und "Gesunder Egoismus" ist nicht nur für uns Betroffene gut, sondern eigentlich für JEDEN (also auch für Angehörige).

    Hör auf Dich selbst, tu Dir was Gutes!
    Sich von einem Menschen, der einem im Großen, Ganzen nicht guttut, NICHT zu lösen, nur weil man schon die Zeit X mit ihm zusammen ist, ist wie Selbstmord auf Raten. Also mach eine Liste mit SOLL und HABEN - und guck, was als SALDO übrigbleibt.

    Gruß
    Greenfox

    Ich muss sagen, dass ich in meinen ersten Entgiftungen manchmal das enttäuschende Gefühl hatte, selbst dort würde ich nicht dazu gehören.

    Dieses Gefühl war für mich nicht enttäuschend - denn ich war NICHT stolz darauf, das 2., 3. oder 4. Mal dort zu sein - überhaupt dort zu sein. Denn ich wollte nicht nochmal in eine Entgiftungsstation müssen (heute gehe ich freiwillig hin - kann aber nach der SHG-Vorstellung wieder gehen ;D ).
    Und ja, es gibt Menschen, die müssen sich selbst darstellen und damit angeben, WIEVIEL sie getrunken haben. Dann muss man ihnen klarmachen, dass es nicht auf die Größe ankommt ;)

    Tiefpunkt, was ist das? Ich kenne früher aus Selbsthilfegruppen den Spruch: Du musst erst in der Gosse landen, bevor du es wirklich schaffst

    Diesen Satz halte ich für Bullshit. Wir (meine SHG und ich und viele andere) reden lieber davon, dass jeder seinen "persönlichen Tiefpunkt" erreicht haben muss, um etwas in seinem Leben verändern zu wollen und/oder um Hilfe anzunehmen. So ein Tiefpunkt ist für den Einen die Gosse, ja. Für jemand andere reicht aber schon die Drohung des (Ehe-)Partners, sich zu trennen. Tiefpunkt - das bedeutet doch für jeden etwas anderes. Genau wie Glück.

    Wieder rückfällig bin ich geworden, nachdem ich grippemäßig krank war und erstmal dadurch niemanden mehr gesehn hab und dann noch einige Tage danach alleine war, WE oder so, jedenfalls keine Termine und einfach allein.

    Für solche Fälle haben wir in unserer Gruppe die Handynummern und Emailadressen ausgetauscht - damit man mit jemandem quatschen kann, wenn es eng werden könnte und der auch um mein "Problem" weiss. Muss ja nicht unbedingt jemand aus der Gruppe sein. Hauptsache, der-/diejenige kennt mein Problem und ich kann quatschen ... Mir hat's vor Jahren geholfen. Jetzt bin ich oft der Angerufene.

    Gruß
    Greenfox