Hallo, Dirk, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:
Kurz zu mir: Ich bin 55, Alkoholiker, nach mehreren Anläufen nun seit einigen Jahren trocken und in der Selbsthilfe aktiv.
Ich freue mich für Dich, dass Du Dich entschlossen hast - da die anderen halbherzigen Versuche (Reduzierung, "phasenweise" Abstinenz :o ) nicht funktioniert haben - nunmehr "Nägel mit Köpfen" zu machen! 44.
Du scheinst Dich informiert zu haben und außerdem das große Glück, dass Deine Frau Dir zur Seite steht - was durchaus nicht die Regel ist.
Ich schlage vor, Du liest Dich hier ein wenig ein - und wenn Du Fragen hast, hau sie raus!
Außerdem empfehle ich Dir unsere Linksammlung, wo Du auch viele weiterführende Hinweise findest.
Ich habe nur eine Frage zu dem Baclofen: Wird es Dir jetzt schon verschrieben? Oder wird damit bis zum Abschluß der LZT (Langzeittherapie) bzw. Entgiftung gewartet (was ich persönlich für sinnvoller halte, bin aber kein Arzt)?
Meine Frage war dann oft, ob man erst ganz unten sein muss um die Motivation für ein abstinentes Leben dauerhaft aufrechterhalten zu können.
Der viel besprochene "persönliche Tiefpunkt" ... Einige interpretieren es so, dass man erst in der Gosse landen muss, um wieder aufstehen zu können. Nun, da ich und viele Andere nicht dort gelandet sind, interpretiere es eher dahingehend, dass man seinen persönlichen Tiefpunkt erreichen muss, um zu der Einsicht zu gelangen, etwas ändern zu müssen und es dann auch ändern zu wollen. Bei Manchen mag dies die Gosse sein. Bei Anderen ist es der "Liebesentzug" der Partnerin/des Partners. Dazwischen gibt es viele, sehr viele andere Möglichkeiten. Und leider gibt es auch Menschen, die haben keinen solchen Tiefpunkt - erst 1,80 m uNN nixweiss0 Aber dann ist das eben so.
Vielleicht machst Du Dir auch schon mal Gedanken darüber, wie Du Deinem Umfeld verklickern willst, das Du keinen Alkohol mehr trinkst/trinken willst ... Mal so rein prophylaktisch ...
Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Erfolg und uns allen einen guten Austausch!
Gruß
Greenfox