Guten Morgen,
naja, ich finde dieses Beispiel hat nichts mit gesundem Egoismus zu tun.
Ich finde, MEIN Beispiel hat schon etwas damit zu tun:
Ich bin so erzogen worden, dass ich meine Bedürfnisse immer zurückstellte, immer für andere da war und immer meine Hilfe anbot. Ich war sozusagen ein seelischer Mülleimer.
Ich bildete mir immer ein, nur so akzeptiert und geliebt zu werden. Ja, ich habe diesen totalen Quatsch jahrelang gelebt und es ging mir schlecht dabei, sehr schlecht...
Hier bist Du der Typ, der mit Vollgas fährt, um anderen zu imponieren (ihnen zu gefallen) - ohne Rücksicht auf Deinen "Verbrauch". Dementsprechend geht es Dir schnell schlecht und Du bist leer.
Ich übe mich in radikaler Selbstfürsorge und Eigenliebe. Ich darf NEIN sagen, ohne Begründung! Das ist ein unglaublich tolles Gefühl und gibt mir die Kraft, dauerhaft und zufrieden abstinent zu bleiben.
Und indem Du nicht Vollgas fährst und auf Dich selbst achtest und Deine Kräfte schonst, kommst Du viel weiter. Und helfen kannst Du - im Rahmen Deiner Möglichkeiten - trotzdem.
"gesunden Egoismus" (gesund, weil ich Andere dabei nicht verletze)
Ich sehe "gesunden Egoismus" so, dass er gesund sein muss für MICH - denn nur wenn es mir gut geht, nur wenn ich lebe, kann ich auch anderen helfen (ohne dabei selbst [wieder] kaputt zu gehen).