Beiträge von Greenfox

    Hallo, Thomson!

    Auch von mir ein herzliches WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Da ich momentan ziemlich viel um die Ohren habe, komme ich erst jetzt dazu, hier reinzuschauen.
    Kurz zu mir: Ich bin m, noch 59, Alkoholiker und hatte - im Gegensatz zu Dir - Probleme OHNE Alkohol. Nach ein paar Rückfällen bin ich aber nun zum Glück seit etlichen Jahren zufrieden trocken/abstinent und möchte das auch bleiben.

    Meine Vorschreiberinnen haben ja schon eine Menge gesagt.
    Ich möchte nur Eines aus meiner Sicht hinzufügen.

    Auch wenn Du vielleicht aus der Sicht des Einen oder der Anderen vielleicht gar kein "richtiger" Alkoholiker bist - ist doch schietegal!
    DU fühlst Dich mit Deinem Konsum unwohl und bist der Meinung, dass es zuviel ist. Und DU möchtest etwas daran ändern und da hat niemand das Recht, Dir das aus- oder es kleinzureden.
    Als ich früher meiner Hausärztin sagte, dass ich meiner Meinung nach Alkoholiker sei und sie fragte, was ich dagegen tun könne, meinte sie, dass ich doch noch lange kein Alkoholiker sei ... blablabla. Ich war danach nie wieder bei ihr. Da ich mehrere Anläufe brauchte, um vom Alk wegzukommen, muss ich ja wohl doch Recht gehabt haben, oder ;)

    Was ich auch super finde ist, dass Du nicht lange gefackelt und Dir gleich eine SHG gesucht hast 44. Hut ab! Ich habe oft Leute bei uns langsam vor der Tür mehrmals vorbeigehen sehen, bevor sie sich dann endlich sichtbar einen Ruck gaben und reinkamen. Dabei haben wir uns extra bemüht, nicht zuuu hungrig auszusehen ;D

    Wann immer du Fragen hast oder etwas mit teilen möchtest, bist du uns natürlich gerne willkommen.

    Dem ist nix hinzuzufügen!

    Nochmals: Willkommen!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und Herzlich Willkommen hier im Forum :welcome:

    Auch wenn ich nunmehr knapp 15 Jahre trocken und damit äußerst zufrieden bin, heisst das nicht, dass es mir leicht gefallen ist und auf Anhieb geklappt hat.
    Im Gegenteil. Ich hatte auch mehrere Rückfälle und es ist mir anfänglich alles andere als leicht gefallen.

    Aber ICH wollte weg von dem Zeug, ICH wollte weg von dem trinken MÜSSEN, um das Zittern und Trockenkotzen loszuwerden, diese Unruhe und das Schwitzen, das Zittern, wenn es Zeit wurde, den Pegel endlich wieder auf das Mindestmaß anzuheben.
    Das mein Umfeld mir natürlich zuriet und froh wäre, wenn ich endlich aufhören würde zu saufen - schön für die. Für mich war es nur insofern gut, als dass ich wusste, dass sie mich unterstützen würden. Kämpfen musste ich alleine.

    Bei Dir scheint es - wenn ich Dich richtig verstehe - andersherum zu sein. Bei Dir drängt das Umfeld darauf, dass Du mit dem Trinken aufhörst, während Du garnicht WILLST.

    Zitat

    Da meiner Meinung ja alles wieder normal war mit meiner Sauferei ...
    Ich weiss nicht wie ich es anstellen soll das ich alleine schon wegen meiner Krankheit nicht mehr trinken soll geschweige den Wunsch meiner Familje zu befolgen nichts mehr zu trinken. ... Ich weiss einfach nicht wie ich es schaffen soll das zu akzeptieren...

    Um ehrlich zu sein: Solange Du nur für Andere aufhören willst, kannst Du auch weitersaufen! Denn Du wirst IMMER einen Grund, eine Ausrede finden, um "eine Ausnahme" zu machen und wieder zu trinken. Das weiß ich aus eigener Erfahrung und auch aus vielen, sehr vielen Gesprächen mit anderen Betroffenen während meiner Tätigkeit in der Suchtselbsthilfe. Ich habe jahrelang eine Selbsthilfegruppe geleitet, bin in Krankenhäuser auf Entgiftungsstationen gegangen, um mit den Betroffenen dort zu sprechen - und habe, wie gesagt, meine eigenen Erfahrungen.

    Wenn Dich noch nichteinmal Deine eigene (nicht vorhandene) Gesundheit und der drohende Verlust Deiner Frau/Familie Dich dazu bringen kann, umzudenken und Dir den sagenumwobenen "Klick" bringt - dann musst Du wohl noch "eine Runde drehen".

    Sorry, wenn ich es so deutlich sage, aber ich halte nichts vom pampern und Heitidei.

    Wenn Du nicht akzeptieren kannst, dass der Alkohol Dich in Kombination mit den Tabletten umbringt, dann lass entweder die Tabletten weg - oder den Alkohol.
    Oder spiel weiter Russisch Roulette.
    Aber jammere nicht anderen die Ohren voll, wie schwer diese Entscheidung ist.

    Im Übrigen ist das Nichttreffen einer Entscheidung auch eine Entscheidung!

    So, sollte ich Dich eventuell doch wachgerüttelt haben und Du Fragen haben - immer raus damit!

    Gruß
    Greenfox

    Zitat

    Dabei muss ich erwähnen, ich distanziere mich auf keinem Fall von den Problemen von den anderen, besonders wenn die Hilfe brauchen. Und bin überzeugt, wenn man sich auspricht, das ist wichtig und auch hilft. Und wenn ich jemandem noch helfen kann, mit Word oder Tat, tue ich das sehr gerne.

    Oha - da würde ICH schon sehr aufpassen und zunächst ersteinmal schauen, was diese Probleme mit MIR anstellen! Denn wenn sie MICH "angreifen" und mir die Beschäftigung mit ihnen überhaupt nicht gut tut, dann würde eben die von mir erwähnte Antwort kommen!

    Mit dem von mir Geschriebenen meinte ich natürlich nicht, dass ich nun generell niemandem mehr helfe! Ich schaue nur zuerst einmal hin, was passiert mit mir - bevor ich mich blindlings in die Probleme anderer Leute stürze.
    Denn wenn diese mir über den Kopf wachsen und mich im Endeffekt zur Flasche greifen lassen, dann habe ich nur ins Klo gegriffen und NIEMANDEM geholfen - am allerwenigsten mir.

    Gruß
    Greenfox

    Übrigens:

    Zitat

    Und wenn ich jemandem noch helfen kann, mit Word oder Tat, tue ich das sehr gerne.

    Schön, dass Du den Leuten auch in PC-Fragen helfen kannst ;D
    Sorry - ICH fands lustig ;)

    Glückwunsch zu Deinem Entschluß, den Motorrad-Schein zu machen 44.
    Das ist doch mal echt ein Zeichen, dass Du etwas in Deinem Leben geändert hast und vor allem, etwas FÜR DICH getan hast!

    Aber eigentlich wollte ich etwas zu dem hier etwas sagen:

    Zitat

    Und in diesem Moment fühlte ich mich wie ein ...sorry für den Ausdruck - Mulleimer.

    Dieses Gefühl hatte ich früher sehr oft. Die Leute sind zu mir gekommen, haben mir ihr Herz ausgeschüttet, ihre (oft intimsten) Sorgen erzählt, sich Rat und Hilfe bei mir geholt - aber wohin, zu wem konnte ICH mit meinen Sorgen, Nöten, Problemen gehen? Da war komischerweise niemand, der Zeit und ein offenes Ohr für mich hatte.
    Nur Einer war stets und ständig da - der Alkohol.

    Von daher weiß ich nur zu gut, was es heisst, den "Mülleimer" für andere zu spielen. Und ich musste auch erst lernen, dass es zu meiner Selbstfürsorge gehört, auch "Nein" sagen zu können.
    "Sorry, ich habe genug eigene Probleme - ich kann Dir da nicht helfen!" Gleich zu Beginn abblocken fällt zwar anfangs nicht leicht, aber es hilft.

    Ich weiß zwar nicht, ob es Dir hilft, aber das ging mir sofort durch den Kopf, als ich es las. Deshalb habe ich es einfach mal dagelassen ...

    Viele Grüße wikende091
    Greenfox

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN auch von mir :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, noch 59, Alkoholiker und nach ein paar Rückfällen nun seit ca. 15 Jahren trocken.

    Auf meinem letzten Weg in die Trockenheit (klingt vielleicht komisch, ist aber der bislang der letzte gewesen und bleibt es hoffentlich auch :) ) habe ich mir diverse Selbsthilfegruppen angeschaut, darunter auch die AA.
    Es gibt so viele verschieden Arten/Formen von Selbsthilfegruppen, dass jeder (Mensch) schauen muss, welche ihm zusagt, für ihn passt. Es gibt eben die anonymen Gruppen, sogenannte Monolog-Gruppen, etwa die Anonymen Alkoholiker. Hier kann jeder zwar von sich und seinen Erfahrungen, Sorgen und Nöten sprechen und berichten, erhält aber kein Feetback.
    Dann gibt es die sogenannten Dialog-Gruppen, wo man Feedback erhält. Und hier gibt es die vielfältigsten Formen: konfessionell betreute Gruppen, konfessionslose Gruppen, angeleitete Gruppen (also mit einer Art Moderator, oft einem/r Therapeuten/in, reine Betroffenengruppen und Mischformen (Aufzählung ist nicht abschließend!).
    Und da kann/muss man dann etwas finden, was zu einem passt, wo man sich auch wohl fühlt.

    Und auch wenn die Art und Weise der AA, also diese Monolog-Form, mir absolut nicht gefällt und nicht mein Ding ist, haben sie dennoch viele Ansätze, die mich ansprechen, die mir geholfen haben und die ich mir deshalb angeeignet habe. Und manche Dinge habe ich auch einfach ein wenig abgewandelt, damit sie für mich passen.

    Hier wurde schon angesprochen, dieses "HEUTE nicht". Nicht: Nie wieder!, sondern HEUTE nicht! Einfach nur die nächsten 24 Stunden ohne Alkohol. Und dann geht man die nächsten 24 Stunden an. Und so weiter und so weiter ...
    Kleine Schritte.
    "Und plötzlich schaut man sich um und hat die ganze Straße gefegt." (Straßenkehrer Beppo in MOMO)

    Oder das Gelassenheitsgebet der AA:

    „Gott gebe mir die Gelassenheit,
    Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

    Da ich nicht an Gott glaube, den Spruch großartig finde, habe ich einfach aus "Gott gebe" ein "Ich wünsche" gemacht - und schon passt es :)

    Ich kann Dir, wie schon AmSee zuvor, nur raten, schau mal in unsere Erstinformationen rein (falls nicht schon längst geschehen) und dort um. Und wenn Fragen sind - immer raus damit.

    Allerdings kann ich Dir jetzt schon prophezeien, dass der Weg nicht einfach wird - insbesondere, wenn Dein Männe der Meinung ist, dass doch alles Tutti ist so wie es ist und er Dich zum Mittrinken animieren will. Und wenn er dies jetzt noch nicht tut - er wird es tun.

    Viele Grüße
    Greenfox

    Ihr Lieben!

    Ich wünsche Euch ALLEN - Betroffene, Angehörige, Interessierte, noch nicht genau Wissende, noch um den Standpunkt Ringende und alle Nichtgenannte - ein gesundes und für Euch persönlich erfolgreiches Jahr!

    Es müssen nicht immer die ganz großen Pläne sein, deren Verwirklichung den Riesen-Erfolg, die ganz große Befriedigung bringen. Manchmal, oft sogar die eher kleinen oder klein erscheinenden.

    Vielleicht ist es ja sogar, dass man einfach nur einen lang gehegten Plan nun endlich mal tatsächlich in Angriff nimmt und beginnt, ihn umzusetzen ...
    Oder, etwas endlich zum Abschluss zu bringen. Einen Schlußstrich zu ziehen.

    Und denkt daran: Ihr seid nicht für das Handeln oder Wohlergehen der Anderen verantwortlich (außer, es handelt sich um Kinder!). Ihr seid nur für Euer eigenes Wohlergehen verantwortlich!

    Ihr könnt weder jemand anderes für Eure Misere und Euer Elend verantwortlich machen noch im umgekehrten Fall andere da rausholen, weil Ihr es so wollt.

    Der einzige Weg ist, Hilfe suchen und annehmen bzw. anbieten (nicht aufzwingen).

    In diesem Sinne wünsche ich Euch/uns allen die Kraft für ein erfolgreiches Neues Jahr 44.


    Drogen und Alkohol sind was für Anfänger.
    Wer wirklich cool ist, zieht sich die Realität rein.

    Genau, guckst Du auch hier:

    Alkoholkonsum verursacht in Deutschland erhebliche gesundheitliche, soziale und volkswirtschaftliche Probleme. Insgesamt 3 Millionen Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren hatten im Jahr 2018 in Deutschland eine alkoholbezogene Störung (Alkoholmissbrauch: 1,4 Millionen; Alkoholabhängigkeit: 1,6 Millionen).

    Alkoholkonsum: Deutschland ist Hochkonsumland

    Deutschland weist im internationalen Vergleich seit vielen Jahren einen sehr hohen Alkoholkonsum auf. Der Verbrauch an Reinalkohol pro Kopf im Alter ab 15 Jahren betrug 10,2 Liter im Jahr 2019.
    Verbrauch an Reinalkohol pro Kopf im Alter ab 15 Jahren

    Jahr Liter

    1970 14,4
    1980 15,1
    1990 13,4
    2000 12,0
    2010 10,7
    2012 11,0
    2014 10,6
    2016 10,6
    2018 10,7
    2019 10,2

    Quelle und weitere Daten: https://www.dhs.de/suechte/alkohol/zahlen-daten-fakten

    7,9 Millionen Menschen der 18- bis 64-jährigen Bevölkerung in Deutschland konsumieren Alkohol in gesundheitlich riskanter Form. Ein problematischer Alkoholkonsum liegt bei etwa 9 Millionen Personen dieser Altersgruppe vor (ESA 2021). Zudem ist missbräuchlicher Alkohol einer der wesentlichen Risikofaktoren für zahlreiche chronische Erkrankungen (zum Beispiel Krebserkrankungen, Erkrankungen der Leber und Herz-Kreislauf-Erkrankungen) und für Unfälle. Analysen gehen von jährlich etwa 74.000 Todesfällen durch Alkoholkonsum allein oder bedingt durch den Konsum von Tabak und Alkohol aus.

    In der Gesellschaft herrscht eine weit verbreitete unkritisch positive Einstellung zum Alkohol vor. Durchschnittlich werden pro Kopf der Bevölkerung jährlich rund zehn Liter reinen Alkohols konsumiert. Gegenüber den Vorjahren ist eine leicht rückläufige Tendenz im Alkoholkonsum zu registrieren. Dennoch liegt Deutschland im internationalen Vergleich unverändert im oberen Zehntel. Die volkswirtschaftlichen Kosten durch Alkohol betragen rd. 57 Milliarden Euro pro Jahr (Jahrbuch Sucht 2022).
    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begrif…/a/alkohol.html

    Der Konsum von Alkohol hat in unserer Gesellschaft eine lange Tradition. Bier, Wein und andere alkoholische Getränke sind für viele eine Selbstverständlichkeit. Das Bewusstsein für die Gesundheitsrisiken des Alkoholkonsums ist jedoch nach wie vor gering.

    Rund 16 Prozent der erwachsenen Männer und 11 Prozent der erwachsenen Frauen, die wöchentlich Alkohol trinken, konsumieren riskante Mengen.

    Ein erhöhter Alkoholkonsum ist ein bedeutender Risikofaktor für zahlreiche Krankheiten, darunter einige Krebsarten wie Darm- und Brustkrebs. Darüber hinaus kann Alkohol aufgrund seiner psychoaktiven Eigenschaften in eine Abhängigkeit mit gravierenden persönlichen und sozialen Folgen führen, darunter Unfälle und Straftaten, die der gesamten Gesellschaft schaden. Daher ist es im Interesse aller, den Alkoholkonsum in der Bevölkerung zu reduzieren.

    Der Alkoholatlas Deutschland fasst umfangreiche Informationen zu den gesundheitlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Alkoholkonsums in verständlicher Form und mit vielen anschaulichen Abbildungen zusammen. So liefert der Atlas aktuelle Daten zum Alkoholkonsum sowie zu regionalen Unterschieden der Trinkgewohnheiten und den daraus resultierenden regional unterschiedlich hohen Zahlen alkoholbedingter Erkrankungen und Todesfälle.
    Hier gelangt Ihr zum Alkoholatlas Deutschland 2022


    PS: Die Texte habe ich den jeweiligen Internetseiten entnommen.
    Greenfox

    Auch von mir ein herzliches Willkommen hier bei uns im Forum!

    Kurz zu mir, damit Du weißt, mit wem Du es zu tun hast: Ich bin m, 59, Alkoholiker, nach mehreren Anläufen seit nunmehr knapp 15 Jahren trocken und etliche Jahre in der Suchtselbsthilfe unterwegs.

    Das, was Du von Deinem (Noch-/Ex-?)Partner beschreibst, kenne ich leider sehr gut: Menschen, die nur aus einem bestimmten Grund, mit einem bestimmten Ziel trocken geworden sind (MPU, Knackis bis zum Erreichen der Bewährung u.ä.). Und wenn dieses Ziel erreicht wurde, fallen sie ganz schnell wieder in die alten Muster zurück.

    Natürlich ist das sehr enttäuschend - vor allem für die, die diesen Menschen während dieser Zeit zur Seite gestanden haben, an sie geglaubt haben, ihnen geholfen haben. Und WIEDER hinters Licht geführt wurden.

    Das Schwierige dabei ist, sich zu sagen, dass dies nicht persönlich gemeint ist, sondern zum Krankheitsbild des Alkoholismus dazugehört. Traurig, aber wahr.
    Der-/diejenige ist einfach noch nicht soweit, sein Suchtmittel aufzugeben und tut ALLES dafür, um es wieder ungestört - und auch ohne ständige Vorwürfe - konsumieren zu können.

    Du kannst hier nur Eines tun: Loslassen - und Dich ausschliesslich um Dich selbst und DEIN Wohlergehen kümmern!
    Denn für sein Wohl ist nur und ausschließlich ER (Er persönlich und nicht ER da oben!) verantwortlich! Wenn er in der Gosse leben will - bitte schön! Wenn er es nicht will, dann muss ER seinen AR... Hintern bewegen, nicht Andere!

    Zitat

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,
    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
    Uns aus dem Elend zu erlösen
    können wir nur selber tun!

    Das hat nach wie vor seine Gültigkeit! Es gibt aber Hilfen und Hilfsangebote. Aber ob und welche er annimmt, dafür bist nicht DU verantwortlich, sondern alleine ER.

    DU bist nur für DICH allein verantwortlich. Also kümmere Dich um die wichtigste Person: DICH!

    Gruß
    Greenfox

    Ich kann mich nur Nana anschließen und meinen Vorjahres-Gruß wiederholen:

    Liebe Forumsels und interessierte Mitleser!

    Auch ich wünsche Euch/uns allen schöne, geruhsame und stressfreie Feiertage und nach Möglichkeit harmonische Stunden im Kreise der Familie/n.

    Und in Hinblick auf Silvester wünsche ich allen einen guten und vor allem gesunden Rutsch in ein Neues Jahr, das hoffentlich endlich ein Ende dieser besch...eidenen Pandemie bringt.

    Denen, die entweder gerade erst am Beginn ihrer Trockenheit stehen (oder sich so fühlen): Mögen die verschiedenen Schwierigkeiten, die für den/die Einzelnen damit verbunden sind, weniger werden oder gar ganz verschwinden, damit es am Jahresende heisst: Es hat sich gelohnt!

    Denen, die noch mit sich ringen, ob und/oder wie sie den ersten Schritt in die Trockenheit wagen sollen, wünsche ich die Kraft und auch den Mut, sich selbst in den Hintern zu treten und nicht mehr nur zu überlegen, sondern endlich zu handeln. Denn nur dann kann es vorwärts gehen. Und wer vorwärts geht, kann auch stolpern - aber nur wer liegen bleibt, hat verloren.

    Und uns ALLEN wünsche ich natürlich Gesundheit und, dass das Schicksal uns mit Schicksalsschlägen verschont!

    In diesem Sinne: Feiert schön und rutscht gut und trocken rüber wikende091

    Greenfox

    :snowmanDance:

    Hallo. Larry!

    Es freut mich außerordentlich, dass es Dir gut geht und Du nach wie vor abstinent bist 44.

    Das mit den Panikattacken ist natürlich schiete, aber ich denke, das kriegst Du auch noch hin, denn auch da bist Du ja, wie Du schreibst, nach wie vor am Ball.

    Denn dass Deine Selbstzweifel psychisch bedingt sind, weisst Du: Du bist so ein starker Mensch, der schon soo viel erreicht hat - da lässt man sich doch von diesen ollen Panikattacken nicht kleinkriegen. Zumal Du ja auch noch Deinen Mann an Deiner Seite hast.
    Und Deinen Therapeuten.
    Und Deine SHG.
    Und - tadaa: Uns ;D

    Von daher darf von Dir nächstes Mal durchaus "Ein selbstbewusstes Hallo" im Betreff stehen ;)

    Und bevor irgendwelche (Selbst)Vorwürfe auftauchen, warum man denn nicht schon früher mit dem Trinken aufgehört hat:
    Ein Gruppenfreund hat mal gesagt, dass er irgendwie dankbar ist, Alkoholiker geworden zu sein. Denn dadurch musste er erst diesen Weg gehen, diese Erfahrungen sammeln - und nur so ist er DER Mensch geworden, der er heute ist. (Und er ist ein feiner Mensch geworden!)

    Ich wünsche Dir und uns allen frohe Festtage und einen gesunden Rutsch!

    Greenfox

    Für einen "Austausch" muss man aber auch bereit sein, etwas anzunehmen. Nicht nur austeilen.

    Ja, Du hast Dich etwas geöffnet. Und anschließend sofort wie eine Kreuzung zwischen einer eingeschnappten Auster und einem Seeigel wieder verbarrikadiert und um Dich geschossen.

    Zitat

    Ich gehe mit Sicherheit meinen Weg ...

    (Nicht das hier gleich die Polizei klingelt)

    Auch hier hast Du anscheinend NICHTS verstanden und verspritzt lieber Gift und Falschmeldungen, als sachlich zu bleiben.

    Nichtsdestotrotz wünsche ich Dir viel Glück auf Deinem weiteren Weg.

    Hallo und Herzlich Willkommen hier bei uns im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin noch 59, m, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun in meinem 15. Jahr. Hierbei habe ich auch viele Erfahrungen in der Arbeit der Suchtselbsthilfe gesammelt.

    Sorry, wenn ich mich wirklich kurz fasse, aber momentan geht es mir ziemlich übel - mich hat die Seuche erwischt und ich huste mir die Lunge aus dem Leib. Aber ich wollte wenigsten HALLO sagen.

    Gruß
    Greenfox

    Zitat

    Ich muss nicht nach jemandes Vorstellungen "gesund werden".
    Aber in jedem Hinweis mag etwas stecken, das für mich passen kann.
    Deshalb bin ich mehr aufs Prüfen aus, was in einem Hinweis an Machbarem für mich
    steckt, nicht am Prüfen meiner selbst, ob ich "stark genug", "richtig genug" usw. bin,
    das auch schaffen zu können.

    44.
    Sehr gut gesagt!

    Wer sich wundert, hier trotz der Überschrift keine Links vorzufinden - das liegt daran, dass es in unserer

    LINKSAMMLUNG

    im Bereich "Wichtige Erstinformationen für alle, die neu starten möchten" auch/bereits eine Rubrik für Angehörige gibt,
    auf die ich hier jedoch explizit hinweisen möchte.

    Wir fanden es jedoch kontraproduktiv, diese Bereiche zu trennen.

    Es kann auch für die Angehörigen hilfreich ist/sein kann, sich über das Thema Alkoholismus zum Einen aus fachlicher Sicht und
    zum Anderen aus der Sicht der Betroffenen zu informieren. Denn wer nicht selbst unter einer Suchterkrankung leidet, kann
    schwer bis garnicht nachvollziehen, was im Kopf/in der Psyche eines/r Betroffenen vorgeht.

    Andererseits ist es auch für Betroffene nicht verkehrt, auf ihrem Weg der Genesung auch zu erfahren, wie es auf "der anderen Seite"
    aussieht - zu deutsch, was wir angerichtet haben. Und warum eben Angehörigen dann eben reagieren (können), wie sie reagieren,
    wenn beispielsweise - mal wieder - die Ankündigung kommt, aufhören zu wollen.

    Aus denselben Gründen gibt es auch nur EINE Rubrik

    Fach- u.a. Literatur (Lesevorschläge)

    Beide Rubriken sind nicht abschließend. Wer Vorschläge hat, kann sie dort gerne hinterlassen. Sie werden dann geprüft und ggf. übernommen.

    Zitat

    Er hat dich auf ein paar Regeln hingewiesen, als Admin und Moderator ist das übrigens u.a. seine Aufgabe.

    Habe eigentlich nur als selbst Betroffener, der schon einige Zeit trocken ist und entsprechende Erfahrungen sowohl in seiner nassen als auch in der trockenen Zeit als auch in der Trockenlegungsphase gesammelt hat, hier geschrieben. Wenn ich den Mod/Admin raushängen lasse, dann klingt das anders.

    Zitat

    Übrigens auch Susanne nicht, auch wenn ihre Posts an dich provokativ sind.

    ICH halte diese Posts nicht für provokativ, auch wenn sie vielleicht so ankommen mögen. Sie sind einfach nur Klartext, ohne jede Schnörkel und ohne jedes Heitidei.
    Aber anders versteht es manche/r einfach nicht!

    Wenn jemand vor sich hinsabbernd und wirres Zeug murmelnd im Sessel sitzt - was macht man, um ihn wieder wach und in die Realität zu kriegen? Richtig: 1-2 leichte Schellen rechts und links.
    Und das sind eben verbale Schellen.

    Was willst Du - sie hat eigentlich nur das gesagt, was ich gedacht habe. Nur noch etwas deutlicher.
    Aber Du scheinst es immer noch nicht zu verstehen.

    Und das bedeutet für mich, dass Du noch nicht soweit bist. Du bist noch nicht bereit zu akzeptieren, dass Du dringend etwas in Deinem Leben ändern musst und dazu Hilfe annehmen musst, da Du nicht aus eigener Kraft dazu in der Lage bist.

    Aber damit bist Du nicht alleine. Was meinst Du, wie lange ich mich gegen diese Einsich "gewehrt" habe und wie lange es dauerte, bis ich mich "ergeben" und Hilfe angenommen habe.
    So lange wirst Du wohl noch weiter alleine kämpfen und Deinen Partner enttäuschen müssen ...

    Das tut mir leid.
    Aber dann hast Du von meinen Worten NICHTS verstanden.

    Abgesehen davon besteht dieses Forum - wie im Übrigen auch die reale Welt - nicht nur aus mir bzw. Menschen wie mir.
    Du wirst Dir schon gefallen lassen müssen, dass man Dir die Wahrheit sagt und nicht nur den Bauch pinselt.

    Was, meinst Du, hat man damals mit mir gemacht, als ich auf dem Weg war, raus aus dem Suff? Meinst Du, MIR hat gefallen, den Spiegel vorgehalten zu bekommen??
    Aber anders konnte ich nicht erkennen, wie es WIRKLICH um mich steht. Nur so konnte ich mich aufraffen, etwas zu ändern!

    Und ich rede nun mal nicht so verklausuliert, dass sich Schwarz nach Weiss anhört!
    Wenn Du die Wahrheit nicht verträgst, dann tut es mir leid und ich wünsche Dir viel Glück.

    Vielleicht findest Du ja einen Weg, wie Andere etwas für Dich ändern.

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,
    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
    Uns aus dem Elend zu erlösen
    können wir nur selber tun!

    Mir sind Deine ganzen Posts mal so durch den Kopf gegangen - und sie haben mich so ein bißchen an mich selbst erinnert, als ich noch getrunken habe. Und an andere Betroffene, die ich in meiner Tätigkeit bei der Suchtselbsthilfe kennengelernt habe.

    Es scheint so, als wolltest Du durch Deine vielen Posts und Dein "Helfersyndrom" Dich und Deine Umgebung von Deinem Alkoholproblem ablenken.
    Zwischendurch schreibst Du, versteckt zwischen etlichen anderen Posts, der Alkohol würde Dir bei Deinen Depressionen helfen. Du weisst ganz genau, dass dem nicht so ist - aber es ist eine prima Rechtfertigung. Den anderen gegenüber - aber auch Dir selbst gegenüber.

    Wenn ich Eines in den letzten 15 Jahren gelernt habe, dann, dass man gegen echte Depressionen nicht ankommt, wenn man nicht vorher gegen die Suchterkrankung angeht!
    Egal, ob Alkohol oder irgendwelche Medikamente oder andere (illegalen) Psychopharmaka - sie bestärken die Höhen und Tiefen nur und schaukeln die Amplituden nur auf.
    Und bei Vielen (nicht Allen!) hat sich herausgestellt, dass sie, nachdem sie trocken/clean wurden, keine Depressionen mehr hatten (so bei mir geschehen) oder zumindest in wesentlich geringerem Ausmaß, welches sich dann in trockenem/cleanem Zustand sehr viel leichter in den Griff kriegen lies!

    Vielleicht - ist nur ein gut gemeinter Rat von mir - liest Du Dich hier ein und schreibst Deine Gedanken dazu nicht "wild" in allen Threads durcheinander auf, sondern gesammelt/geordnet in einem Thread (z.Bsp. hier in Deinem)?

    Und wenn WIR Dir Tipps und Hinweise geben, dann beruhen sie auf unseren Erfahrungen, die wir auf unseren Wegen in die Trockenheit gemacht haben. Hier will Dir niemand etwas Böses!
    Aber man merkt oft, dass Du entweder noch keine entsprechende Erfahrung gesammelt hast (z.Bsp. Dein Post zum Thema Notfallkoffer)und/oder auch schreibst, nachdem Du schon das eine oder andere Glas getrunken hast.

    Nochmal: Hier will Dir niemand etwas Böses! Im Gegenteil!

    Was ich im Übrigen von Dir noch nirgend gelesen habe: Hast Du irgendwelche KONKRETEN Pläne, wie Du weiter vorgehen willst? Entgiftung? Therapie? Selbsthilfegruppe? Oder die Münchhausen-Methode (am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen)?

    Gruß
    Greenfox