Beiträge von Greenfox

    Hallo, cherie, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 56, Alkoholiker und nun schon einige Jahre trocken.

    Dein Mann hat also schon immer getrunken und war schon 2x zu einer Entziehung ... Und zur Zeit? Trinkt er (wieder) ? Oder ist er (zur Zeit) trocken und bräuchte Deiner Meinung nach Unterstützung? Oder trinkt er wieder und DU brauchst endlich mal Unterstützung?
    Welche Erwartungen hast Du an uns und wie können wir Dir helfen?

    Immer raus mit Deinen Fragen und Problemen - wir beissen nicht! Oder nur selten ;)

    Gruß
    Greenfox

    Ich habe schon lange vor meinem Umfeld darüber nachgedacht, dass mit meinem Suchtmittelkonsum „irgendetwas nicht stimmen kann“. Sehr oft habe ich meinen Konsum regelrecht verflucht, und wollte „eigentlich“ damit aufhören, oder zumindest reduzieren.
    Aber je mehr ich feststellte, dass mir das „so einfach“ nicht möglich war, also einfach den Stoff wegzulassen, fing ich an meine Sucht zu verleugnen.

    Keine Ahnung, was ich dem noch hinzufügen sollte ... trifft den Nagel auf den Kopf.

    Er meint er würde Alkohol nur "schlückchenweise" konsumieren. Wenn ich ihn frage dann sagt er er habe seit Wochen nix getrunken.

    Sorry, aber :lach: DAS hätte er von mir haben können - wenn meine damalige Frau mich gefragt hatte, habe ich auch immer "auf keinen Fall" etwas getrunken gehabt!
    Und getrunken habe ich auch immer nur schlückchenweise - einen Schluck nach dem anderen, bis die Flasche leer war. Ausreden, warum ich trinken MUSSTE, hatte ich auch immer: zu hell, zu dunkel, ich war traurig, ich war froh, ich war müde, ich war aufgedreht, es war Montag, es war Dienstag, ...

    Auch wenn ich nun schon ein paar Jahre trocken bin, ich kann mich noch sehr gut daran erinnern :-[

    Aber eins MUSS ich noch loswerden:

    P.S. was ich nicht erwartet hab ist hier gleich so attackiert zu werden.


    Hallo Gerchla,

    Entschuldigung angenommen. :)

    Ausgerechnet von Gerchla hast Du Dich "attackiert" gefühlt????? nixweiss0 Da hätte ich ja noch eher verstanden, wenn Du Dich von mir angegriffen gefühlt hättest - wobei ich selbst damit meine Probleme gehabt hätte.
    Liegt es vielleicht daran, dass er Dir als Erster gesagt hat, dass Du Deinem Freund helfen kannst - wenn er denn Alkoholiker sein sollte? Denn das stell ich mir schon hart vor.

    Hallo!

    Sei nicht sauer, aber meine Glaskugel hakt zur Zeit ein wenig, deshalb kann ich nix Genaues sagen ...

    Aber mal im Ernst: Was erwartest Du von uns? Eine Ferndiagnose auf ein paar Sätze hin?
    Zum Einen sind wir keine Ärzte und zum Anderen können morgendliches Zittern und Erbrechen zigtausend Gründe haben. Und nur weil Du schreibst, dass Du den Verdacht hast ...

    :sorry:

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Sandra, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Zunächst einmal: Glückwunsch zu Deinem Entschluß, dem Alkohol eine Absage zu erteilen 44.

    Ich - m, 56, Alkoholiker, bin nach mehreren Anläufen nun schon einige Jahre trocken.
    Damit möchte ich Dir sagen: Es ist zu schaffen! Vielleicht nicht unbedingt gleich beim ersten Anlauf. Aber wenn es nicht auf Anhieb klappt, dann nicht die Flinte ins Korn schmeissen, sondern austehen und weitermachen.

    Allerdings habe ich noch eine wichtige Frage: Hast Du (unabhängig von Deiner Chefin) auch mit Deinem Hausarzt gesprochen?? Denn so ein "kalter Entzug" KANN (nicht: muss) ziemlich gefährlich, unter Umständen sogar lebensgefährlich sein/werden!
    Das soll Dir jetzt nicht vermiesen, nichts mehr zu trinken, sondern einfach nur zur Vorsicht gemahnen.

    Und was hast Du Dir für die kommende Zeit weiter vorgenommen? Wie soll es weitergehen? Einfach nur den Alkohol weglassen - das war's? Oder hast Du schon einen weiteren Plan?

    Ich weiß nicht, inwieweit Du hier schon ein wenig gelesen hast. Ich persönlich bin ein Befürworter von Selbsthilfegruppen - hier kann man mit den "Profis" (nämlich den Betroffenen, die den Ausstieg bereits geschafft haben oder noch dabei sind) über ihre Erfahrungen perönlich sprechen, diskutieren, sich Rat holen ... Aber auch über weiterführende Möglichkeiten (stationäre und/oder ambulante Langzeittherapien) aus erster Hand informieren.
    Oder bei Suchtberatungsstellen, wo man sich anonym und kostenlos informieren und helfen lassen kann.

    Schau doch einfach mal in unsere Linksammlung und/oder unsere Literatur-Ecke - hier kannst Du Dich einfach nur weiter informieren.

    Ich wünsche Dir jedenfalls ganz viel Kraft für die nächste Zeit und hier einen guten Austausch

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Alina, und ersteinmal HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 56, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.

    Und als ich Deine Geschichte las, kamen noch mehr Verbindungen: Nicht nur, dass meine Nichte auch Alina heisst, auch der angeheiratete Teil meiner stammt aus Russland. Ich habe sehr viele Russen und Russlanddeutsche als Freunde. Alles liebe, nette Menschen. Aber sie haben oft mindestens EIN Problem: ihr Verhältnis zum Alkohol.
    Entweder trinken sie selbst gern und zu viel oder sie können nicht verstehen, dass man überhaupt nichts trinkt.

    Als ich mich damals endlich aus MEINER Sucht befreien konnte - ich konnte es ihnen nicht verklickern, dass (und schon gar nicht, WARUM) ich nichts mehr trinke und auch nichts und nie wieder trinken will. nixweiss0 In meiner 11jährigen Trockenheit haben es vielleicht 3-4 meiner Freunde verstanden, der Rest allerhöchstens akzeptiert. Und sie meinen es auch absolut nicht böse, wenn sie mir trotzdem hin und wieder doch noch mal "ein Gläschen auf die Gesundheit" anbieten.

    Was Deinen Vater anbelangt: Wie Dietmar und Gerchla schon schrieben - solange er es selbst nicht will, kann nichts und niemand ihm helfen. Egal, ob er hier in Deutschland, in Russland oder sonstwo wohnt.
    DU kannst nur eines tun: Das so hinnehmen und Dich um DICH und DEIN Leben kümmern!

    Es mag vielleicht hart und herzlos klingen. Das ist es aber beileibe nicht. Es ist nur das Ergebnis des eigenen Erlebens und der eigenen Erfahrung in der Suchtselbsthilfearbeit. Beziehungsweise der eigenen Erfahrungen der anderen Angehörigen hier.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft - und einen guten Austausch hier, der Dir vielleicht noch mehr Kraft gibt.

    Gruß
    Greenfox

    ... siehe Gerchlas Ausführungen.

    Ansonsten bist Du schon wieder bei Dir am Schuld suchen - und das ist Quark! Das ist der Casus knacktus: ER ist alleine verantwortlich für sein Leben.

    Allerdings ist mir noch etwas aufgefallen:

    Ich habe heute mit meinem Freund gesprochen: es ging bei dem Gespräch nicht um den Alkohol. Ich habe ihm mitgeteilt, dass ich mit seiner emotionslosen, apathischen, zurückgezogenen Art mir gegenüber, nicht zurecht komme.

    Warum denn eigentlich nicht? Warum hast Du dieses große, Dich belastende Thema unter den Teppich geschoben?? Und nun ist es wieder da, dieses: "Ooch, der Arme - hat Depressionen. Da MUSS er ja trinken. Geht ja gar nicht anders. Bin ja hier im völlig falschen Forum ..."
    DU suchst für IHN die Ausreden, warum es ihm schlecht geht und er zur Flasche greifen muss. Der Arme. Dass es DIR dabei schlecht geht - mein Gott, passiert halt mal ...

    Ich hatte früher auch Depressionen - aber WEIL ich trank. Okay, das habe ich erst später begriffen, als ich dann trocken wurde - aber das bin ich nun schon seit einigen Jahren. Und in diesen Jahren habe ich in meiner Aktivität in der Suchtselbsthilfe viele, sehr viele Menschen kennengelernt, denen es genauso erging (suchtindizierte Depression) - und nur relativ wenige, bei denen tatsächliche Depressionen vorlagen, welche sie dann mit Alkohol versucht haben zu bekämpfen (was natürlich nach hinten losging).

    Mein Rat: Zieh Deinen Cut wirklich und konsequent durch - und such nicht mehr nach irgendwelchen Gründen, warum er nicht anders kann/konnte und/oder Du schuld haben könntest! Und Du wirst sehen, dass es Dir wieder besser gehen wird.

    Gruß
    Greenfox

    Am liebsten hätte ich Dir ... dasselbe geschrieben wie Gerchla es schon "eben" getan hat. Also schließe ich mich dem nur an ...

    Es ist doch immer wieder erstaunlich/traurig, wie sehr manche Menschen ihrem Elend verhaftet sind:
    Ich als Betroffener habe EWIG gebraucht, um mich vom Alk zu trennen, obwohl ich schon längere Zeit wusste, was er mir antut. Aber die Sucht hat mich nicht losgelassen.
    Viele Angehörige kommen von ihrem trinkenden Partner nicht weg, obwohl sie sehen/merken/fühlen und immer wieder aufgezeigt bekommen, dass er/sie in den Abgrund zieht und kaputt macht. Aber die Co-Abhängigkeit hält sie fest in den Krallen.
    Und auch bei Gewalt in der Ehe/Partnerschaft sehe ich das beruflich leider immer wieder (mit schlimmsten Ergebnissen) - und auch hier ist oft (aber nicht immer!!) Alkohol im Spiel ...

    nixweiss0 ;(

    "Natürlich" möchtest du Deine Freunde nicht mit Deinen Problemen "belasten" - dazu sind sie ja auch nicht da. (Sarkasmus-Modus aus).

    Früher war ich immer für meine Freunde und ihre Probleme da und habe geholfen, wo und wie ich konnte. Nur - wenn ICH Hilfe brauchte, stand ich allein auf weiter Flur ... Nur Einer hat mir "geholfen" - der Alkohol.
    Der hat dann nicht nur meine Probleme gelöst, sondern auch meine Freundschaften ....

    HEUTE weiß ich, dass Freundschaft keine Einbahnstraße ist. Ich helfe gerne, sofern und soweit ich kann. Und wenn es auch nur durch das Vermitteln von Hilfe ist.
    Und ich scheue mich nicht (mehr), den Mund aufzumachen, wenn ICH Hilfe brauche.

    Das solltest Du auch nicht - Dich scheuen, um Hilfe zu bitten. Und wenn es einfach nur Jemand ist, der Dir zuhört.

    Und gerade in einer Selbsthilfegruppe für Angehörige wirst Du kompetente Zuhörer finden - die Dir dann auch noch kompetente Ratschläge (weil aus eigener Erfahrung) geben können.
    Ich möchte es Dir nur empfehlen und ans Herz legen.

    Du kannst Dich natürlich auch weiterhin für alles Elend auf dieser Welt verantwortlich machen.
    Aber DU bist nicht für Ihn (und/oder Andere) verantwortlich - und es hilft weder ihm noch Dir. Es macht Dich im Gegenteil kaputt.

    Dann kümmere Dich lieber um DICH und DEIN Wohl!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Husky1984, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 56, Alkoholiker und nun schon seit einigen Jahren trocken.

    Mir ging es ähnlich wie Dietmar:

    Als ich Deinen Beitrag las, dachte ich: Es ist so offensichtlich, wo das tatsächliche Problem liegt, es springt einem ja direkt aus Deinem Beitrag an, aber leider können viele Betroffene es selbst nicht erkennen – und vor allem sind sie noch nicht in der Lage, die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen.
    Angehörige von Alkoholikern lassen sich m. E. oft viel zu sehr in die Sucht des trinkenden Partners verstricken, statt ihr eigenes Problem die Co-Abhängigkeit, zumindest aber die Gefahr, in die Co-Abhängigkeit zu rutschen, erkennen zu können.
    So scheint es auch bei Dir zu sein.

    Und ich musste erst einmal auf das Datum Deines Post schauen - so bekannt kam mir alles vor. Ich hatte das Gefühl eines Déjà-vus, meinte, das alles schon einmal gelesen zu haben.
    Aber so wie sich die Geschichten von uns Betroffenen oft ähneln, so ähneln so auch die Geschichten der Angehörigen. Immer wieder höre ich, wie sich die Angehörigen die Schuld dafür geben, dass der Mann, der Bruder, die Frau ... trinkt, sich abkapselt.
    Und auch hier im Forum wirst Du "Deine" Geschichte wiederfinden ...

    Ich bin so ratlos, gekränkt und traurig,...Hat schon Jemand etwas Ähnliches erlebt?

    All zu oft. Und deshalb bist Du hier an der richtigen Adresse: hier sind die wahren "Profis" - die, die dasselbe wie Du erlebt haben. Die Angehörigen.
    Aber auch die, die Dir sagen können, dass es nicht explizit gegen Dich geht - sondern an der Sucht liegt. Die Betroffenen.

    Ich wünsche Dir jedenfalls viel Kraft - und einen guten, nutzbringenden Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Nichts für ungut, die Ausführungen von greenfox sind leider fehlerhaft.

    Das kommt davon, wenn man sich im Strafrecht besser auskennt und seit Jahren eine Rechtsschutzversicherung hat (und die hat natürlich bei meiner damaligen Frau voll gegriffen).
    Sorry für diese meine Falschauskunft :sorry:

    Trotzdem gibt es auch für dieses Problem Hilfe: Nüchtern bleiben und Hilfe suchen (Anwalt) ;)

    Gruß
    Greenfox

    Es sind jetzt 131 Tage und ich bin stolz auch wenn es nicht einfach ist trocken zu bleiben.

    Zunächst einmal: RESPEKT dafür, dass Du trotz der Nackenschläge standhaft geblieben bist 44.

    Ich bin der Meinung "Nur nüchtern kann man auch die größten Probleme meistern - im Suff geht man im Endeffekt unter." Aber das sagt sich leicht, wenn man schon eine Weile trocken ist.
    Von daher 44.

    Bei Deiner Schilderung ging mir sofort durch den Kopf: Warum gibt sie das Ganze nicht einem Anwalt?? Das ist doch eindeutig eine Angelegenheit für einen Arbeitsrechtler! Und die Kosten des Rechtsstreits trägt der Verlierer - aus meiner (momentanen) Sicht also der Arbeitgeber. Und bei jedem Amtsgericht gibt es eine kostenlose Rechtsberatung (für den Fall, dass ihr keine Rechtsschutzversicherung habt).

    Hoffentlich gibt es bei Deiner nächsten Meldung etwas positivere Neuigkeiten.

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum!

    Ich selbst (m, 56) bin Alkoholiker und nun schon einige Jahre trocken.
    Und aus dieser Sicht kann ich Dir leider nur bestätigen, dass es der einizig richtige Schritt war, den Du tun konntest, indem Du an DICH gedacht und den Kontakt zu Deiner Mutter abgebrochen hast. So hart es auch klingt und ist.

    Aber: Es bringt auch nur etwas, wenn Du auch konsequent bleibst. Damit Du auch wirklich mal zur Ruhe kommen und Dich erholen kannst.
    Natürlich tut es weh, dieses Abgrenzen auf "die harte Tour" lernen zu müssen. Die "weiche/sanfte" Tour funktioniert nicht - wie Du ja in 20 leidvollen Jahren erfahren musstest.
    VIELLEICHT (Niemand weiß soetwas) hat sie im Gegenteil sogar dazu beigetragen, dass Deine Mutter immer tiefer in die Sucht geriet und bis heute nichts in ihrem Leben ändern WILL - da sie ja keine ernsthaften Konsequenzen bemerkt hat.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für Deinen weiteren Weg und einen guten Austausch hier!

    Gruß
    Greenfox

    Eine stationäre Behandlung geht momentan nicht. Aber ich habe noch vor, zur Suchtberatung zu gehen. Auch die SG tut sehr gut.

    Ich habe früher auch eine ganze Reihe von "Argumenten" gehabt, warum ich eine stationäre Therapie absolut nicht machen KONNTE. Und ich hatte auch immer vor, noch etwas zu unternehmen ...

    ... bis ich dann tatsächlich etwas unternahm. Nachdem ich erkannt hatte, dass meine "Argumente" keine waren, sondern eigentlich mehr eine Hintertür. Darum bin ich dann von meiner ambulanten Therapie umgeschwenkt und habe "Nägel mit Köpfen", sprich: eine stationäre Therapie gemacht.

    Um seine Familie, um seine Firma, um die Arbeit, um Probleme kann man sich nur dann gut kümmern, wenn es einem gut geht. Wenn man selbst den Bach runter geht, ist es nur Ausrede bzw. Nonsens, sich um xy anstatt um sich selbst kümmer zu müssen.

    :sorry:

    Hallo, Phoenix, und ein ganz HERZLICHES WILLKOMMEN :welcome: hier im Forum!

    Als ich Deine Vorstellung las, musste ich unwillkürlich denken "Hut ab und Respekt!" dafür, dass Du doch mehr oder weniger alleine zu der Erkenntnis "Ich bin Alkoholikerin/habe ein Alkoholproblem und brauche Hilfe!" gekommen und auch in Aktion getreten bist 44.
    Sicher - so eine Vorstellung ist nur ein ganz kurzer Abriss vom eigenen "Werdegang". Aber wenn ich daran denke, wie lange ich gebraucht habe, um alleine zu der Erkenntnis zu kommen, ein Alkoholproblem zu haben, geschweige denn Alkoholiker zu sein. Und dann noch mal, um aktiv zu werden ... Oder andere, die ich in meiner Zeit in der Suchtselbsthilfe kennengelernt habe ...

    Ich möchte damit sagen, dass Du auf einem sehr guten Weg bist! Und ich finde es wunderbar, dass Du dabei auch Unterstützung im familären und auch Arbeitsumfeld hast - da kann man wesentlich "befreiter" an und mit sich arbeiten.

    Und da Du ja hier schon einige Zeit mitgelesen hast, weisst Du ja: Wenn Du Fragen hast - immer raus damit!

    Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg für Deinen weiteren Weg - und erstmal für die anstehende Reha :sun:

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Paperplane!

    Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen, insbesondere Gerchla.

    Allerdings möchte ich noch ein paar Worte zum Thema Ehrlichkeit gegenüber dem Partner und Freunden verlieren.
    ICH habe mich damals nicht nur meiner Familie gegenüber geoutet, sondern auch meinen Freunden (und auch Kollegen). Schon alleine für mich als Selbstschutz - damit mir eben nichts von ihnen angeboten wird. Und außerdem habe ich so auch noch so eine Art "Aufpasser" - falls mich doch etwas reiten sollte.

    Also das Outing den Kollegen gegenüber ist natürlich jedem selbst überlassen und nicht Jedermanns Sache. Aber Familie und gute Freunde halte ich für sehr wichtig, wenn nicht gar existentiell. Das sorgt für Rückhalt.

    Das Wichtigste ist aber auf jeden Fall Ehrlichkeit sich selbst gegenüber - und kein Selbstbetrug.