Hallo, Alina, und ersteinmal HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:
Kurz zu mir: Ich bin m, 56, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.
Und als ich Deine Geschichte las, kamen noch mehr Verbindungen: Nicht nur, dass meine Nichte auch Alina heisst, auch der angeheiratete Teil meiner stammt aus Russland. Ich habe sehr viele Russen und Russlanddeutsche als Freunde. Alles liebe, nette Menschen. Aber sie haben oft mindestens EIN Problem: ihr Verhältnis zum Alkohol.
Entweder trinken sie selbst gern und zu viel oder sie können nicht verstehen, dass man überhaupt nichts trinkt.
Als ich mich damals endlich aus MEINER Sucht befreien konnte - ich konnte es ihnen nicht verklickern, dass (und schon gar nicht, WARUM) ich nichts mehr trinke und auch nichts und nie wieder trinken will. nixweiss0 In meiner 11jährigen Trockenheit haben es vielleicht 3-4 meiner Freunde verstanden, der Rest allerhöchstens akzeptiert. Und sie meinen es auch absolut nicht böse, wenn sie mir trotzdem hin und wieder doch noch mal "ein Gläschen auf die Gesundheit" anbieten.
Was Deinen Vater anbelangt: Wie Dietmar und Gerchla schon schrieben - solange er es selbst nicht will, kann nichts und niemand ihm helfen. Egal, ob er hier in Deutschland, in Russland oder sonstwo wohnt.
DU kannst nur eines tun: Das so hinnehmen und Dich um DICH und DEIN Leben kümmern!
Es mag vielleicht hart und herzlos klingen. Das ist es aber beileibe nicht. Es ist nur das Ergebnis des eigenen Erlebens und der eigenen Erfahrung in der Suchtselbsthilfearbeit. Beziehungsweise der eigenen Erfahrungen der anderen Angehörigen hier.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft - und einen guten Austausch hier, der Dir vielleicht noch mehr Kraft gibt.
Gruß
Greenfox