Beiträge von Greenfox

    Nur ein Tipp: Wenn Du nur einen Teil zitieren möchtest, dann achte darauf dass Du den Anfang bzw. das Ende des Zitats [quote ] bzw. [/quote ] (habe hier mal ein Leerzeichen eingefügt, sonst wird es als Zitat-Anfang "erkannt") nicht mit löschst, denn sonst wird das Zitat nicht korrekt dargestellt. Wie Du ja bei Dir gesehen hast ... ;)


    Klar kannst Du jetzt wegen der Kopfschmerzen zum Arzt rennen. Was soll der „frei Schnauze“ diagnostizieren? Solche Symptome sind in den meisten Fällen erst einmal subjektiv, und eine fundierte Diagnoseerstellung ist ein Mega-act. (CT, ggf. mittels Kontrastmittel, Schmerzklinik, usw.)
    Also wird Dir der Arzt mit hoher Wahrscheinlichkeit viel frische Luft, viel (Wasser) trinken, wenig Kaffee, und keine Zigaretten empfehlen – und „bei Bedarf“ zu einer Aspirin u.ä.

    Sorry, Dietmar, ich wusste gar nicht, dass Du auch Arzt bist. Ich finde, manchmal gehst Du etwas zu lapidar mit den Leuten um und scherst alles über einen, Deinen Kamm ...

    Na klar KANN es einfach nur der "Stress" sein, die Mega-Aufgabe, die jetzt vor ihm liegt - und viel frische Luft, wenig(er) Kaffee und kein Nikotin sind definitiv gut und gesund (das weiß sogar ich als Nicht-Merdiziner). Aber es kann auch etwas anderes, von mir aus auch zusätzliches sein und benötigt evtl. zusätzliche Vitamine oder was weiß denn ich. Ich bin jedenfalls kein Arzt.

    Hast Du es dort bei der Abschlußuntersuchung angesprochen? Denn zu Beginn der Entgiftung wäre es "normal" - aber Du schreibst, dass es Dir erst NACH der Entgiftung auffiel ...
    Ich würde es jedenfalls mal beim Hausarzt ansprechen.

    Und auf jeden Fall die Finger weg vom "probaten Hausmittel" ;)


    Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Ich werde meine Therapie (Psychologin) weiterhin besuchen.
    ...
    Das einzige was sich in den vergangenen Tagen geändert hat, ist meine Einstellung zum Trinken...
    ...
    Aber ich brauche Hilfe und die nehme ich mir auch. Vielleicht reicht das Ambulante auch nicht, aber ich habe im Moment den Mut und die Zuversicht den Weg so weiter zu gehen...

    So hatte ich Dich auch verstanden.
    Und ich freue mich - für Dich 44. :D

    Und wie Dietmar schon schrieb:

    Ich habe aber nicht mehr die Erwartung, dass sie mich "heilt", ich habe verstanden, dass nur ich selbst das kann.

    Das ist so ziemlich die wichtigste Erkenntnis, die am Anfang des Weges liegt (nach der Erkenntnis, dass man ein Alkoholproblem hat/Alkoholiker*in ist): Es gibt keinen Knopf, keine Pille, keine Salbe, keine Kur, die die Sucht in den Mülleimer der Geschichte schiebt. Wir müssen selbst, aktiv, etwas dagegen tun! (Siehe auch das Zitat in meinem Nachsatz ;) ).

    Und dafür wünsche ich Dir auch weiterhin viel Kraft!

    Gruß
    Greenfox


    Ich bin trocken.
    Das ist aber nicht das wirklich Gute, das Gute ist: Ich will nicht trinken.
    ...
    Jetzt ist mir natürlich vollkommen klar, dass die zwei, drei Tage alkoholfreie Zeit (nach Jahren des täglichen Konsums) an sich nicht viel aussagen, ich bin auch nicht euphorisch oder naiv. Aber ich merke in mir ist etwas anders.
    Ich verzichte nicht weil ich es soll, oder weil ich meine Therapeutin sagen will ich bin x-Tage ohne...nein, ich lass es einfach, weil ich es nicht möchte.

    Vielleicht/hoffentlich hat es bei Dir den berühmten "Klick" gemacht.
    Ich habe früher auch oft - natürlich - vergeblich versucht, mit dem Saufen aufzuhören. es hat einfach nicht funktioniert nixweiss0 Aber irgendwann war etwas anders - und es hat funktioniert. Sogar relativ einfach. So einfach, dass ich sogar so etwas wie Angst bekommen habe: Warum hat es denn dann nicht vorher geklappt?

    Egal - ich wollte einfach nicht mehr. Es gab zwar einige heikle Momente, aber ansonsten hat es bis heute funktioniert :)

    es passiert im Moment so viel in MEINEM Kopf, das muss doch auch ohne Worte bei ihm ankommen...

    Es ist SEIN Kopf. Kannst Du Telepathie? Gedankenlesen?

    "Geht aus den Köpfen der Anderen!" hat ein Gruppenfreund immer gesagt. Recht hat er. Ich denke, dass er/sie denkt, dass ich denke, dass er/sie denkt ... ist Bullshit.

    Zum Einen macht mir persönlich das viel zu viel Kopfkino und baut unnötig Druck auf über MÖGLICHE Erwartungen der Anderen in/an mich. Und zum Anderen setzt es falsche Prioritäten bei mir an den/die Anderen - und ich bin dann enttäuscht, weil die etwas ganz anderes gedacht haben. Oder garnix ...

    Mal ein kurzer Einwand von mir (Alkoholiker, nach ein paar Anläufen nun schon seit ein paar Jahren trocken und auch in der Suchtselbsthilfe aktiv):

    Susanne : Wir sind keine Missionare! Weder wir Betroffenen noch die Angehörigen hier. Das Einzige, was wir tun können, ist von unseren Erfahrungen berichten. Wenn der Andere es partout anders sieht nixweiss0 dann ist das so.
    Ich habe mich früher auch manchmal darüber echauffiert, warum jemand etwas anders sieht als ich - habe mich aber eines Besseren belehren lassen (müssen). U.a. auch hier im Forum. Man wird eben alt wie eine Kuh ...
    Wenn ich heute merke, jemand sieht das Rot partout als Grün - dann klinke ich mich aus.

    @Leonie: Und das ist u.a. auch der Grund, warum ich mich hier in die Diskussion (bis jetzt) nicht eingeklinkt habe: "Meine" Argumente wurden vorgebracht, von Dir als nicht passend erachtet - okay, was soll ich dann noch mehr rumlabern ...

    Also, lasst es doch erst mal sacken. Irgendwo kann ich Euch beide verstehen.

    Gruß
    Greenfox

    Heute hatte ich keinen guten Tag. Seit dem Aufstehen war ich nicht gut drauf, ... hab mich durch den Tag gerettet und eure Nachrichten haben mir sehr geholfen, als ich heute Abend trinken wollte! Ich habe es gelassen. Aber es geht mir nicht gut ... Immerhin bin ich nicht losgezogen und hab welchen gekauft.

    Zunächst einmal: Super 44. Das ist doch schon mal ein Riesen Fortschritt :D


    Ich glaub ich verstehe meine Probleme noch nicht. Also ich meine nicht den Alkohol, sondern die Auslöser, die wirklichen Veränderungen,...
    Ich bin nicht traumatisiert, ich hatte keine schlimme Kindheit,...ich habe ein gutes Leben...und trotzdem ruiniere ich es mir (will jetzt kein Mitleid, bin nur etwas verzweifelt, weil ich mich selbst nicht verstehe).


    Kannst du mir etwas über die ambulante Therapie erzählen? Kannst du arbeiten? Kann man eine Dauer abschätzen?

    Auch wenn die Frage an Britt ging ...

    Ziel der Therapien ist es (grob gesagt), Dich eben an diese Ursache zu führen und Dir Wissen über die Krankheit an sich und "Handwerkszeug" an die Hand zu geben, damit DU mit diesem ganzen Wissen (über Dich, die möglichen Ursachen, die Krankheit an sich, über Rückfallprävention etc pp) etwas gegen Deine Sucht tun kannst. Dies geschieht u.a. in vielen Gruppen- und Einzelgesprächen.
    Und hierbei gibt es diverse verschiedene Therapie-Formen, wie Britt ja auch schon schrieb. Um Dich hier wirklich eingehend zu informieren, solltest Du wirklich mal zu einer Suchtberatung gehen.

    Ich kann Dir hier nur aus meinem eigenen Erleben, meiner eigenen Erfahrung berichten. Denn Eines haben alle Therapien gemeinsam: die HauptARBEIT musst DU, der Patient leisten!

    Ich habe damals eine ambulante Therapie gestartet, da ich ja ein kleines Kind zu Hause hatte und meine damalige Frau nicht mit dem Kind, der ganzen Hausarbeit ... und den ganzen Alltagsproblemen ... und überhaupt ... alleine lassen konnte. Auf keinen Fall - ich war doch unentbehrlich!
    Bei dieser ambulanten Therapie hatte ich 2x Woche jeweils 1,5 Stunden Gruppen- und 1x eine Stunde Einzelsitzung bei einem Therapeuten. Ansonsten war ich ganz normal zu Hause und ging arbeiten. Die ganze Therapie war angelegt auf ca. anderthalb Jahre.
    Die Therapie war auch nicht schlecht. Aaaaaber - ich konnte einfach nicht von meinen Alltagsproblemen abschalten und mich auf das eigentliche Problem konzentrieren: auf MICH. Und das machte mir zunehmend zu schaffen. Aber dagegen gab es ja ein probates Mittel :-\

    Also zog ich dann die Reissleine und schwenkte um auf eine vollstationäre Therapie. Und lies mich auch davon überzeugen, dies möglichst weit weg von zu Hause zu tun! Auf Grund von Erlebnissen dort bin ich auch heute noch der Meinung, dass dies das Beste ist, was man tun kann - weit weg von zu Hause und den Alltagsproblemen.
    Diese Therapie ist/war angelegt auf 12 Wochen mit der Option, bei Bedarf/Notwendigkeit noch "Nachschlag" zu erhalten. Und was ich vorher für unmöglich gehalten hatte ist eingetreten: Ich habe freiwillig um 4 Wochen "Nachschlag" gebeten - und diese zu Glück auch erhalten! Ich muss dazu sagen, es ist bei mir nun schon eine ganze Weile her, aber Gruppenfreunde haben es ebenso gemacht.
    In dieser Zeit hat man die Gelegenheit, sich intensiv mit sich selbst, seiner Vergangenheit, seinen Gefühlen und Befindlichkeiten zu beschäftigen - und so den Ursachen der Sucht auf die Spur zu kommen. Eins kann ich versprechen: Das ist kein Urlaub! Es ist anstrengend, es ist Arbeit und es tut auch weh! Allerdings: Man muss sich auch darauf einlassen!
    Ich habe mich in diesen 16 Wochen so intensiv wie noch nie mit mir selbst beschäftigt und mir sind einige Mechanismen klar geworden, die dazu geführt haben,dass ich zur Flasche gegriffen habe. Einige - nicht alle.

    Übrigens musste ich nach diesen 16 Wochen auch feststellen, dass sich die Welt auch ohne mein Zutun weitergedreht hat: mein Kind ist gewachsen und prächtig gediehen, meine Frau hat überlebt ... ;)

    Natürlich ist jeder Mensch verschieden. Für mich war die stationäre Therapie das Non plus ultra. In meiner SHG habe ich auch Gruppenfreunde, die haben es mit einer ambulanten Therapie geschafft - und auch welche, die es ohne Therapie geschafft haben.

    Auch wenn es Kraft kostet - es ist die beste Investition ever!

    Gruß
    Greenfox

    Warum sollte er nicht alt werden? Räucherware in Alkohol eingelegt sollte doch unbegrenzt haltbar sein ...

    Irgendwie scheint es Dich noch nicht soooo sehr zu belasten - ist ja nur am Wochenende. Zumindest willst Du ja noch von SEINEM Problem wegkommen. Und siehst nicht ihn als das, DEIN Problem ...

    Hallo, Pyrophoric!

    Herzlich Willkommen hier im Forum :welcome:

    Erstmal kurz zu mir: Ich bin m, 56, Alkoholiker und nun schon einige Jahre trocken.

    Die "Argumente" Deines Mannes kenne ich zur Genüge - teils noch von mir, teils aus vielen Gesprächen mit anderen Betroffenen und Angehörigen.

    Natürlich würde viel Sport seinen Stress kompensieren, und natürlich könnte er jederzeit mit dem Trinken aufhören - aber es gibt immer wieder so viel mehr Gründe, gerade jetzt NICHT damit anzufangen. Ein Hauptgrund dafür ist natürlich der Druck, den Du ihm machst. Sorry, ich meinte natürlich, dass Du ihm keinen Druck machst.
    Egal - Schuld hat jedenfalls nicht er ...

    Es klingt traurig. Aber ich denke langsam verstehe ich es erst. Egal, wie ich es drehe oder wende - ohne Hilfe gibt es kein UNS mehr.

    Denn wie du schon sagst, er hat es nicht selbst unter Kontrolle, sonst hätte er es schon längst aufgegeben.

    ...

    Und irgendwie fühle ich mich schlecht, weil ich mich trennen möchte, wenn er sich keine Hilfe sucht.

    Aber alles andere ergibt für mich keinen Sinn mehr :(

    Warum fühlst Du Dich schlecht, weil Du Dich trennen möchtest, wenn er sich keine Hilfe sucht. Ich glaube Deinen Schilderungen entnehmen zu können, dass Du Dich wesentlich schlechter fühlen wirst, wenn Du Dich NICHT trennst (wenn er sich keine Hilfe sucht).

    Hast Du schon mal daran gedacht, eine SHG für Angehörige zu (be)suchen und Dich dort mit anderen Menschen direkt auszutauschen? Ich würde es an Deiner Stelle mal in Erwägung ziehen ...

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum!

    Kurz zu mir: Ich bin m, 56, Alkoholiker und nun schon einige Jahre trocken.

    Ich glaube, ich muss leider erst einmal etwas klarstellen: Hier kannst Du psychischen, seelischen Beistand/Hilfe bekommen in Dingen, die Deinen Umgang mit Deiner suchtkranken Mutter angehen - keinen rechtlichen! Wir können und dürfen Dir keine rechtlichen Hilfe geben!

    Was kann man denn sonst noch vorsorgen, sollte es mal rapide bergab gehen??? An wen kann man sich wenden?

    Hier musst Du Dich ganz klar an einen Rechtsanwalt, am besten einen Fachanwalt für Familienrecht, wenden!

    Dass Du ansonsten den Kontakt zu Deiner Mutter aus Selbstschutz abgebrochen hast, finde ich gut. Und stark - denn das schaffen nicht viele. Jedenfalls nicht wirklich konsequent.

    Gruß
    Greenfox


    Das einzige, was ich möchte ist...trinken.

    Am besten arbeitslos auf der Couch und 24/7 voll.

    Ich suche eigentlich nach Tipps, wie ich das eindämmen kann. Ich komme durch keinen Laden, ohne mindestens 10 Bier zu kaufen. Therapie, Hobbies, Freunde, Familie ...etc...auch was in der Therapie gemacht wurde, hat mich 0 bewegt. Maximal 1 Woche halte ich ohne aus.

    Wenn ich das lese, kriege ich den Eindruck, Du möchtest gewaschen, aber nicht nass werden.
    Für mich liest es sich so, als wenn Du überhaupt nicht aufhören WILLST - nur irgendeine Ecke Deines Gehrins sagt Dir, dass es eventuell besser wäre ...

    Trotzdem natürlich HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum!

    Vielleicht solltest Du Dir mal einen vernünftigen Therapeuten suchen und mit dem ergründen, woher Deine Lustlosigkeit kommt.
    Allerdings ist auch das keine Kinovorführung - man muss sich schon darauf einlassen und mitmachen, wenn es Erfolg bringen soll.

    Gruß
    Greenfox

    Willkommen zurück - auf ein Neues!

    Habe ich das richtig verstanden: Du bist also momentan zu Hause, wartest auf die LZT (wann soll die denn in etwa starten?) und machst bis dahin ... Nichts? Außer mit dem Feuer spielen und feiern gehen?
    Was hältst Du denn davon, Dir in Deiner Nähe eine reale SHG zu suchen und dort hinzugehen, mit den Leuten dort zu sprechen? Die haben Erfahrungen auf dem Weg der Trockenwerdung, die Du erst sammeln willst - manche mehr (die schon längere Zeit trocken sind) und manche weniger (die auch erst am Beginn des Weges stehen).
    Versteh mich nicht falsch - das Forum ist super und hilfreich. Aber m.E. sind direkte Gespräche durch nichts zu ersetzen: direkte und sofortige Hilfe durch Erfahrungsen/Ratschläge/Tipps.
    Und Deiner Schilderung habe ich entnommen, dass Du nicht kontaktscheu bist.

    Nichtsdestotrotz wünsche ich Dir die Kraft und das Durchhaltevermögen, damit Du Deine derzeitigen Pläne in die Tat umsetzen kannst! 44.

    Gruß
    Greenfox

    Es wäre keine Sucht, wenn es so einfach wäre, damit aufzuhören, deswegen steht wohl auch überall, dass der Betroffene selbst aufhören wollen muss.

    Wohl wahr! Zumindest die erste Hälfte. Was das "selbst Wollen" angeht: Solange der Betroffene selbst noch den Hauch einer Chance sieht, mit seiner Sucht zu leben, wird er sich dagegen stemmen, dass man ihm/ihr sein Liebstes, den Alkohol/das Suchtmittel wegnimmt.
    Denn so sieht er es: als Wegnahme, als Verlust. Hinzukommt, dass der Beginn des Suchtausstiegs verdammt hart ist - Entzugserscheinungen, die ständigen geistigen und körperlichen Anreize, doch wieder zu konsumieren, das Verlangen, ja: die Gier nach dem Zeug ...
    Und wenn man den Ausstieg nur auf Anraten und/oder auf "Drohungen" seitens der Angehörigen, des Partners/der Partnerin, des Gerichts beginnt - dann ist das "Umfallen" und resignieren und wieder konsumieren natürlich viiiiel einfacher. Und wenn man es dem Partner zu liebe macht oder um den Job zu behalten ... eine Beziehung kann aus vielerlei Gründen in die Brüche gehen und Firmen gehen auch Pleite oder entlassen Leute, wenn ich nicht mehr trinke. Das wäre ja dann auch ein Anlass, wieder zuzuschlagen - und vermutlich komplett abzustürzen.
    DESWEGEN wird gesagt, dass der Betroffene es selbst wollen muss - für sich selbst.

    Mich kann Niemand zwingen, NICHT zu trinken - nur ich selbst.

    Und hätte ich damals nur für meine Frau aufgehört mit dem Trinken: Ich bin heute geschieden, die Gründe lagen nicht beim Alkohol (JA, es gibt noch mehr Probleme im Leben ;) ). Und doch habe ich nicht wieder angefangen. Abgesehen davon, dass ich das ganze Drama im Suff überhaupt nicht hinbekommen hätte.

    Und so, wie ich auf meine Bedürfnisse als Betroffener achten muss, um nicht wieder in die Sucht zu fallen, genau so müssen auch die Angehörigen auf ihre Bedürfnisse schauen, um nicht unterzugehen.

    Übrigens: auch wenn der Betroffene den Absprung schafft, ist das noch lange keine Garantie dafür, dass "rosige Zeiten" anbrechen. Denn er verändert sich, hat sich verändert. Und damit kommen manche Menschen (egal, ob Betroffene oder Angehörige) nicht immer klar.

    Hallo, Astrid, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 56, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken und auch in der Suchtselbsthilfe ein wenig aktiv.

    Nur mal zum Thema der täglichen Alkoholmenge, die Dein Mann konsumiert - es ist ja "nur" Bier:

    Und Zeka schrieb ja schon, dass Eure "Beziehung" ja wohl auch ein wenig klemmt und er nur noch für seine Sucht lebt.


    Wenn er abends heim kommt ist als erstes der Griff zur Bierflasche.

    ...also er ist fast jedes WE betrunken.

    Mir graut immer schon vor Sa und So ...

    Ich liebe ihn wirklich sehr, doch...

    Auch sein Stiefvater hat/hatte ein ausgesprochenes Alkoholproblem ...

    Dass er das Thema seines Alkoholkonsums am liebsten umgeht und verharmlost, ist übrigens für einen Alkoholiker vollkommen normal.
    Vermutlich wird er selbst in sich drin schon wissen, dass er ein Problem hat, aber nach außen wird er dies IMMER abstreiten, verharmlosen - und nötigenfalls auch zum Gegenangriff übergehen: "DU bist doch schuld, dass ich trinken MUSS, um mich zu beruhigen/wieder herunterzukommen ...! DU/Andere trinken doch auch - warum hackst Du dann auf mir herum?!" und/oder ähnliches (Kommt es Dir bekannt vor??).

    Du kannst ihn nicht ändern - aber ihm Grenzen setzen (die Du auch einhältst bzw. die in Aussicht gestellten Konsequenzen auch durchziehst).
    Und vor allem: für DICH und die Kinder sorgen, für EUER Wohlergehen.

    Abgesehen davon habe ich als selbst Betroffener und auf Grund meiner Berufserfahrung als C:-) so meine Bedenken über die Beziehung "Alkohol & Berufskraftfahrer" ...

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir erst mal viel Kraft und hier einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox