Beiträge von Greenfox

    Erst einmal HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! :heartBalloon:

    Und ich drücke alle Daumen ;), dass a) alles gut läuft mit der Schwangerschaft, b) Du es auch wirklich durchhältst (ist leider keine Selbstverständlichkeit/kein Selbstläufer) und c), dass es auch anhält, wenn das Kind/die Kinder da ist/sind!

    Eine Riesen-Motivationsspritze ist es allemal!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Heiko, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Zunächst einmal kurz zu mir: Ich bin m, 56, Alkoholiker, seit einigen Jahren trocken und fast ebensolange in der Suchtselbsthilfe aktiv.

    Bei Deiner Geschichte habe ich irgendwie sofort die klassische Rollenverteilung in der Familie eines Suchtabhängigen gesehen: der Vater ist der (Alkohol-)Abhängige, die Mutter die Co-Abhängige und Du hast versucht, als Bindeglied zu fungieren, um die Familie am Laufen zu halten. Und als Du dann Dein eigenes Leben leben wolltest, wurde Dir von der Mutter der "Schwarze Peter" zugeschoben, da sie alleine nicht mehr mit ihrer Rolle klarkommt.
    Das ist jetzt natürlich sehr vereinfacht ausgedrückt. Aber so ähnlich habe ich es bei einer Suchthilfetagung von Angehörigen des Vereins NACOA Deutschland gehört, die sich um die Interessen von Kindern aus Suchtfamilien kümmern. Vorher wusste ich garnicht, dass es soetwas gibt - und WIE schlimm es für die Kinder wirklich ist. DAS die Kinder mehr mitkriegen, als uns Betroffenen oft lieb ist, war mir als Vater schon klar, aber ... Ich war jedenfalls erschrocken und schockiert.
    Und habe danach mit meinen Kindern anders, offener über das Thema geredet als schon zuvor.

    Auf jeden Fall habe ich keinen Rat für Dich. Außer, weiter für DICH und DEINE Familie (Frau, evtl. Kinder) zu sorgen. Denn Deinen Eltern kannst Du nur signalisieren, dass Du für sie da bist, wenn sie Hilfe WOLLEN. Annehmen müssen SIE sie.

    Gruß
    Greenfox

    Um es auf den Punkt zu bringen: Ein Krankenhaus-Aufenthalt ist kein Gefängnis-Aufenthalt. Er ist dort FREIWILLIG, kann sich also auch jederzeit wieder entlassen, gegebenenfalls auch gegen ärztlichen Rat.
    Ist schon mehrfach geschehen.

    Ich hoffe allerdings, dass er - wenn er es schon selbst "angeleiert" hat - es auch durchzieht.
    Nur: DU kannst nichts dazu tun. Das kann nur er alleine.

    Gruß
    Greenfox

    PS: Habe ganz vergessen, mich vorzustellen: Ich bin m, 56, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.

    Auch von mir ein "Welcome back!" :welcome:

    Vielleicht solltest Du mal auf Deine Prioritäten schauen und Dein Leben an denen ausrichten. Und wenn dies bedeutet, dass Du arbeitsmäßig kürzer treten MUSST, da Du ansonsten wieder in ein Hamsterrad gerätst, wo Du vermeintlich nur mit dem "Treibstoff" Alkohol klarkommst - dann entscheide, was Dir wichtiger ist: Leben oder arbeiten.

    Nur Du alleine entscheidest, wo es lang geht. Vor 2 Jahren warst Du m.E. auf einem guten Weg.
    Nimm alle Hilfen an, die Du kriegen kannst - es lohnt sich!

    Gruß
    Greenfox

    Greenfox, hast du dich schon mal mit einem langjährig abstinenten Quartalstrinker ausgetauscht?
    Es gibt wohl nicht sehr viele?

    Du hast Recht: ca. 90% der trockenen Alkoholiker, mit denen ich "engeren" Kontakt habe, sind/waren Pegel-Trinker. Insgesamt kenne ich nur 2 trockene Quartals-Trinker - einer in meiner SHG, der andere ist in einer anderen Gruppe meines Vereins ...
    Aber da ICH ja nicht alle trockenen Alkis kennen kann, heisst das natürlich nicht allzu viel ;)

    Übrigens: Glaub an Dich! Wenn nicht Du - wer dann?

    Mein Oppa hätte gesagt: "Also, Junge: Ran an den Feind und mitgeweint!"

    Er weiß einfach, welche Knöpfe er drücken muss und was Du hören willst.

    Sei jetzt bitte nicht sauer, aber ich frage jetzt mal ganz direkt, was mich bewegt:

    Ich frage mich die ganze Zeit, warum Du Dich hier über ihn "beschwerst" und rumjammerst, dass er Dich nur ausnutzt und verarscht - und ihn nicht ganz einfach in den Wind schiesst und ihm klipp und klar zeigst, wo der Zimmermann das Loch gelassen hat??

    Entweder Du geniesst es, dass er so um Dich rumscharwenzelt und Dich nach Strich und Faden beschubst und nur "das Eine" will.
    Oder das reicht Dir nicht und Du brauchst noch eine Portion Mitleid dazu und die holst Du Dir hier ...

    Ich verstehe es einfach nicht. Vielleicht, weil ich (trockener) Alkoholiker bin? Oder weil ich ein Mann bin nixweiss0

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich bin m, 56, Alkoholiker und glücklicherweise nun schon seit einigen Jahren zufrieden trocken.

    Und da ich immer Pegeltrinker war, konnte ich - wie Thomas - nie wirklich nachvollziehen/verstehen, was sogenannte Quartals-Trinker (sehr irreführender Name), zu denen ich Dich zählen würde, immer wieder zu ihren "Selbstabschüssen" bewegt nixweiss0
    Ich finde es super, dass Du schonmal selbst die Einsicht hast, dass Du Alkoholiker BIST und etwas dagegen unternehmen willst. Denn aus meiner jahrelangen Tätigkeit in der Suchtselbsthilfe weiß ich, dass es gerade diesen Menschen oft verdammt schwer fällt, zu akzeptieren, einzusehen, dass sie Alkoholiker sind und dringend Hilfe annehmen sollten. Eben gerade deswegen, weil sie eine gewisse Zeit abstinent leben können - was für MICH damals ein Ding der Unmöglichkeit gewesen wäre ...

    SHG finde ich schon mal sehr gut. Außerdem würde ich Dir unbedingt noch einen Besuch bei Deinem Hausarzt empfehlen - und diesem gegenüber dieselbe Offenheit wie hier.
    Ärzten gegenüber generell - denn wir Alkoholiker haben eine erhöhte Toleranz gegenüber Narkosemitteln etc, was sich z.Bsp. bei anstehenden OPs negativ bemerkbar machen könnte. Und auch die Zusammensetzung von intravenös verabreichten Medikamenten ist ja nicht ganz unwichtig für uns - mit oder ohne Alkohol ;)

    Und schon mal über eine stationäre Langzeittherapie nachgedacht? Einfach mal für ca. 3 Monate raus aus dem Alltag in eine "Käseglocke", sich nur um Dich kümmern, Dich mit dem Thema und Dir selbst befassen und Dir das Rüstzeug für ein abstinentes Leben holen?
    Das hört sich jetzt hochtrabender an als es wirklich ist. Wenn Du in die SHG gehst, dann quatsch mal mit den Leuten dort, welche Erfahrungen sie mit einer LZT gemacht haben und was dort so abging. Ich hätte es NIE für möglich gehalten - aber ich habe damals freiwillig auf meine 12 Wochen noch 4 Wochen Nachschlag beantragt. Und es hat mir sehr gut getan!

    Und was Deine Depressionen angeht: Ich habe es an mir selbst beobachtet und auch von vielen anderen Betroffenen in Gesprächen gehört - mit der Abstinenz schwinden sehr oft (nicht immer!) auch die Depressionen. Wenn ich dann nachfragte, ging es ihnen wie mir, dass die Depressionen eigentlich wegen dem Alkohol kamen.
    ICH bekam sie, weil ich trank und einfach nicht aufhören konnte. Und ich trank, weil ich Depressionen hatte. Und dann hatte ich Depressionen, weil ich trank ... Der berühmte Teufelskreis.

    Wenn allerdings der Alkohol als Medizin gegen vorhandene Depressionen eingesetzt wird (ich glaube, davon kann Wodka1964 "ein Lied singen" :-\ ) dann hilft es trotzdem, abstinent etwas gegen die Depressionen zu tun ...

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Erfolg und hier einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox


    Hallo Ina,

    das ist ja irgendwie so ein Klassiker, dass Männer nix finden.

    Oha - bei mir war es die Frau, die den Wald vor lauter Bäumen nicht gefunden hat!!

    Da ich ich im Urlaub war, ein verspätetes Hallo und Herzlich Willkommen hier im Forum von mir :welcome:

    Ich bin m, 56, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken. Und seit ich trocken bin, sehe auch ich natürlich die Macken der Anderen - einige verstärkt, andere überhaupt jetzt erst und andere vermeintlichen Macken sind plötzlich weg.
    Einfach, weil meine eigene Wahrnehmung eine völlig andere ist.

    wir treffen uns alle bei unserem Sohn und meine Schwiegertochter hat Besuch von ihrer Familie von der Krim.
    Früher wurde dann viel Alkohol getrunken, aber seit die in ihrer Familie auch einen Alkoholiker haben, fällt das komplett weg.

    Auch dieses "Problem" kenne ich zur Genüge - meine (mittlerweile Ex-)Frau stammt aus Sibirien und von daher wurde bei Familienfeiern immer ordentlich auf die Gesundheit angestoßen. Es hat mich viel Arbeit gekostet, ihnen zu erklären, warum, wieso, weshalb ... Aber jetzt ist alles geklärt - und merkwürdiger Weise der Alkoholkonsum in der gesamten Familie (auch wenn ich nicht anwesend bin - und wir treffen uns noch oft) drastisch gesunken ;) nixweiss0

    Alles Gute für die OP!

    Gruß
    Greenfox

    Ich kann Dir nur raten, egal wie und wo Du es machst, immer ehrlich zu sein. Auch Dir selbst gegenüber. Letzteres ist entscheidend.

    Kann ich nur bestätigend unterschreiben!

    Habe früher oft nur auf Andere geschaut, die natürlich viiiiiel mehr getrunken haben - nur um nicht sehen zu müssen, wieviel ICH wirklich saufe. Sogar bei diesen Selbsttests "Bist Du schon Alkoholiker oder säufst Du nur zu viel" habe ich beschissen und sie natürlich für Humbug befunden, weil immer noch rauskam, dass ich (Minimum!) Missbrauch betreibe.
    Irgendwann habe ich dann eine ambulante Therapie gemacht - und mir nach den Therapiestunden erst mal einen genehmigt.

    Bis ich gemerkt habe, das es den Anderen (Ärzten, Therapeuten, Gruppenmitgliedern etc.) vollkommen egal sein kann, ob ich mich selbst bescheiße - schließlich schade ich mir selbst! Und wenn meine Frau mit den Kindern wegrennt - dann habe ich es MIR zu "verdanken"!
    Also habe ich "Nägel mit Köpfen" gemacht, bin auf eine stationäre Therapie umgeschwenkt, habe mir später eine SHG gesucht, habe an mir "gearbeitet" … Heute bin ich seit einigen Jahren trocken - und sehr zufrieden damit!

    Natürlich geht das Leben weiter und nicht alles entwickelt sich rosarot. Es soll auch noch Krankheiten und andere Ärgernisse geben, die nichts mit Alkohol zu tun haben.
    Trotzdem: Es lohnt sich, das Leben mit einem KLAREN Kopf zu genießen!

    Im Übrigen gibt es da einen Spruch, der mir ganz hervorragend gefällt:

    Drogen und Alkohol sind was für Anfänger.
    Wer wirklich cool ist, zieht sich die Realität rein.
    (Irgendwo auf Facebook)

    Gruß
    Greenfox

    Ich will keine Diagnose von euch....ich möchte nur wissen, ob es das gibt, dass Alkoholiker einen so hinters Licht führen können.

    Die Antwort lautet kurz und knapp: JA!

    Bessere Schauspieler (und Logistiker) als Alkoholiker, die ihre Angehörigen davon überzeugen müssen/wollen, KEIN Alkoholproblem zu haben, wirst Du schwerlich finden. Die sind oft so gute Schauspieler, dass sie selbst glauben, was sie spielen ...

    Und Du hast doch bestimmt schon mal den Spruch "Ausnahmen bestätigen die Regel" gehört. Dass er also mal nüchtern aufkreuzte - warum nicht ...

    Gruß
    Greenfox

    Puhh...naja die Sache mit der Polizei ist so eine Sache. Die betreiben ja nur repressive Maßnahmen. Und die Auswirkungen sind nicht ohne. Entzug der Fahrerlaubnis, Sperre zum Neuerwerb und MPU können da auf den Betroffenen zukommen. Hilft vielleicht(?) beim Aufwachen. Aber den Scherbenhaufen aufzuräumen dauert...

    Warum eigentlich immer dieses Mitleid mit den armen von der Polizei "Erwischten"? (Die machen übrigens höchstens die Spitze des Eisbergs aus!)
    Warum keine Erleichterung darüber, dass diese keine Unbeteiligten mehr erwischen (dürften)?
    Warum kein Bedauern mit den von den Suffkes "Erwischten"??

    Und: Wer hat denn den Scherbenhaufen verursacht?

    Auch von mir ein ganz HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 56, Alkoholiker, seit einigen Jahren trocken und in der Suchtselbsthilfe ein wenig aktiv.
    Und auch beruflich C:-) mit dem von proky angesprochenen Thema "Häusliche Gewalt" leider sehr vertraut ...

    Es wurden Dir hier schon sehr viele und sehr nützliche Tipps und Ratschläge gegeben. Von daher möchte ich Dich nicht nochmehr zutexten.

    Ich brauche vielleicht auch einfach noch einen Schubs in die richtige Richtung. Und ich habe Angst, dass er seine Drohung, mir alles zu nehmen, inklusive Kinder, wahr macht.

    Es würde mich nur interessieren, was ist für Dich die RICHTIGE Richtung?? Und wenn Du Angst vor ihm hast - warum wehrst Du Dich nicht und "schlägst" zurück? Geh zu einem Anwalt, lass Dich beraten, erwirk eine Einstweilige Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz gegen ihn, schöpf Deine Möglichkeiten aus!

    Wer nicht handelt wird behandelt. Also: Steh auf und kämpfe!

    Gruß
    Greenfox

    Bei einer Alkoholsucht wird im Netz teilweise generell von einer Kindeswohlgefährdung ausgegangen. Ist das tatsächlich so?
    Der Missbrauch ist ja nach außen nicht ersichtlich und hat auch keine (sichtbaren) Auswirkungen auf die Kinder.

    Ich bin jetzt fast 10 Jahre quasi "nebenbei" als Eigentherapie auch in der Suchtselbsthilfe unterwegs. Und dabei kam ich im Rahmen einer Suchtselbsthilfetagung mit Leuten von NACOA Deutschland - der Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien - in Kontakt. Und was ich da gehört und erfahren habe, hat mir als Alkoholiker aber sowas von die Schamesröte ins Gesicht getrieben ... Und ich zitiere mich nochmals:


    Danke, Wolfsfrau!


    Das habe ich ja auch mal in meinem überheblichen Erwachsenenschädel gedacht :-\

    Seitdem rede ich auch mit meinen Kindern (die mittlerweile doch schon 14 und 19 sind) ganz anders über das Thema.

    Und nur weil etwas nach AUßEN nicht offensichtlich ist, heißt es noch lange nicht, dass es nicht zerstörerisch ist.
    Eine Neutronenbombe verursacht ja auch keine sichtbaren Schäden ... (ich weiß, ist ein besch... Vergleich).

    Nun, ich hoffe, Du weisst, was Du damit Deinen Kindern antust! Angeblich wird ja immer nur "alles zum Wohle der Kinder" getan - egal, wie sehr man sie damit quält.

    Wenn Du hier mal ein wenig liest, wirst Du einige Geschichten von Angehörigen lesen, was sie als Kinder von Alkoholikern und deren Co's erleben "durften" ...

    Ich selbst glaubte, dass meine Kinder ja noch klein waren und nicht mitbekamen, was ich im Suff ... Das war aber sowas von falsch gedacht! Ich hätte im Boden versinken können, was sie mir so erzählt haben :-[