Beiträge von Greenfox

    seit nunmehr vier Jahren lese ich, Toni, männlich, 54 Jahre, in diesem klasse Forum mit.

    Hallo, Toni!

    Nun, dann hiermit offiziell HERZLICH WILLKOMMEN im Forum :welcome: ;D
    Schön, dass Du nunmehr aktiv geworden bist 44.

    Zitat

    Nun wird das anders sein. Der Griff zum ersten Glas wird künftig unterbleiben. Das weiß ich.

    Da (sich) dies schon Viele geschworen haben, möchte ich mich Gerchla's Frage anschließen, ob Du außer uns und dem Forum - und Deinem Willen - noch andere Hilfe in Anspruch nimmst?

    Sollten Fragen bestehen - Du weisst ja, wo Du uns findest.

    Gruß
    Greenfox

    Nun, meine Eltern verstehen nur bedingt was mit mir los ist... Sie erklären zwar niemanden für schuldig, aber ihnen tun die Kinder und mein "Mann" leid. Und genau das ist der knackende Punkt. Eigentlich. Immer und immer wieder über Jahre und Jahre hieß es die armen Kinder, der arme Ehemann und und und. Ich hatte aber das Gefühl nach mir fragt keiner. Ich muss funktionieren. Als Ehefrau, Mutter, Putzfrau, Köchin, Krankenschwester, Psychologin, Nachhilfehrerin... Tag für Tag 24 Stunden lang 7 Tage die Woche. Im Alltag, im Urlaub. Verstehst du/ihr? Irgendwann ist dieses Gerüst mit mir eingebrochen.

    Ja, das ist leider oft so.
    Mir erging es ähnlich - nur: ich bin ein Mann. Ich hatte 12-Stunden-Dienste Wechselschicht (später dann nur noch 8-10 Stunden ohne Schicht), anschließend noch einkaufen, mit den Kindern zum Schwimmen/Tanzen fahren, Hausaufgaben machen, möglichst noch Abendessen kochen - obwohl meine Frau keine Arbeit hatte und zu Hause war ...

    Übrigens, mal so nebenbei: Wenn ich Alkohol trinke, sagt jeder, ich bin Alkoholiker. Aber wenn ich Fanta trinke, sagt KEINER, das ich fantastisch bin :-[

    Zitat

    Was hätte ich sagen sollen nach allem was passiert ist? Ich trenne mich, aber du musst gehen!?

    Warum eigentlich nicht? Lass doch bei Deinen Überlegungen jetzt mal den Alkohol außen vor. Angenommen, Du hättest Dich ohnehin zur Trennung entschlossen ... nixweiss0

    pokmul9843 : Wer bist Du, dass Du hier gleich so rumprollst? Oder sollte ich sagen: rumTROLLst? Schaffst es ja nicht einmal, Dich vorzustellen ...



    Guter Tipp
    Notruf kann jeder wählen

    Vielleicht solltest DU Dich erstmal hier einlesen - denn dann hättest Du diese Seite hier, genannt "Linksammlung", gefunden ...

    @Katzura

    Hallo, Claudia!
    Herzlich Willkommen hier bei uns im Forum :welcome:

    Ich weiß, es ist nicht leicht, sich zu öffnen - und gerade zu Anfang MUSS (??) man sich erstmal Mut antrinken, um den ersten Schritt zu wagen ... Schließlich hatte ich ja kein Problem mit Alkohol. Nur ohne ;(
    Mir fiel es vor Jahren auch nicht leicht und es funktionierte auch nicht gleich beim ersten Anlauf. Aber beim vierten! Und der ist bei mir nun schon einige Jahre her.

    Seither hat sich viel bei mir getan und ich kann mittlerweile sagen: Ich vermisse den Alkohol überhaupt NICHT - und ich bin zufrieden trocken. Das heisst, ich bin (SEHR) zufrieden, trocken zu sein.

    Eigentlich kann ich Dir nur raten, mit Deinem Hausarzt/in und der Suchtberatung zu sprechen.

    dann irgendwann wollte ich wieder aufhören zu trinken und war in stationärer behandlung. da komme ich an, die ja mitterweile keine fremden menschen mehr um sich haben mag. ich habe die ganzen drei monate nur gedacht, wann komme ich wieder nachhause in meine burg, wo mir fremde menschen egal sein können ... ausserdem habe ich meine therpeutin nicht gemocht

    Gleich vorweg: Ich bin natürlich kein Arzt/Therapeut o.ä., nur trockener Alkoholiker und schon ein paar Jahre in der Suchtsellbsthilfe unterwegs.
    Aber kann es nicht (auch) sein, dass Deine Aversion gegen Menschen - und Therapeuten im Besonderen - daher kommen könnte, dass sie Dir den Alkohol "wegnehmen" wollen/sollen? Natürlich willst Du das ja. Vom Verstand her. Aber unterbewusst sträubt sich alles in Dir - "MEIN Alkohol, MEIN Suchtmittel!". A la Gollum aus "Herr der Ringe": "MEIN Schatz!"
    Ist nur so eine Idee ...

    Ansonsten hat ja jemand anderes hier eine bessere Idee.

    Wie schon vorgeschlagen: schau Dich hier ein wenig um. Ich empfehle Dir unsere Linksammlung und unsere Bücherecke. Da findest Du eine Menge weiterführende Informationen.
    Und wenn Du Fragen hast - dann immer raus damit.

    Auf einen guten Austausch. Ich hoffe, er gibt Dir den entscheidenden Anstoß ;)

    Gruß
    Greenfox

    Die Frage die ich mir dabei gestellt habe war, "wann nimmt sich der Stevie eigentlich mal die Zeit sich mit sich selbst zu beschäftigen?" und "wann arbeitet er den ganzen Input den er hier bekommt in Ruhe und aller Tiefe auf?". Das habe ich mir wirklich gedacht. Aber wahrscheinlich wohl deshalb, weil ich damals diesen Weg gegangen bin. Also sehr viel Zeit mit mir ganz allein ... verbracht habe. Es war für mich enorm wichtig, all diese Gefühle die hatte (und die meisten waren ja stark negativ) auch zu spüren und wahrzunehmem, sie zuzulassen. Mich nicht abzulenken und ein "Thema" ... allumfänglich durchzudenken. Um dann mit meinen Hilfen von außen über meine selbsterdachten Erkenntnisse sprechen zu können. Und sie auch ggf. korrigieren oder anpassen zu können. Das war aber natürlich kein Sprint sondern ein Langstreckenlauf...

    Ich wurde/werde oft belächelt bzw. schief angeschaut, wenn ich (aus meiner heutigen Sicht) sage, dass nach dem Ausstieg, dem Entzug erst die eigentliche Arbeit anfängt: nämlich die Arbeit an und mit sich selbst! Aber mir ging es ähnlich, wie Gerchla es beschreibt. Und ICH finde es wichtig, zu wissen, was mich zur Flasche hat greifen lassen bzw. könnte. Denn wenn ich es weiss, kann ich auch etwas dagegen tun, kann gegensteuern.
    Wenn ich das Steuer wieder loslasse und mich treiben lasse - das Ergebnis dürfte vorhersehbar sein: Untiefen und Klippen, ich komme :o :-\
    Aber ich muss in etwa wissen, wo meine Untiefen lauern, muss woran ich ein Leck erkenne um dann zu merken, wann ich ein Leck habe und es rechtzeitig reparieren.

    Nicht umsonst habe ich mich Letztens in die Hände eines Psychologen begeben: Ich habe gemerkt, dass es mir nicht so "prickelnd" ging und die Flasche wieder über den Horizont lugte. Also habe ich lieber gleich Maßnahmen ergriffen, bevor eine leichte depressive Verstimmung sich zu etwas Schlimmeren heranwächst und … naja.

    Wie heisst es so schön: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt :)

    Das ist ja nicht so schön zu lesen.

    Leider jab ich es mit der SHG auch schleifen lassen. Die gründe wieso ich wieder trank weiss ich und da brauch ich eine strategie.

    Das mit dem "Gruppe schleifen lassen" kenne ich und höre ich sehr oft. Erst wird die Gruppe schleifengelassen und dann zur Pulle gegriffen. Ich kenne es aber nicht nur vom Hörensagen, sondern auch aus eigener Erfahrung :-[
    Du schreibst, Du kennst die Gründe, wieso Du wieder angefangen hast. Als da wären ...?? Weil der Dienstag auf den Montag folgte und Du dachtest "Ach, EIN Gläschen wird schon gehen ..." Oder was war's?
    Ich finde es schon wichtig, die Gründe aufzudröseln, um sich vor einem "nächsten Mal" besser zu wappnen, bessere Strategien zu entwickeln.

    Also, Frank hat es schon geschrieben: Schmeiss die Pulle weg, giess sie aus, richte Dich - und mach weiter! Du fängst ja nicht wieder ganz bei NULL an, denn nun hast Du ja doch schon etwas Erfahrungen sammeln können.

    Nicht der, der zu Boden geht, hat verloren - sondern der, der liegen bleibt!

    Gruß
    Greenfox

    @Wodka1964: Wer vollkommen ohne Schuld, DER werfe den ersten Stein … Ich denke mal, das ist eine Ebene, die uns überhaupt nicht zusteht!

    @Schnurzelchen:

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 56, Alkoholiker und nun schon einige Jahre trocken - und sehr zufrieden damit.

    Ich freue mich (für jeden), dass Du nicht nur den Entschluß gefasst hast, mit dem Trinken aufzuhören - sondern ihn auch umgesetzt und durchgezogen hast 44.

    Übrigens ist morgen Tag 46 ohne Alkohol, das ist natürlich nichts im Vergleich zu dem was noch vor mir liegt … Trotzdem habe ich großen Respekt und auch Angst vor dem Weg der noch vor mir liegt.

    Ich weiß nicht, ob Du mal das Buch "Momo" von Michael Ende gelesen hast. Darin beschreibt der alte Straßenkehrer Beppo sein "Geheimnis":

    „Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man. Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt.
    Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst zu tun und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen. Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du?
    Man muss immer nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.
    Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste. Das ist wichtig.

    Wenn ich heute zurückschaue, bin ich auch manchmal "erstaunt", wie schnell die Zeit vergangen ist, die ich nun schon ohne Alkohol lebe, den ich früher vermeintlich wie Luft zum atmen brauchte. Und es geht mir gut, so ohne das Zeug.
    Natürlich gibt es auch ohne Alkohol unangenehme Momente, Krankheiten, die nix mit Alk zu tun haben, Regentage …
    Mit Alkohol wäre ich "baden" gegangen ;( - ohne Alkohol koche ich mir 'nen Tee, kuschle mich ein und warte, dass wieder die Sonne scheint :sun:

    Welche Variante ist schöner?

    Also: Mach weiter so und lass Dich nicht ins Boxhorn jagen 44.

    Gruß
    Greenfox

    Zunächst einmal HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: ich bin m, 56, Alkoholiker, seit einigen Jahren trocken und auch in der Suchtselbsthilfe ein wenig aktiv. Und so ganz "nebenbei" auch nicht ganz unerfahren, was das Thema "Häusliche Gewalt" anbelangt - zum Glück nicht aus eigenem Erleben (egal, von welcher Warte), sondern auf Grund meiner 36 Jahre Berufserfahrung bei der Polizei C:-)

    Ich kann Dir auf Grund Deiner Schilderungen nur dringend raten: Such Dir Hilfe! Sei es bei der Suchtberatung (die ist nicht nur für die Betroffenen da, sondern auch für die Angehörigen), aber auch gegebenenfalls bei einem Rechtsanwalt im Vorfeld einer möglichen Trennung. Auch das Jugendamt wurde schon angesprochen.

    Und schließlich habe ich bei einer Trennung auch Angst vor einem Gewaltausbruch seinerseits. Er hat dann nichts mehr zu verlieren und hat bereits Andeutungen gemacht, wenn er jemanden ermorden will, dann macht er das und die staatlichen Instanzen sind ihm egal. Es sind bei ihm sicher auch Depressionen mit dabei. Meine Tochter müsste ich vorher zumindest sicher unterbringen, wo er sie nicht findet.

    Nun weiß ich ja nicht, ob und was schon vorgefallen ist. Oder in welcher "Ecke" ihr wohnt. Ich stamme aus Berlin. Und hier hat man die Möglichkeit, mit PolizistInnen aus dem zuständigen Abschnitt/Revier, die eben auf das Thema "Häusliche Gewalt" spezialisiert sind, persönliche Beratungsgespräche zu vereinbaren/führen. Also vielleicht mal bei Dir nachfragen ...

    Für mich liest es sich jedenfalls wie eine tickende Zeitbombe.
    Und denk dran: (Häusliche) Gewalt fängt nicht erst mit körperlicher Gewalt an - viel heftiger, tiefgreifender und oft schwerwiegender ist die psychische Gewalt!

    Viel Kraft Dir und einen guten Austausch hier!

    Greenfox

    Während meines Klinikaufenthaltes, zur Entgiftung, wurde mir suggeriert dass überall "Versuchungen" lauern die nur darauf warten dass ich wieder Alkohol trinke.
    Da ich noch keine Erfahrungen mit Suchtdruck habe und die Erfahrungen meiner "Mitkämpfer" in 2 SHGs nicht selbst machen möchte, fürchte ich mich davor in solche Situationen zu kommen. Also meide ich sie.

    Hallo, Ina.

    Ich glaube nicht, dass Dir etwas "suggeriert" wurde - es wurden Dir nur die alltäglichen "Gefahren" verdeutlicht.
    Und wenn man achtsam ist - also auf sich achtet, seine Bedürfnisse und auf die kleinen Warnsignale, die einem der Körper und das Unterbewusstsein senden - und sich selbst ein paar Regeln setzt, kann man, denke ich, ganz normal leben.

    Natürlich wollte/möchte ich auch nicht die Erfahrungen anderer machen. Aber genau deshalb habe ich ihnen zugehört - mich aber nicht eingeigelt, sondern meine Vorsichtsmaßnahmeregeln getroffen. Und als mich dann doch eines Tages der Suchtdruck aus heiterem Himmel angesprungen hat :o war ich vorbereitet und konnte den "Anfall" abwehren schwitz.
    Natürlich war es nicht schön - aber nun habe ich ZWEI Erfahrungen gemacht: zum Einen, wie sich so ein Anfall von Saufdruck wirklich anfühlt - und zum Anderen, dass meine Vorsichtsmaßnahmen tatsächlich gegriffen haben :D

    Wobei ich jetzt nicht sagen möchte, dass es die schlechteste Maßnahme ist, Veranstaltungen zu meiden, a) auf denen man selbst getrunken hat oder b) viel getrunken wird.
    Im Gegenteil - zumindest anfänglich ist das ganz gut. Aber man sollte sich nicht selbst in eine Isolation treiben (lassen).

    Ich hoffe, Du hattest gestern einen schönen Tag - und hast es heute auch :sun:

    Gruß
    Greenfox

    Vollgas? Abstinenz ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenrennen. Sieh nur zu, dass Du vor lauter Vollgas nicht aus der Puste kommst ;)

    Ich muss mich schon immer zwingen, Thomas' Posts langsam zu lesen, da er ohne Punkt und Komma schreibt (ist echt nicht böse gemeint) - aber da habe ich schon beim lesen das Gefefühl "Wann holt er mal Luft??" ;)
    Da kann ich Reko nur zustimmen: Mach langsam! Schritt für Schritt - und nicht alles auf einmal! Wie sagt man so schön: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut!

    Du musst doch bestimmte Infos erst einmal verarbeiten, sacken lassen. Was trifft auf Dich zu, was nicht? Denn was gut für den Einen ist, muss noch lange nicht gut für DICH sein - oder zumindest nicht in der Form.
    Natürlich - ich habe damals in der Anfangsphase auch Infos aufgesaugt wie ein Schwamm. Aber ich habe sie ersteinmal für mich verarbeitet.

    Aber: Egal wie ICH es gemacht habe und was wir sagen - mach es so, wie DU es für Dich als richtig empfindest!

    Gruß
    Greenfox

    seid ihr eigentlich noch in einem anderem Forum zusätzlich aktiv ... das ich mir hin und wieder sogar etwas mehr frequenz wünsche

    Ich für meinen Teil bin nur hier in diesem Forum aktiv, da ich noch eine reale SHG besuche (kann ich Dir auch nur wärmstens empfehlen) und auch in der Suchtselbsthilfe noch aktiv bin (sprich: Ich gehe in Krankenhäuser auf Entgiftungsstationen und spreche dort mit den Leuten über meine Erfahrungen, meinen Weg). Und außerdem führe ich noch "nebenbei" ;) ein ganz normales Leben mit Arbeit und auch Freizeit.
    MIR reicht's.

    Aber ich kann Dich verstehen. Zu Anfang ging es mir ähnlich. Aber da hilft auch ein Blick in unsere Bücherecke - da findest Du auch jede Menge Informationen: geballt und/oder unterhaltsam - je nach Gusto.

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich bin m, 56, Alkoholiker, seit über 11 Jahren trocken und auch schon einige Jahre in der Suchtselbsthilfe ein wenig aktiv.

    Die Frage, ob man wirklich erst Alkoholiker ist, wenn man 24/7 Alkohol trinken "muss", obdachlos unter der Brücke schläft und danach den Tag saufenderweise vor dem Supermarkt/Bahnhof etc verbringt - so wie ja das allgemeine Klischee eines Alkoholikers in der Bevölkerung aussieht - oder trotz (noch) Arbeit und Familie auch schon dann, wenn man es einfach nicht schafft, aus eigener Kraft die Finger vom Alkohol zu lassen ... ich glaube, das muss Jeder für sich selbst beantworten und entsprechend handeln.

    Ich habe auch nie meine Arbeit oder meinen Führerschein verloren, meine Frau hat auch in der schweren Zeit meines Suchtausstiegs zu mir gehalten. Und ich habe etliche Leute getroffen, die wesentlich mehr getrunken haben wie ich (obwohl ich das damals für schwer möglich gehalten habe) - und doch war ich mir stets bewusst, dass ich Alkoholiker bin. Egal, was andere eventuell gesagt haben.

    Nochmals HERZLICH WILLKOMMEN und einen guten Austausch hier im Forum!

    Gruß
    Greenfox

    Iich kann mich nur meinen Vorschreibern vollumfänglich anschließen und will Dich auch nicht zutexten.
    Aber hierzu

    Naja das Problem oder gute ist das er immer nur 1 oder 2 Bier trinkt und dann fährt. Also das was Gesetzlich erlaubt ist.

    MUSS ich jetzt unbedingt was loswerden:

    Was heisst hier "Was das Gesetzbuch erlaubt"? Woher willst Du wissen, dass er tatsächlich nur 1-2 Bier trinkt/getrunken hat? Und was für Bier - 0,3l oder 0,5l oder 1,0l oder ... Und in welcher Verfassung ist Dein Mann: hat er gegeessen und wieviel? Ist er körperlich gesund? ... Da spielen viele Faktoren eine Rolle, bevor man die Promillewerte, auf die Du anspielst, erreicht - und nur EINER ist ist wichtig: Das er keinerlei Ausfallerscheinungen hat und keinen Unfall verursacht und dabei gar einen Menschen verletzt/tötet!

    Wie oft habe ich in meiner Gruppe das Gezeter von Leuten gehört, die mit 1,8 und mehr o/oo erwischt wurden (zum Glück OHNE Unfall) und nun in Vorbereitung auf die MPU zu uns kamen: "Das war doch nur einmal und dann gleich so ein Aufriss ... blablabla!"
    Wer mit solchen Werten noch Auto fährt, fährt regelmäßig alkoholisiert Auto - das unterstelle ich als Betroffener einfach mal. Asche auf mein Haupt - hier spricht auch eigene Erfahrung.

    Gruß
    Greenfox

    Ich setze jetzt auf meinen Willen und die Abschreckung. Wenn man sich informiert, was Alkohol mit einem Ungeborenen anstellen kann, wird mir ganz anders :-[

    Ich hoffe sehr, dass Du auch mal an das denkst, was der Alkohol mit DIR anstellt.
    Und falls Du eventuell im Hinterstübchen auf die Idee kommen solltest, ja vielleicht mal wieder ein Gläschen trinken zu können, wenn das Kind erst da ist, dann empfehle ich Dir Erfahrungen von anderen wie z.Bsp. diese hier zu lesen ...

    Hallo, Thomas!

    Genau für solche Situationen sollte man sich kleine Handlungshilfen zurechtlegen. Denn wenn Du Dir das Ganze RATIONAL durch den Kopf gehen lässt, dann wird Dir klar werden, dass dieses "nur am Wochenende" bei Dir ja schon vorher nicht funktioniert hat - warum sollte es dann ausgerechnet jetzt funktionieren?? Und wenn Du nun schon 14 Tage geschafft hast - warum dann aufhören?

    Es ist nur Dein Suchtgedächtnis, dass Dich dazu verleiten will, wieder zur Flasche/zum Glas zu greifen. Dein "Freund", den Du ausgesperrt hast, klopft wieder an. Kann auch sein, dass er mal kräftig an die Tür wummert.
    Dessen musst Du Dir bewusst sein und darauf vorbereitet.

    Gut, dass Du nicht die Tür geöffnet hast, sondern Dich hier gemeldet hast 44.

    Gruß
    Greenfox