Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:
Ich bin m, 56, Alkoholiker und nun schon einige Jahre zufrieden trocken/abstinent. Und ich bin ein Freund KLARER Worte, mag kein Rumgeeiere. Dafür habe ich in meiner Trinker"karriere" aber auch in meinem persönlichen und beruflichen C:-) Leben zu viel gesehen und erlebt.
In der Tat bekommen Kinder, auch im Kleinkindalter, sehr viel mehr mit als wir Erwachsenen uns vorstellen können und/oder WOLLEN. Das weiß ich nicht nur vom Hörensagen, sondern auch aus eigenem Erleben. Ich war auch mal der Meinung, dass meine kleinen Töchter nix mitbekommen von meinen Saufeskapaden ... bis mich meine Kinder eines Besseren belehrten :-[
Leider hat mich das damals noch nicht dazu gebracht, mir Hilfe zu suchen und die Notbremse zu ziehen.
Um so schöner finde ich es, dass Du Dir Gedanken um Deinen Konsum machst und wie Du etwas ändern kannst.
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Mit ehrlichen Worten kann ich in der Regel gut umgehen aber Vorwürfe und Beleidigungen helfen mir nicht weiter.
Ich nehme mal an, das bezieht sich u.a. auf Susannes
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Bla bla bla. Das ist das übliche Geschwätz von Leuten, die noch nicht begriffen haben, was Kinder schon im Kleinkindalter alles mitkriegen und die noch hoffen, dass es bei ihnen noch nicht ganz so schlimm ist.
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Aber so, wie Du schon anfängst, wirst Du es eher nicht schaffen. Schwach anfangen, stark nachlassen. Und das ist sicher nicht mein Problem, sondern Deins, und ich werde Dich auch nicht davon überzeugen, was besser wäre, sondern das musst Du schon selbst tun.
Für Dich mag es sich hart anhören, ist aber nur ehrlich gemeint. Ich weiss nicht, ob Du Dir mal Susannes Geschichte durchgelesen hast - aber sie will Dich definitiv nicht beleidigen oder Dir etwas Böses. Sie redet nur Klartext.
Und ich stimme ihr zu. Ich bin nun schon einige Jahre in der Suchtselbsthilfe unterwegs und habe mit vielen Menschen gesprochen, viele Schicksale gehört, war in Krankenhäusern ... Es sind zwar immer wieder andere Menschen. Aber ihre Geschichten ähneln sich dermaßen - es ist fast erschreckend.
Auch hier - wenn Du die Geschichten von uns liest, wirst Du immer wieder Parallelen, verblüffende Ähnlichkeiten finden. Nur erzählt sie eben jeder anders - der Eine leise, der Andere traurig, ein Anderer resigniert ...
Ich weiss ich sollte mir Hilfe suchen, aber ich habe panische Angst davor dass dann das Jugendamt eingeschaltet wird oder meine Kinder unter Beobachtung stehen.
Ich weiß nicht, woher immer wieder solche Horrorszenarien kommen, wer solchen Blödsinn in die Welt setzt - oder ist es gar ein Kind des Alkohols?? nixweiss0
Das Jugendamt schaltet sich ein, wenn man sich KEINE Hilfe sucht und daduch das Kindswohl gefährdet wird!
Ein Besuch bei einer Suchtberatung ist nicht nur kostenlos, sondern auch ANONYM.
Therapeuten sind (in der Regel) Ärzte und unterliegen somit der ärztlichen Schweigepflicht!
Ebenso ist der Besuch von Selbsthilfegruppen kostenlos und ANONYM - sie kosten lediglich Selbstüberwindung (beim ersten Mal) und Zeit.
Also - keine Angst! Es lohnt sich! Sowohl üm Deiner Kinder Willen als auch für Dich!
Alles Gute
Greenfox