Beiträge von Greenfox

    Hallo, Cäcilia!

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich bin m, 57, Alkoholiker und nun auch schon einige Jahre trocken.

    Und ich kann mich den Ausführungen Gerchlas eigentlich nur anschließen: Das einzige Option, die Du hast, ist, Dich um DEIN Wohl und das Deiner Kinder zu kümmern! Dein Mann ist für sich selbst verantwortlich.

    Du schreibst, Du kannst Dich und Deine Mädels nicht alleine - ohne Amt - finanzieren. Na und?
    Meinst Du nicht, dass es das wert wäre - ein wieder selbstbestimmtes Leben, ohne ständige Beschimpfungen, ohne ständige Sorgen, ob ER wieder besoffen ist, wie ER wieder drauf ist etc. Du könntest Dir einen Job suchen, ohne Dir von IHM irgendwelche Erniedrigungen anhören zu müssen und vielleicht auch irgendwann wieder ohne Hilfe vom Amt leben können. Und die Kinder müssten sich nicht ständig die Streitereien anhören und leiden …

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,
    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
    Uns aus dem Elend zu erlösen
    können wir nur selber tun!

    Das gilt nicht nur für uns Alkoholiker oder anderweitig Betroffene - das gilt genauso für die Angehörigen!
    Also such Dir Hilfe, geh zu einer Suchtberatung, schau in unsere Linksammlung - mach was, wird aktiv! Für Dich, für die Kinder!

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Erfolg sowie einen guten Austausch hier!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Otto, und HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 57, Alkoholiker und lebe nun nach mehreren Anläufen schon seit 12 Jahren alkoholfrei. Und seit ca. 10 Jahren bin ich in der Suchtselbsthilfe ein wenig aktiv.


    Sie beschreiben den klassischen Weg aus der Sucht. Arzt-Entgiftung-Therapie-Selbsthilfegruppen.

    Nun habe ich das alles schon ausprobiert und bin dennoch gescheitert. ... Also muss ich die Verabschiedung von meinen Suchtmitteln (neben Alkohol auch noch Tabletten) selbst bewerkstelligen.

    Was mir fehlt ist die nötige Kraft und Motivation.

    Alles schon ausprobiert - nur Kraft und Motivation fehlt. Kein Problem: Bei mir um die Ecke gibt es einen Laden, da kriegt man Motivation für 34,49 €/Tüte. Kann ich nur empfehlen!

    Okay, Sarkasmus-Modus aus.
    Von Selbstbemitleidung halte ich überhaupt nichts!

    Ich war nach einer Langzeittherapie fast 2 Jahre trocken, hatte dann einen Rückfall. Da habe ich zunächst versucht, mich nach der Münchhausen-Methode am eigenen Haarschopf aus dem Sumpf zu ziehen, was nicht geklappt hat. Dann wollte ich eine zweite Therapie machen. Da hat die Krankenkasse (die bei mir 30% bezahlt) gesagt, sie zahlt NICHT, aber die Beihilfe sagte die Bezahlung zu. Und auch wenn ich als Privatpatient wusste, dass so eine Therapie scheiß-teuer ist - ich wollte raus aus der Sucht. Und irgendwie hätte ich das Geld aufgetrieben, und wenn ich einen Kredit hätte aufnehmen müssen. Also habe ich mir einen Therapieplatz organisiert. Aber dann, als ich die Therapie angetreten habe, hat plötzlich auch die Beihilfe die Zahlung abgesagt, so dass ich plötzlich hätte ALLES zahlen müssen - was ich partout nicht konnte. Also konnte ich nur eine qualifizierte Entgiftung machen.
    Aber für mich war das Motivation genug um zu sagern "JETZT ERST RECHT!"

    Wie gesagt: Das war vor 12 Jahren!

    Also hör auf, hier rumzuheulen, dass Du keine Motivation hast. Wenn dem so ist, dann geh mal wieder in eine Entgiftungsstation und schau Dir die Wracks dort an und frag Dich, ob Du (wieder) dort landen möchtest. Vielleicht gibt Dir DAS dann ja ein wenig Motivation ...

    Ich habe nicht umsonst die Text-Passage aus einem Arbeiter-Kampflied unten zu stehen:

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,
    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
    Uns aus dem Elend zu erlösen
    können wir nur selber tun!

    Vom Rumjammern ändert sich nix.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Lily!

    Kurz zu mir: Ich bin m, 57, Alkoholiker, seit einigen Jahren trocken und in der Suchtselbsthilfe unterwegs.

    Du schreibst, dass Du Hilfe suchst. Sorry, aber für mich klingt es (noch) ziemlich halbherzig.

    Warum sagst du sowas ich nicht mal betrunken ich suche hier um Hilfe!!

    Ich habe mich früher auch nicht als BETRUNKEN angesehen, war es aber. Okay, damals hätte ich es partout nicht zugegeben. Aber wenn man sich aus der Sucht befreien will, ist das oberste Gebot: absolute Ehrlichkeit sich selbst gegenüber! Wem schadest Du denn, wenn Du Dich selbst verarschst - Dir selbst!


    ich habe angefangen am Abend ein Glas Sekt zu trinken.....dann über Wochen...Monate....wurde es mehr ich bin keine die am Morgen trinkt sondern das Verlangen kommt ab 14Uhr....und dann zieh ich mich immer wenigstens bis 18 Uhr gelingt mir aber gerade jetzt in der Corana Zeit nicht....ich bin verzweifelt ich weiß nicht mehr was ich tun soll ...meine Kinder sehen mich noch nicht angeschwibbst...
    Ich weiß nicht wie ich es zur Zeit unter Kontrolle bekomme????

    So - und wenn Du nüchtern bist, dann schaust Du Dir mal Deine beiden Posts an: Beide weit nach 22 Uhr geschrieben - nach Deinen eigenen Angaben hast Du also schon getrunken. Und nach meinem Verständnis kann man dies auch an der Schreibweise lesen (es sei denn, Du schreibst immer so ... grammatikalisch und ausdruckmäßig "merkwürdig").

    Ich empfehle Dir, mal in unsere Linksammlung und unsere Bücherecke zu schauen. Da findest Du eine Menge Infos.

    Und lies und schreib doch hier mal, bevor Du Dir Dein täglich Quantum Trost spendiert hast ...

    Gruß
    Greenfox

    Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich tierische Angst habe, zu SHG zu gehen, mal abgesehen davon, dass es gerade mit Covid wohl auch etwas komplizierter ist, oder? Ich bin kein Mensch, der sich gerne öffnet, schon gar nicht vor Fremden und dann auch noch mehreren auf einmal.

    Warum haben die Leute eigentlich solche Angst davor, zu SHG zu gehen nixweiss0
    Weil da Leute sind, die dieselben Probleme haben bzw. hatten und die einem dann sogar auch noch Ratschläge geben könnten?!?
    Oder weil man da Menschen treffen könnte, die man kennt?? Siehe vorherigen Satz - sie haben/hatten dieselben Probleme!!
    Du hast Angst, Dich zu öffnen? Ich kenne KEINE Gruppe (und ich war schon in vielen - zu Anfang, um mir anzuschauen, welche zu mir passen könnte und später im Rahmen meiner Tätigkeit bei der Suchtselbsthilfe im Rahmen der Kontaktpflege), wo "Neulinge" gezwungen werden, sich sofort zu öffnen und zu reden. In allen mir bekannten Gruppen - sowohl Monolog- als auch Dialog-Gruppen - können Neuankömmlingen ersteinmal dasitzen und zuhören, alles auf sich wirken lassen. Und wenn jemand bereit ist, etwas zu sagen, dann kann er/sie ...
    Wir wissen alle, wie das ist, sich zu überwinden, das erste Mal in so eine Gruppe zu gehen ...

    Was meinst Du, wieviele Neulinge ich in meiner Gruppe gesehen habe. Manche waren 2-3 Mal da, bevor sie - außer "Hallo" - das erste Mal etwas gesagt haben. Und manche haben uns vielleicht eine Stunde zugehört - und dann ist es aus ihnen herausgebrochen, dann ist es nur so gesprudelt. Weil sie gemerkt haben, dass wir alle die gleichen bzw. ähnliche Probleme haben/hatten, dass sich unsere (Lebens-)Geschichten ähnelten - kurz: dass er/sie NICHT alleine ist.

    Und ich habe noch keinen erlebt, der gebissen wurde ;) ;D

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Lena!
    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, fast 57, Alkoholiker, nach mehreren Anläufen nun auch schon einige Jahre trocken (und das auch noch zufrieden) und auch seit etlichen Jahren in der Suchtselbsthilfe unterwegs.

    Manche Be- und Anmerkungen mögen Dir vielleicht hart erscheinen oder brutal klingen - sind aber nur das Ergebnis eigener Erfahrungen und die nackte Wahrheit. Manch einer kann sie sehr gut in Worte fassen und dabei auch noch sehr diplomatisch sein - wie Gerchla (was ich oft beneide). Andere hauen Dir die Wahrheit einfach um die Ohren und sagen Dir knallhart "Hör auf, Dich selbst zu belügen!". Wie Susanne. Was ich auch oft beneide.
    Nunja - ich mag beide Wege. Ehrlichkeit eben.

    Wie heisst es so schön: Ärzte sind die schlechtesten Patienten (und Studenten die schlechtesten Ärzte).

    Will heissen: EIGENTLICH müssten es Ärzte es besser wissen - und trotzdem konsumieren auch etliche von ihnen Drogen. Oder haben von vielen Dingen, die Drogen (zu denen Alkohol nunmal gehört) keine Ahnung. Sie sind eben nicht allwissend. Es sind MENSCHEN, die sich einbilden, davon Ahnung zu haben.
    Aber WIR haben das ganze Drama durchgemacht - von Anfang an bis heute, wo wir mehr oder weniger, kürzer oder länger von dem Zeug weg sind. Und dementsprechend unsere Erfahrungen gemacht haben.
    Einen Teil der Erfahrungen hast Du selbst schon gemacht - u.a. den "Lockruf des Goldes" und den Kontrollverlust. Andere Erfahrungen wirst Du machen, wenn Du weitermachst.

    Nicht alle Erfahrungen habe/musste ich (zum Glück) selber machen. Aber im Laufe der Jahre habe ich in vielen Gesprächen viele Geschichten gehört. Es gab welche, die der meinen ähnelten - und wenn es auch nur in Teilen war, und andere verliefen völlig anders. Aber sie endeten (vorläufig) letztendlich am gleichen Tisch.

    Darunter war auch ein Gruppenfreund, der den Alkohol wie Du zur Gewichtsreduktion eingesetzt hat - er hat getrunken, statt zu essen. Sein Hilfsmittel war schließlich, dass er immer mehrere Riegel (Schoko-, Müsli-, Powerriegel, irgendetwas) mit sich führte. Und immer, wenn ihn die leise Lust, etwas zu trinken, ankam - dann aß er ein/zwei Riegel. Denn er hatte für sich festgestellt, dass er eigentlich gar nicht trinken wollte, sondern es ein Hungergefühl war - und wenn dies weg war, hatte er auch kein Trinkbedürfnis mehr.
    Unabhängig davon hat er natürlich auch eine Therapie gemacht, um seinem Gesamtverhalten auf die Spur zu kommen. Und heute ist zwar um 10 kg schwerer, aber dafür seit Jahren trocken und von seiner Essstörung geheilt.

    Und was die Plötzlichkeit von Krampfanfällen angeht, könnte ich Dir auch ein paar Beispiele erzählen, wo die Leute Glück hatten, dass es nicht wenige Minuten vorher passierte (im Auto hinter dem Lenkrad) bzw. dass es NICHT zu Hause, sondern auf Arbeit passierte (schnelle und kompetente Hilfe).

    Also, hier will Dir KEINER etwas Böses - auch wenn es manchmal vielleicht hart klingende Worte gibt.
    Aber "Stoffwechselendprodukt" versteht nicht unbedingt jeder - "Scheisse" dagegen schon (auch wenn mancher es "Scheixxe" oder "Schei..e" schreibt ;) )

    Viel Erfolg und einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Ich stimme britt zu.

    Auch mir geht diese Verballhornung der Sprache zunehmend auf die Nerven. Denn das hat überhaupt nichts mit einer Sprachentwicklung auf Grund Einwanderung, wie sie Gerchla sehr richtig beschreibt, zu tun. Sondern es ist in meinen Augen ein krampfhaftes Bemühen zu zeigen "ich kann international!" Und dann kommt nur Scheisse (Bullshit) dabei raus: Home-Office = Innenministerium, Public Viewing = öffentliche Leichenschau, Showmaster = ??

    Ich bilde mir ein, halbwegs englisch zu können, zumindest kann ich mich gut verständigen. Aber oft genug frage ich bei irgendwelchen Reklame- oder Politikersprüchen: "Was zur Hölle will dieser Vollidiot mir jetzt sagen?!" Oder auf "neudeutsch": WHAT THE FUCK... >:(

    In diesem Land ist eigentlich alles ganz klar geregelt: Laut § 23 Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) ist die Amtssprache in Deutschland DEUTSCH - und nicht denglisch.

    Zitat

    Portemonnaie (letzteres ein Wort, das hauptsächlich ältere Menschen noch benutzen, vielleicht sogar jene, die heute Anglizismen ablehnen).


    Hier kommt das Wort allerdings aus dem Französischen, wie viele andere Worte, die mittlerweile Eingang in unsere Sprache gefunden haben.
    Ebenso haben auch viele deutsche Worte Eingang in andere Sprachen gefunden. Aber dies geschah alles auf natürlichem Wege.

    Manche Dinge müssen international einheitlich benannt werden, da führt kein Weg herum. Bei anderen sind die ausländischen Bezeichnungen einprägsamer oder sogar besser auszusprechen als die deutschen - dann bürgern sich diese ganz natürlich ein. Aber oft werden Begriffe benutzt, die kein Mensch kennt geschweige denn aussprechen kann, aber trotzdem immer wieder verwendet werden, weil es "chic" ist, ein"gebildet" klingt ...

    Ich muss aufhören, mein Blutdruck steigt ...

    Hallo, Paul!

    :welcome: hier bei uns im Forum.

    Ich bin fast 57, Alkoholiker, und nach mehreren Anläufen nun schon einige Jahre weg vom Alk.

    Ich habe schon einige Entgiftungen hinter mir die sehr hart waren. Und leider kaum was gebracht haben da ich meist nach sehr kurzer Zeit aus Verschiedenen Gründen wieder Rückfällig wurde. Nun möchte ich gerne wissen wie eure Erfahrungen und was eure Methoden/Tipps sind die euch Motiviert haben Trocken zu bleiben.

    Du schreibst, dass Du schon mehrere Entgiftungen hinter Dir hast und die sehr hart waren. Und dann fragst Du, was uns motiviert, trocken zu bleiben.

    Bei MIR war es so, dass es mir MIT dem Saufen beschissen ging: das ganze Leben drehte sich nur um den Alkohol. Ich musste alles so organisieren, dass ich einersseits zwar Arbeit und Familie halbwegs auf die Reihe bekam, aber andererseits auch immer meine Sucht befriedigen konnte. Und damit ging es mir zunehmend dreckiger - sowohl psychisch als auch physisch. Die Entgiftungen waren zu Anfang noch ganz easy, zum Schluß aber doch heftig.
    Und ich hatte so die Schnauze voll davon, mich wie der letzte Dreck zu fühlen, der es mal wieder nicht auf die Reihe kriegt, einen verdammten Tag lang NICHT zu trinken, seine Familie und sich selbst NICHT dauernd zu enttäuschen ...

    Also habe ich mir Hilfe gesucht. Und wenn es wieder mal nicht geklappt hat, dann habe ich es eben nochmal probiert. Und beim 4. Anlauf hat es dann bei mir diesen berühmten "Klick" gemacht ...
    Und das ist jetzt 12 Jahre her. 12 Jahre Trockenheit, FREIHEIT, Selbstbestimmung.

    Ich glaube, Du fühlst Dich mit Deinem Trinkverhalten auch nicht unbedingt wohl - sonst wärst Du vermutlich nicht hier.

    Auch ich kann Dir - sobald sich die allgemeine Situation wieder verbessert - nur empfehlen, Dir eine/mehrere SHG mal anzuschauen.

    [quote='Stevie84','https://alkoholforum.de/forum/index.php?thread/&postID=36631#post36631']SHG wäre schon ein guter anfang. Da hörst du Lebensgeschichten die dich zum umdenken veranlassen.

    Doch genau aus dem Grund, dass es schwer ist im Internet Personen zu finden, die sich momentan in einer Behandlung befinden, möchte ich so viele Quellen wie möglich dafür nutzen. Ich versuche also auch über andere Foren die Personen zu erreichen und freue mich über jeden ausgefüllten Fragebogen.

    Finde ich gut, alle Möglichkeiten zu nutzen. Würde nur vorschlagen, den Thread dann auch etwas aussagekräftiger zu benennen. Etwa "Umfrageteilnehmer gesucht" oder "Umfrageteilnehmer Alkoholabhängigkeitserkrankung gesucht" ...

    Und vielleicht findet sich ja auch hier der Eine oder die Andere, der/die zu Zielgruppe gehört und bereit ist ... Ich wäre ja bereit, habe meine Therapie allerdings schon vor knapp 12 Jahren absolviert.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Ina!

    Auch wenn DU meinst, dass es eine lieb gemeinte Geste wäre und Du auch angeblich "gar keine Ambitionen verspürst", Alkohol zu trinken ...

    - Warum kaufst Du dann Alkohol?
    - Warum verlagerst Du die Verantwortung auf Deinen Mann??
    ("Allerdings habe ich ihn gebeten sie für mich ausser Reichweite zu deponieren, man weiß ja nie...")

    So etwas ist ein Spiel mit dem Feuer.
    Zum Einen der Kauf von Alkohol - wozu?? Wenn jemand etwas trinken möchte, kann er es selbst kaufen. Das handhabe ich auch nach fast 12jähriger Trockenheit noch so. Wenn ich Jemandem wirklich ein besonderes Geschenk machen möchte, das mit Alkohol zu tun hat, dann gibt es auch die Möglichkeit von Gutscheinen o.ä. - aber so komme ich absolut nicht in die Verlegenheit, auf dumme Ideen zu kommen (vielleicht in letzter Sekunde doch noch ein anderes Geschenk zu besorgen, da ich DIESES für mich selbst brauche - obwohl ich ja gar keine Ambitionen hatte).

    Und gleich nachdem Du Deinem Mann freudestrahlend das Geschenk überreicht hast, erklärst Du ihm aber auch noch, dass er doch bitte auch die Verantwortung dafür zu übernehmen habe, dass Du nicht an das Zeug rankommen kannst. >:(
    Meinst Du nicht, dass das etwas hinterfotzig ist? Das war wohl ein klein wenig kurz gedacht.

    ABER: Fehler sollten ja dazu da sein, um draus zu lernen.
    Schenk Deinem Mann einen dicken Knutscher für seine super Mitdenke whip2_Du siehst, was Du ihm wert bist!

    Ich wünsche Dir/Euch schöne Ostern!

    Gruß wikende091
    Greenfox

    Hallo, Marcus!

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:
    Und natürlich auch schonmal Glückwunsch zu Deinem Entschluß zur Entgiftung - auch wenn es momentan noch schwieriger ist als sonst schon 44.

    Kurz zu mir: Ich bin m, noch 56, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nunmehr im 12. Jahr ohne dem Zeug. Von daher kann ich Dir aus eigenem Erleben sagen: Es geht - und es lohnt sich!!

    Vor meiner letzten Entgiftung ging es mir auch ziemlich beschissen, da eine zweiwöchige Wartezeit überbrücken musste - es war einfach kein Platz frei. Also habe ich mich mit meiner damalige Frau besprochen und wir haben uns dann auf ein Six-Pack pro Tag geeinigt - war zwar auch weit unter meiner sonst üblichen täglichen Dosis, hat aber den Druck und die Entzugssymtome von mir genommen.

    Übrigens, wenn Du schreibst, Du hättest nach 5 Stunden nicht die geringsten Entzugssymtome gehabt, glaube ich Dir nicht so ganz. Die von Dir angegebene Trinkmenge entspricht in etwa einer Flasche Schnaps am Tag (guckst Du HIER) - und da warst Du kein bißchen hibbelig/nervös, hast kein bißchen geschwitzt? Denn das sind auch Entzugserscheinungen - es müssen nicht immer gleich die schweren Geschütze wie Krämpfe oder Hallus sein. Übelkeit, Trockenkotzen etc gehören auch dazu.

    Ich denke, die Wartezeit, bis Du zur Entgiftung kannst, mit reduziertem Konsum zu überbrücken, ist schon ganz gut. Und in der Zwischenzeit kannst Du Dich vielleicht auch weiter informieren - wie geht es nach der Entgiftung, nach der LZT weiter? Selbsthilfegruppe? Wenn ja, welche gibt es wo bei Dir in der Nähe?

    Schau doch mal in unser Linksammlung und in unsere Bücherecke - da findest Du eine Menge weiterführende Informationen.

    Und hier findest jede Menge Profis (uns), die Dir mit ihren Erfahrungen zur Seite stehen können. Auf einen guten Austausch!

    Ich wünsche Dir viel Kraft und viel Erfolg!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo ich bin 21 Jahre alt und trinke ... täglich Bier ca 8-14 Dosen pro tag.

    Ich Trinke nur Bier nichts anderes , rauche ca 40 kippen am tag und kiffe dazu noch , Alkohol schäden hab ich laut Arzt nicht, ich kenne viele leute die genauso Trinken und essen können. Ich werde versuchen mit dem Trinken erstmal aufzuhören.

    Ich glaube, Du hast damals den Schuss nicht wirklich gehört. Sorry.
    Aber ich darf das sagen, denn ich bin nicht nur älter, sondern ich bin Alkoholiker - und mittlerweile seit einigen Jahren weg von dem Zeug.

    Unabhängig davon, dass Du so ganz locker nebenbei noch 40 Zigaretten/Tag inalierst, nimmst Du ja außerdem auch noch andere bewusstseinsbeeinflußende Drogen, indem Du kiffst.
    Aber Du trinkst ja "NUR" Bier ... Wenn Du Dich u.a. HIER informiert hättest, dann wüsstest Du, dass die von Dir angegebene Trinkmenge (die Du vermutlich ein wenig nach unten korrigiert hast) fast 1 Liter Schnaps (genau genommen 921 ml Schnaps á 38 Vol%) entspricht. Schön, dass Du da noch keine Alkoholbedingten Schäden hattest - laut Arzt.

    habe es geschafft 5 Tage trocken zu bleiben konnte auch wieder essen und alles war wieder gut eigl. Dann Rückfall war beim Arzt und hab ihm alles gebeichtet , er hat gesagt ich habe noch 5 Jahre wenn ich nun nicht aufhöre.

    Ja, "eigentlich" war alles wieder "gut" - was auch immer Du darunter verstehst. Inwiefern hast Du es denn geschafft, mal 5 Tage trocken zu bleiben? Mit oder ohne Hilfe?
    Warst Du in einer Entgiftung - und bist gleich nach der Entlassung wieder an den nächsten Kiosk/Tankstelle ...
    War es derselbe Arzt, der Dir zuvor keine "Alkoholschäden" bescheinigt hat?

    Sorry für die vielleicht hart klingenden Worte. Aber vielleicht wachst Du jetzt auf und überlegst Dir, ob Du nur 26 Jahre alt werden oder doch noch weiterleben willst.
    Solltest Du weiterleben wollen, dann wird es allerhöchsteEisenbahn, jetzt etwas zu unternehmen. Und da reicht es beileibe nicht, nur den Alkohol wegzulassen!
    Außerdem dürftest Du gemerkt haben, dass Du es nicht alleine schaffen wirst. Okay - den Weg musst Du alleine gehen. Aber Du kannst dabei jede Menge Unterstützung zu Hilfe nehmen.
    Und aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur raten - nimm jede Hilfe an, die Du kriegen kannst.

    Denn das Leben ist - trotz aller Höhen und Tiefen - schön und lebenswert! Es lohnt sich!

    Und schau mal in unsere Linksammlung und unsere Bücherecke - da findest Du jede Menge weiterführende Informationen. Und hier viele Erfahrungen.

    Gruß
    Greenfox

    Zusätzlich rate ich stets zur Lektüre von Fachliteratur: https://alkoholforum.de//index.php?topic=1715.0

    Na, Reko, da rate ich doch mal zusätzlich zum Besuch beim Optiker ;):


    Ansonsten schau doch mal in unsere Linksammlung und Bücher-Ecke - …

    :sorry: Konnte ich mir nicht verkneifen ;D

    Aber Reko hat vollkommen Recht, was das Einweihen der nächsten Verwandtschaft/Freundschaft anbelangt. Natürlich ist es jedem selbst überlassen ob und wem er wann was erzählt.
    Aber ICH habe aus purem Egoismus - man kann es auch Selbstschutz nennen - von Anfang an die Karten auf den Tisch gelegt. Damit Keiner auf irgendwelche dumme Ideen kommt und meint, mir "etwas Gutes" tun ein Bier oder Schnaps anbieten zu müssen. Ich hatte auch keine Lust auf irgendwelche Diskussionen o.ä. - also habe ich sie gleich unterbunden bzw. den Wind aus den Segeln genommen, indem ich gesagt habe, was los ist. Und ICH bin sehr gut damit gefahren und habe auch sehr viel Unterstützung erhalten.

    Guten Morgen und HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Und natürlich auch :blumen: zu Deinem Entschluß!

    Kurz zu mir: Ich bin m, noch 56, Alkoholiker und nun schon einige Jahre trocken.

    Normalerweise würde ich Dir ja empfehlen, Dir eine SHG zu suchen, da es sehr schwer bis nicht schaffbar (aus eigener Erfahrung) ist, sich am eigenen Schopf alleine aus dem Sumpf der Sucht zu ziehen. Aber in der heutigen Zeit bleibt wohl vorerst nur die Online-Variante ... Trotzdem empfehle ich es für die Zeit "danach", wenn die Kontaktsperren aufgehoben werden.

    Ansonsten schau doch mal in unsere Linksammlung und Bücher-Ecke - da findest Du jede Menge weiterführende Informationen, die Dir bestimmt auch weiterhelfen und die Zeit zu Hause ausfüllen können ...

    Ich wünsche Dir die Kraft, Dein Vorhaben durchzuziehen! Es lohnt sich - versprochen :)

    Gruß
    Greenfox