ZitatWie gehts Dir momentan? ... Vielleicht schreibst Du ja mal wie es Dir jetzt geht.
Dem kann ich mich nur anschließen - lange nix mehr von Dir gehört. Gesehen hab ich Dich wohl ...
Alles gut? Oder eben nicht?
ZitatWie gehts Dir momentan? ... Vielleicht schreibst Du ja mal wie es Dir jetzt geht.
Dem kann ich mich nur anschließen - lange nix mehr von Dir gehört. Gesehen hab ich Dich wohl ...
Alles gut? Oder eben nicht?
Ich finde es auch sehr gut, dass Du es - trotz der Angebote und der scheinbar fehlenden Empathie Deiner Mutter - geschafft hast, die Angebote "dankend" abzulehnen 44.
MEINE Strategie war und ist seit dem Beginn meiner Trockenheit eine ziemlich offensive: Wenn mir Alkohol angeboten wird, dann komme ich meist ziemlich schnell zum Punkt, indem ich sage "Nein, danke - ich bin trockener Alkoholiker!" Das bringt die Leute erstmal zum Stutzen - aber in den 12 Jahren meiner Trockenheit hat mir bisher noch NIEMAND ein zweites Mal Alkohol angeboten. Allerdings gab es des Öfteren anschließend das eine oder andere Gespräch ...
Okay, diese Strategie ist bestimmt nicht jedermans Sache. Aber ich wollte Rumgeeiere und immer wieder neue Ausreden vermeiden - also dachte ich mir "Angriff ist die beste Verteidigung!" Und da ich es in meinem Job gewohnt bin, Klartext zu reden ...
Außerdem brauche ich mir so auch nicht immer wieder neue Ausreden oder Strategien einfallen lassen, wie ich Trink-Angebote am Besten ablehnen kann. Und mein Spruch funktioniert auch auf Feiern (die ich mitlerweile auch wieder problemlos besuchen kann), wenn ich von "gut angegangenen" Leuten einen Drink angeboten bekomme. Der dringt dann sogar bis ins benebelte Gehirn der Leute ![]()
Aber das ist MEINE Strategie - das ist nicht jedermans/-fraus Sache ...
Was ist eigentlich aus der SHG geworden? Hast Du schon eine gefunden? Bzw. überhaupt schon mal Dich nach einer umgeschaut?
Gruß
Greenfox
Also, ernst scheint es Dir ja nicht besonders gewesen zu sein, wenn Du hier gelesen hast - wie ich gesehen habe - und trotzdem nicht antwortest nixweiss0
Da ich auch nicht wusste, was das ist, habe ich es gegoogelt und bereits in meinem Zitat von Rob's Post verlinkt (war aber wohl nicht richtig zu sehen): Discord (auch Discordapp) ist ein Onlinedienst für Instant Messaging, Chat, Sprachkonferenzen und Videokonferenzen, der vor allem für Computerspieler geschaffen wurde, später aber auch vermehrt für andere Bereiche genutzt wird. Discord kann als Webanwendung oder mit proprietärer Client-Software auf allen gängigen Betriebssystemen genutzt werden. Discord gibt an, mehr als 250 Millionen registrierte Nutzer zu haben. (Wikipedia)
Hallo, Rob!
Herzlich Willkommen in unserem Forum! Ich habe Deinen Post mal hierher in die Vorstellung verschoben, denn normalerweise stellt man sich erstmal vor … was ich hiermit tue:
Ich bin m, 57, Alkoholiker, nach mehreren Anläufen nun seit 12 Jahren trocken und etliche Jahre davon auch in der Suchtselbsthilfe unterwegs.
Wenn Du schreibst, dass Du eine Sozialphobie und Angststörungen hast, dann gehe ich mal davon aus, dass Du keine SHG besuchst/besucht hast. Hast Du es (vor uns) schon mal mit einer Online-SHG o.ä. versucht?
Und was meinst Du mit:
ZitatIch werde jetzt dementsprechend einen Discord eröffnen in dem es rein um das Thema Sucht geht.
Was meinst Du, worum es hier bei uns im Forum geht? Oder willst Du selbst einen Onlinedienst eröffnen und suchst nun hier Mitstreiter.
Gruß
Greenfox
Hallo, Benno!
Herzlich Willkommen hier bei uns im "sichtbaren" Bereich des Forums :welcome:
Schön, dass Du Dich entschlossen hast, aus der unsichtbaren Leserschaft herauszutreten und uns und den Anderen Deine Erfahrungen mitzuteilen 44.
Auch wenn Du es - da Du ja hier schon eine Weile mitliest - vermutlich schon weisst, möchte ich mich dennoch kurz vorstellen: Ich bin m, 57, auch ich bin Alkoholiker, nach mehreren Anläufen nun seit 12 Jahren trocken und davon etliche Jahre in der Suchtselbsthilfe unterwegs.
ZitatWar dort Anfangs von der extrem direkten Art überrascht, aber merkte auch, dass es genau diese gnadenlose Ehrlichkeit ist, die mir hilft, geholfen hat weiterzumachen, nicht mehr zu trinken -> Entweder aufhören zu saufen oder die beiden K's: Kiste oder Klapse, such es dir aus
Yepp. An allererster Stell steht die gnadenlose Ehrlichkeit - vor allem sich selbst gegenüber. Wenn man sich selbst seinen Konsum schön redet, dann hat alles keinen Sinn.
Und genausowenig Sinn macht es, in einer SHG (egal, ob analog oder, wie hier, online) "Honig um's Maul zu schmieren" und rumzueiern. Okay, manche bringen es diplomatischer rüber als andere, aber Klartext ist m.E. das Einzige, was wirklich hilft.
Ich freue mich, dass Du den Absprung geschafft und hierher gefunden hast!
Auf einen guten Austausch!
Gruß
Greenfox
Hallo, Sophie!
Zunächst einmal möchte ich mich kurz vorstellen: Ich bin m, 57, Alkoholiker, nach mehreren Anläufen seit 12 Jahren trocken und davon seit mehreren Jahren in der Suchtselbsthilfe unterwegs.
Von daher kann ich Dir sowohl aus eigener Erfahrung als auch von vielen Erzählungen anderer Betroffener - und Angehöriger - sagen, dass dies das typische Verhalten eines Alkoholikers ist. Einschließlich der Ausreden und Gegen"argumente".
Lies Dich hier mal durch den Angehörigenbereich, siehst ja schon an den Überschriften, dass es viele mit Deinem Problem gibt.
Du wirst dort vermutlich auch das Gefühl bekommen, dass jemand anderes DEINE Geschichte aufgeschrieben hat. Jedenfalls ähneln sich die Geschichten immer wieder.
Ebenso wie die Ratschläge, wie darauf reagiert werden sollte ...
Gruß
Greenfox
ZitatWahrscheinlich sollte ich mir jetzt wirklich schnell eine Selbsthilfegruppe suchen, ich glaube ich brauche Gleichgesinnte um mich mit denen ich sprechen kann. Mein Mann fragt seltsamerweise überhaupt nicht nach, wie es mir gerade geht. Er ist generell nicht so der Mensch der viel über Gefühle oder Probleme redet, das bin schon immer ich gewesen. Aber bei dem Thema kann ich irgendwie auch nicht so aus mir herauskommen. Wahrscheinlich auch weil viel Scham mit hineinspielt und es mich auch einfach ärgert oder ich zu stolz bin zuzugeben, wie schwer mir das gerade fällt. Es macht mich auf jeden Fall sehr traurig das es ihn so wenig zu interessieren scheint und er wohl denkt, das ich nichts mehr trinke und das Thema damit abgehakt ist.
Das mit der SHG halte ich für eine sehr gute Idee! Schon alleine deswegen, weil Du Dir selbst anscheinend nicht recht über den Weg traust und über Deine momentane Gefühlswelt reden WILLST.
Nimm es übrigens Deinem Mann nicht zu krumm, dass er nicht nachfragt - zum Einen ist er ein Mann und die reden nun mal nicht unbedingt gerne über dieses Thema an sich (Ich darf das sagen, ich BIN ein Mann
).
Und zum Anderen ist das hier nun auch noch ein ganz spezielles und auch heikles Thema: Möchte mein Partner/meine Partnerin überhaupt auf dieses Thema angesprochen werden? Könnte ich ihn/sie damit verletzen? Oder gar in noch größeres Gefühlschaos stürzen? Was ist, wenn ich etwas Falsches sage und ihn/sie damit wieder zum Trinken "animiere"?
Da sind Menschen, die keine Ahnung von der Materie, dem Thema haben, schon von Hause aus arg gehemmt, darüber mit dem/der Betroffenen darüber zu sprechen.
Ich habe es doch selbst erlebt, wenn ICH versucht habe, von mir aus mit jemand anderem über meine Gefühle und Probleme zu reden. Entweder wurde abgeblockt ("Keine Zeit", "keine Ahnung"), oder es kamen gut gemeinte Ratschläge, die für mich mehr Schläge als Rat waren. Und ich konnte diesen Menschen nicht böse sein - sie wussten es nicht besser, sie konnten es nicht besser wissen.
In einer SHG wissen die Menschen, wovon ich rede - weil sie zum größten Teil dieselben Probleme haben/hatten/durchgemacht haben.
Im Buch "ALK" beschreibt Simon Borowiak es sehr treffend sinngemäß etwa so: Wenn sich ein Mensch an der Tür den Ellenbogen anknallt, dann stöhnen alle Menschen solidarisch vor Schmerz mit auf - weil sie es alle irgendwie schon einmal selbst erlebt haben. Aber wenn jemand unter Entzug leidet, schauen ihn 95% der Menschen nur verständnislos an.
Hast Du andererseits schonmal versucht, von Dir aus mit Deinem Mann über Deine momentane Situation und Deine Gefühle zu reden?
Ich hoffe jedenfalls (nicht nur für Dich), dass jetzt endlich wieder die SHG loslegen ...
Auch von mir ein - etwas verspätetes - HERZLICH WILLKOMMEN - hier bei uns im Forum :welcome:
Auch wenn Du Dich schon etwas eingelesen hast, möchte ich mich trotzdem kurz vorstellen: m, 57, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun seit 12 Jahren trocken und davon auch einige Jahre in der Suchtselbsthilfe unterwegs.
Ich habe noch ein paar Fragen zum Forum.Ich kann nirgendwo ersehen, wer hier verantwortlich ist (ausser Greenfox).
Gibt es hier im Forum noch einen Teil, den ich als Neuling nicht einsehen kann?
Und wie wird man Vollmitglied? (Ja, soviel habe ich schon mal herausgefunden ;))
Ein Impressum bzw. ViSdP gibt es hier nicht, da sich der Gründer des Forums verdünnisiert und uns damit alleine gelassen hat und wir einfach nicht an ihn herankommen. Und unser technische Admin hat schon alles (Un)Mögliche probiert … Ich bin also nicht verantwortlich, ich mime hier nur den Admin.
Theoretisch sind wir hier ein Team aus 2 Admins und 2 Moderatoren, machen das aber "nur" nebenbei - sind also eigentlich ganz normale User, die sich um den ganzen anfallenden Kram kümmern.
Wie zum Beispiel die Freischaltung als Vollmitglied - wenn wir der Meinung sind, dass es in Ordnung geht. Denn immerhin kommt man mit der Freischaltung auch - wie Du richtig erkannt hast - in einen Bereich, wo Gäste oder Normalmitglieder nicht reinkommen. Und da man hier etwas freier "redet", wird eben erstmal "geprüft".
So, dass soll erstmal reichen.
Ich wünsche Dir (und uns) einen guten Austausch!
Gruß
Greenfox
@ Reko:
Auch auf die Gefahr hin, wieder als Klugscheißer entlarvt zu werden, aber
Ich habe für morgen ein Telefontermin in einer Suchtberatung ausgemacht und heute alles meinem Mann erzählt.
Oder meinst Du: Nimm auch wirklich den Kontakt auf ...
Das Eine klingt für mich wie "Hab Deinen Post nicht gelesen, will aber etwas sagen", das Andere "Hab Deinen Post gelesen und will Dich unbedingt darin bestärken weil ..." Und in Letzterem stimme ich Dir absolut zu!
Sorry, aber es kostet Viele auch schon Mut, sich HIER - trotz Anonymität - zu öffnen.
Hallo, Sonnenkäfer!
Ich freue mich, dass Du Dich doch für ein nüchternes Wochenende entschieden hast 44. :sun:
ZitatDie Vorstellung wirklich nie wieder zu trinken, macht mir immer noch große Angst, aber irgendwie sprießt da auch so eine kleine Begeisterung in mir, ein Enthusiasmus mich mit dem Thema zu beschäftigen.
Bist Du Dir sicher, dass es ANGST ist, die die Vorstellung einer alkoholfreien Zukunft in Dir auslöst? Oder nicht vielmehr Wehmut, das Gefühl, dass Dir etwas fehlen wird?
Und Du schreibst selbst, dass Du schon anfängst Dir zu überlegen, mit welch SCHÖNEN Aktivitäten Du die eventuellen Lücken füllen könntest: Reiten, Gitarre …
Ich habe jedenfalls für mich festgestellt, dass mir überhaupt nichts fehlt. Im Gegenteil - ich habe wieder viel mehr Möglichkeiten (wenn nicht die zunehmenden Zipperlein wären :o ;D )
Hallo, June, und HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:
Kurz zu mir: Ich bin m, 57, Alkoholiker und - nach mehreren Anläufen - nun seit 12 Jahren trocken. Und das sehr zufrieden. Heißt: mir fehlt und ich vermisse NICHTS!!
Dass Du Deinem Mann gegenüber die Karten auf den Tisch gelegt und Dir auch gleich einen Termin bei der Suchtberatung gesucht hast 44.
Zum Glück geht es ja jetzt wieder etwas besser mit persönlichen Beratungen und Gesprächen und hoffentlich nehmen auch bald wieder die SHG ihren normalen Betrieb wieder auf.
Denn ICH finde, nichts hilft so gut, wie das Gespräch mit Gleichgesinnten, mit Menschen, die die gleichen Probleme haben bzw. hatten und die wissen/verstehen, wie es einem geht.
Jemand, der kein Suchtproblem hat, der KANN - auch wenn er es versucht - nicht verstehen.
ZitatIch erhoffe mir hier ganz viel zu lesen, was mir hilft durchzuhalten; was mir MUT macht und mir zeigt: ICH BIN NICHT ALLEINE!!!
Nun, hier hast Du genug Lesestoff
Und wenn Dir das nicht ausreicht, dann schau doch mal in unsere Literatur-Ecke, da gibt es noch mehr Empfehlungen. Ich persönlich kann Dir nur wärmstens "Alk. Fast ein medizinisches Sachbuch" von Borowiak empfehlen - sehr humorvoll, mit viel Augenzwinkern, aber doch sehr informativ.
Achso, und noch etwas empfehle ich Dir dringend: Morgen Deinen Hausarzt aufzusuchen und dort reinen Wein einzuschenken! Denn so ein "kalter Entzug" ist nicht ungefährlich!!
In unserer Linksammlung findest Du mehr, wo Du Dich zum Thema informieren kannst.
Ich wünsche Dir einen guten Austausch und viel Erfolg!
Gruß
Greenfox
Hallo, Astronomix,
und HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:
Kurz zu mir: Ich bin m, 57, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun schon seit einigen Jahren trocken.
Zunächst einmal: Gut, dass Du Deinen Alkoholkonsum nicht nur für Dich alleine kritisch hinterfragst, sondern auch den ersten Schritt getan hast, indem Du es zumindest HIER mal "ausgesprochen" hast.
Und es ist auch gut, dass Du mit den Öffis fährst, nachdem Du Dir fast eine ganze Flasche Schnaps hintergeprügelt hast (guckst DU ]HIER) - denn da hast Du morgens definitiv noch einiges an Restalkohol übrig.
Wie oft habe ich (nicht nur hier im Forum) schon gehört/gelesen, dass der/diejenige nichts von einer Psychotherapie/SHG wegen Panikattacken hält?! Und da ich damit absolut keine Erfahrung habe, halte ich mich da lieber raus - ich möchte hier keinem entweder auf den Schlips treten oder (was genauso schlimm wäre) falsche Ratschläge geben.
Aber hier gibt es Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie Du. Also überlasse ich denen das Feld!
Den ersten Schritt hast Du gemacht - jetzt heisst es, Schritt für Schritt weitergehen.
Jede große Reise hat mit einem ersten Schritt angefangen.
Gruß
Greenfox
Ein, wie ich finde, sehr schönes Gleichnis. Bin zwar ein Mann, verstehe es aber trotzdem
44.
Zunächst einmal HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:
EINE Tür nach draussen hast Du doch schon mal gefunden, um Dich zu outen, auch wenn es vorerst noch anonym ist. 44.
Aber kurz zu mir: Ich bin m, 57, Alkoholiker, seit 12 Jahren nach mehreren Anläufen endlich zufrieden dauertrocken und seit etlichen Jahren auch in der Suchtselbsthilfe ein wenig unterwegs.
Wenn Du schreibst, dass Du tagsüber kein Verlangen hast und am Abend dann 2 Flaschen per Druckbetankung konsumierst ... dann glaube ich Dir dieses "kein Verlangen" nicht wirklich.
Bestimmt "freust" Du Dich schon auf den Abend und überlegst, ob genug Wein da ist oder Du noch welchen besorgen musst (Und wenn ja: Wo, in welchem Laden heute?) oder ob sich "störender" Besuch etc angesagt hat ... die üblichen logistischen Probleme halt.
Und dazu gehört natürlich auch die Entsorgung der Flaschen. Lass mich raten: In wechselnden Altgals-Containern, nur nicht bei Dir vorm Haus?!?
Und was die "Hemmschwelle SHG" anbelangt: Na klar ist die Gefahr extrem hoch, dort Menschen zu treffen, die dieselben Probleme haben - oder hatten und einem deshalb Ratschläge geben können.
Mal ehrlich: Wenn Du dort einen Dir bekannten Menschen treffen würdest - was würdest DU von IHM denken? Vermutlich eher: "Boah, super, der hat sich schon früher getraut!" als "Ach, guck mal an, auch ein Säufer."
Wenn zu uns Neue in die Gruppe kommen, dann haben sie unsere Respekt, da wir aus eigener Erfahrung wissen, dass es ziemliche Überwindung kostet, zum ersten Mal eine Gruppe zu besuchen! Oft genug sehen wir sie 2-3 Mal vor der Tür vorbeilaufen, bevor sie reinkommen. Aber die Meisten sagen später: "Ach, hätte ich den Schritt doch nur früher ..."
So, genug für heute!
Schau Dich in Ruhe um.
Ich wünsche Dir einen guten Austausch!
Gruß wikende091
Greenfox
Wie so oft wurden "meine" Antworten schon von meinen Vorrednerinnen gegeben:
Du MUSST garnix, außer irgendwann den Rasen von unten betrachten!
Entweder Du WILLST Dich mit ihnen treffen und nochmal sinnlos und auf Teufel-komm-raus abschießen - dann fahr.
Und wenn Du da nicht hinwillst, eben weil da gesoffen wird, da sagst Du aus gesundheitlichen Gründen ab! Es ist allein Deine Entscheidung.
Genauso wie es Deine Entscheidung ist, was Du mit irgendwelchen "Telefonanfragen oder abendlichen Verabredungen" machst: Wenn Du der Meinung bist, dass Du dahingehen willst, dann frag Dich, was es mit Dir macht, ob es Dich triggert, ob es Dich zum Trinken animiert/animieren würde - und entscheide DANN. Außerdem mach Dir Pläne, entwickle Strategien, wie Du Dich aus Situationen wieder zurückziehen kannst, BEVOR SIE EINTRETEN! Z.Bsp.: Wie komme ich wieder nach Hause? Was sage ich, wenn mir Alkohol angeboten wird?
Aber es läuft alles auf EINES hinaus: Du musst Dich ENTSCHEIDEN. Denn mit rumeiern kommst Du nicht sehr weit. Und das kann kein Anderer für Dich tun! (Übrigens ist auch KEINE Entscheidung eine Entscheidung!)
Und was das "langweilige und einsame Leben" anbelangt: Ich bin jetzt seit 12 Jahren trocken und ich leide definitiv nicht unter Langeweile. Natürlich haben sich etliche "Freunde" verabschiedet, weil es bei und mit mir nichts mehr zu trinken gab/gibt - aber das geht mir am Arsch vorbei. Dafür habe ich andere Menschen kennengelernt, die mich so mögen, wie ich bin, ohne dass ich mich verbiegen muss.
Aah - okay. Klar, wenn es momentan irgendwie triggert, dann sollte man es erstmal lassen - auch wenn man gerne würde …
Vielleicht findest Du ja noch eine Möglichkeit für Dich.
Und damit es nicht völlig falsch rüberkommt: Ich bin schon verdammt stolz auf ihn, dass er das so durchzieht und so konsequent ist.
Das kannst Du durchaus auch sein!
Und damit es ebenfalls nicht falsch rüberkommt: Ich kann durchaus auch Deine Situation nachvollziehen! Denn ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie ICH mich in Situationen des Entzugs gefühlt und aufgeführt habe - und in meinen Jahren in der Suchtselbsthilfe habe ich es auch oft genug "von außen" beobachten können und mich mit Angehörigen unterhalten.
Wie sage ich immer: Es ist gar nicht einfach - schon garnicht, wenn man es doppelt nimmt!
Ist zwar eigentlich augenzwinkernd gemeint, aber in solchen Situationen wie hier trifft es voll zu.
Hallo, Tinka!
Ich wollte Dir nur mal kurz eine Rückmeldung aus MEINER Sicht geben.
Das Dich die ganze Situation überfordert, kann ich nachvollziehen. Aber ich kann auch extrem nachvollziehen, wie sehr sie Deinen Freund fordert, stresst und auch vermutlich überfordert.
Mein Freund trinkt nach wie vor nicht. Aber ich merke, dass er es als Strafe sieht. Er würde gerne, weiß aber auch, dass er dann ganz schnell wieder an dem ursprünglichen Punkt ist. Deswegen wäre es wichtig, dass er Hilfe bekommt (Reha, Selbsthilfegruppe...). Und ER will nicht mehr trinken, nicht ich quatsch ihm das auf.
Reha ist beantragt, SHG haben hier immer noch, Coronabedingt, keine Termine.Ihr werdet sagen: Beziehung gescheitert, zieh dich einfach aus.
Das sind zwei Punkte, die mich berühren:
Zum Einen: Er trinkt nicht, obwohl er - abgesehen von Dir - völlig in der Luft hängt und keinerlei Hilfe hat/bekommt. Und das ist extrem schwer! Das kann jemand, der kein Suchtproblem hat, nicht nachvollziehen und man kann es auch nicht wirklich verständlich rüberbringen.
Und zum Anderen: Warum ist/soll die Beziehung gescheitert sein? Weil Dein Freund nicht trinkt und damit ziemlich überfordert ist - Gründe siehe zuvor?
Er ist durch den Entzug gestresst ohne Ende, Du dadurch auch - und ich denke, wenn er dann endlich Hilfe bekommt und in die Reha kann (und Du dadurch endlich auch wieder zur Ruhe kommst), dann könnte (!) es schon sein, dass Ihr Euch wieder annähren könnt.
Gruß
Greenfox
Schön, mal wieder von Dir zu hören. Und noch schöner - vor allem für Dich -, dass Du noch am Ball bist 44. :blumen:
Ich habe ganz viel zu sagen, weil viel in mir passiert, aber es ist auch sehr dynamisch und ich bin wahrscheinlich (noch) nicht motiviert genug, das alles festzuhalten, obwohl ich es gut finden würde - wegen der Reflexion.
Irgendwie habe ich Probleme mit dem Alter - ich habe es nämlich nicht verstanden. Wenn Du es gut findest/finden würden täten tutest - warum tutst Du es dann nicht einfach tuten tun? Zu deutsch: Warum machst Du es dann nicht? Du musst es ja nicht hier im Forum aufschreiben, sondern kannst es ja auch - wie es Viele tun - für Dich privat aufschreiben und dann immer mal wieder bei Bedarf rausholen und durchlesen. Und Dich dann Deiner Erfolge erfreuen.
Wird übrigens auch oft in Langzeittherapien empfohlen.
Aber auch das mündliche Verabeiten z.Bsp. mit einer Freundin hilft.
Mach weiter so - Du bist auf einem guten (trockenen
) Weg 44.
Gruß
Greenfox