Hallo, Bea!
Erst mal HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:
Da ich vermute, dass Du selbst den Thread aus Versehen gesperrt hast, habe ich ihn mal entblockiert und wieder freigegeben. Sollte es allerdings in voller Absicht von Dir gesperrt worden sei, dann entschuldige bitte und gib hier kurz Bescheid ...
Kurz zu mir: Ich bin m, 57, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen seit Mai 2008 trocken. Da ich seit ca. 10 Jahren auch in der Suchtselbsthilfe unterwegs bin, habe ich nicht nur viele Gerspräche mit Betroffenen wie mir geführt, sondern auch mit Angehörigen wie Dir.
Von daher will ich jetzt nicht auf die Situation von Deinem Mann eingehen, sondern auf Deine.
M.E. hast Du alles richtig gemacht, als Du vor allem an DEINE Bedürfnisse und DEIN Wohlergehen gedacht hast und einen harten Cut durchgezogen hast.
Nun wird er in der nächsten Woche entlassen und ich möchte versuchen, einen regelmäßigen Kontakt mit ihm aufzubauen. Ich werde vorerst nicht zu ihm zurückziehen. Die Beziehung muss meinerseits erst wieder wachsen. Ich möchte sehen, ob meine Liebe vielleicht ohne Alkohol zurück kommt.
Ihr müsst Euch beide erst wieder finden - damit meine ich nicht nur "zueinander finden" (falls das noch möglich ist), sondern vor allem erst einmal "selbst finden": Wer bin ich? Was will ich? Was will ich nicht?
Denn man darf auch nicht vergessen, dass so eine Entwöhnungstherapie und längere Abstinenz auch den Betroffenen verändert. Also brauchen BEIDE Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen.
Schön finde ich auch, dass Du Dir Hilfe suchst. Aber hierbei
Tausend Fragen, mit denen ich mich gerne mit anderen betroffenen Ehepartnern austauschen würde.
In eine Selbsthilfegruppe vor Ort möchte ich in unserer Kleinstadt nicht gehen, weil ich mich für meinen Mann und sein Verhalten total schäme.
habe ich sofort ein Bild im Kopf:

Was, glaubst Du, für Menschen gehen in eine Selbsthilfegruppe für Angehörige?? Menschen, die stolz auf ihre Partner/Angehörigen sind - oder die sich für sie schämen??
Ich glaube, eher Letzteres. Die Menschen dort haben dort dieselben/ähnliche Probleme wie Du - entweder aktuell oder in der Vergangenheit gehabt. Und genau deshalb können sie sich und anderen helfen -mit ihren Erfahrungen.
Okay, dass geht hier auch. Aber was bei einer realen SHG hinzukommt, ist die menschliche Nähe. Man kann auch mal real in den Arm genommen werden ... (Das hat mir Übrigens schon mehrfach sehr geholfen, wenn ich ziemlich down war!)
Aber egal - ich wünsche Dir jedenfalls ganz viel Kraft und einen guten Austausch hier!
Und wenn Du Fragen hast - immer raus damit.
Und solltest Du den Thread mit Absicht gesperrt haben, schreib's einfach kurz und gut ist.
Gruß
Greenfox