Beiträge von Greenfox

    Jetzt zu meiner Sozialphobie.

    Wenn mir jemand Unbekannter auf die Finger schaut kann ich nichtmal eine Kaffeetasse halten.
    Auch beim programmieren von Anlagen finde ich die Tasten am Notebook vor lauter Zittern nicht wenn
    mir ein für mich Fremder auf die Finger schaut.
    Genauso beim verlöten und verdrahten von Anlagen.

    Zittern am ganzem Körper, nachts schwitzen und frieren zugleich und Orientierungslosigkeit.

    So eine "Sozialphobie" hatte ich auch - bis ich festgestellt habe, dass die sich mit einem (oder zwei+) Schluck ganz gut heilen lies. Waren bei mir also nur Entzugserscheinungen.
    Schon mal DARAN gedacht?

    Hallo, Bea!

    Erst mal HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Da ich vermute, dass Du selbst den Thread aus Versehen gesperrt hast, habe ich ihn mal entblockiert und wieder freigegeben. Sollte es allerdings in voller Absicht von Dir gesperrt worden sei, dann entschuldige bitte und gib hier kurz Bescheid ...

    Kurz zu mir: Ich bin m, 57, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen seit Mai 2008 trocken. Da ich seit ca. 10 Jahren auch in der Suchtselbsthilfe unterwegs bin, habe ich nicht nur viele Gerspräche mit Betroffenen wie mir geführt, sondern auch mit Angehörigen wie Dir.
    Von daher will ich jetzt nicht auf die Situation von Deinem Mann eingehen, sondern auf Deine.

    M.E. hast Du alles richtig gemacht, als Du vor allem an DEINE Bedürfnisse und DEIN Wohlergehen gedacht hast und einen harten Cut durchgezogen hast.


    Nun wird er in der nächsten Woche entlassen und ich möchte versuchen, einen regelmäßigen Kontakt mit ihm aufzubauen. Ich werde vorerst nicht zu ihm zurückziehen. Die Beziehung muss meinerseits erst wieder wachsen. Ich möchte sehen, ob meine Liebe vielleicht ohne Alkohol zurück kommt.

    Ihr müsst Euch beide erst wieder finden - damit meine ich nicht nur "zueinander finden" (falls das noch möglich ist), sondern vor allem erst einmal "selbst finden": Wer bin ich? Was will ich? Was will ich nicht?
    Denn man darf auch nicht vergessen, dass so eine Entwöhnungstherapie und längere Abstinenz auch den Betroffenen verändert. Also brauchen BEIDE Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen.

    Schön finde ich auch, dass Du Dir Hilfe suchst. Aber hierbei


    Tausend Fragen, mit denen ich mich gerne mit anderen betroffenen Ehepartnern austauschen würde.
    In eine Selbsthilfegruppe vor Ort möchte ich in unserer Kleinstadt nicht gehen, weil ich mich für meinen Mann und sein Verhalten total schäme.

    habe ich sofort ein Bild im Kopf:

    Was, glaubst Du, für Menschen gehen in eine Selbsthilfegruppe für Angehörige?? Menschen, die stolz auf ihre Partner/Angehörigen sind - oder die sich für sie schämen??

    Ich glaube, eher Letzteres. Die Menschen dort haben dort dieselben/ähnliche Probleme wie Du - entweder aktuell oder in der Vergangenheit gehabt. Und genau deshalb können sie sich und anderen helfen -mit ihren Erfahrungen.
    Okay, dass geht hier auch. Aber was bei einer realen SHG hinzukommt, ist die menschliche Nähe. Man kann auch mal real in den Arm genommen werden ... (Das hat mir Übrigens schon mehrfach sehr geholfen, wenn ich ziemlich down war!)

    Aber egal - ich wünsche Dir jedenfalls ganz viel Kraft und einen guten Austausch hier!
    Und wenn Du Fragen hast - immer raus damit.
    Und solltest Du den Thread mit Absicht gesperrt haben, schreib's einfach kurz und gut ist.

    Gruß
    Greenfox

    Drei Ausbildungen gemacht, Elektriker, Techniker und Fahrlehrer (keinem Arzt aufgefallen dass ich Alki bin, alle Werte normal).

    Du hast die 4. Ausbildung, die im Übrigen alle Alkoholiker gemacht haben, vergessen: die zu Selbst-Belüger/Selbst-Betrüger. Und die hast Du mit bRavour bestanden.

    Du belügst und betrügst Deine Umwelt nach Strich und Faden - und am meisten Dich selbst. Und niemand merkt es - zumindest Du selbst nicht: Ich brauche den Alkohol ..., ich musste ja ..., meine Eltern/die Anderen/das Wetter/die Popel der Kinder sind schuld ..., Ich mache jeden Montag einen Entzug ;(

    Der erste Schritt: Hör auf, Dich selbst zu belügen! Sieh der Realität ins Auge!

    Und damit meine ich nicht Dein Haus und Deine Autos. Damit meine ich, dass es Dir offenbar beschissen geht - denn sonst würdest Du nicht saufen und damit aufhören wollen, aber nicht aus eigener Kraft können.

    Hallo, Peter!

    Erstmal HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin 57, Alkoholiker, nach mehreren Anläufen nun seit 2008 trocken - und damit mehr als glücklich und zufrieden. Es fehlt mir NICHTS (habe mir andere Wege zur Belohnung und Entspannung gesucht).
    Außerdem bin ich schon seit einigen Jahren in der Suchtselbsthilfe unterwegs. Das heisst, ich kann nicht nur auf meine eigenen, höchstpersönlichen Erfahrungen zurückgreifen, sondern auch auf sehr viele Gespräche mit anderen Betroffenen (der unterschiedlichsten "Stadien") und Angehörigen.

    Ich brauche das Bier um abzuschalten, bzw. um runterzufahren.
    Kann man da nach 35 Jahren nochwas machen?

    Yepp - die Antwort lautet eindeutig: JA, DU KANNST!

    Denn etwas machen/unternehmen/verändern kannst nur Du alleine! Aber zum Glück musst Du es nicht alleine tun - es gibt die unterschiedlichsten Hilfsangebote (Suchtberatung, Selbsthilfegruppen, Therapeuten, Therapien. etc), die man annehmen kann ...
    Schau doch mal in unsere Linksammlung. Da haben wir die verschiedensten Angebote und weiterführenden Links eingestellt. Oder unsere ]Bücherecke - auch dort findest Du viele Informationen.

    Und wenn Du Dir die Geschichten deer Menschen hier anschaust wirst Du merken, dass sie einander oft ähneln. Auch Deiner eigenen Geschichte.

    "Ich BRAUCHE den Alkohol, um mich zu entspannen."
    Man, wie oft habe ich das schon gehört, gelesen - und früher selbst gesagt ... Heute weiss ich, dass das Mumpitz ist. Heute.

    "Heute kann er leicht reden" wirst Du Dir wahrscheinlich sagen. Also lies Dich erstmal ein wenig ein.
    Und wenn Du Fragen hast, dann raus damit!

    Auf einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Hans!

    Herzlich Willkommen hier bei uns im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich (m, 57) bin ebenfalls Alkoholiker, nach mehreren Anläufen nun seit etwas über 12 Jahren trocken und seit einigen Jahren auch in der Suchtselbsthilfe ein wenig aktiv.

    Schön, dass Du zu uns gefunden hast und Dich, wie ich gesehen habe, auch schon umgeschaut hast.
    Wenn Fragen sind: immer raus damit!

    Ansonsten wünsche ich Dir und uns einen guten Austausch 44.

    Gruß
    Greenfox

    Wie könnt ihr es wagen, mich zu verurteilen...mich eine Heulsuse zu nennen.

    Habt ihr keinen Anstand???

    Entschuldige Sara, aber ich wollte bloß Menschen kennen lernen, die in der gleichen Notlage wie ich sind.

    Falsche Adresse hier.

    Ich habe jetzt die ganze Zeit Deine geistige Diarrhöe gelesen und nix dazu geschrieben, weil Du von allen Seiten sehr gute Ratschläge erhalten hast und ich nichts Neues dazu hätte beitragen können.

    Wenn Du meinst, alles als Bullshit abzutun - okay, ist Dein gutes Recht, Dir Deine eigene Meinung zu bilden.

    Aber wenn Du anfängst, hier rumzupöbeln und die Leute, die es im Gegensatz zu Dir geschafft haben, etwas in ihrem Leben zu ändern, zu fragen ob sie keinen Anstand zu haben ... das schlägt ja wohl dem Fass den Boden ins Gesicht >:(

    Wenn Du also keine Lust auf Austausch hast, dann ist es wohl wirklich Zeit für


    Stymo out.

    Hallo, Micha!

    Herzlich Willkommen hier bei uns im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 57, aus Berlin, Alkoholiker, nach mehreren Anläufen nun seit etwas über 12 Jahren trocken und auch einige Jahre in der Suchtselbsthilfe ein wenig unterwegs.

    Gehst Du zu den NA (Narcotic Anonymous), weil Du auch noch andere Sachen eingeworfen hast - oder weil die gerade für Dich "greifbar" waren (was ja völlig okay ist)?
    Und was heisst, Du hast einen heftigen "Rückfall" gehabt? Warst Du denn schon mal einige Zeit trocken? Hast Du das für Dich alleine durchgezogen und gehst erst jetzt, auf Grund des Rückfalls, zu einer SHG?

    Wenn Du magst, kannst Du ja mal ein bißchen mehr über Dich erzählen.

    Gruß
    Greenfox

    Hast ja recht.
    Aber was meinst Du, was ich - trotz Privat-Klinik - erst für Bedenken hatte, dass dort alle möglichen Symptomatiken (Alkohol, Drogen, Burn out, Bulimie etc.) behandelt wurden. Ich dachte auch erst, dass das nicht gut gehen kann - und habe mich total geirrt.

    Und wenn man noch nie eine Therapie gemacht hat - egal wo, dann hat man sowieso die merkwürdigsten Vorstellungen. ICH habe von anderen noch nichts von Gruppengrößen von mehr als 20 Leuten gehört. Naja, kommt vielleicht noch (im Zeitalter der ständigen Einsparungen :( ).


    Ich werde mich dort (hoffentlich!!!) anmelden, denn ich weiß, dass ich einfach mal Leute brauche mit denen ich ganz offen reden kann und mich nicht schämen muss.


    ich muss mich gleich mal bei der SHG anmelden... das wäre ein Schritt in die richtige Richtung.
    ...
    Faziti ist für mich aber: Es geht grad besser, aber ich muss was tun!

    Sorry, aber wenn ich Dich so lese, dann gehe ich davon aus, dass Du einen Eier-Großhandel hast …

    Denn so, wie Du hier rumeierst, das geht auf keine Kuhhaut mehr. Merkst Du eigentlich, dass Du Dir selbst die Hucke vollspinnst??

    Eigentlich müsste ich, wenn ich denn mal wollte, aber nur eventuell und vielleicht - wenn denn Ostern und Weihnachten mit Pflaumenpfingsten zusammenfallen - mal überlegen, ob ich IRGENDWANN was machen könnte

    Liest Du Dir eigentlich mal selber durch, was Du so schreibst? Oder lies mal diesen Faden hier von Anfang an und tu dabei so, als würdest Du nicht wissen, dass es von Dir ist ...


    (vielleicht kannst du beide Threads ja zusammenführen lassen, dann erübrigen sich viele Fragen)

    Das funzt leider nicht - nur der umgekehrte Weg. Also das Trennen/Splitten von Threads … Zumindest wüsste ich nicht, dass es geht - wenn doch: Henri, belehr mich eines Besseren!


    Ich habe nach ca. 4 Jahren Trockenheit noch mal eine andere Therapie gemacht. Da war ich irgendwann auf meinen Therapeuten auch richtig sauer. War mir irgendwie "zu nahe getreten". Trotzdem war er ein sehr guter Therapeut. Als ich ihm das dann so gesagt habe, dass ich sauer bin, meinte er, super, das gehört zum Entwicklungsprozess. Man soll den Therapeuten ja nicht heiraten und zum Kuscheln ist er auch nicht da, das ist kein Kaffeekränzchen und es geh auch nicht um "gute Gespräche", sondern das sind ja im Grunde harte Arbeitstreffen, die es einem ermöglichen sollen, dann wieder alleine durchs Leben zu gehen. Wie mans falsch macht, das weiss man selbst und dafür braucht man keinen Therapeuten.

    Genau so seh ich das auch! Aber trotzdem ist es schon wichtig, "einen Draht" zum/zur Therapeuten/Therapeutin zu haben, damit es auch funktioniert. Sonst nutzt es auch nichts, dass man sich auf die Therapie einlassen will

    Und zum Thema "Privatklinik" möchte ich nur ganz kurz etwas sagen:
    Ich bin privat versichert und das hat sowohl Vor- als auch Nachteile (die ich hier NICHT erörtern werde). Meine erste Therapie habe ich in einer Klinik für privat und gesetzlich Versicherte gemacht - und mich bestens aufgehoben gefühlt.
    Als ich jedoch meinen Rückfall hatte und eine erneute Therapie machen wollen musste, kam für mich nur eine Privat-Klinik in Frage - aber nur aus dem Grund, weil bei allen anderen Kliniken eine Wartezeit von über 6 Monaten bestand! Und in der Zeit hätte ich mich totgesoffen …
    Übrigens: In der ersten Klinik waren wir nur Alkis - von ein paar Multi-Toxen abgesehen.
    In der Privat-Klinik war Alles vertreten: Alki, Junkie, Burn-Out, Bulimie etc …
    Und dort ist mir klargeworden, dass die Ursachen eigentlich gleich sind - wir nur unterschiedlich kompensieren. Die Einen saufen, die Anderen Essen, wieder Andere stürzen sich in die Arbeit.
    Und wir alle verlieren jegliche Kontrolle …

    Also nix mit "Herabsteigen in die Niederungen des Daseins". Die kenne ich aus meinem Job zur Genüge.

    Gruß
    Greenfox

    Guten Morgen, Angela!

    Als ich das von Deiner Therapeutin gelesen haben, dachte ich mir sofort: "Kennste doch von irgendwoher ..." Auch bei meiner Therapie gab es damals solche Un-Empathen und auch bei Gesprächen mit anderen Betroffenen höre ich immer und immer wieder davon. Und auch mir und meinen Mitpatienten ist oft bei diesen Typen "das Messer in der Tasche aufgegangen".

    Zitat

    Naja gut dachte ich, vielleicht wollte sie mich ja nur herausfordern und das gehört zum Plan....

    Im Nachhinein denke ich mir 2 Dinge:

    1. Es gibt in jeder Berufsgruppe Menschen, die lieber einen anderen Beruf ergriffen hätten.
    2. Bei so einer Therapie geht es für uns u.a. auch darum, 2 Verhaltensweisen mehr oder weniger wieder "zu erlernen":
    a) unangenehme Dinge auch mal auszuhalten und
    b) nicht immer alles in uns hineinzufressen.

    Auch wir wurden gefragt, wie es uns ginge, wie wir uns fühlten - und wenn wir sagten "gut", dann hies es, "gut" ist ein nichtssagender Begriiff aus dem Kaugummi-Automaten. Wir wurden angehalten, wirklich mal in uns hineinzuschauen/hineinzuhören - und die Gefühlswelt zu beschreiben.

    Vielleicht geht es Dir beim nächsten mal nicht "gut" - vielleicht bist Du beim nächsten Mal ja "wütend über Ihre mich verletzenden, weil unterschwellig unterstellenden Fragen" ???
    Vielleicht machst Du ja mal das, was Elly vorgeschlagen hat: dieser Therapeutin nämlich sagen, dass sie Dich mit ihrer Art und Weise verletzt!

    Kurz: Äußere Deine Gefühle!

    Hat bei mir gedauert, bis ich das gelernt habe. Aber dann ging es mir besser.

    Gruß
    Greenfox

    Oh. Das war jetzt irgendwie etwas lang und chaotisch. Versteht das einer? Wahrscheinlich nicht.

    Oh, ich glaube, da unterschätzt Du uns Süchtlinge aber doch ein wenig. MIR kam es jedenfalls ziemlich bekannt vor.

    Natürlich kann ich nicht jede Sucht nachvollziehen - aber ich denke doch, dass ich es verstehe. Denn ich bin selber süchtig. Bei mir ist es der Alkohol. Bei Dir das Spielen. Bei anderen eine chemische Droge. Bei wieder Anderen ist es ...
    Der Mechanismus ist an sich doch immer ÄHNLICH. Okay, die Auslöser sind unterschiedlich - chemisch, psychisch oder im Wechselspiel ...

    Ich glaube, jetzt bin ICH es, der etwas chaotisch schreibt. Ich hoffe, Ihr versteht trotzdem, was ich sagen will.

    Schön, dass Du da bist und auch schreibst, Paul 44.

    Gruß
    Greenfox


    Was ist der Reiz daran, (all sein) Geld in einen blinkenden und düdelnden Automaten zu werfen, der dann noch nichtmal etwas interessantes macht?

    Tja, und was macht den Reiz aus, sich volllaufen zu lassen und dann besinnungslos und vollgepisst und bekotzt in einer Ecke rumzuliegen und auch nichts Interessantes zu machen nixweiss0
    Oder man macht "was Interessantes" in seinem Suff wie Frauen verprügeln und/oder Sachen zu zerstören - und kann sich dann nicht mal mehr dran erinnern?

    Nobody knows …

    auf die Gefahr hin, Greenfox zu ärgern und den Thread noch weiter entgleisen zu lassen: ich finde Deinen Beitrag sehr interessant.
    ...
    Greenfox, sorry für das Off-Topic, lösch meinen Beitrag ruhig.

    Warum sollte ich "verärgert" sein oder Deinen Beitrag löschen wollen/sollen nixweiss0
    Ich finde das Thema ja ach sehr interessant.

    Und wie man sieht, hat das Eine durchaus mit dem Anderen zu tun!


    Davon abgesehen - die Kombination von Alkohol und Glücksspiel ist für mich besonders toxisch. Das Eine führte bei mir immer zum Anderen (bei zwei Rückfällen hatte ich vorher ebenfalls getrunken) - und manchmal, wenn es extrem ausgeartet war, war es auch umgekehrt. Ganz besonders gefährlich ist es also, wenn man ein Problem mit einem davon (oder beidem) hat. Trinke ich zuviel, senkt das meine Hemmschwelle...

    Ich wollte nicht stören, der Beitrag ließ bei mir nur ein paar Alarmglocken schrillen, das ist eigentlich alles.

    Vielmehr Mache ich mal einen eigenen Thread daraus - denn das hat es mehr verdient als diesen Troll-Beitrag.

    Das stach mir nur gerade ins Auge. Habe mich extra registriert, um das zu schreiben.
    Wollte nicht stören, ihr könnt es (und mich) gerne wieder löschen. War mir nur irgendwie ein Anliegen, das nicht so unkommentiert stehenzulassen.

    Hallo, Paul!

    Es freut mich, dass ausgerechnet solch ein Troll, der nix Besseres zu tun hat, als Unsinn zu schreiben, Dich dazu gebracht hat, zur "schreibenden Zunft" zu stoßen und Dich zu äußern 44.

    ICH würde mich freuen, mehr von Dir in einem eigenen Thread zu erfahren.

    Gruß
    Greenfox

    Erst mal Glückwunsch, dass Du es durchgezogen hast. So wie ich es verstanden habe, hast Du den Entzug zwar zu Hause, aber unter ärztlicher "Aufsicht" gemacht?

    Ich finde es selber Etwas merkwürdig das es mir plötzlich so leicht fällt nicht zu trinken. Ich hoffe es bleibt so ...

    Nach meiner Erfahrung wird es NICHT so bleiben - der Suchtdruck wird kommen. Und darauf musst Du Dich schon jetzt, wo es Dir vermeintlich gut geht, vorbereiten.
    Ich habe damals immer eine Flasche Wasser mitgeführt, damit ich immer ausreichend zu trinken hatte, also nie erst ein Durstgefühl aufkommen konnte. Und wenn ein kleiner Jieper aufkam - ein halber Liter Wasser auf Ex hat ihn weggespült. Dann hatte ich mit Telefonkontakte zurechtgelegt, die ich jederzeit anrufen konnte, wenn es mir irgendwie schlecht ging und es für mich brenzlig werden könnte. Reden hilft - reden mit Menschen, die wissen, was mit mir los ist! Und damit meine ich NICHT alte Saufkumpane!

    Das mit der Langzeittherapie klang etwas vage - konnte man es Dir noch nicht genau sagen?
    Jedenfalls gut, dass Du Dich gekümmert hast.

    Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg!! 44.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Sascha!

    Willkommen hier bei uns im Forum :welcome:

    Ich habe mir mal die Freiheit genommen, Deinen Post aus dem Strang von Ina herauszulösen und als eigenständigen Strang einzustellen. Ich denke, das ist auch für Dich besser zu lesen und wiederzufinden.

    Du wirst für deine Frau trocken. Sie verlässt dich trotzdem, der Grund für deine Trockenheit entfällt also, du trinkst also wieder.

    Genau das ging mir beim Lesen auch durch den Kopf.

    Warum warst Du die 6 Monate trocken? Weil Dir Deine Frau die Pistole auf die Brust gesetzt hatte? Oder weil DU das Gefühl hattest, vom Alkohol wegzu wollen?

    Ich selbst bin Alkoholiker und nun, nach mehreren Anläufen, seit etwas über 12 Jahren trocken und sehr glücklich und zufrieden damit. Außerdem bin ich auch seit einigen Jahren in der Suchtselbsthilfe unterwegs.
    Schon damals wurde mir gesagt, dass man nur für sich selbst aufhören soll(te) mit dem trinken/dem Suchtmittel. Und aus heutiger Sicht - mit meinen eigenen Erfahrungen und auf Grund der vielen Gespräche mit anderen Betroffenen - kann ich dem nur aus voller Überzeugung zustimmen:

    - Wie Du (und auch ich) selbst erlebt hast, kann Dich die Partnerin/der Partner verlassen, obwohl Du aufgehört hast.
    - Der Betrieb kann Pleite gehen und man dadurch arbeitslos werden, auch wenn man nicht trinkt/kifft/spielt/...
    - Auch andere Gründe können wegfallen ...

    ... nur EIN Grund fällt NIE weg: Du selbst!

    Also hör um deinerselbst Willen auf. Such Dir Hilfe, nimm sie auch an und dann ... Los geht's!

    Gruß
    Greenfox

    Alles gut!

    Und hier sind auch "genug" Angehörige unterwegs, die Dir auch ihre Sicht schildern können. Aber in so einem Forum kann es u.U. leider manchmal etwas dauern, bis die entsprechenden Leute online sind ...

    Hast Du schon mal bei Dir geschaut, ob es da eine Angehörigen-SHG gibt - wo Du Dich mit "realen" Menschen austauschen könntest (Sorry, mir fällt gerade keine andere Formulierung ein)?

    Guck doch auch mal in unsere Linksammlung - vielleicht wirst DU ja da fündig.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Gaby!

    Auch von mir erstmal ein ganz herzliches WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Auch ich bin Alkoholiker und nun schon einige Jahre weg von dem Zeug bowdown

    Gerchlas Ausführungen kann ich eigentlich kaum etwas hinzufügen. Nur Eines ist mir beim Lesen Deiner verzweifelten Worte sofort ins Auge gesprungen:

    Zitat

    Aber was soll ich machen?
    Ich bin doch seine Schwester, ich muss doch was tun?
    Ich weiss ich habe einen Alkoholiker als Erzeuger und ich habe mich schon aussreichend mit dem Thema beschätigt.
    Erst wenn er es will, kann man ihm helfen, bal bla bla... so lange sein Kumpel da ist, wird er es eh nicht raffen.
    Aber dieses gefühl das einem die Hände gebunden sind, macht mich wahnsinnig.

    Du schreibst, Du habest Dich ausreichend mit dem Thema beschäftigt - bla, bla, bla.

    Hmm. Also auf Grund meiner eigenen Erfahrungen sowohl mit dieser Scheiß-Sucht als auch dem ganzen harten Weg da raus und meiner Arbeit in der Suchtselbsthilfe, meinen vielen, vielen Gesprächen mit anderen Betroffenen und Angehörigen kann ich Dir sagen: Es ist kein BlaBlaBla, was Dir da erzählt wurde - es ist die bittere Wahrheit! Und die will nun mal selten jemand hören!

    Das soll kein Vorwurf sein - es soll einfach nur das unterstreichen, was Gerchla schrieb und was andere Dir schon vorher gesagt haben: Du hilfst Deinem Bruder am Besten, indem Du ihm NICHT hilfst - und Dich um DICH kund DEIN Wohl kümmerst.
    Mehr kannst Du leider nicht tun.

    Gruß
    Greenfox