Beiträge von Greenfox

    Hallo, Willi!

    Hab es mir durchgelesen.Jetzt verstehe ich einiges uns merke das ich viel falsch gemacht habe.Es fällt dem partner schwer diese dinge zu verstehen.Ich gebe auch zu das ich wohl auch schuld trage.

    Ich denke mal nicht, dass Du etwas falsch gemacht oder Schuld hast. Denn woher solltest Du wissen, wie man sich in dieser oder jener Situation verhalten solltest/könntest. DU hast ja kein Problem mit dem Alkohol, kannst also solche Problematiken auch nicht unbedingt nachvollziehen.
    Aber es gibt auch für Menschen wie Dich - also Angehörige von Alkoholikern - Gruppen, wo man sich mit anderen betroffenen Angehörigen austauschen kann. Schau doch auch mal da rein: http://www.al-anon.de/ und sieh über den Button "Gruppen finden" nach, ob auch eine Gruppe für Dich in Deiner Nähe ist. Ich habe mich schon des Öfteren mit Angehörigen von Gruppenfreunden meiner SHG unterhalten, die mir bestätigt haben, dass auch ihnen der Besuch dieser Angehörigen-SHG sehr geholfen hat, die Probleme ihres Partners zu verstehen, aber auch ihre eigenen Probleme zu bewältigen (sich selbst die Schuld zu weisen, Fremdschämen, Vertrauensverlust, Übernahme von Verantwortung für das HAndeln des Anderen etc.).

    Vielleicht wäre es ja etwas für Dich nixweiss0 Und, wie heisst es so schön: Versuch macht kluch ;)

    Es hat wohl jeder seine eigene Art mit seiner jeweiligen Abstinenzphase um zu gehen, ... Dazu gehört halt auch, rational zu erfassen suchen, was rational nicht erfassbar ist- es ist u.U. leichter, sein Schicksal als solches zu nehmen, ...

    Da sagst Du was Wahres - insbesondere das mit dem "rational erfassen" ...
    In meiner Langzeit sollten wir uns auch auf "Ursachenforschung" begeben, um die Gründe dafür auszuloten, warum wir in die Sucht gerutscht sind. DAS habe ich aufgegeben. Allerdings habe ich mich mit den Situationen beschäftigt, in denen ich zur Flasche gegriffen habe, um diesen oder ähnlichen Situationen heute aus dem Weg gehen zu können, sie entweder zu vermeiden oder aber sie als solche zu erkennen und verlassen zu können.
    Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden und es akzeptiert, Alkoholiker zu sein. Und da ich es selbst in der Hand habe, "trocken" zu bleiben, tue ich alles dafür.

    aber ich habe mich über Alkoholismus informiert , war in Selbsthilfegruppen, bei Therapeuten und dem Hausarzt, habe mit einem befreundeten Arzt darüber geredet und alles über Sucht gelesen, was mir in die Hände fiel.

    Auch ich kann das nur empfehlen - insbesondere die Selbsthilfegruppe(n). Hier habe ich schon mal meine Erfahrungen/Meinung zu geschrieben: https://alkoholforum.de//index.php?topic=229.0
    Du solltest ihr keine Vorwürfe machen, dass sie nicht aufhören "will". Die Sucht ist noch stärker. Das hat auch nix damit zu tun, dass es ihr mit dem Alkohol besser geht als ohne - das Gegenteil wird vermutlich der Fall sein. Aber sie braucht Hilfe, um den Ausstieg zu schaffen - und sie muss bereit sein, diese auch anzunehmen. Und dabei kann eine SHG unheimlich helfen: sie sieht, dass es nicht nur ihr so geht, dass sie damit nicht alleine ist. Und sie hört (aus erster Hand), wie andere es geschafft haben. Nicht jeder ist den gleichen Weg gegangen. Aber so kann sie sich verschiedene Optionen anhören und das für sich richtige rausziehen.

    Aber, bei aller Hilfe, die man anbietet und anbieten kann: Wenn Deine Frau keine Hilfe annimmt/annehmen will, dann musst Du Dich selbst schützen, bevor DU mit runtergezogen wirst. Und da ist der Link, den katro eingestellt hat, hilfreich (übrigens auch in der Linksammlung enthalten (https://alkoholforum.de//index.php?topic=238.0).

    Ich habe auch kapituliert: Indem ich nicht mehr darum kämpfe, Alkohol kontrolliert trinken zu wollen, indem ich gar nicht mehr kämpfe - sondern ihn links liegen lasse ...

    Irgendwo ist es doch egal, wie man etwas nennt: Es ist einfach nur eine Frage der Begründung/Sichtweise.

    Hallo, Katro!

    Ich lese Deine Beiträge immer mit sehr großem Interesse. Vielleicht auch deshalb, weil ich oft Mühe habe, zu realisieren: Stimmt er nun diesem oder jenem zu - oder nicht?
    Viele Deiner Äußerungen könnte ich"unterschreiben" - und dann schiebst Du Sätze hinterher, die bei mir nicht richtig ankommen, die mich verwirren. Und ich bin eigentlich der Meinung, noch nicht meinen ganzen Verstand versoffen zu haben.


    Heute ist mir der Begriff Alkoholiker nicht mehr wichtig. Ich halte mich nicht für unheilbar (alkohol)krank, sondern für einen Menschen, der seine Sucht überwunden hat. Da ich schon sehr früh (etwa vier Wochen nach dem Ausstieg) probierte, Alkohol in kleinen Mengen zu trinken und dabei keinerlei Schwierigkeiten hatte, die Kontrolle über mein Tun zu behalten, stellte ich die These mit der Unausweichlichkeit des Kontrollverlusts sehr schnell in Frage. Inzwischen habe ich schon öfter gelesen, dass man heute eher davon ausgeht, dass der Alkoholiker die Kontrolle aufgibt. So etwas passiert nicht einfach. Viele mögen das jedoch nicht gerne hören. Es ist schöner sagen zu können: Ich schaff das einfach nicht. Ich bin halt krank. (O-Ton eines bekennenden Alkoholikers in einem Fernsehbericht)

    Ich finde, es ist doch nun egal, wie wir das Kind benennen: Ich sage, ich bin trockener Alkoholiker - und es geht mir gut dabei. Du sagst, Du hast Deine Alkoholsucht überwunden - und es geht Dir gut dabei. Und beide wollen wir, dass es so bleibt und tuen alles dafür, dass es so bleibt.
    ICH habe ausprobiert, kontrolliert zu trinken - und es ist furchtbar in die Hose gegangen. Und deshalb ist es noch lange nicht "schöner" zu sagen, der Kontrolverlust ist eine Folge meiner "Krankheit" - für mich ist es einfach eine Erkenntnis, die mir auch besagt: "Lass die Finger von neuen Versuchen - bei mir funktioniert das nicht!"

    Egal, manchmal habe ich das Gefühl, wir reden aneinander vorbei - und meinen doch dasselbe.

    Gruß
    Greenfox

    Kopf hoch - das wird schon. Jetzt erstmal Klinik.
    Sorry, kann nicht so gut schreiben, bin gestern am rechten Ellenbogen operiert worden.

    Wollte Dir nur Mut zusprechen und alles Gute für die Klinik wünschen.

    LG
    Greenfox

    Aber Gedächtnisverlust?? nixweiss0 Sorry, aber:


    Genau nach der Meinung richtig. Ist auch gut das ihr mich warnt.
    Mein Artzt ist eh so ne sache für sich. Aber ich wollte nicht mehr Weitersaufen. Ich werse aber jetzt mal jeden Tag mal zum Check da hin. Blutdruck messe ich ja regelmssig alles ok. Schwindelig iat mir auch nicht. Kein erhötest scchwizen. Keine Flatermann


    Genau nach der Meinung richtig. Ist auch gut das ihr mich warnt.
    Mein Artzt ist eh so ne sache für sich. Aber ich wollte nicht mehr Weitersaufen. Ich werse aber jetzt mal jeden Tag mal zum Check da hin. Blutdruck messe ich ja regelmssig alles ok. Schwindelig iat mir auch nicht. Kein erhötest scchwizen. Keine Flatermann

    Was ich nicht verstehe: Ein Hausarzt sollte ja um die Gefahren wissen?

    Stimmt: SOLLTE ...
    Und Krämpfe, Delier und der andere Kram, den keiner braucht, KÖNNEN auftreten, müssen aber nicht. Nur man sollte nicht unbedingt davon ausgehen, dass sie bei einem selbst nicht auftreten. Man kann nie voraussehen, bei wem und wann es passiert. Selbst im Krankenhaus mit Medikamentengabe kann es passieren - nur, dass dann sofort ärztliche Hilfe da ist.

    Schon mal nen Krampfanfall gehabt? Oder die Elefanten auf nem Kronkorken gesehen?
    Iggy, ich schlage vor, Du fährst mal zu einer Entzugsklinik und schaust dir die traurigen Gestalten auf so einer Entgiftungsstation mal selbst an und sprichst mit denen. Wenn Du uns nicht glaubst - vielleicht ja denen.

    Ich war selbst leider auch ein paar Mal auf so einer Station - und mache mittlerweile seit ein paar Jahren dort Krankenhausvorstellungen für "meine" SHG. Ich weiss zwar nicht aus eigener Erfahrung, wie schlimm das ist. Nur aus eigenen Gesprächen mit Leuten, die das erlebt haben ...

    Krampfen kann passiern aber ich hab non Stop jemanden an meiner Seite.

    Ich kann Keppler nur zustimmen - "kalter" Entzug ist hochgradig gefährlich. Auch wenn jemand nonstop da ist ...

    weitersaufen ist auch keine Lösung oder ?

    Auch wenn's vielleicht komisch klingt: Doch! Nicht umsonst raten die Ärzte, bis zum Entgiftungstermin weiter zu trinken. Eben weil der "kalte" Entzug lebensgefährlich sein kann!!
    Mir ging es ähnlich: Ich wollte auch nicht mehr saufen, mein Entgiftungs-Termin war aber erst in 2 Wochen. Also habe ich mich mit meiner Frau besprochen und "offiziell" täglich meine 6 Bier getrunken. Das war weniger als mein übliches Pensum, half mir aber, ohne große Entzugserscheinungen einen Pegel zu halten und die 2 Wochen zu überstehen. Und trotzdem ging es mir dann beim Entzug sowas von Sch...lecht, dass ich froh war, in der Klinik zu sein... Und ich habe nicht gekrampft oder so, im Prinzip ging es mir, im Gegensatz zu anderen, regelrecht "gut" :-\

    Und noch eine Empfehlung - diesmal für ein Theaterstück. Es handelt sich um das Ein-Personen-Theaterstück "Morgen hör ich auf" - Psychogramm eines Trinkers.
    Ich hatte es vor ein paar Jahren mal bei Youtube entdeckt und mir 'ne Sicherheitskopie ;) gezogen, damit ich es mir in einem Stück anschauen kann.
    Aber da es nunmehr auch auf DVD verkauft wird, gibt es dort nur noch einen Trailer - aber den will ich Euch nicht vorenthalten: https://www.youtube.com/watch?v=wY4olgPTZfU
    Hier mal eine kurze Beschreibung (besser, als wenn ich mir hier einen abbreche ;)):

    Solltet ihr mal die Möglichkeit haben, Euch das Stück anzuschauen - egal, ob als Theaterstück oder als Film, auf DVD... ich kann nur sagen: Es lohnt sich! Ich habe manchmal gedacht: Kennt der mich?

    Ganz großes Kino/Theater - kann ich nur empfehlen!

    Wer Fragen hat, gerne als PN...