Beiträge von Greenfox

    Ach, Fernsehen schau ich schon. Ich guck ganz gerne "Blue Bloods" - allerdings denk ich mir auch bei den Ami-Serien meinen Teil.
    Unabhängig von den fachlichen Sachen ist mir übrigens bei den Amis etwas ganz anderes aufgefallen - habt Ihr schon mal beobachtet, wie die ihre Akten abheften?? Nicht wie wir an der linken Längsseite, sondern an der Oberkante des Blattes ...

    Mag sein, dass es eine Frage der Gewohnheit ist, aber ich hätte Schwierigkeiten, mich durch so eine Akte durchzuarbeiten ... :o


    Und echte Polizisten finden den Tatort glaube immer doof.

    Habe vor Jahrzehnten mal versucht, mir einen oder zwei anzutun ... Habe diesen Versuch abgebrochen und seitdem nie wieder wiederholt (wobei ich Schimanski nie als "Tatort", sondern als Action-Komödie gewertet habe).

    Von daher spreche ich für mich und stimme Dir zu ;)

    Hallo, Larry_2019!

    Auch Dir ein gesundes Neues!

    15 Monate sind doch schon mal eine ziemliche Hausnummer 44. Glückwunsch :blumen: :blumen3:
    Und doch stehst Du da doch noch irgendwie "am Anfang" des Weges. Du merkst selbst die deutlichen Höhen und Tiefen.

    Trotzdem schreibst Du

    Ich versuche viel für andere da zu sein, die Familie, die Kinder meines Mannes, für die Freunde. Ich versuche ein guter Mensch zu sein.

    In meiner Selbsthilfegruppe/-verein haben wir eine Maxime: Niemand sollte eine Funktion übernehmen, der nicht MINDESTENS ein Jahr, besser zwei Jahre trocken ist. Denn diese Zeit braucht er, um sich UM SICH SELBST zu kümmern und sich an sein neues Leben zu "gewöhnen".

    Natürlich gibt es Viele, die anfangs euphorisch sind und "die Welt retten" wollen. Aber dann kommen die Tiefpunkte, die von Dir beschriebenen Panikgefühle etc ... Damit muss man erst einmal klarkommen, mit sich selbst, seinem neuen Ich - und DANN, wenn man stabil ist, dann kann man anfangen, sich um Andere zu kümmern.

    Ich selbst habe damit erst angefangen, als ich etwa 2 Jahre trocken war. Dann fühlte ich mich stabil genug. Bis dahin habe ich mich nur um mich und meine Trockenheit gekümmert.
    Denn wenn ich mich um andere kümmere, ihnen helfen will, dann habe ich es wieder mit Problemen zu tun - mit Problemen, die noch nicht mal die meinen sind. Da muss ich zuerst meine im Griff haben.
    Das nenne ich "gesunden Egoismus".

    Ich wünsche Dir jedenfalls ganz viel Kraft!

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir Glückwunsch zum ersten alk-freien Jahr 44.

    Und dass nicht ALLES nur schweinchen-rosa verlaufen ist, liegt daran, dass Du Dir nicht mehr alles schönsäufst. Man nennt es auch "das Leben".

    Auch wenn man nicht trinkt kann man krank werden, gehen Firmen Pleite und entlassen ihre Angestellten, kommt es zu einer Pandemie ...
    Als ich mir bei einem Sturz vor 4 Jahren beide Ellenbogen auf einmal gebrochen habe, war mein erster Gedanke "Zum Glück trinke ich nicht mehr und habe auch jetzt nichts getrunken!"
    Vollkommen bekloppt, aber das war tatsächlich das, was mir da unten auf dem Boden trotz der Schmerzen durch den Kopf ging. Hauptsächlich zunächst, weil mir Keiner vorwerfen konnte, DESWEGEN gestürzt zu sein.

    Und dann, etwas später, als die Schmerzen kamen, weil ich mir keinen Kopf mehr machen muss, wie ich mir den Stoff besorgen soll ...

    Auch andere Krankheiten, Sorgen und Nöte haben mich in den letzten Jahren geplagt. Und immer wieder war ich letztendlich froh, dass ich nicht mehr trinke - eben weil das alles nur verschlimmert hätte.

    Und solche depressive Phasen - passiert eben manchmal. Hauptsache, Du machst Dir bewusst, dass es eine Phase ist, die wieder vorbei geht. Und bist entsprechend gewappnet. Zur Not musst Du Dir professionelle Hilfe suchen (Ich weiss, ist gerade heutzutage leicht gesagt :( ). Zumindest bei mir hat es funktioniert - auch das mit dem Hilfe suchen, als sich eine depressive Phase abzeichnete.

    Also - mit Volldampf erstmal ins kommende Jahr :sun:

    Gruß
    Greenfox

    Auch ich wünsche Allen ein gutes und gesundes Neues Jahr! (Es kann ja nur besser werden als das vergangene ;) ) :heartBalloon: :sun:
    Mögen alle Eure Wünsche und Vorhaben für dieses Jahr in Erfüllung gehen.

    Hauptsache, Ihr nehmt sie auch tatsächlich in Angriff :klugsch:
    Also - ran an die Buletten!

    Gruß
    Greenfox

    Zitat

    Soviel zu diesem Thema hier als Alternative Methode.

    Was ist denn daran, bitte schön, "alternativ"?

    Wenn man sich so eine klassische Therapie aus einem gewissen Abstand mit nüchternem Kopf und gesundem Menschenverstand anschaut - was passiert dort?

    Zum Einen wird dort zuerst einmal STRUKTUR in den Alltag gebracht.
    Das kennen doch die Meisten gar nicht mehr, die dorthin kommen. Viele haben schon ihren Job verloren und leben ohne Job. Wer noch einen Job hat (so wie ich damals), für den ist das natürlich Kinderkram und Bevormundung.

    Dann sollst Du Dich mit Dir selbst und Deiner Gefühlswelt beschäftigen. Wie geht es Dir? Was meinst Du genau mit "gut/schlecht"?
    Du sollst in Dich hineinhören und schauen, wie es Dir tatsächlich geht - auf Dich selbst achten!

    Zitat

    Geben sie mir einen Schlüssel,damit ich nix mehr Saufe.Irgendeinen Schlüssel und alles ist gut.

    Na ja die Antwort :Kann ich nicht hab ich nicht den müssen sie Schon selber finden.

    Logisch - Jeder ist einzigartig.

    Du sollst auf Dein Leben und Dein Verhalten schauen, um vielleicht zu sehen/zu erkennen, warum bzw. in welchen Situationen Du getrunken hast, was die Auslöser waren/sind - um so für die Zukunft Strategien entwickeln zu können, wie man diese Auslöser/Trigger vermeiden kann. Und wenn es doch einmal zu Suchtdruck kommt, wie Du am Besten aus dieser Situation wieder rauskommst, OHNE zur Flasche/zum Glas zu greifen.

    Zitat

    Geben sie mir einen Schlüssel,damit ich nix mehr Saufe.Irgendeinen Schlüssel und alles ist gut.

    Na ja die Antwort :Kann ich nicht hab ich nicht den müssen sie Schon selber finden.

    Logisch - Jeder ist einzigartig.

    Erst wird nach dem Einen, dem einzig wahren Allheilmittel gerufen. Dann ist man enttäuscht und sauer, weil es heisst "Das gibt es nicht. Du musst schon Deinen eigenen Weg finden. Wir können Dir nur die Richtung zeigen und den Kompass und Hilfsmittel an die Hand geben."
    Wenn man dann aber hier rumtönt, dann sollte man aber auch so fair sein und nicht die zweite Hälfte des Spruches weglassen - nämlich, dass man die Richtung und das Werkzeug bekommt.

    Für mich macht eine Therapie nur Sinn, wenn sie auf die Persönlichkeit eingeht - und nicht, wenn sie Alle über einen Kamm schert (oder einen Trog stellt und kotzen lässt).

    Als ich diesen Spruch von ihm hörte, habe ich mir überlegt, ob ich ihn mir nicht hier als Credo einstelle ...

    Ich finde ihn super, denn wie oft hört/liest man: "Ich kann mir nicht vorstellen, etwas zu verändern!"

    Aber wovor haben die Menschen denn Angst?? Dass es ihnen besser als momentan gehen könnte? nixweiss0

    Ich bin kein Pillenfreund. Hier werden zwar immer wieder mal Medis gegen den Suchtdruck genannt. Soweit ich informiert bin, sind sie nur was für den kurzfristigen Einsatz in ganz bestimmten (wenigen) Fällen, zu denen ich nicht zähle.

    Nur mal kurz so nebenbei: Wer glaubt, dass es eine Pille als ALLEINIGES Allheilmittel gibt, der ist aber ziemlich schief gewickelt! In jedem Fall sind immer noch begleitende Maßnahmen psychotherapeutischer Natur notwendig.
    Medikamente können nur Symptome mildern, nie gänzlich beseitigen. Und die Ursachen beseitigen schon gar nicht.

    Die Arbeit an und mit sich selbst bleibt Einem also nicht erspart.

    Natürlich ist es unsere Aufgabe hier unter anderem, auch auf die vielfältigen Möglichkeiten hinzuweisen, darauf, dass es keinen Königsweg gibt.

    Aber insbesondere sollte es unsere Aufgabe sein, vor LEBENSGEFÄHRLICHEN Wegen (wie etwa dem kalten Entzug)zu warnen und aufzuklären - und diese nicht auch noch zu propagieren!
    Zumindest sehe ICH das so.

    Bleibt gesund und "rutscht" gesund und trocken ins Neue Jahr!

    Greenfox

    Heute nach zweimonatiger Abstinenz stelle ich fest,wie angenehm es ist ,nichts mehr kontrollieren zu müssen, denn es finden ja keine inneren Dialoge mehr statt...

    Das ist es, was wir meinen, wenn wir sagen, dass es EINFACHER ist, überhaupt nicht zu trinken, als kontrolliert trinken zu wollen. Man erspart sich die inneren Kämpfe.
    Und kann seine Kraft auf Angenehmeres ver(sch)wenden.

    Gruß
    Greenfox

    Ich muss sagen, "alternativ" ist für mich etwas Anderes. Das hier gezeigte ist einfach nur kreuzgefährlich - kalter Entzug und eine in meinen Augen mehr als fragwürdige Methode ...
    Es soll auch Leute gegeben haben, die sich 23 Stunden am Tag ein Brett vor den Kopf gehauen haben. Oder in Russland wird den Leuten eine Chemikalie gespritzt, die in Verbindung mit Alkohol tödliche Krämpfe auslöst - würde ich alles nicht hier empfehlen, nur weil es das gibt.

    Zitat

    Und immer wenn ich darüber nachdenke, erfüllt mich ein unglaubliches Gefühl der Erleichterung und der Dankbarkeit, dass ich diese Sucht überwinden durfte und das alles nur rückblickende Gedanken sind.

    Wieder einmal ein Satz, den ich bedenkenlos unterschreiben kann!

    Auch wenn ich während des Lockdowns keine Probleme mit dem Nachschub bekommen hätte, da ja die Lebensmittel-Geschäfte und die Geschäfte für die "Waren des täglichen Bedarfs" weiterhin geöffnet sind ...
    Wenn der Alkoholverkauf wie in Skandinavien ausgelagert wäre, dann wären die Probleme wohl etwas heftiger ...

    Aber: "Wäre, wäre, Fahradkette" - alles nur Spekulatius und Gedankenspielerei. Zum Glück!

    Übrigens hatte/habe ich solche Gedanken nicht erst jetzt, zu Corona-Zeiten, sondern schon früher des Öfteren. Ich meine diese Gedanken der Erleichterung und Dankbarkeit, nicht mehr Saufen zu müssen.
    Immer wieder kommt es mir in den Sinn "Früher hättest Du Dir in so einer Situation die Kante gegeben ... und heute klärst Du das ruckzuck bzw. mit klarem Kopf 44."
    So eine Art "innere Selbstbestätigung", eine Selbstbelobigung. Selbstmotivation.

    Denn selbst in verfahrenen, beschissenen Situationen behalte ich einen (mehr oder weniger) klaren Kopf und kann eine Lösung suchen und meist zügig herbeiführen. Das hätte früher, wenn es überhaupt geklappt hätte, wesentlich länger gedauert und wäre viel kräftezehrender und "verlustreicher" gewesen.

    Erwartet nicht, dass Andere Euch auf dafür die Schulter klopfen, dass Ihr mit dem Trinken/Saufen aufgehört habt.
    Aber Ihr dürft stolz auf Euch selbst sein - und Euch daher auch ab und an mal Eure Erfolge, das bisher Erreichte vor Augen führen und Euch darüber freuen!

    Und wenn hier Jemand schreibt: "Ich bin ja erst 26 Tage trocken ..." (nur ein fiktives Beispiel!!) dann denke ich daran, dass es für mich eine Zeit gab, da war es mir unmöglich, 3 Tage am Stück ohne Alkohol sein :-\ Und wie sehr ich mich gefreut habe, meinen ersten Monat geschafft zu haben ...
    Jede Weltreise fängt mit einem ersten Schritt an.

    Ich glaube, jetzt bin ich etwas vom Thema abgeschweift ... Sorry, vielleicht macht sich das Alter bemerkbar ::)

    Ich wünsche Allen eine (trotz allem) schöne Weihnachtszeit!

    Gruß wikende091
    Greenfox

    Aahja - jetzt kann ich es besser verstehen. Obwohl ich es nur schlecht nachvollziehen kann - das kann wohl nur jemand, dem es ähnlich ergeht wie Dir.

    Ist ja echt blöd ...

    Wenn ich das richtig verstehe, wären Einzelgespräche eher etwas für Dich? Auch "toll" bei der supergroßen Menge an Einzel-Therapeuten ::)

    Harter Tobak. :-[

    Es macht mich immer wieder betroffen, was wir unseren Angehörigen antun bzw. angetan haben.
    Und wenn ich DAS lese, denke ich mir immer wieder, dass es doch einer gehörigen Portion Masochismus bedarf, um bei so einem Menschen zu bleiben.

    Ich kann jeden Menschen verstehen, der es NICHT tut.
    :tml:

    Hallo, Charlotte!

    Schade, dass es bisher nur Trinkapausen waren.

    Ich war in den letzten Monaten bei einigen Gruppen (AA, Lukaswerke und Guttempler), aber die helfen mir nicht. eigentlich macht es das für mich nur schwerer. Tatsächlich war es nach den Besuchen immer schwierig für mich, den Weg in die Spur wieder zu finden.

    Was meinst Du damit?
    Kannst/magst Du das vielleicht etwas näher erläutern?? Was passt da nicht (interessiert mich einfach)?

    Gruß
    Greenfox


    Ich hatte den Eindruck, dass du dich zu verteidigen versuchst, weil ...
    Und nun fühle ich mich von dir dafür angegriffen.

    Wie sagte ein Gruppenfreund mal so treffend? "Geht aus den Köpfen der Anderen!"

    Das betrifft nicht nur, was ich meine, dass die anderen von mir erwarten (Ich mache mich in einer Art von "vorauseilender Erwartung" selber fertig) oder von mir denken.
    Es geht auch darum, was ich denke, das die anderen denken würden/müssten/sollten ... oder auch nicht.


    Wenn ich was geschrieben habe hatte ich oft den Eindruck es geht unter und wird nicht so recht beachtet zwischen den vielen langen, intensiven und guten Beiträgen anderer Schreiber.

    Daher lass ich es meist.

    Da stellst Du Dein Licht aber weit, weiiit unter den Scheffel ...

    Viele meiner Gedankengänge hat Gerchla schon geschrieben (mal wieder ;) ).
    Und bei mir liegt es naturlich - wie bei Vielen anderen auch, wie ich denke - an der "Tagesform", ob ich viel oder wenig schreibe. Oder einfach nur lese und überhaupt keine Lust habe, etwas zu schreiben.

    Gerade momentan habe ich ziemlich viel um die Ohren - obwohl ich eigentlich krankgeschrieben bin, weil ich mal wieder zu blöd war, eine Treppe vernünftig runterzulaufen :o
    Aber da ich noch in der Lage bin, Auto zu fahren, nutze ich die Zeit, um alle möglichen Termine wahrzunehmen und bin dauernd unterwegs. Und dann habe ich eben keinen großen Bock mehr, mich noch lange an den PC zu setzen.
    Und dann ist es auch immer eine Frage der Motivation - die ist mal höher und mal niedriger ...

    Aber wie Gerchla schon schrieb: ICH schreibe hier hauptsächlich, um MEINE Erfahrungen mitzuteilen, sie zu TEILEN. Und, um selbst am Thema zu bleiben.
    Denn dies ist wiederum auch meine Erfahrung: Wenn ich nicht am Thema bleibe, vernachlässige ich es, werde nachlässig - und dann rückt die Gefahr eines Rückfalls in greifbare Nähe.

    Und dem will ich vorbeugen. Also reiner Selbstschutz.
    Tja, Leute, tut mir leid, aber ... Ihr seid nur Mittel zum Zweck ;) :D

    Gruß
    Greenfox

    Auch wenn ich Dir sonst meist in fast allem zustimme, aber in diesem Fall: Ich denke nicht, dass Tinka oder irgend jemand es auf sich nehmen und Dir nachmachen muss und sich immer weiter runterziehen lassen muss.
    Erst die Zeit, in der der Partner/die Partnerin gesoffen hat - man hat es irgendwie ausgehalten. Dann hat er sie eine Therapie o.ä. gemacht und macht eine Zeit der Veränderung durch - man hält immer noch durch und toleriert immer noch Vieles.
    Aber Alles und Jeder hat eine Toleranz-/Schmerzgrenze.