Beiträge von Greenfox

    katro schrieb selbst, dass er nicht abstinent lebt. Er kann kontrolliert trinken - glaubt/schrieb er.

    Was ich von anderen Leuten über eine wichtige Funktion von SHGs hörte/las, war, dass Gruppenmitglieder oftmals im Gespräch schneller als man selbst erkennen können, ob man sich ggfs. auf dünnem Eis befindet und vor einem Rückfall steht.

    Hier kommen zwei Sachen drin vor, die mich mächtig gewaltig irritieren:

    Zitat

    Was ich von anderen Leuten ... hörte/las

    und

    Zitat

    ... über eine wichtige Funktion von SHGs ...

    Zum Ersten: "Hörensagen, Euer Ehren! Woher will der Zeuge wissen, ob es tatsächlich so ist, wie er behauptet?"

    Und zum Zweiten: ???? nixweiss0 ???? Funktion einer SHG, Mitglieder zum Rückfall zu bringen/treiben????

    Sorry - das ist absoluter Bullshit!

    Okay, das ist natürlich nicht so prickelnd.
    Nur: "Überwachung" - oder Zufall (dann war seine "Ansprache" aber zumindest ungeschickt).
    Und: Einzelfall - oder "normal"? Ich gehe mal von Ersterem aus. Denn etwas, wie Du es beschrieben hast, habe ich zuvor noch nicht gehört. Zumindest nicht von "normalen" SHG.
    Bei Synanon soll es allerdings soetwas geben. Aber bei denen wird das auch glasklar in den "Statuten" gesagt: jede Form von Drogen (auch Kaffee :-\ :o) sind nicht erlaubt. Und das ist in diesem Sinne auch keine SHG, sondern so eine Art "betreutes Wohnen und arbeiten".

    Pingu - ich stimme Dir voll zu. Aaaber:

    Übrigens gibt es - gerade bei den AA - Menschen, die etwas noch viel schöner finden als Rausch und Suff: Die Gesellschaft von AUFRICHTIGEN Menschen. In unserer Gesellschaft erleben wir eine oberflächliche Small-Talk-Mentalität. In Selbsthilfegruppen kann man ohne Maske sein. Und das tut Leuten gut, die sich ihr halbes Leben lang verstecken mussten.

    Warum gerade bei den AA? Bei den (meisten) anderen Gruppen ist es doch genauso! Oder nicht?

    Und, katro:


    Für mich klingt das anders, nämlich so, als ob es viele Alkoholiker nicht schaffen, in Kopf und Herz wirklich mit ihrer Sucht abzuschließen. Es scheint bei Vielen so zu sein, dass sie sich letztendlich misstrauen und davon ausgehen bzw. befürchten, wieder zu trinken, wenn sie sich nicht ständig überwachen oder in einer SHG von Anderen überwachen lassen. Es hört sich zwar logisch an, dass ein SHG-Besuch notwendig ist, um Veränderung im Denken/im Standpunkt zur Sucht rechtzeitig zu erkennen. Aber warum soll sich eine solche Veränderung ergeben, wenn man die Entscheidung, nicht mehr zu trinken, aus der Erkenntnis heraus getroffen hat, dass der Suff vom eigentlichen Leben mit seinen Höhen und Tiefen abschneidet?

    Wer gerne zur SHG geht, um anderen zu helfen, die noch nicht so weit wie man selbst gekommen sind, oder um mit Menschen, die man schätzt, die Freizeit zu verbringen, der soll das gerne tun. Ist ja nichts Schlechtes, sondern kann sehr erfüllend sein. Schlecht oder nicht sonderlich konstruktiv ist in meinen Augen, wenn das jeweilige Gruppenmitglied der Meinung ist, ohne die Gruppe nicht auf dem eingeschlagenen Weg bleiben zu können. Das zieht runter, weil es ein Selbstbild erzeugt, das einen Menschen zeigt, der sich selbst nicht vertrauen kann.

    Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, auf diese abstrusen Verschwörungstheorien nicht mehr einzugehen. Aber:

    Was soll dieser komplette Blödsinn (sorry, aber anders kann ich es nicht nennen!!), dass man in SHGs überwacht wird?? Dass man in SHGs geht, nur um eine Veränderung im Denken zu erreichen?? Dass man, wenn man SHGs besucht, ein Mensch ist, der sich nicht selbst vetraut/vertrauen kann??
    Das ist, mit Verlaub gesagt, gequirlter geistiger Dünn...!
    Ich und die meisten anderen besuchen die Gruppen, weil sie zumindest in der Anfangsphase Halt geben, Mut machen (in persönlicher und nicht nur schriftlicher, theoretischer Form), Hilfe geben.

    Was heisst, ich kann mir nicht selbst vertrauen?? Wer wenn nicht ich kennt sich am Besten? Ich habe - wie viele andere auch - erlebt, wie schnell sich der Verstand "ausschaltet"! Obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, nicht zu trinken.
    Die meisten, die eine SHG besuchen, brauchen auch keine "Veränderung des Geistes" - sie brauchen genau das, was ich zuvor beschrieb: Halt, Mut, Rat.
    In der Gruppe wird niemand "überwacht" - ich frage mich, wo man solchen Bockmist zu kaufen kriegt??
    Wenn wir merken, dass jemand Probleme hat, dann wird darüber gesprochen. Jeder schildert seine Erfahrungen - und derjenige kann sich aus diesen Erfahrungen und Ratschlägen herausnehmen, was er will. Okay, und wie soll jemand in Gruppen wie den AAs überwacht werden? Wenn man da nix auf den Tisch packt, gibt es auch nix zu "überwachen".

    Ja, es gibt Menschen, die kommen auch ohne SHG klar. Und wenn Du dazu gehörst, dann ist das schön. Aber manchmal frage ich mich, ob Du jemals eine Gruppe besucht hast (habe es vielleicht überlesen, da Du ja nur gegen Gruppen wetterst). Und wenn, dann wahrscheinlich nur ein einziges Mal, weil diese Gruppe dann nicht zu Dir gepasst hat bzw umgekehrt.

    Mist, nun hast Du mich doch aus der Reserve gelockt :-\ Aber das musste ich unbedingt loswerden.

    Gruß
    Greenfox


    Mir scheint, dass sich bei vielen trockenen Alkoholikern sich ihr Leben so um dem Mittelpunkt "Alkohol vermeiden" dreht, wie es sich vorher um "Alkohol trinken" gedreht hat. So bleibt der Alkohol immer noch Mittelpunkt ihres Lebens.

    Das will ich für mich auf keinen Fall. Für mich soll das Thema Alkohol trinken abgehakt sein und fertig.

    Für mich klingt das so, als müsste ich den ganzen Tag mit dem Mantra "Ich bin Alkoholiker und darf/will nicht mehr trinken! Der Alkohol ist Teufelswerk!" vor mich hin betend durch die Gegend laufen, weil ich für mich auf Grund der klassischen Suchthilfe festgestellt habe, dass ich tatsächlich Alkoholiker/alkoholabhängig bin. Und ich der Überzeugung bin, nur auf Grund meiner regelmäßigen Gruppenbesuche und ständigen Beschäftigung mit dem/meinem Thema bislang über 6 Jahre zufrieden trocken bin.

    Aber ich gehe ganz normal arbeiten, habe ein Familienleben, Hobbys und, und, und ...
    Für mich heißt "sich mit dem Thema beschäftigen", sich z.Bsp. erinnern: Früher hätte ich dieser oder jener Situation (die ich gerade durchlebe) höchstwahrscheinlich zur Flasche gegriffen. Früher hätte ich gar nicht bewusst wahrgenommen, wie schön die Wolken/Blumen/was weiss ich aussehen, weil ich fast ständig im Dschumm und wie in Watte eingepackt war. Früher wollte meine Tochter nicht mit mir kuscheln/spielen - weil Papa "stinkt", nicht mehr richtig laufen kann.
    Und mir dann zu sagen: "Tschaka - aber heute kriege ich es voll mit und brauche den Alk nicht! Ich kann die schönen Momente geniessen - und Probleme mit einem klaren Kopf angehen!"
    Ich freue mich jede Woche wieder auf den Gruppenabend, auf die Gespräche, das Treffen mit den "alten Hasen", die dort seit dem Beginn meiner Trockenheit schon waren oder im Laufe der Zeit dazugekommen sind. Ich freue mich darauf, Menschen dort zu treffen, an deren Entscheidung zur und dem Weg in die Trockenheit ich auch einen kleinen Anteil (z.Bsp. meine Krankenhausvorstellungen) habe.

    Und ohne die "klassische Suchthilfe" (Entzug im Krankenhaus, Therapie, Selbsthilfegruppe) hätte ich es nicht geschafft. Und ich habe es versucht :-[

    Für mich hat ist der Satz, den ich mal irgendwo gelesen habe, eine Erkenntnis:

    „Sich von der Sucht lösen kann nur der Süchtige alleine – doch alleine schafft er es nicht!“

    Und dass der eine oder andere auch schlechte Erfahrungen mit einem Arzt, Therapeuten oder auch einer Suchtberatungsstelle macht - ich bin trotzdem der Meinung, dass die Mehrzahl eine (für die jeweiligen Verhältnisse) hervorragende Arbeit leistet. Na klar, schlechte Beispiele eignen sich hervorragend, sie hervorzuheben.
    Aber: sind diese die Mehrheit, die Regel?? Ich denke nicht.

    Tja, warum trinke ICH kein alkoholfreies Bier?

    Zum Einen, weil hier in Deutschland mit dem Begriff "alkoholfrei" die reinste Volksverarsche begangen wird! Okay, es ist nicht viel Alkohol, aber es ist welcher enthalten! In anderen Ländern heißen solche Getränke "alkoholarm". Aber ich habe mich gegen den Alkohol entschieden, d.h., ich möchte keinen Alkohol mehr bewusst zu mir nehmen. Also meide ich auch solche alkohol"freien" Getränke.
    Der nächste Punkt liegt aber auch in der Tatsache, dass die heutigen "alkoholfreien" Biere tatsächlich fast wie "echtes" Bier schmecken. Und da ich nicht Gefahr laufen möchte, von diesem Geschmack getriggert, "auf den Geschmack" gebracht zu werden und dann vielleicht doch auf "echtes" umzusteigen (weil, es fehlt ja doch etwas - und ich habe ja Bier auch wegen des Geschmacks getrunken) - lasse ich es eben sein.
    Und aus demselben Grund esse/trinke ich auch keine Sachen, von denen ich weiss, dass da kein "echter" Alkohol, sondern nur Aroma drin ist (z.Bsp. Rum-Aroma).

    Meine Entscheidung, keinen Alkohol mehr bewusst zu mir zu nehmen, begründet auch, warum ich beim Lebensmitteleinkauf schaue, ob da Alkohol enthalten ist oder im Restaurant kein Essen z.Bsp. mit Rotweinsauce esse. Mir ist sehr wohl bewusst, dass bei der Sauce der Alkohol verkocht ist oder in den Lebensmitteln der Alkoholgehalt extrem gering ist - aber für mich ist es eine Kopfsache:

    Ich habe mich dagegen entschieden - und Punkt!

    Mich würde mal interessieren, was diejenigen von Euch, die KEINE Selbsthilfegruppe - aus welchen Gründen auch immer - sonst für sich tun, um am Thema zu bleiben, nicht wieder "umzufallen", nicht zu vergessen, dass man ein Problem hat ... (AUSSER, hier im Forum sich "rumzutreiben" ;)).

    Ich hatte ja schon geschrieben, dass - als ich keine SHG mehr besucht hatte und dachte, es alleine zu schaffen - ich mörderisch auf die Schnauze gefallen bin. Eben weil ich mich eigentlich überhaupt nicht mehr mit dem Thema beschäftigt habe und auch nicht daran erinnert wurde (wie es ja schließlich automatisch zumindest bei jedem Gruppen-Meeting geschieht), dass ich nun mal nicht mit Alkohol umgehen kann.

    Und seit ich wieder trocken bin und regelmäßig die Gruppe besuche, mich im Verein engagiere, den Verein in Krankenhäusern vorstelle, hier im Forum rumtreibe etc. merke ich, dass genau das mir gut tut und Stabilität verleiht. Zwar weiß ich, dass es auch mich aus irgendwelchen Gründen wieder umhauen kann - aber das ist für mich eigentlich nur Theorie 8).

    Hallo, Darky.

    Schön, wieder von Dir zu hören. Weniger schön ist natürlich, wie es Dir ergangen ist.
    Und - sorry - ich muss Pingu zustimmen!

    Gruß
    auch an Deinen Verlobten - mit dem "Tritt in Deinen Hintern" hat er alles richtig gemacht!

    Der Ball ist bei DIR! DU musst den nächsten Zug machen! DU musst/solltest alle Hilfe in Anspruch nehmen! usw.
    Ist zwar so ähnlich wie BlaBlaBla - stimmt aber.

    Ich drück Dir trotzdem die Daumen :D

    LG
    Greenfox


    zum glück bin ich jeden tag schön trocken und habe keine probleme damit und geniesse mein schönes dasein mit vorfreude auf meine england reise.

    44. Weiter so! Viel Spass und gute Erlebnisse auf der Insel.

    Trotzdem:


    eigentlich hätte mir das peinliche schweigen und die nichtreaktion auf meine vorstellung zeigen müssen, daß ich nicht ins bild passe.

    nixweiss0 Willkommensgrüße sind also "peinliches Schweigen und Nichtreaktion"??


    in der sache gibt es nichts mehr zu sagen, was die aufgebrachten gemüter beruhigen könnte. es ist klar für mich, daß ich hier keine chance habe, daß ich zum punching ball der mehrheit geworden bin und die moderatoren noch fleissig nachlegten und nun den ausgleich versuchen.

    ich bin traurig, denn ich bin eine betroffene und habe jeden tag zu kämpfen, brauche diese ablehnung nicht von einer supporter seite.

    Auch wir sind Betroffene! Und nur weil jemand Betroffener ist, muss er/sie für beleidigende Äußerungen nicht nur Streicheleinheiten erwarten.
    Hier findet ein Meinungsaustausch statt. Und es haben nun mal nicht alle die gleiche Meinung.
    In Bezug auf den "Punchingball der Mehrheit" fällt mir ein: "Was - EIN Geisterfahrer?? HUNDERTE!"
    Und wenn von Seiten der Mod's auf die Nettiquette hingewiesen wird, kann man das ja wohl kaum als "Nachlegen" bezeichnen.

    Hallo, Fluke,

    auch von mir ein Herzlich Willkommem hier im Forum.
    Bin etwas erstaunt ( im positivsten Sinne!!), dass jemand in Deinem (zarten ;)) Alter sich schon Gedanken darueber macht. Und im negativen Sinne: machen muss. Wobei mich DAS wiederum eigentlich doch nicht erstaunt ...

    Auf einen guten Austausch! Moegest Du hier gute Hinweise fuer Deine Entscheidungsfindung erhalten.

    Gruss
    Greenfox

    So, jetzt habe ich das Buch "Nüchtern" auch fast durch ...
    Und ich kann Keppler insofern zustimmen:


    Daniel Schreiber hat ein richtig geiles Buch geschrieben.

    Als ich gestern Abend nach der letzten Seite das Buch zugeklappt habe, stellte sich mir als Erstes die Frage: "wieso hat der Typ ein Buch über ich geschrieben - der kennt mich doch gar nicht ...?"
    Nein, Daniel Schreiber hat natürlich ein Buch über sich geschrieben, über seinen Weg in die Sucht, über seine Sucht, über seine Gedanken während seiner Saufzeit, über seine heutigen Gedanken und Gefühle, über seinen Ausstieg und vor allen Dingen über seine GEFÜHLE - und das alles mit einer aus meiner Sicht schonungslosen, selbstkritischen Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit.

    Ich habe das Buch am Wochenende verschlungen - und viele gelbe Klebe-Zettelchen gesetzt - denn ich werde garantiert an zahlreichen Stellen nochmals lesen, Dinge für mich überprüfen, weiter forschen,
    vielleicht auch Widerspruch formulieren ...

    @ Pinguin: Etliche Dinge, die ich mir für letztes Wochenende vorgenommen habe, habe ich nicht erledigen können - aber SCH..SS DRAUF - DANKE FÜR DEINEN TIP!

    Dieses Buch ist wie ein Spiegel für mich - in Papierform ...

    Und dass er hier so auf die AA Bezug nimmt, stört mich hierbei überhaupt nicht: Schließlich ist es diese SHG, die ihm geholfen hat, bei der er sich geborgen fühlt. Und im Übrigen plädiert er ja auch dafür, dass sich jeder verschiedene SHG anschauen soll/te, bis er/sie eine gefunden hat, wo er/sie sich wohl fühlt.

    Zitat

    Ich denke, dass jeder, der ein Alkoholproblem hat und Hilfe sucht, einfach zu Meetings verschiedener Selbsthilfegruppen gehen sollte, um herauszufinden, was das Richtige für ihn oder sie ist. Selbst Meetings derselben Selbsthilfevereinigung können sich stark voneinander unterscheiden. Es hängt ganz davon ab, wie sich die Menschen, die zu den Treffen gehen, zusammensetzen. Die Gruppen variieren von Land zu Land, von Stadt zu Stadt, von Bezirk zu Bezirk, von Uhrzeit zu Uhrzeit, manche haben einen esoterischen Einschlag, andere wirken regelrecht therapeutisch, einige verfolgen einen strikten Verhaltenskodex.

    Ich finde es sehr gut, dass er in seinem Buch überhaupt auf die Rolle von SHG (aus seiner Sicht) eingeht. Ich habe schon andere ansonsten sehr gute Bücher gelesen oder auch Filme gesehen, da war der Protagonist dann am Ende eben trocken. Punkt. Der Weg dorthin wurde nur angedeutet oder SHG maximal in einer Fußnote erwähnt. In einem Film spielten die AA's eine wichtige Rolle, aber auch das fand ich legitim. Denn wer kennt international schon den "Verein für alkoholfreies Leben" oder den "Ingelheimer Freundeskreis" oder andere örtliche SHG's.
    Lustig finde ich in diesem Zusammenhang, dass er dabei in diesem Kapitel auch "meinen" Verein namentlich erwähnt.
    Und dass seine Sicht auf die Rolle von SHGs auch der meinigen entspricht - mich stört's nicht ;)

    ICH kann dieses Buch wirklich nur empfehlen (und werde es auch in meiner Gruppe/Verein tun).

    Danke, Pinguin, für diesen Tipp!! 44.

    Hi, Willi!
    Wie die anderen schon schrieben: Deine Frau hast Du ersteinmal in einer Klinik untergebracht - jetzt musst Du Dich um DICH kümmern.
    Denn wenn Du selbst heruntergezogen wirst und daran kaputt gehst, ist niemandem geholfen!

    Vielleicht gibt es ja in Eurer Nähe auch eine Angehörigen-Selbsthilfegruppe ...

    http://www.a-connect.de/hilfea.php

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, ftzen ( ???)

    Auch von mir ein Herzliches :welcome: hier im Forum.

    Und auch ich kann mich den Worten katro's nur anschließen:

    wenn das mit dem Neinsagen so einfach wäre, sähe die Alkoholikerwelt ein gutes Stück rosiger aus.
    ...
    Und in diesem Augenblick spürt man, dass Trinken in erster Linie im Kopf stattfindet.

    Ich konnte aus diesem Teufelskreis aussteigen, ... Wollen tat ich schon lange nicht mehr. Im Gegenteil!

    Alles, was dann folgte, waren Dinge, die mit dem physischen und psychischen Entzug zusammenhingen. Gibt zwar Schöneres als den Ausstieg aus einer Sucht, [wohl wahr!!!] aber immerhin bedeutet jeder Entzugstag einen Tag mehr in Richtung Unabhängigkeit, was durchaus zu spüren ist und motiviert.

    In diesem Sinne: Pack´s an! Und herzlich willkommen im Forum.

    Hi, Sascha0815!

    Erst Mal ein herzliches :welcome: hier im Forum! Auf einen guten Austausch!


    Ich muss daneben erwähnen, dass ich von meinen Schulen als weit über-intelligent gehalten wurde, mit einer geistigen und körperlichen Belastbarkeit die kaum zu toppen ist. [quote]

    Verstehe ich das richtig, dass Du an einer Schule arbeitest?

    [quote]Da ich zudem noch ein sehr hässlicher Mensch bin, würde ich mich freuen, wenn ihr mir schreibt...

    Na, an Deinem Selbstbewusstsein müssen wir aber noch arbeiten ;)

    Sei nicht sauer, wenn ich mich momentan nicht weiter schriftlich betätige, aber mir geht's momentan nicht besonders gut (gesundheitlich) und ich werde mich wieder ins Bett packen.
    Aber - man liest sich wikende091

    "sabbernde pawlow'sche Hunde"

    Ja, das war heftig und hoffentlich ein Ausrutscher.

    Ich bin sicher, wie finden einen für alle akzeptablen Tonfall und dass es zu keinen weiteren Missverständnissen kommt.

    Leider hatte ich nicht das Gefühl, dass es ein Ausrutscher war, zumal ich diese Äußerung auch auf mich gemünzt sehe (erfolgte als direkte Antwort auf meinen Post).
    Daher war/bin ich LiS auch dankbar für seien Hinweis auf die Nettiquette. Denn auch die zuvor getätigten Äußerungen halte ich für beleidigend bzw. zumindest grenzwertig, da sie einfach nur verallgemeinernd in den Raum gestellt sind (Alle Idioten sind Menschen, aber nicht alle Menschen sind Idioten!). Wenn man persönlich schlechte Erfahrungen mit einzelnen Menschen, SHG, Kliniken oder was/wem auch immer gemacht hat, dann sollte man es auch genau so bezeichnen. Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass alle Menschen nur positive Erfahrungen mit Therapeuten, Kliniken, SHG machen müssen, nur weil ich positive Erfahrungen auf meinem Weg in die Trockenheit gemacht habe.
    Aber ich empfinde es als ausgesprochene Frechheit, stellvertretend für die gemachten schlechten Erfahrungen ALLEN vor's Schienbein zu treten!

    Ich hab mir früher nie etwas dabei gedacht, gehört doch in einer Kneipe der Genuss vom Alkohol zum guten Ton.

    Stimmt - und dazu gehört auch der Spruch

    Alkohol - Du bist mein Feind!
    Doch steht schon in der Bibel geschrieben:
    "Du sollst auch Deine Feinde lieben."

    Früher fand ich solche Sprüche lustig, heute eher bedenklich.

    Hi, Zottelchen - da kann ich mich Lusches nur anschließen: RESPEKT 44.

    Auch mir sind diese Ungereimtheiten und vorgeschobenen Ausreden beim Lesen aufgefallen. Da ich aber gestern arbeiten war und es mir den ganzen Tag über nicht besonders gut ging (nur erkältet), hatte ich gestern auch keinen Nerv, irgendetwas dazu zu schreiben. Hast Du ja schon gemacht :D

    Insbesondere ist mir das anscheinend fehlende Vertrauen zum Partner aufgestossen, Katniss.

    Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass es niemandem auf Dauer gelingt, ohne jede fremde Hilfe von der Sucht wegzukommen. Schon gar nicht, wenn Du nicht einmal mit Deinem Partner über Dein Problem (Bist Du übrigens sicher, dass es nur Dein Problem ist??) redest. Vielleicht ist er ja froh, dass Du es selbst zur Sprache bringst, weil er nicht weiss, wie er es ansprechen soll? Oder wie er Dir helfen kann?

    Dass es u.U. eine ziemlich hohe Hemmschwelle sein kann, eine SHG oder Suchtberatung aufzusuchen, kann ich schon eher nachvollziehen - da sind wildfremde Menschen. Aber beim Partner?
    Wetten, dass Dein Umfeld schon eine ganze Weile um Dein Problem weiss?!?

    Ich kann Dir nur raten: Sprich mit Deinem Partner! Und vielleicht begleitet er Dich ja dann zur Beratungsstelle oder einer SHG, damit Du eben zu Anfang nicht alleine bist...


    man bin ich Sauer auf mich, glaube aber das man mit Rückschlägen rechen muss.
    na gut ich kämpfe weiter, Wer nicht kämpft hat ja schon verloren,

    Morgen, Guido!
    Du hast Recht - wer aufgibt, hat verloren.
    Ein Gruppenfreund von mir hat in Bezug auf Rückschläge/Rückfälle mal gesagt:
    "Ja, Rückfälle gehören zum Krankheitsbild dazu. Aber diese Tatsache sollte man nicht als Ausrede (für immer neue Rückfälle) sehen, sondern als Grund dafür, alles dafür zu tun, dass es eben nicht dazu kommt."

    Machst Du eigentlich noch mehr für Dich? Hast DU Hilfe (gesucht)? Oder versuchst Du es wie Münchhausen, Dich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen? Das hat bei mir jedenfalls nicht funktioniert :-\