Beiträge von Greenfox

    dass ist ja meine hauptfrage: weshalb kein schlechtes gewissen da ist nachdem rückfall?

    Willst Du wirklich meine ehrliche Meinung wissen?
    Du hast kein schlechtes Gewissen wegen dem Rückfall, weil Du keinen "Rückfall" im eigentlichen Sinne hattest! Denn in Wirklichkeit willst Du weitertrinken - und hast es eben getan.
    Und wenn ich etwas tue, was ich sowieso will - warum sollte ich dann auch ein schlechtes Gewissen haben?

    Und vielleicht an dieser Stelle noch mal gaaaanz deutlich: Dieser Teil meines Posts

    Was soll schon schlimm daran sein, wenn man sich abschiesst und es so locker sieht wie Du? Ist doch nicht schlimm gewesen ... So ein Rückfall - ist ja nicht dramatisch ... vor allem, wenn man noch nicht mal 'nen richtigen Kater hat :o >:(

    war ironisch/sarkastisch gemeint!

    Gruß
    Greenfox


    trinke ungefähr 10mal im jahr zum vollrausch ...
    am letztes wochenende hab ich ca. 8bier getrunken und als ich morgens aufwachte hatte ich komischeweise kein richtiger kater und hatte kaum schlechtes gewissen..ich sah den rückfall irgendwie nicht so dramatisch an... früher hab ich mich geschämt weil ich getrunken habe aber diesmal sah ich es locker an...

    Was soll schon schlimm daran sein, wenn man sich abschiesst und es so locker sieht wie Du? Ist doch nicht schlimm gewesen ... So ein Rückfall - ist ja nicht dramatisch ... vor allem, wenn man noch nicht mal 'nen richtigen Kater hat :o >:(

    Die Entscheidung, wie Du mit dem Alkohol umgehen willst, liegt bei Dir! Keiner kann Dir verbieten, Alkohol zu trinken! Und wenn Du es als nicht dramatisch empfindest und locker siehst - dann Prost!

    Ich glaube, Du verkennst den Ernst der Lage - und unserer Ambitionen hier :(

    Gruß
    Greenfox

    Herzlich Willkommen hier im Forum, Lilifee!

    Ich kann mich Keppler nur anschließen.

    Vielleicht noch ein kleiner Gedanke zu dem geplanten Treffen - vielleicht kannst Du ja eine Person Deines Vertrauens mitnehmen? Und bereite Dich (seelisch und gedanklich) darauf vor, dass Du jederzeit aufstehen und gehen kannst, wenn das Gespräch ausartet ...
    Schütze Dich selbst!

    Ich drück die Daumen 44.

    Gruß
    Greenfox

    Hab Vertrauen.

    Und Mut.

    Denn der erste Schritt ist der schwerste. Und hinterher merkt man, dass es meistens nur das eigene Kopfkino war, dass einem Bauchweh bereitet hat.
    Klar ist es schwer, sich dort u.U. (seelisch) "nackig" zu machen - aber nur, wenn Du zu Dir und ihnen ehrlich bist, können sie Dir helfen und Empfehlungen geben.

    Du bist nicht die Erste - und wirst auch nicht die Letzte sein -, die eine Suchtberatung aufsucht.

    :heartBalloon: Nimm die mit - dann fällts Dir nicht so schwer ;)

    Gruß
    Greenfox

    Hab's gestern auch bei uns in der Zeitung (guckst Du [url=http://www.berliner-kurier.de/promi---show/-der-kluegere-kippt-nach---neue-show--hugo-egon-balder-leitet-oeffentliches-promi-trinken-,7169226,29841492.html]hier[/url] ) gelesen - und war entsetzt >:(
    Abgesehen davon, dass etliche von diesem "Promis" keinen Alk brauchen, um Schei..e zu labern - aber dazu fällt mir nix ein ...

    Eigentlich wäre das Bild von LiS, dass er hier unfreiwillig eingestellt hatte, die perfekte Zusammenfassung ;)

    Lusches, das war von mir überhaupt nicht auf Dich/Euch bezogen. Nur hat dieser Halbsatz bei mir etwas ausgelöst, was ich unbedingt loswerden wollte - ohne deswegen gleich einen Extra-Thread zu eröffnen.

    Und ich wollte damit eigentlich nur allgemein auf etwas hinweisen - und Du lieferst gleich ein Beispiel dafür:


    ... aber ich habe auch die Gewissheit, dass eigentlich immer jemand in der Nähe ist, der ein wachsames Auge hat, manchmal sogar jemand, der hinter der Bar steht und dann schon automatisch statt Sekt einen O-Saft einschenkt.


    Solange der O-Saft nur automatisch bei einer allgemeinen Runde ausgeschenkt wird - okay.

    Aber wie ich sehe, hast Du ja auch schon Erfahrung sammeln dürfen

    Einmal habe ich den Fehler gemacht und im Lokal einen Schnaps, den der Wirt nach dem Essen gebracht hat, für meine Frau abgelehnt... ui, ui, da konnte ich mir eine kleine Standpauke anhören... mach ich nie wieder! ::)

    ;D 44.

    Gruß
    Greenfox

    Hi, Lusches,

    mir ist in Deiner Antwort ein Halbsatz aufgefallen, zu dem ich etwas sagen möchte/muss:


    ... zumal wir unter vielen Freunden sind. Nicht nur, dass sie vor diesen nicht trinken würde und diese auch ein wenig mit "aufpassen", ...

    Das mit dem "Aufpassen" ist insoweit in Ordnung, als dass mich meine Leute ansprechen würden, wenn ich etwas trinke/getrunken habe. Aber ich persönlich (und auch etliche meiner Gruppenfreunde) finden es ausgesprochen bevormundend und unangenehm, wenn dieses in etwa so aussehen würde: "Für mich/uns bitte jeweils ein Bier. Für ihn/sie aber ein Wasser/Cola/Limo - er/sie darf ja nix trinken."
    Auch wenn es lieb gemeint ist/sein soll: Aber ich bin "groß" genug, dass ich für mich selbst entscheiden und sprechen kann! Und wenn ich mich dazu entscheide, ein Bier trinken zu wollen, dann kann es mir niemand verbieten! Mit den Konsequenzen muss ich leben. Mich darauf ansprechen und fragen: "Wieso, weshalb, warum?" - das ist etwas ganz anderes und legitim (in meinen Augen). Vielleicht ändere ich ja daraufhin meine Entscheidung/Bestellung, weil ich wieder "wach" werde. Aber nicht für mich sprechen ...

    Ich hoffe, Ihr versteht mich richtig! Aber das musste ich einfach mal loswerden. Denn mir ist es ein Mal so passiert und auch Gruppenfreunde haben ähnliches berichtet - und wir haben es als äußerst unangenehm empfunden >:( Auch wenn es gut gemeint ist - es entmündigt und stellt einen auch irgendwie bloß.

    So, das wollte ich nur mal loswerden :) Vielleicht hat sich der Eine oder die Andere darüber ja noch keine Gedanken gemacht ...

    Gruß
    Greenfox


    Bisher konnte mir diese Frage keiner beantworten, vielleicht bist Du der Erste...

    Aua - da hast Du die Latte aber ganz schön hoch gehängt schwitz.

    Ich glaube, die Frage kann ich nicht konkret beantworten. Bei mir war es auch eine Frage der Entwicklung.

    Anfangs habe ich mich ganz bewusst mit dem Thema "Wie gehe ich in bestimmten Situationen mit mir um" beschäftigt. Auch und vor allem mi Hilfe meiner SHG, aber auch mit meinem Therapeuten, den ich die ersten 2 Jahre regelmäßig aufsuchte.

    Du hast da auch einen wichtigen Punkt angesprochen:


    Meine Frau hat immer noch diese situationsbedingten Probleme, wenn sie zum Beispiel sieht, dass ein Kellner am Nachbartisch ein kalt beschlagenes Glas Wein serviert. Das löst dann ein unbeschreibliches Verlangen in ihr aus und gelegentlich gibt sie diesem Verlangen dann auch nach, nicht unbedingt sofort aber ein oder zwei Tage später.

    Das habe ich so auch mehrfach von Gruppenfreunden oder auch dem Therapeuten gehört. Mir persönlich ist es zum Glück nicht so ergangen. Aber ich habe das auch als Warnung von Anderen/Betroffenen, denen es so erging, an andere verstanden. Und darum habe ich mir selber "Grenzen" gesteckt - die ich mit der Zeit, mit zunehmender Stabilität erweitert habe.

    Anfangs bin ich nicht zu größeren Festivitäten, Feierlichkeiten gegangen. War mir einfach a) zu heikel und b) zu anstrengend.
    Und als ich dann - so nach 'nem halben/dreiviertel Jahr - wieder mal hierhin oder dorthin gegangen bin, habe ich mir auch wieder "Sicherheiten" eingebaut: Zum Beispiel habe ich meiner Familie und auch meinen Kollegen von Anfang an reinen Wein eingeschenkt und gesagt, wie es um mich steht und dass ich die Feier (oder was auch immer) "ohne Angabe von Gründen" verlassen werde, wenn es mir nicht gut tut/zu viel wird. Zu Anfang blieb ich oft nur eine Stunde - mittlerweile sind es durchaus auch mal 6-7 Stunden.
    Hinzu kommt ein 2. Punkt, der da mit rein spielt: Ich habe mir immer eine Rückzugsmöglichkeit offen gelassen bzw. organisiert.

    Natürlich kann man so nicht jeder Situation aus dem Weg gehen - so wie bei Deiner Frau, bei der unter Umständen schon ein kühles, beschlagenes Glas Wein am Nachbartisch so einen Trinkwunsch auslösen kann. Und auch das wird ja wohl nicht jedes Mal so sein, sondern ist von der (ich nenne es jetzt mal so) "Tagesform" eines jeden Einzelnen sein.

    Wie schon gesagt, bei mir hat es sich mit der Zeit so entwickelt. Früher dachte ich schon mal bei solchen, wie von Dir beschriebenen, Situationen: "Ach ja, jetzt ein schönes, kühles Bier ..." und habe mich dann bewusst für ein anderes Getränk entschieden. Heute ist das schon "normal".

    Ich glaube, da könnte man stundenlang über dieses Thema philosophieren ...

    Aber jetzt muss ich erst mal ein wenig arbeiten :D

    Gruß
    Greenfox

    Auf Lusches Wunsch hin, habe ich hier mal den Thread sozusagen geteilt, um diesen hier von Archi eröffneten nicht zu zerpflücken.

    Er äußerte extra Bedarf in Bezug auf eine Antwort von mir (sowie die Antwort darauf ...):

    Hi Greenfox,

    verzeih mir, ich will Dich jetzt keinesfalls provozieren... aber mal angenommen, so im Sommer ein Ausflug..., Durst..., ein Biergarten..., ein schönes kühles Bier... :P

    Wie gehst Du damit um?

    Ich will mehr lernen, zu verstehen. Grüße Lusches.

    Den Ableger findet ihr hier

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir ein ganz, großes, dickes, fettes Danke!

    Zitat

    Wir wollen alle glauben, dass wir von dieser Krankheit nicht betroffen sein können. Neben einem so surrealen Konsum wirkt unser Trinken immer völlig vernünftig.

    Je mehr wir an dem Irrglauben festhalten, dass die Alkoholkranken nur die im Endstadium der Krankheit sind, desto mehr können wir selbst trinken. Diese Art des magischen Denkens ist ein Denken, dass unzählige Menschen, die Hilfe brauchen, dazu bringt, sich keine Hilfe suchen. Es ist ein Denken, das tötet.

    Genau: Ich kann ja kein Alkoholiker sein - die trinken ja vieeeel mehr als ich!

    Gruß
    Greenfox


    Nun im vergangenen Monat habe ich mich viel mit meiner Co-Abhängigkeit beschäftigt und je mehr ich mich von ihrem Alkoholkonsum distanziere und meiner Co-abh. löse desto besser geht es mir. Jegliche Konsequenzen die aus ihrem Konsum herrühren halte ich von mir fern. Darum muss sie sich in Zukunft kümmern.

    44. Ich denke, das ist der richtige Weg. Denn wie könntest Du ihr helfen (wenn sie sich denn helfen lassen will), wenn Du selber am Boden bist ...

    Gruß - und weiterhin viel Kraft

    Greenfox

    verzeih mir, ich will Dich jetzt keinesfalls provozieren... aber mal angenommen, so im Sommer ein Ausflug..., Durst..., ein Biergarten..., ein schönes kühles Bier... :P

    Ich ersetze einfach das Bier durch ein schönes, kühles Ginger Ale - und ich bin glücklich und zufrieden. Mittlerweile hebt mich der Gedanke an ein kühles Bier nicht mehr an. Früher hat es schon ein bisschen gepiekt ...

    Natürlich kommt so etwas nicht von heute auf morgen, das hat sich (bei mir) so mit der Zeit entwickelt.

    Na dann: Prost Limo :D

    Greenfox

    Hallo, Archi, auch von mir ein "Herzliches Willkommen hier im Forum!"
    Schön, dass Du hergefunden hast.

    Dein Artikel hat mich schon beeindruckt - gut geschrieben 44.

    Ich trinke mittlerweile auch nicht mehr nicht, weil es für mich "verboten" ist - sprich: weil ich damit nicht umgehen kann.
    Nein, im Laufe der Zeit trinke ich nicht mehr, weil ich es nicht brauche! Und warum ich nicht mal ein bisschen probiere, ob ich nicht doch einen "wönzigen Schlock" ...??

    Weil:

    ... mir der nüchterne Gefühlszustand besser gefällt.

    ... und weil ich nicht gerne mit Handgranaten jongliere, nur um zu sehen, ob etwas passiert/passieren könnte.

    Mittlerweile verzichte ich auf ... nichts ;D

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Mac,

    ich möchte Dir auch noch einen Tipp für das Treffen geben:
    WENN Du Dich entschließt, zum Treffen zu gehen, dann bereite Dich darauf vor, jederzeit gehen zu können! Also wenn er alkoholisiert ist und/oder ausfallend wird oder, oder ... Lass Dich auf keine Diskussionen ein - das bringt meist nichts.

    Wie gesagt: darauf vorbereiten - wenn alles in normalen Bahnen abläuft und es nicht notwendig wird, dann wäre es ja gut. Aber Du solltest sowohl mental als auch real in der Lage sein, jederzeit gehen zu können.

    Ich drück Dir jedenfalls die Daumen!

    Gruß
    Greenfox


    Es ist eine enorme Erleichterung im Hinblick auf notwendige Lebensumstellungen , wenn einem der Teufel dabei nicht ständig fordernd im Genick sitzt.
    Der gesteigerte Antrieb,die angstlösende Wirkung und die gefühlte antidepressive Wirkung tun ein übriges.
    Musste ich zB in vergangenen (trockenen) Zeiten phasenweise Schlafmittel nehmen (zB.Schlafsterne), so fällt auch das weg.
    Ich schlafe wieder wie ein Stein.

    Schön, dass es so bei Dir wirkt.

    Nachdem ich die Doku über Baclofen in Frankreich gesehen habe, frage ich mich manchmal, wieviel Gutes Placebos bewirken können ;D

    Allerdings nimmst Du ja tatsächlich Baclofen - und verspürst diese (angenehmen) Nebenwirkungen.

    Gruß
    Greenfox

    Hey, Freeway,
    das soll jetzt nicht gegen Dich oder das Baclofen sein oder so, aber:


    "Was ihnen hilft, das bekommen Sie auch" sagte er zu mir.
    Keine Rückfragen wegen Alk und dergleichen.
    So kann es auch gehen.
    Damit sind meine Bestände jetzt offiziell zur Not lebenslang gesichert.

    Gut dass Du nicht von Tramal (oder Alk ;) ) oder anderem zu Doc geredet hast. So ganz ohne Nachfrage etwas mit dieser Begründung zu verschreiben nixweiss0

    Aber ist doch gut, wenn Dir das Medikament so gut hilft (Breitband)!

    Gruß
    Greenfox