Beiträge von Greenfox

    Hallo, Regenbogen, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:
    Schön, dass Du hergefunden hast.

    Was den Weinkonsum angeht, sollte Dein Freund mal die von ihm täglich konsumierte Alkoholmenge berechnen.
    Da wundert sich so mancher, der denkt/dachte "Ich trinke ja nur Wein/Bier, Schnaps wäre ja viiiel schlimmer." Und wenn man dann nachrechnet, kommt man auch auf 1 Flasche Schnaps/Tag ... oder sogar mehr.

    viele stunden habe ich meinen freund versucht zu erklären, was alkohol anrichten kann, doch er findet immer wieder ausflüchte, sein weinkonsum zu rechtfertigen ...

    Bevor ich von mir aus den Ausstieg wollte, habe ich solche "Missionierungsversuche" als persönliche Bevormundung empfunden ???

    Sei nicht sauer, aber beim Lesen Deines Posts dachte ich so bei mir "Wäre nicht ihr Mann der bessere "Berater"? Der weiß jedenfalls, wovon er redet - und der Freund weiß höchstwahrscheinlich, dass er trockener Alkoholiker ist, kennt seine Geschichte ..."
    Was sagt denn Dein Mann dazu?

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Sunshine!

    Erst einmal HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum!

    Schwierige Kiste - hast Du schon mal hier im Forum rumgestöbert und ein wenig gelesen?
    Die Entscheidung musst Du bzw. ihr selbst treffen. Es gibt - wie immer Für und Wider. Und ohne jemanden wirklich zu kennen ...

    ICH würde momentan dafür zu plädieren, dass ihr NICHT bei Deinen Eltern einzieht. Zum Einen wegen der Schwangerschaft - da haben Du und Dein Männe genug mit Euch zu tun. Und zum Anderen hätten sie dann doch wieder ihren Willen bekommen und Du würdest Dich um sie anstatt um Dich und das Kind kümmern (Co-Abhängigkeit).

    Du hast Recht - sie sind krank. Aber für sich selbst verantwortlich. Und Du bist für Dich und Dein Kind verantwortlich - nicht für Deine Eltern.
    Und wenn Deine Mutter nach diesen Trinkpausen nun endlich eine stationäre Therapie machen will - gut. Aber auch die funktioniert nur, wenn sie sie machen WILL - und nicht, weil sie sie machen MUSS (z.Bsp., damit ihr bei ihr einzieht).

    Ich weiss noch, wie oft ICH früher meiner Frau versprochen habe, weniger zu trinken bzw. aufzuhören ... Erst als ich es wirklich wollte, hat es funktioniert.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Xena!

    Ich stimme Bassmann zu: DU hast keinerlei Schuld, dass Dein Mann jetzt Probleme hat. Es sei denn, Du hast ihm den Alkohol eingetrichtert ;)

    Der Psychologe hat mich darauf hingewiesen, das er jetzt weiter trinken soll, bis Dienstag.

    Das hört sich vielleicht für Dich merkwürdig an, macht aber Sinn: Denn wenn ein Alkoholiker plötzlich und abrupt aufhört zu trinken ("kalter Entzug"), kann es zu heftigen Entzugserscheinungen kommen, die nicht nur gesundheitsschädlich, sondern schlimmstefalls sogar tödlich sein können. Darum wird auch zu einem Entzug unter ärztlicher Aufsicht, möglichst in einer Klinik, geraten.
    Als ich damals den Entschluß zum Ausstieg fasste, habe ich (in Absprache mit meiner Frau) bis zum Termin in der Klinik täglich ein Sixpack Bier getrunken. Das war zwar weit unter meinem üblichen Level, hat mich aber vor diesen Entzugserscheinungen bewahrt.
    Und es ist doch besser, wenn er zu Hause etwas trinkt, als heimlich unheimlich ...

    Laut der Internetseite von dem Krankenhaus, muß ich wohl auch zum Physiologen. wobei ich da ein Problem habe.. Für meinen Mann werde ich allerdings fast alles machen.

    Ich glaube nicht, dass Du zu einem Psychologen musst, sondern dass es "nur" empfohlen wird. Es gibt aber auch alternativ dazu Selbsthilfegruppen für Angehörige, in denen man sich mit "Leidensgenossinnen" austauschen kann. Also etwas Ähnliches wie dieses Forum, nur mit "realen" Menschen.

    Und aus eigener Erfahrung (als ehemals aktiver Trinker) kann ich nur dazu raten: Lass Deinen Mann ersteinmal nüchtern werden. Und DANN kann/sollte er überlegen, ob und wie es weitergehen soll, was er weitergehend machen will. In diesen 14 Tagen wird er auch eine Menge Infos bekommen, welche Möglichkeiten es gibt - von Selbsthilfegruppen bis zu den verschiedenen Arten von Langzeittherapien.
    Ich finde es gut, dass Du ihm zur Seite stehen willst - dass kann ihm eine riesengroße Hilfe/Stütze sein. Mir hat die Unterstützung meiner Frau jedenfalls damals sehr geholfen und dafür bin ich ihr sehr dankbar - auch wenn jetzt, 8 Jahre später, unsere Ehe trotzdem auf den "Müllhaufen der Geschichte" wandert.

    Über Eins müsst ihr euch BEIDE aber im Klaren sein: mit der Entgiftung fängt es erst an! Danach beginnt für Deinen Mann erst die "Arbeit"! Und in gewisser Weise auch für Dich.
    Aber dazu können Dir die hier vertretenen Angehörigen mehr Input geben.

    Gruß
    Greenfox

    Grüezi, Skinked, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum!

    Schön, dass Du Dir Gedanken über Dein Verhältnis zum Alkohol machst, etwas ändern willst und hergefunden hast!

    Du hast völlig Recht:

    Alkohol ist ein hervorragendes Lösungsmittel:
    Es löst Familien, Ehen, Freundschaften,
    Arbeitsverhältnisse, Bankkonten,
    Leber und Gehirn auf.
    Es löst nur keine Probleme.

    Hier kannst Du Dich mit Profis austauschen, die auf den unterschiedlichsten Wegen den Ausstieg geschafft haben bzw. dabei sind, auszusteigen.
    Also: ein riesiger Erfahrungsschatz!

    Die Nutzung desselben ist kostenlos - und hoffentlich nicht umsonst ;)

    Ich wünsche einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und auch von mir ein HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Schön, dass Du den Absprung geschafft hast und vor allem, dass Du Dir auch Unterstützung in Form von SHG suchst.
    Okay, die AA-Treffen sind nicht jedermanns "Geschmack" (meins ist es auch nicht). Aber in Deiner Umgebung gibt es bestimmt nicht nur die AA. Schau Dir doch mal ein paar andere Gruppen an - und mit "ein paar" meine ich auch ein paar. Denn es gibt so viele Unterschiede zum Einen von der Art und Weise der einzelnen (ich nenne es jetzt mal so) Vereine, aber auch in einem Verein innerhalb der Gruppen. Es sind eben auch die unterschiedlichsten Menschen. Und gegen reale Gespräche kommt für mich auch keine noch so gute virtuelle Gruppe wie dieses Forum an ...

    Ich habe mir damals nach meiner letzten (toi, toi, toi) Entgiftung 2 Wochen lang jeden Tag eine andere Gruppe angeschaut und mich erst dann für eine (bzw. für zwei) Gruppe entschieden. Okay - insofern habe ich es komfortabel, ich lebe in einer Großstadt.

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir hier einen guten Austausch und, dass Du hier auch die Hilfe/Anregungen bekommst, die Du Dir erhoffst.

    Gruß
    Greenfox

    Wollte eigentlich schon vor über 'ner Stunde antworten, aber wenn man auf Arbeit ist, kommt einem manchmal was dazwischen ;D

    Wie LiS und Pingu schon andeuteten, meinte ich mit dem "outen" zunächst "nur" den Hausarzt, die Suchtberatung. Dann kämen Freunde und Familie - wobei Du fast davon ausgehen kannst, dass die das schon "wussten".

    Und wenn man DIESES Outing hinter sich hat, dann erst geht es weiter mit Therapeuten, SHG...

    Dann erst - irgendwann, wenn man selbst dazu bereit ist - eventuell die Arbeitskollegen und alle anderen, die "Öffentlichkeit" --> das heisst aber nicht

    du musst dir ja jetzt auch nicht gleich ein Schild mit Aufschrift umhängen mit dem du dann rumläufst.

    sondern in meinen Augen nur, dass man bei passender (!) Gelegenheit auch öffentlich dazu steht, dass man ein Alkoholproblem hat.

    Übrigens, LiS:

    es geht darum dass die Sucht nicht einfach so ganz von selbst verschwinden würde, allein nur durch eine Erkenntnis auf reiner Verstandesebene. Huschhusch und keiner hats mitbekommen...

    Genau so kommt Bassmann aber mitunter bei mir an (ob er es so meint, steht auf einem ganz anderen Blatt) - und deswegen geht es mir manchmal wie dem HB-Männchen ;)

    Gruß
    Greenfox

    Und das was Du lediglich als „frommen Wunsch“ bezeichnest, tja das wird für mich nun mal immer mehr zur puren Realität.

    Muss noch mal auf den "frommen Wunsch" eingehen:

    Wenn ich nur den unbewussten Grund erkenne geht die Sucht von alleine weg :-[

    Es geht eben NICHT "von alleine" weg - man muss zum Einen schon etwas ändern wollen und bereit sein, etwas für diese Änderung zu tun. Auch, wenn es zunächst schwer ist/scheint und/oder weh tut.

    Der Ausstieg ist für mich im Grunde eine manifeste Entscheidung – der Rest ist reine Umsetzung, unter Nutzung aller sich relevant bietender Möglichkeiten und Unterstützungen.

    Genau! Ich muss zuerst erkennen, was schief läuft (Ich trinke unkontrolliert, kann mit Alkohol nicht umgehen, schade mir [und anderen] mit meinem Alkoholkonsum selber ...), dann kommt die Entscheidung, etwas zu ändern/auszusteigen. Und hierbei kann die Kenntnis der Gründe, warum man in unserem Falle den Alkohol benutzt hat, hilfreich sein - in welchem Maße, muß jeder für sich selbst entscheiden.
    Und man sollte alle Hilfe in Anspruch nehmen, die man benötigt und kriegen kann - nicht jeder beherrscht das Free-Solo-Climbing oder kann sich wie der Baron Münchhausen an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen. Bei mir hat das jedenfalls nicht geklappt.

    Nur: Dieses Hilfe suchen und annehmen bedeutet auch, sich in gewisser Weise zu "outen". Und ich denke mal, DAS ist das Schwerste, vor dem die Meisten zurückschrecken --> daher auch der "fromme Wunsch" "Wenn ich weiß, warum ich trinke, dann macht es "Klick" und das Problem ist weg".


    Aber darüber hinaus misst uns das Leben an unseren Taten. Egal in welcher Richtung.
    Es liegt also bei uns selbst alle diese Dinge anzugehen und zu verwirklichen.
    Aber genau das kann mitunter ein wirklich zauberhaft schöner Weg sein

    So ist es!
    Und dafür wünsche ich nicht nur Dir, liebe Mimose, sondern uns allen die nötige Kraft!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Mimose!

    Bin gerade mal wieder zum Lesen gekommen - und beim Lesen Deines Posts sind mir sofort einige Gedanken durch den Kopf geschossen.

    ich bin leicht spirituell und buddhistisch angehaucht :))

    Warum kommt das so entschuldigend rüber (zumindest bei mir so an)?? Ist doch nix Schlimmes oder Anrüchiges - solange "spirituell" nichts mit Spiritus (nicht in lateinischer, sondern in flüssiger Form ;) ) zu tun hat ...
    Im Übrigen musste ich auch SOFORT an Pingu denken :D - aber sie hat sich ja schon selbst dazu geäußert.

    Wenn ich nur den unbewussten Grund erkenne geht die Sucht von alleine weg :-[

    Hier kam mir sofort Bassmann in den Sinn - er würde wohl hinter dieser Deiner These/Hoffnung kein Fragezeichen, sondern ein Ausrufezeichen setzen. Vielleicht habe ich ihn ja immer noch nicht verstanden nixweiss0 - aber für mich ist und bleibt dies nur ein "frommer Wunsch". Aber Du hast ja für Dich schon erkannt, dass das Selbstbetrug ist.

    Ich stimme Pingu aus ganzem Herzen zu:

    die Gründe zu kennen, warum man trinkt, ist auch nicht unwichtig, ganz im Gegenteil.

    Will damit sagen: das eine schließt das andere nicht aus, es ergänzt sich vielmehr. Vielleicht reicht das, was Du gedacht oder erhofft hast, nicht aus, aber es sind Hilfsmittel.

    Wobei ich das "Vielleicht" weglassen würde ...


    Zum Thema Therapie:
    Wie gesagt war ich vor ca 1 Jahr mal bei einer Dame der Suchtberatung. Wir hatten einige Gespräche, die mir auch sehr gut getan haben. ... In einer Gruppentherapie sah sie mich nicht, sie meinte Einzelgespräche wären besser für mich.

    Zum Einen ist das Ganze schon 1 Jahr her und Du und Dein Verhältnis zum Alkohol haben sich seither auch weiterentwickelt - was ich jetzt nicht negativ bewertet wissen möchte. Du solltest es Dir einfach nur mal wirklich durch den Kopf gehen lassen und Dich dazu a) über die verschiedenen Therapieangebote schlau machen, b) vielleicht mit Deinem Mann darüber sprechen und c) "selbst befragen" (Was will ich? Welche Hilfe kann ich kriegen? Und welche Hilfe bin ich bereit anzunehmen? Bin ich bereit, mich mit mir selbst zu beschäftigen?).

    Hierzu zählt m.E. auch, dass Du Dir vielleicht doch eine reale SHG suchst und auch mal besuchst. Gespräche mit realen Menschen, sich ihre Erfahrungen anzuhören, die eigenen Sorgen/Probleme/Nöte mal von der Seele reden und sofort Antworten zu bekommen, kann nach meiner Erfahrung durch nichts ersetzt werden (auch nicht durch dieses Forum :sorry: ).
    In so einer SHG haben bestimmt auch einige Leute eine Langzeittherapie absolviert - und bei einigen Leuten werden es auch einige Therapieformen (stationär, teil-stationär, ambulant, in der Nähe, weit weg etc.) sein. Und natürlich auch einige, die KEINE Therapie gemacht haben. Von diesen Leuten kriegst Du also Informationen darüber aus erster Hand!

    Und was SHG angeht:

    Dann fährt man in den nächsten Ort oder die nächste größere Stadt. Im Übrigen gehen die Leute aus dem gleichen Grund hin wie du. :klugsch: (Aber, ich verstehe dich. Diese Gedanken kenne ich auch). Als mein Entschluss sich so richtig richtig anfühlte, da kamen diese Gedanken nicht mehr.

    Dem kann ich nur zustimmen 44.

    Vergiss nicht: Es geht um DICH - und DEIN weiteres Leben!


    Ich habe ein bisschen Angst davor dass es auch wieder schwierige Tage gibt.
    Wie sind da eure Erfahrungen? Ich habe gelesen dass manchmal erst nach ein paar Wochen die große Krise kommt. Ich möchte darauf vorbereitet sein.

    Natürlich wird es auch schwierige Tage geben - das Leben ist nicht nur "eitel Sonnenschein". Und so eine Krise (in Bezug auf den Alkohol, die Sucht) KANN kommen - muss aber nicht. Bei mir kam sie nach ca. 1,5 JAHREN - und ich habe sie gemeistert, weil ich vorbereitet ??? war.
    Ich kenne aber auch Menschen (aus meiner SHG), die haben aufgehört - und KEINE Probleme (in Bezug auf die Sucht) gehabt. Es ist nun mal jeder verschieden.


    LG
    Greenfox

    Den Gedanken an eine SHG hatte ich auch schon mal, allerdings wohne ich sehr ländlich, hier kennt jeder jeden und da ich ein Geschäft habe…..

    Du versteckst Dich m.E. zu sehr in den Köpfen der anderen Leute - wobei da auch ein wenig die Gesellschaft Schuld hat:

    Ist ja in unserer Gesellschaft leider fast normal.


    Das Klischee sieht eben den Alkoholiker als "Penner auf der Parkbank" - und nicht mit Schlips und Kragen im Büro >:(

    Eine SHG ist für Menschen, die ein Problem bekämpfen, die etwas dagegen tun! Und das tust Du!
    Die andere Art von SHG findet man in den Wirtshäusern/Kneipen ...

    Aber auch hier im Forum findest Du Hilfe - ähnlich wie in einer realen SHG -, in dem Du von den Erfahrungen von uns anderen liest und Dir das annimmst, wo DU der Meinung bist, dass könnte Dir helfen.
    Und im Gegenzug hilfst Du anderen, indem Du von DEINEN Erfahrungen berichtest - auch/gerade von den schlechten. Sich diese eigenen Erfahrungen, Gefühle, Erlebnisse "von der Seele" zu schreiben, kann aber auch Dir selber helfen - es entlastet.

    Aber: egal, was Du tust - tu es für DICH! Nicht für irgend Jemanden und nicht gegen den Alkohol ... FÜR DICH!

    Gruß
    Greenfox

    Hi, Mimose!

    Auch von mir ein herzliches :welcome: hier im Forum!

    Auch ich kann Dir nur raten, zur Suchtberatung zu gehen und Dir einen Platz für eine Entgiftung zu besorgen. Denn so ein kalter Entzug kann sehr gefährlich sein/werden.
    Und wenn Du solche Entzugserscheinungen hast, obwohl Du noch etwas trinkst, dann ist nicht damit zu spaßen!


    Fakt ist dass ich seit Samstag so gut wie nichts (maximal 300 ml /Abend) getrunken habe.
    Das Ergebnis waren heute massive Entzugserscheinungen.

    Und auch über eine Langzeittherapie würde ich mir mal Gedanken machen. Da hat man die Möglichkeit, in einem geschützten Umfeld einige Zeit trocken zu sein/werden und lernt eine Menge über sich selbst und bekommt auch einige Möglichkeiten vermittelt, wie man auch im Anschluß weiter trocken bleiben kann.

    Bestimmt kommt der Einwand, dass eine LZT auf Grund Deiner Selbstständigkeit nicht/schwer möglich ist.
    Mein Gegenargument: Wie willst Du Dich um Dein Geschäft kümmern, wenn Du mehr und mehr - oder immer wieder - im Alkoholsumpf versinkst? Oder auf Grund einer anderen, öffentlich "anerkannten" Krankheit flach liegst?

    Aber über diese Sachen kannst Du Dich ja erstmal bei der Suchtberatung und/oder einer SHG erkundigen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Erfolg bei Deinem Vorhaben!

    Gruß
    Greenfox

    Ich habe paar Fragen an euch, wie ist es denn wenn man vom Alkohol abhängig ist und z.B. eine lange Zeit lang trocken ist, hört man nach irgendeiner Zeit z.B. nach vielen Jahren auf, ständig daran zu denken etwas trinken zu können. Oder ist das so dass man bei größeren Problemen die man dann hat wieder daran denkt zu trinken. Oder kann es sogar sein, dass wenn man keinen Alkohol mehr trinkt und andere Menschen sieht wie die Trinken, dass man ganz froh darüber ist dass man es selbst nicht mehr macht. Kann es denn sein das man sein Leben nach einer Zeit wie gewohnt fortsetzt und gar nicht mehr den Drang dazu hat etwas zu trinken?

    Ich bin jetzt seit ungefähr 7,5 Jahren trocken. Und für mich ist klar, dass ich nicht mehr daran denke, irgendwann mal wieder etwas trinken zu können, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass das bei mir nicht funktioniert. Ich kenne aber auch Leute (u.a. auch aus meiner SHG), die nach über 10jähriger Trockenheit eben diesem Trugschluss aufgesessen sind und es fürchterlich in die Hose ging.
    Bis jetzt habe ich aber auch nicht das Gefühl, etwas "trinken können" zu wollen - ich vermisse nichts.
    Und trotzdem kann bei größeren Problemen der Gedanke an Alkohol durchaus wieder auftauchen. Ich bin zur Zeit eine ziemlich besch...eidenen Situation - und da kommt der Gedanke durchaus ab und zu mal hoch. Allerdings nicht unter dem Aspekt, dass es mir helfen oder die Situation erleichtern könnte. Bei mir ist es vielmehr so, dass ich darüber im klaren bin, dass ich mich dann endgültig abschießen würde.
    Und das will ich nicht - jetzt erst recht nicht!

    Eine langjährige Trockenheit ist keine Garantie. Die gibt es nicht.
    Es gibt immer wieder Menschen, die ausprobieren wollen, ob sie nicht doch NICHT abhängig sind ...

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Das Du Dir Sorgen über das Verhalten Deines Freundes und sein "Verhältnis" zum Alkohol machst, kann ich verstehen. Vor allem, da ich zur Fraktion der (mittlerweile trockenen) Trinklinge gehöre.

    Alles spielt sich immer von vorne ab: Versprechen, Änderung, schwach werden und einmal trinken. ... Er will von sich aus auch aufhören zu trinken und wenn er trinkt sagt er das er sich nicht gut dabei fühlt aber wenn er anfängt bisschen zu trinken kann er nicht mehr aufhören. Er geht auch regelmäßig zum Psychiater, und möchte sich nun da Tabletten verschreiben lassen, die wenn er Lust hat zu trinken, wenn er trinkt die Lust sozusagen nach so 2 Bier wegmacht.

    Man, was habe ich früher meiner Frau versprochen, weniger zu trinken/aufzuhören ... Und so eine Tablette, so ein kleiner Ein-/Aus-Schalter ist doch praktisch - da braucht man selbst nix mehr machen ...

    ... aber andererseits glaub ich auch daran dass er es schaffen könnte kompett aufzuhören weil er schon so viel aufgehört hat zu trinken seitdem ich ihn kenne.

    Dazu fällt mir ein Spruch ein, der Mark Twain zugeordnet wird:

    "Sich das Rauchen abzugewöhnen ist gar nicht so schwer - ich hab's schon hundert Mal geschafft."

    Aber hier sind auch viele andere Angehörige unterwegs, die Dir bestimmt gute Tipps und Ratschläge geben können.

    Auf einen guten Austausch!
    Und alles Gute!

    Greenfox

    Du hast dich auf einen Weg begeben, der deinen Alkoholismus in Schach hält. Also ist (zunächst einmal) alles gut. Dieser Weg ist allerdings in meinen Augen mit großen Risiken behaftet, weil er dich mit der Sucht letztendlich nicht abschließen, sondern in erster Linie aus Angst vor den Folgen nicht zur Flasche greifen lässt.

    Hey - ich kann hellsehen!! ;D (Hätte nur das Wort "bemitleiden" in meinem Post in Anführungsstriche setzen sollen)

    Es ging mir ... super, aber ich hab den Alkohol noch nicht als den Feind erkannt, der er ist. Somit dachte ich mir überhaupt nichts bei dem Silvester-Sekt, war ja lange genug nüchtern und dachte, ab morgen gehts dann so weiter. Aber nein, es ging nicht, der alte Trott schlich sich, wenn auch nicht sofort, wieder ein.

    Wie oft habe ich dass jetzt schon gehört? Und leider auch selbst erlebt? Okay, selbst erlebt zum Glück nur ein Mal ...
    M.E. liegt die Ursache darin, dass man sich überhaupt keine Gedanken mehr über den Alkohol und das eigene Verhalten zu ihm macht - so nach dem Motto "Ich trinke nicht mehr. Punkt. Weitere Gedanken werden gestrichen."
    Seit ich nach meinem letzten Entzug vor 7 3/4 Jahren regelmäßig SHG besuche, seit einigen Jahren in Krankenhäusern meine SHG vorstelle und etwas darüber erzähle, was eigentlich in SHG abgeht ... kurz: seit ich mich mit meinem Problem auseinandersetze, fühle ich mich wesentlich stabiler. Auch jetzt, wo es mir privat nicht sehr gut geht, ist die Flasche insofern "kein Thema", als dass ich nicht vorhabe, wieder zu ihr zu greifen.

    Und bevor ich jetzt von Bassmann oder anderen dafür "bemitleidet" werde, den ganzen Tag das Mantra "Ich darf nicht trinken!" vor mich hinmurmelnd durch die Gegend zu schleichen: so ist es keineswegs.
    Ich weiss nur sehr wohl, dass ich alkoholabhängig bin und mit Alkohol nicht umgehen kann. Und dass verdränge ich nicht (mehr). Allein dadurch, dass ich regelmäßig zur Gruppe gehe, mich im Verein engagiere (u.a. mit den Krankenhausvorstellungen), mich hier im Forum "rumtreibe" und auch ein wenig auf meine eigene Befindlichkeit achte, beschäftige ich mich mit mir und dem "Thema".
    Ich trinke nicht mehr - verliere dabei aber nicht die Hinterhältigkeit meiner Abhängigkeit aus den Augen. So habe ich es eine Weile nach meiner ersten Therapie gemacht: mich nicht mehr mit dem Thema beschäftigt und diese Hinterfotzigkeit vergessen. Tja, und dann kam das erste Bier, war ja nur eins ...

    Nowina, ich freue mich für Dich und Deinen Entschluß! Und nur keine falsche Scham: Nimm jede Hife an, die Du kriegen kannst!

    Achso, noch etwas: Hast Du eigentlich mit Deinem Mann über das Thema und Deinen Entschluß gesprochen? Wie steht er dazu?

    So - bevor ich jetzt zuviel texte (man merkt: mein Internet funktioniert wieder ;) ), soll es das erst mal gewesen sein.

    LG
    Greenfox

    Ich stehe den AA zwar nicht kritisch gegenüber, mag nur deren Art nicht. Aber unter "gesundem Egoismus" verstehe ich, mir alles, was mir gut tut "anzueignen" (NICHT stehlen! ;) ). Und da ist mir egal, ob die entsprechenden Weisheiten von den AA, Konfuzius, Lieschen Müller oder Karl Marx stammen. Oder eben dem Papst.
    Ich kann hier am Handy leider nicht so schreiben, wie ich wollte - es ist nicht als Vorwurf o.ä. gemeint.
    Wollte es nur gesagt haben ...

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN auch von mir.
    Na, und Dein Nick ist doch das richtige Omen für einen Neuanfang:
    Nowina bedeutet ja so in etwa "die Neue" :D

    Leider muss ich hier auf meinem Handy tippen - und das ist ätzend ;(

    Also dann: Auf ein Neues!

    Gruß
    Greenfox