Hallo, Mimose!
Bin gerade mal wieder zum Lesen gekommen - und beim Lesen Deines Posts sind mir sofort einige Gedanken durch den Kopf geschossen.
ich bin leicht spirituell und buddhistisch angehaucht :))
Warum kommt das so entschuldigend rüber (zumindest bei mir so an)?? Ist doch nix Schlimmes oder Anrüchiges - solange "spirituell" nichts mit Spiritus (nicht in lateinischer, sondern in flüssiger Form
) zu tun hat ...
Im Übrigen musste ich auch SOFORT an Pingu denken
- aber sie hat sich ja schon selbst dazu geäußert.
Wenn ich nur den unbewussten Grund erkenne geht die Sucht von alleine weg :-[
Hier kam mir sofort Bassmann in den Sinn - er würde wohl hinter dieser Deiner These/Hoffnung kein Fragezeichen, sondern ein Ausrufezeichen setzen. Vielleicht habe ich ihn ja immer noch nicht verstanden nixweiss0 - aber für mich ist und bleibt dies nur ein "frommer Wunsch". Aber Du hast ja für Dich schon erkannt, dass das Selbstbetrug ist.
Ich stimme Pingu aus ganzem Herzen zu:
die Gründe zu kennen, warum man trinkt, ist auch nicht unwichtig, ganz im Gegenteil.
Will damit sagen: das eine schließt das andere nicht aus, es ergänzt sich vielmehr. Vielleicht reicht das, was Du gedacht oder erhofft hast, nicht aus, aber es sind Hilfsmittel.
Wobei ich das "Vielleicht" weglassen würde ...
Zum Thema Therapie:
Wie gesagt war ich vor ca 1 Jahr mal bei einer Dame der Suchtberatung. Wir hatten einige Gespräche, die mir auch sehr gut getan haben. ... In einer Gruppentherapie sah sie mich nicht, sie meinte Einzelgespräche wären besser für mich.
Zum Einen ist das Ganze schon 1 Jahr her und Du und Dein Verhältnis zum Alkohol haben sich seither auch weiterentwickelt - was ich jetzt nicht negativ bewertet wissen möchte. Du solltest es Dir einfach nur mal wirklich durch den Kopf gehen lassen und Dich dazu a) über die verschiedenen Therapieangebote schlau machen, b) vielleicht mit Deinem Mann darüber sprechen und c) "selbst befragen" (Was will ich? Welche Hilfe kann ich kriegen? Und welche Hilfe bin ich bereit anzunehmen? Bin ich bereit, mich mit mir selbst zu beschäftigen?).
Hierzu zählt m.E. auch, dass Du Dir vielleicht doch eine reale SHG suchst und auch mal besuchst. Gespräche mit realen Menschen, sich ihre Erfahrungen anzuhören, die eigenen Sorgen/Probleme/Nöte mal von der Seele reden und sofort Antworten zu bekommen, kann nach meiner Erfahrung durch nichts ersetzt werden (auch nicht durch dieses Forum :sorry: ).
In so einer SHG haben bestimmt auch einige Leute eine Langzeittherapie absolviert - und bei einigen Leuten werden es auch einige Therapieformen (stationär, teil-stationär, ambulant, in der Nähe, weit weg etc.) sein. Und natürlich auch einige, die KEINE Therapie gemacht haben. Von diesen Leuten kriegst Du also Informationen darüber aus erster Hand!
Und was SHG angeht:
Dann fährt man in den nächsten Ort oder die nächste größere Stadt. Im Übrigen gehen die Leute aus dem gleichen Grund hin wie du. :klugsch: (Aber, ich verstehe dich. Diese Gedanken kenne ich auch). Als mein Entschluss sich so richtig richtig anfühlte, da kamen diese Gedanken nicht mehr.
Dem kann ich nur zustimmen 44.
Vergiss nicht: Es geht um DICH - und DEIN weiteres Leben!
Ich habe ein bisschen Angst davor dass es auch wieder schwierige Tage gibt.
Wie sind da eure Erfahrungen? Ich habe gelesen dass manchmal erst nach ein paar Wochen die große Krise kommt. Ich möchte darauf vorbereitet sein.
Natürlich wird es auch schwierige Tage geben - das Leben ist nicht nur "eitel Sonnenschein". Und so eine Krise (in Bezug auf den Alkohol, die Sucht) KANN kommen - muss aber nicht. Bei mir kam sie nach ca. 1,5 JAHREN - und ich habe sie gemeistert, weil ich vorbereitet ??? war.
Ich kenne aber auch Menschen (aus meiner SHG), die haben aufgehört - und KEINE Probleme (in Bezug auf die Sucht) gehabt. Es ist nun mal jeder verschieden.
LG
Greenfox