Ich weiss, was Du meinst. Aber ich bin nicht der Meinung, dass es so funktioniert: einfach aufhören und nicht mehr dran denken und gut is.
Zumindest bei mir hat es nicht so funktioniert und bei Vielen, mit denen ich mich über die Jahre unterhalten habe, auch nicht.
AA-Gruppen zu besuchen finde ich nicht schlecht. Aber auch in der Schweiz gibt es nicht nur die AAs - guckst Du hier.
Schau Dir einfach mal auch andere Gruppen an. Und bei SHG handelt es sich nicht nur um "Gleichgesinnte", sondern auch um "Gleichbetroffene". Das heisst, die haben nicht nur das gleiche Ziel, sondern mehr oder weniger auch das Gleiche hinter sich wie Du (teilweise noch vor Dir hast). Und das ist für mich fast noch wichtiger - denn aus den erzählten Erfahrungen der "Alten" habe ich mir damals Anregungen, Tipps, Hinweise für mich gezogen.
Siehe:
ich wäre sehr sehr dankbar um anmerkungen, tips, gedanken, hilfe, kommentare, was auch immer.
Manches habe ich 1:1 übernommen, manches abgewandelt.
Nicht jede Gruppe sagt einem zu - also: mehrere anschauen!
Ah, eine Frage hab ich noch: Du hast also kalt entzogen - habe ich das richtig verstanden?
ich hab halt immer wieder gelesen dass man nicht von jetzt auf gleich aufhören soll sondern das gift langsam ausschleichen muss, weil man's sonst mit den bösesten entzugserscheinungen zu tun bekommt (vor allem die epileptischen anfälle haben mich beeindruckt). naja, als ich dann einmal eine AA-gruppe in zürich besuchte sagten die mir, das sei quatsch und klar ginge das von jetzt auf gleich, es sei sogar die einzige chance, davon wegzukommen.
... also hab ich letzte woche am donnerstag entschieden, ab freitag früh nichts mehr zu trinken.
Dann schon mal HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, dass das gut gegangen ist :o Ich hoffe doch für die AA-Gruppe, dass sie Dir das NICHT so geraten hat. Von jetzt auf gleich aufhören - ja! Aber unter ärztlicher Aufsicht - damit es bei Entzugserscheinungen eben nicht zur Katastrophe kommt. Ein Gruppenfreund von mir hat es erlebt: Mitten beim Überqueren einer Straße einen (epileptischen) Anfall bekommen - wurde nur mit Glück nicht überfahren!
klar, die finger weg davon, aber dem thema nicht die zentrale rolle geben.
Hm, scheint für Dich ja ziemlich simpel zu klingen. Hast Du Dir schon mal Gedanken darüber gemacht, was Du machst, wenn es Dich doch "überkommt"? Willst Du alles genau so machen wie bisher - nur eben ohne Alk? Und Du meinst, das klappt?
Ehrlich gesagt - ich bezweifele, dass das bei Dir sooo einfach gehen wird. Denn alleine wenn Du schon schreibst
bis vor kurzem noch habe ich über mehrere jahre hinweg täglich alkohol konsumiert (bis 4.0 promille).
glaube ich schon, dass Du einiges wirst in Deinem Leben umstellen müssen. Und schon alleine deswegen könnte sich der Besuch einer SHG lohnen - einfach mal lauschen, was die Anderen so gemacht haben. Nur so, Anregungen holen.
In meiner SHG ist es z.Bsp. so, dass niemand etwas sagen MUSS. Wenn einem danach ist (auch als "Neuling"!), KANN man etwas sagen. Man kann auch einfach nur dasein und lediglich zuhören. Zur Erklärung: wir sind eine reine Betroffenen- (also ohne Therapeut o.ä.)/Dialog-Gruppe - im Unterschied dazu sind die AAs Monolog-Gruppen. Und auch bei den AAs (so wie ich sie erlebt habe) MUSS man nichts sagen/erzählen.
Ich kann Dir nur empfehlen, Dir jede Menge Rat zu holen - egal, ob bei einer Suchtberatungsstelle, in einer SHG und/oder hier im Forum. Was Du daraus machst ...
was denkst du denn über therapien oder gruppen wenn man schon clean ist?
Momentan hast Du erst einmal eine Trinkpause ...
Gruß
Greenfox