Beiträge von Brit


    Moin,
    ich heiße Peter und komme aus dem schönen Stade.
    Bin seit 35 Jahren ein funktionierender Alkoholiker.
    Ich habe es trotzdem zu was gebracht, eigenes Haus, abbezahlt, zwei Benz auf dem Hof.


    Moin Peter,
    Ich heiße Britt, bin Mitte 50 und abstinente Alkoholikerin.
    Immer wieder lese oder höre ich den Begriff des „funktionierenden Alkoholikers“. Ich habe auch jahrelang geglaubt, dass ich funktioniere. Ich hielt mich für belastbar, finanziell gut aufgestellt guter Job u.sw. Aber wehe mir fehlte das Gefühl von Sicherheit, dann trank ich; wenn ich nicht schlafen konnte, trank ich; wenn ich Angst hatte, trank ich und wenn ich Erfolg hatte, dann trank ich eben auch…tagsüber funktionieren und abends heimlich saufen.
    Ich finde, ein „funktionierender Alkoholiker“ funktioniert letztlich nur aus seiner eigenen Sicht. ICH glaubte nur zu funktionieren und war blind für meine eigene Sucht. Und die Tatsache, dass ich in Job und Alltag immer gut funktionierte, machte die Einsicht nur noch schwerer. Vielleicht ist das auch ein Grund, dass viele den Kampf gegen den Alkohol viel zu spät oder niemals antreten? Spielt es denn eine Rolle, ob man als Süchtiger in einer „gehobenen Position“ funktioniert oder sich regelmäßig unter der Penner-Brücke besäuft? Ich finde nicht. Es ist nichts anderes als Schönreden.
    Was meinst du, bist du als funktionierender Alkoholiker ein "besserer" Alkoholiker als der Alki unter der Brücke?

    Zitat

    Kann man da nach 35 Jahren nochwas machen?


    nixweiss0. Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang!
    LG von Britt

    Hallo Angela,
    in deinem Vorstellungsthread https://alkoholforum.de//index.php?top…g37885#msg37885 hast du ja schon viel über dein Vorhaben geschrieben und auch Meinungen gehört. (vielleicht kannst du beide Threads ja zusammenführen lassen, dann erübrigen sich viele Fragen)
    Achte bitte sorgfältig auf dich. Auch wenn du diesen „Hotelaufenthalt“ selbst bezahlst, kann die Therapie dir auch schaden, indem sie deine Entwicklung behindert. Wenn du und dein „Behandler“ nicht den Draht zueinander finden, kann keine Therapie helfen. Wenn du nicht ernst genommen und respektvoll behandelt wirst, sprich es an. Hab Mut, vielleicht ist ein Wechsel angesagt?
    LG Britt


    Spielsucht ist so etwas, was ich nicht so recht verstehe.
    Interessant daher, dass Du schreibst, dass die Motivation beim Spielen tatsächlich auch so wie bei anderen Süchten ist: "davonzulaufen vor negativen Empfindungen oder sich selbst", Abschalten, Runterkommen.
    Nur meine Frage ist: könnte man nicht besser abschalten bei irgendeinem fesselnden Konsolen-Spiel, das man zu Hause spielen kann, quasi kostenlos?


    Moin,
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese beiden Süchte durchaus Parallelen aufweisen .
    In meiner Therapiegruppe war auch ein Spielsüchtiger. Zwei Süchte erhielten also die gleiche Behandlung. Der Betroffene erzählte, dass er die gleichen Phasen durchlebte wie „wir“: Einstig-Gewöhnung-Verzweiflung und Heimlichkeiten. Die chronische Abhängigkeit verlief allerdings viel schneller.
    Aber es gibt einen großen Unterschied: Man stirbt nicht daran.
    Die meist wirtschaftlichen Folgen liegen im sozialen Bereich.
    Er erzählte, dass er –wenn er nicht spielte- auch Entzugserscheinungen bekam wie Schwitzen, Unruhe, Zittern und massivem Druck. Spielsucht ist auch nicht heilbar, man kann sie nur zum Stillstand bringen.
    „Konsole spielen“ triggert einen Spielsüchtigen und ist vergleichbar mit „kontrolliertem Trinken“ oder „Alkoholfreien Getränken“ bei einem Alkoholiker. Wichtig war für Ihn: Keine Spiele (nicht mal Lotto), weder Konsole noch Handyspiele. Seine Frau verfügte über sämtliche Barmittel und Kreditkarten. Er ging lediglich mit 5€ im Portmonee zur Arbeit, um sich etwas zum Frühstück zu kaufen. Genauso wie ein Alkoholiker war sein Therapieziel: dauerhafte Abstinenz.
    Gruß Britt

    Hallo Schnisskettchen,
    danke, dass du so ehrlich geschrieben hast. Es ist der vollkommen falsche Weg, deine Rückfälle tot zu schweigen. Leider hast du mit dem Alkoholismus und der Bulimie gleich zwei Rückfallkrankheiten. Ich ebenso, neben dem Alkoholismus habe ich den scheiß Krebs. Die Angst vor einem Rezidiv sitzt mir ständig im Nacken. Alle chronischen Krankheiten haben unterschiedliche Rückfallwahrscheinlichkeiten und bei praktisch allen Suchterkrankungen gehört die Möglichkeit eines Rückfalls zum spezifischen Krankheitsbild. Mir hat dieses Wissen sehr geholfen. Es ist quasi der „Stachel“ , der mich jeden Tag dazu antreibt, noch effektiver in meiner Trockenarbeit zu werden. Ich bleibe wachsam.
    Ich wünsche dir, dass du in der SHG mehr Hilfe erfährst. Berichte doch mal.
    LG Britt

    Zitat

    ..dort waren Handys auch nicht erlaubt...


    Oh ja Greenfox, da sagst du was. Meine "Käseglocke" hatte so gar nichts von einer schönen Rehaklinik mit Hotelcharakter.
    Spartanisches Zimmer nur mit Waschbecken...Sammeldusche und Toilette...(am Ende des Ganges), nicht abschließbare Zimmertür ...TV von 18.00-23.00 uhr im Fernsehraum...keine sozialen Kontakte in der ersten Woche außerhalb des Hauses...zugeteilter Tisch-und Reinigungsplan...Pflichttermine bei SHG...vollgepackter Therapieplan mit Anwesenheitspflicht...
    Dokumentation beim Verlassen des Hauses...u.v.m.
    "big brother" war allgegenwärtlich..und wenn die Spielregeln nicht befolgt wurden, dann wurde man entlassen.
    LG Britt

    Moin Angela,
    ja, das liest sich auf den Webseiten immer sehr gut. Aber glaub mir, so einfach ist es dann doch nicht...
    Die Idee, dein Handy auszustellen, finde ich übrigens sehr gut. Dann kannst du dich ganz auf dich selbst konzentrieren.
    Du hast eine Suchtberatungsstelle vor Ort? Besser geht es doch gar nicht. Du könntest schon JETZT als Vorbereitung für deinen Klinikaufenthalt die s.g. Informations-/Motivationsgruppe besuchen. Sie dient der eigenen Orientierung und ggf. der Vorbereitung für die Nachsorge. Diese Gruppe kannst du ohne Anmeldung besuchen. Und wer weiß, vielleicht bist du ja mit der Motivation bis zum 14.9. schon 3 Wochen "trocken"? Wäre doch toll, oder?
    LG Britt

    Hallo Angela,
    als ich damals aus verschiedenen Gründen Trinkpausen eingelegt habe, war ich lediglich nüchtern.
    Nüchtern war ich auch beim Autofahren oder bei der Arbeit.
    Im Kopf freute ich mich aber immer auf das nächste Glas. Nasses Denken eines Alkoholikers...
    Nach ca. 1 Jahr Nüchternheit war ich dann trocken/abstinent/enthaltsam. Aber eigentlich egal, es sind die gebräuchlichsten Worte für den Nichtgebrauch von Alkohol.
    Ich hab mal nachgelesen. Die (Privat?) Klinik, die du dir ausgesucht hast, ist ja eine Rehabilitationsklinik für Orthopädie und Psychosomatik. Ist das denn eine "klassische" stationäre Langzeittherapie? Für eine stationäre Entwöhnungsbehandlung als Standard- bzw. Langzeittherapie nennt der Kostenträger eine Dauer von 12 – 15 Wochen, so meine Erfahrung. Ich wünsche dir natürlich, dass du es in 4 Wochen hinbekommst, aber zur weiteren Stabilisierung empfehle ich dir unbedingt eine Nachsorge in einer suchtspezifisch ausgerichteten ambulanten Einrichtung, in einer SHG oder bei einem Psychotherapeuten .
    LG von Britt

    Hallo Angela,
    Ich bin Britt, Mitte 50 und trockene Alkoholikerin.
    toll, dass du diesen Entschluss gefasst hast.
    Zu der Klinik kann ich dir leider nichts sagen, aber Google doch einfach mal "Klinikbewertungen".
    Ich habe vor der qualifizierten einen körperlichen Entzug gemacht, musste also nüchtern sein, um diesen 2. Schritt überhaupt zu gehen. Bist du denn z. Zt. nüchtern oder trinkst du noch? Warum freust du dich "teilweise" ? Wovor hast du Angst?
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Selbstvertrauen für die kommende Zeit.
    Wenn du Fragen hast, immer raus damit.
    LG Britt

    Hallo Sabine,
    du hast ja schon gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt. Genau wie du habe ich immer alleine getrunken. Anfangs war es noch das gute Glas Wein, dann gierig und heimlich die Flachmänner…weil der Wein keine Wirkung mehr zeigte. Ich konnte mich zum Schluss nicht mehr im Spiegel anschauen, ekelte mich vor mir selbst, hatte keine Selbstachtung mehr, schämte mich in Grund und Boden. Mir ging es richtig dreckig. Meistens ist es ja so, dass Süchtige meinen, sich selbst aus dieser Abhängigkeit befreien zu können. Aus meiner Erfahrung heraus ist das aber nicht so. Denn nur mit dem Aufhören ist es leider nicht getan. Es gibt Gründe, warum man den Alkohol braucht um etwas „wegzudrücken“. Wie stehst du denn zu realen Hilfsangeboten wie Suchtberatung, Arzt, Selbsthilfegruppen? Weiß dein Mann von deinem „Problem“? Kannst du mit ihm darüber reden? Bitte führe den Kampf nicht alleine, dass musst du nicht. Lass dir helfen. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du da raus kommst.
    Liebe Grüße Britt

    Moin,
    Susanne, ich frag mich gerade, warum du das Verhalten eines

    Zitat

    Dummen (sorry)

    rechtfertigst?
    Außerdem ist deine Erklärung mehr als fragwürdig...jüngstes Beispiel ist die virtuelle Zusammenrottung von Dummen mit ihren rechtsextremen Hassemails.
    Und wenn es dieses Forum irgendwann nicht mehr gibt, dann liegt es vielleicht genau an diesem

    Zitat

    Dummen (sorry)


    Dann ist es halt so....wer soll sich denn hier als Neuling noch Hilfe holen, wenn man die Beiträge (jüngstes Beispiel Sonne) des

    Zitat

    Dummen (sorry)

    liest?
    LG Britt

    Hallo Sonne,
    bitte entschuldige, dass du in dieser Form begrüßt worden bist.
    Ich bin Britt und trockene Alkoholikerin. Schön, dass du hierher gefunden hast.
    Wie können wir dir denn helfen? Magst du vielleicht etwas mehr von dir erzählen?
    LG von Britt

    Zitat


    @ Greenfox


    Greenfox, das hast du in einem anderen Thread geantwortet und ich bin verwirrt...ist Datenschutz hier vollumfänglich gewährleistet?
    LG Britt


    Lieber Greenfox,
    ich hatte gehofft, dass du mir "drüben" antwortest. Dem ist leider nicht so. Deswegen möchte auch ich an dieser Stelle meinen Unmut äußern.
    Dein zitierter Satz löste auch in mir etwas aus und ich stellte mir selbst folgende Fragen:
    Troll hin oder her..wer oder was gibt Greenfox das Recht persönlich bezogene Daten öffentlich zu machen? Macht er das auch bei mir, wenn er mich beim "Lügen" erwischt oder wenn ihm etwas an mir nicht gefällt oder ich unsinniges Zeug rede ??? Bin ich hier anonym oder nicht? Was stellt er mit meiner IP-Adresse womöglich noch an? Welche Daten kann er noch abgreifen? Hat ein "checkuser" nicht strenge Regeln zu beachten? Wo bleibt die Privatsphäre bzw. die Datenschutzrichtlinie? Lag hier erheblicher Missbrauch oder ein Regelverstoß vor, der es erforderlich machte, die IP-Adresse des Benutzers zu checken (und öffentlich zu machen) frei nach dem Motto: zeig mir deine IP und ich sag dir wer du bist ?
    Ja, auch ich finde, du hast eine Grenze überschritten...

    Guten Morgen!
    Ich bin Britt und abstinente Alkoholikerin.
    Schön, dass du hierher gefunden hast.
    Du bezeichnest dich als Beta-Trinker. Nach Jellinek wärst du dann ja weder körperlich noch seelisch abhängig.
    Ist das wirklich so? Ich denke nein, denn du schreibst ja auch, dass du jeden Abend auf den Alkohol angewiesen bist.
    Du benötigst ihn, also bist du abhängig.
    Bezeichnest du dich selbst als Alkoholiker?
    Hast du dich denn hier angemeldet, weil du aufhören willst zu trinken oder weil du Ratschläge brauchst, wie du zu deinem Normalgewicht kommst?
    Gewohnheiten kann man nur ändern, wenn man den inneren Schweinehund auch mal überwindet. Du musst wollen.
    Fitnesstudio am Abend wäre so eine Idee. Gerade jetzt in den Sommermonaten kannst du auch abends spazieren- oder Laufen gehen, oder schwing dich aufs Fahrrad.
    Nutze alle Möglichkeiten, die sich dir bieten nur sitz nicht alleine zuhause rum.

    Lieben Gruß von Britt

    Hallo Robin,
    ich bin Britt und Alkoholikerin.
    Also das was du da schreibst, und da stimme ich Susanne zu, hört sich in der Tat gruselig an.
    Schlau-statt-blau: warum hast du diesen Nick gewählt, wenn du dich für das Sterben entschieden hast?
    Vielleicht magst du ja (nur für mich zum Verständnis) diese Fragen beantworten: War es deine erste Entgiftung? Wer hat den Notarzt gerufen? Du hast Desinfektionsmittel auf der Intensivstation getrunken?
    Warum hast du nicht mit dem Arzt gesprochen?
    In deinem jetzigen Zustand über „Genusstrinken“ nachzudenken, halte ich für völlig abwegig.
    Werde gesund!
    Britt


    Ich muss ja jetzt meine Finanzen dringend in Ordnung bringen... Da kann man ja nicht 30,00 Euro für Bücher ausgeben... Die gibt es sicher auch in der Stadtbücherei...
    Viele Grüße

    freedom

    Hallo Freedom,
    ich bin Britt, Mitte 50 und alkoholkrank. Schön, dass du hier bist.
    Sprich das Ganze doch mal in deiner Selbsthilfegruppe an. Vielleicht könnt ihr ja untereinander Bücher tauschen?
    Bis heute ist für mich die SUCHTFIBEL von Ralf Schneider eines der besten (wenn nicht sogar das beste) Bücher zum Thema Sucht. "Trivial" Literatur findet bei mir nur wenig Platz. Für Viele mag dieses Sachbuch vielleicht ein wenig "trocken" sein, weil sehr sachlich und informativ, aber gleichzeitig ist es auch praktisch anwendbar. Zudem ist es nicht nur für Betroffene geschrieben, sondern für alle, die SUCHT verstehen wollen. Du kannst Geld sparen, wenn du eine ältere Auflage kaufst.
    Bist du bei Ama..-prime? Dort kannst du auch Bücher ausleihen.

    LG Britt


    P.S. der Nickname gehr gar nicht. Er nichts anderes als eine Reklame für eine bestimmte Biermarke.

    Moin,
    na ja, es gibt da eine kleine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg....die Einwohner sind Krombacher..
    zählen allerdings mehr als 24 Einwohner. ;)