Beiträge von lilly0805

    Guten Abend,

    mein Mann wurde gestern zum Glück endlich in der Klinik aufgenommen.
    Ich habe ihn dort hingebracht, um zu sehen, dass er auch wirklich reingeht.

    Der Besuch bei einer Anwältin hat nicht wirklich etwas gebracht. Da zur Zeit niemand weiß, wie es mit ihm weitergeht, welche Diagnose in der Klinik gestellt wird u.s.w. muss man abwarten wie die Situation sich entwickelt.
    Mein Plan ist ja ein Gespräch mit seinem Therapeuten zu führen, danach eines zu dritt. Und ihm zu sagen, dass es mit uns nicht weitergehen wird.
    Da er unsere Wohnung finanziell nicht tragen kann, muss er sich eine kleine Wohnung anmieten.
    Ich möchte das möglichst friedlich regeln, aber auch das liegt leider nicht in meiner alleinigen Hand.
    Ich werde mir auch eine andere Wohnung suchen, muss aber erst wissen was finanziell auf mich zukommen könnte ( Unterhalt ? ) .
    Sonntag hole ich die Katzen zurück in die Wohnung, ein kleiner Lichtblick in dieser schweren Situation.
    Ein schönes Wochenende für alle,

    Lilly

    Ich danke euch sehr.
    Er ist jetzt in der Gästewohnung, die Schlüsselübergabe war zum Glück problemlos.
    Seine Familie liegt mir nicht am Herzen, von daher ...... kein Verlust.

    Und ja, ich brauche Kraft für meine Eltern. Mein Papa ist 89 Jahre alt und schwer herzkrank.
    Er ist ganz gut mit Medikamenten eingestellt, mehr kann man nicht tun in dem Alter.
    Ich hoffe er hat noch eine gute, lebenswerte Zeit vor sich.

    Bin erschöpft und wünsche euch einen ruhigen Abend,

    liebe Grüße

    Lilly

    Hallo,
    folgende Situation ist aktuell.
    Ich habe die Option auf eine wirklich tolle Wohnung. Da ich aber nicht weiß, welche Unterhaltsforderungen auf mich zukommen könnten, bin ich unentschlossen ob ich sie anmieten soll.
    Habe am Donnerstag einen Termin bei einer Anwältin, muss mich beraten lassen.

    Morgen kommt mein Mann aus Heiligenhafen zurück. Ich habe eine Gästewohnung für ihn angemietet.
    Er will natürlich in unsere Wohnung zurück, habe ich abgelehnt. Am 15.3. wird ihn ja die Klinik anrufen und ihm mitteilen ob sie nun endlich ein Bett für ihn haben. Ich hoffe sehr, dass der Termin dann endlich klappt. Das wäre für mich dann die Möglichkeit, ihm mit Hilfe eines Therapeuten mitzuteilen, dass ich diese Ehe auf keinen Fall weiterführen kann. Und die Pfeile seitens seiner Familie fliegen auch schon.
    Ich habe, falls die Situation eskaliert, einen Schlüssel für die Wohnung eines Freundes. Und die Option bei zwei befreundeten Paaren unterzukommen.
    Zu allem Überfluss ist mein Papa seit Wochen schwer erkrankt, ich versuche mit meiner Mutter zusammen diese Situation zu meistern.

    So, das ist der aktuelle Stand,
    LG
    Lilly

    Danke euch allen.
    Mein Weg steht fest. Habe ihn genau vor Augen.
    Und werde ihn gehen.
    Ich erfahre so viel Hilfe und Verständnis auf diesem Weg, das macht mich glücklich.
    Und ich spüre wieder Kraft nach den letzten Wochen.

    Schönen Abend für alle,

    Lilly

    Hallo Gerchia,

    danke für deine lieben Zeilen.
    Ja, ich weiß, da wird einiges auf mich zukommen. Ich bin bereits seit 2 Jahren bei einer Therapeutin um mit der Situation umgehen zu können. Nächste Woche habe ich wieder einen Termin.
    Auch eine Selbsthilfegruppe habe ich mir schon rausgesucht, hatte aber noch keine Kraft hinzugehen.
    Werde ich aber sicher noch tun. Ohne Hilfe schaffe ich das nicht so gut, das ist mir schon klar.
    Ich schau mal morgen , hab noch ein weiteres Appartement gefunden, also 2 zur Auswahl. Notfalls kann ich auch zu meinen Freunden gehen. Ich muss ihm auch noch klarmachen, dass ich nicht mehr mit ihm leben kann und möchte. Hab ich zwar schon gesagt, aber da kommt nichts bei ihm an. Er versteht überhaupt nicht was er mir all die Jahre angetan hat. Es ist schon ne ätzende Situation.

    Liebe Grüße,

    Lilly

    Hallo,
    ich war jetzt seit über einem Jahr nicht mehr in diesem Forum aktiv.
    Die Situation ist eskaliert, mein Mann wurde zu allem Überfluss auch noch arbeitslos.
    Die Abstürze wurden immer schlimmer und länger im letzten Jahr.
    Vor ein paar Wochen trank er 5 Tage durch, er äußerte Suizidgedanken, wollte nichts mehr essen und sich Insulin spritzen. Er ist ja Diabetiker. Auch das Thema totsaufen wurde geäußert.
    Ich rief einen Rettungswagen, Hilfe abgelehnt, er wollte nicht ins Krankenhaus.
    Ich rief den sozialpsychatrischen Dienst unserer Stadt. Die kamen umgehend in Haus, er lehnte jede Hilfe ab.
    Freitags Abends kam ich nach Hause, er war volltrunken.
    Ich telefonierte mit meiner Freundin, diese bot mir an vorbeizukommen mit ihrem Partner.
    Wir verabredeten, dass die beiden in unserer Wohnung bleiben und ich in deren Wohnung fahre.
    Das tat ich auch, ich konnte nicht mehr. Mein Mann schmiss die beiden dann später raus und wollte allein sein. Wir waren in großer Sorge ob er die nächsten Tage überlebt. Aber, siehe da, hat er.
    Am nächsten Tag holte ich unsere beiden Katzen aus der Wohnung und brachten sie zu einer Freundin.
    Dort sind sie immer noch. Er war in diesen Phasen nicht in der Lage sie zu versorgen.
    Und ich kann nun endlich agieren, muss mir um die Katzen erstmal keine Sorgen machen.

    Er hat sich dann bereit erklärt Montags in eine Klinik zu gehen, unser Freund begleitete ihn. Er wurde akut nicht aufgenommen, sollte dann am 1.3. kommen. Auch dieser Termin platzte, jetzt soll es der 15.3. sein.
    Ich kann mit ihm nicht mehr leben. Zwischenzeitlich wohnte ich bei meinen Freunden, dann zog er in eine leerstehende Wohnung eines Kollegen. Zur Zeit ist er in Heiligenhafen bei seiner Familie und wir haben keinerlei Kontakt.
    Aber er kommt nächsten Dienstag zurück, da ja dann der Aufnahmetermin sein soll.
    Ich bin nun in unserer gemeinsamen Wohnung und suche nach einer Lösung. Werde mir morgen ein Appartement ansehen, dann muss er eben da bleiben, falls der Kliniktermin wieder platzt. Wenn er überhaupt noch hingeht.
    Fakt ist, er ist unberechenbar, wird aggressiv im Suff und er sieht immer noch nicht ein, dass er Hilfe braucht.
    Aber ich muss jetzt an mich denken. Bin schon dabei mir eine Wohnung zu suchen und versuche ruhig zu bleiben. Step by Step. Wahrscheinlich geht’s sowieso nicht ohne Ärger ab, muss mich darauf vorbereiten.
    So, das ist der aktuelle Stand, vielleicht hat ja jemand aus diesem Forum noch ein paar Ratschläge für mich. Wäre euch sehr dankbar.
    Liebe Grüße
    Lilly

    Noch einige Anmerkungen zu Brants Worten.
    Die Therapeutin habe ich mir gesucht, um besser mit den psychischen Problemen meines Mannes zurechtzukommen. Depressionen gehen aber leider fast immer mit Alkohol einher. Das ist dann das nächste Problem.
    Den Satz mit der Beautyfarm fand ich etwas daneben, ehrlich gesagt. Ich bin keinesfalls eine Beautytussi die sich mit ihren Mädels dort ständig ne schöne Zeit macht. Aber gut, das musste ich noch loswerden ;)

    LG

    Lilly

    Danke euch für die Antworten und für eure Ehrlichkeit. Harte Worte, aber auch danke dafür!!!
    Und ja, vielleicht bin ich noch zu blauäugig. Es kann gut sein, dass ich das Ausmaß noch nicht erkenne !! Trotz allem bin ich froh und dankbar über eure Reaktionen!!
    Lieben Dank,
    Lilly

    So, es geht wieder los. Er war einige Tage trocken, seit gestern trinkt er wieder.
    Ich bin bereits seit einer Woche krankgeschrieben, fette Erkältung und versuche mich zu erholen.
    Gestern Abend haben wir zusammen gekocht und dabei ein Glas Wein getrunken. Soweit so gut.
    Später ging er dann wieder in den Keller ……
    Seit heute morgen ist er auch stark erkältet. Ich war dann kurz Brötchen holen, als ich zurück kam, kam er mir aus Richtung Keller entgegen. Sichtlich angeschickert, um 10:00 Uhr morgens.
    Jetzt schläft er. Ich sitze mal wieder fassungslos hier.
    Was kann ich tun ? Meine Therapeutin rät mir dazu die Dinge laufen zu lassen und nicht einzugreifen.
    Auch das Thema nicht anschneiden wenn er trinkt. Fällt mir sehr schwer.
    Hat jemand einen Rat für mich?
    Bin so froh über dieses Forum, mit wem kann ich denn sonst darüber reden.

    Lieben Gruß

    Lilly

    Hallo Dietmar,
    vielen Dank für deine aufmunternden Worte :).
    Die Idee, ihn außerhalb unserer Wohnung trinken zu lassen, klingt sehr verlockend.
    Das muss ich mal in Ruhe überdenken. Ich möchte mir eigentlich auch nicht antun, aus meinem geliebten Zuhause zu flüchten. Und den Katzen würde das auch nicht gut tun.

    Zu Thema Selbsthilfegruppe. Meine Therapeutin rät mir auch schon seit längerem dazu.
    Ich habe mir schon eine rausgesucht, da werde ich nächste Woche wohl mal hingehen.
    Und du hast völlig recht, das Loslassen ist sehr schwer. Aber ich arbeite hart an mir und das werde ich auch noch schaffen!!! Alles andere würde mir meine Lebensfreude nehmen und das will und kann ich nicht zulassen.

    Lieben Gruß und Dank,

    Lilly

    Lieber Dietmar,

    Danke für deine Antwort.
    Ja, mir ist das alles schon sehr bewusst. Ich setze mich ja schon lange mit diesem Thema auseinander.
    Wollte auch nur auf die gestellte Frage antworten.

    Und ja, es geht hier um mich, endlich mal.
    Ich muss, nachdem mir klar geworden ist, er hat ein Alkoholproblem, meinen Weg finden damit
    umzugehen.
    Ich schwanke zwischen Mitgefühl, Wut, Enttäuschung und Hoffnung hin und her.
    Wenn er nicht trinkt ist unser Zusammenleben schön. Dann keimt wieder die Hoffnung auf.
    Aber die Enttäuschung im umgekehrten Fall ist jedesmal schrecklich für mich.
    Ich habe schon darüber nachgedacht mir ein kleines Appartement anzumieten, um in diesen Phasen einfach zu gehen. Wir haben 2 Katzen, diese müsste ich dann mitnehmen, da er, wenn er trinkt die beiden nicht richtig versorgt.
    Andererseits habe ich ihm auch schon gesagt, er soll sich eine Wohnung suchen, wenn er nichts gegen seine Trinkerei tut. Ich habe aber eine Riesenangst davor, dass er dann komplett abstürzt.
    Auch davor, dass er sich etwas antut. Die Gedanken hat er auch schon geäußert während der depressiven Phasen.
    Mir ist natürlich klar, dass er mich damit manipuliert, aber das macht es nicht einfacher.
    Es ist auch so, wenn ich nachmittags unterwegs bin, und weiß er ist allein zuhause, dann weiß ich nie was mich erwartet wenn ich heim komme. Hat er dann getrunken oder nicht?
    Das war vorgestern wieder der Fall, er trinkt aber zum Glück im Moment nicht. Aber dieses Gefühl nicht in Ruhe etwas unternehmen zu können ist furchtbar.
    Ich fahre auch seit Jahren mit meinen Mädels zu einem Beautywochenende. Ich tue das, aber entspannen kann ich mich dabei nicht. Im letzten Jahr kam ich von dem WE zurück und fand ihn völlig unterzuckert vor ( er hat seit 2 Jahren Diabetes ). Ich hab dann Blutzucker bei ihm gemessen und ihm Traubenzucker eingeflößt. Sowas braucht doch kein Mensch :-\.
    Ich weiß, ich weiß, er ist ein erwachsener Mann, ich fühle mich aber trotzdem verantwortlich für ihn.
    Ich lerne ganz langsam, dass ich an mich denken muss und stelle auch schon Fortschritte fest.
    Wenn er trinkt gehe ich jetzt auch weg, besuche Freunde oder gehe zum Sport. Das kann ich bereits ohne mich schlecht zu fühlen.
    Aber mich komplett zu lösen, das wird noch dauern.
    So, das muss erstmal reichen,

    Lieben Gruß,

    Lilly

    Guten Morgen und vielen lieben Dank für die Antworten.
    Es tut sehr gut eure Meinung zu hören. Und es bestätigt mich auf meinem Weg.
    Zu folgender Frage :

    Ich möchte aber noch mal kurz nachfragen: Wie ordnest Du seine psychischen Probleme zeitlich ein - bevor er anfing zu trinken oder begannen diese danach?

    Die psychischen Probleme waren zuerst da. Er erklärte mir einmal, dass der Alkohol ihm dabei hilft
    nicht nachzudenken. Er flüchtet dann in den Schlaf. Und meint dadurch seinen Kopf frei zu bekommen.

    Liebe Grüße

    Lilly

    Hallo,
    vielen Dank für die Antworten.
    @Dietmar,
    ich möchte gerne deine Fragen beantworten.
    Mit der Therapie habe ich begonnen, weil ich mit der Situation zuhause nicht mehr zurecht kam.
    Die Co-abhängigkeit hat dann die Therapeutin festgestellt. Ich hatte davon keine Ahnung.
    Natürlich habe ich alles getan, was zu dieser Diagnose gehört ( Alkohol weggeschüttet, meinen Mann
    geschützt u.s.w.). Auch dass er ein echtes Alkoholproblem hat wurde mir erst vor kurzem klar.
    Es ist nun auch nicht so, dass er täglich Unmengen trinkt. Aber er trinkt zum Beispiel sehr oft
    wenn ich nicht zuhause bin, er also allein ist. Oder wenn er Probleme mit seiner Familie, den Kollegen
    oder mit sich selbst hat.
    Seine psychischen Probleme hat er bereits seit langer Zeit, ca 12 Jahre würd ich tippen.
    Meiner Meinung nach sind es Depressionen und Angststörungen. Er hat sich jahrelang geweigert
    professionelle Hilfe anzunehmen. Im letzten Jahr ergab sich dann ( zum Glück) folgende
    Situation. Ein Freund war zu Besuch und wir saßen auf der Terrasse, es war nachmittags.
    Mein Mann ging oft in die Küche und ich bemerkte, dass er trank. Er hat sicher eine halbe Flasche Ouzo
    geleert. Da ich zu der Zeit bereits durch meine Therapeutin gelernt hatte, ihn nicht zu schützen,
    ließ ich die Situation laufen.
    Irgendwann ging er zu Toilette,und der Freund sprach mich an, was mit ihm los sei.
    Ich sagte es ihm. Daraufhin hat unser Freund sich eingemischt und mehrere Tage mit meinem
    Mann geredet. Er hat ihn dazu bekommen sich einen Therapieplatz zu suchen.
    Ich muss aber feststellen, dass sich die Alkoholabstürze seit Beginn der Therapie vermehrt haben.
    Das kann auch gut sein, ich weiß.
    Natürlich weiß ich auch nicht, was er dort bespricht und ob er über sein Alkoholproblem in aller
    Offenheit redet. Ich habe auch schon oft bemerkt, dass er sich selbst belügt. Und mich natürlich
    auch. Er hat Phasen, da geht er häufig in den Keller und kommt mit jedem Mal betrunkener
    wieder in die Wohnung. Darauf angesprochen leugnet er getrunken zu haben. Das ist schon häufiger
    passiert.
    Mit dem - ich kann nicht mehr - meine ich genau solche Dinge. Natürlich hoffe ich in den trockenen
    Phasen immer wieder und immer wieder, aber ich werde immer wieder enttäuscht.
    Und das seit Jahren. Mein Vertrauen ist gen Null gesunken.

    Ich hoffe in diesem Forum Menschen mit ähnlichen Problemen zu finden. Vielleicht hilft mir der
    Austausch, ich kann ja mit kaum jemanden darüber reden. Meine Therapeutin tut mir sehr gut, aber
    es wäre schön auch noch von anderer Seite Hilfe und Erfahrungen zu bekommen.

    So, das war es zunächst einmal,

    lieben Gruß

    Lilly

    ......und bin Co-Abhängig. Mein Mann hat psychische Probleme und versucht diese durch Alkohol
    zu " lösen ". Das geht seit Jahren so und ich kann langsam nicht mehr.
    Ich bin seit einem Jahr bei einer Psychotherapeutin und erkenne dadurch so langsam, dass ich
    mein Verhalten ändern muss. Das fällt mir sehr schwer.
    Mein Mann geht seit ein paar Monaten endlich auch zur Psychotherapie.
    Ach ja, ich bin 57 Jahre alt, berufstätig und habe keine Kinder.
    Mit meinem Mann bin ich seit 1993 zusammen.
    So, das war eine kurze Schilderung meiner Situation, ich freue mich auf dieses Forum und hoffe
    auf einen regen Austausch.