Beiträge von wolfsfrau

    Nochmal abschließend von mir ...

    @Blaumann,

    - also ich sehe Dich nicht in Gefahr, selbst im Alkohol zu 'versiegen'
    - Du schreibst ja auch, dass Du Jugendliche unterstützen möchtest

    - ich weiß, dass es zum Hinterfragen den eigenen Willen braucht
    - diesen Willen kann ich in niemandem 'erzeugen', nur Hilfe anbieten

    - ich lese viel Intensität heraus, vielleicht geht es um Lebendigkeit
    - braucht es Extremerfahrungen oder ist dann Adrenalin "die Substanz"?

    - niemand fordert irgendeine Wertsteigerung in meinem Leben von mir
    - ich selbst kann mir aber allerhand Fragen zur Qualität in allem stellen

    -> es ist alles FREI - WILLIG ... und nur in jedem selbst 'aktivierbar'

    (...)

    Mein eigener Genesungsweg raus aus Zwang/ Kontrolle/ UN-FREI-WILL-igkeit
    besteht paradoxerweise in der zunehmenden Annahme noch "offener Fragen".
    Ich schreibe das aber aus einem anderen Winkel als Deinem.

    (...)

    Grüße von der
    Wolfsfrau

    ... ich nochmal ... ;)

    Mir kommt es vor, als ob Du, @Blaumann,

    in uns allen dasselbe Erkenntnis-Interesse und denselben mentalen Marschplan
    unterstellst? Dein "Du" meint dann eigentlich gar keine andere Person mit eigenem,
    Denken, sondern nur eine Randfigur in Deinem Denkplan? Und die hätte dann den
    "falschen" Blickwinkel auf Dein Ziel, wenn sie Fakten, Erfahrungen, Analyse anders
    zusammen führt, als Du das mit Deiner ganz EIGENEN Motivation und Methode tust?

    Ich finde es beim Lesen schwer, mich eingeladen zu fühlen, wirklich etwas beizutragen.
    Es ist, als schreibt man einen Brief an ein Raster, das antworten wird, ob "passt", was
    geäußert wurde. Ist das dann nicht eine Diskussion ohne Gegenübers, sondern alle
    stehen als Team hinterm Diskussionsführer und Vordenker? Ohne eigene Positionen.

    Also für mich muss keiner vordenken. Ich nähere mich lieber an, wenn ich selbst Be-
    rührungspunkte sehe und eine EIGENE Motivation spüre, an der Stelle zu vertiefen.
    Sonst gibt's ja wieder nur ja/nein, passt/nicht, ... der ganze Kontrollwahn re-loaded.
    Als ob ein einziger Hirnkasten das alles optimieren könnte. Oder können müsste ...

    Das ist kein Plädoyer für innere Dumpfheit. Aber wozu Allgemein-Formeln ermitteln,
    wenn jeder nur FÜR SICH erkennen, dingfest und gangbar machen kann, was ER ganz
    persönlich braucht, um sein Ziel (Genesung, Abstinenz, Selbstbestimmung) zu fördern?

    Für mich hat das was von Entwicklungshilfe an anderen. Dein Stil kommt leicht rüber,
    als hätte sonst noch niemand in irgend welchen ähnlichen Geleisen je vorausdenken
    oder sich selbst befragen müssen. Das kann ich mir in diesem Forum ehrlich gesagt
    nicht vorstellen. Was treibt Dich an (welches Gefühl?), dass Du so stark ergründen musst,
    wie alles zusammen hängt? Das wäre für mich der interessanteste Punkt an der Debatte.

    ... falls Du dazu etwas sagen magst.

    Grüße von der
    Wolfsfrau

    Danke, Brant! :)

    Volltreffer, würde ich sagen. 44. Endlich mal ein Papier, das die Begriffe
    und das Erleben der Co-Abhängigen selbst zusammen führt. Ich hatte
    all diese Fragmente jahrelang parallel im Kopf laufen und suchte immer
    nach Belegen (als artiges Co-Kind), dass auch Selbstausdruck und Selbst-
    behauptung ("Wolfsfrau", "Eisenhans") zur Genesung dazu gehören. Also
    die "harte" Seite, in der Sprache des Anpassungs-gewohnten "Mädchens".

    Ich bin schwer begeistert davon, wie der Text alles zusammen bringt.
    Endlich.

    Tausend Dank fürs Einstellen, :sun:

    Wolfsfrau

    Neulich in einem Film ("Krauses Geheimnis"):

    "Sag mal, willst Du denn niIie erwachsen werden ?! " (statt rum zu träumen)
    "Also für soOo'n Quatsch hab' ich nu' ECHT keine Zeit ... " (total befremdet)

    (Ich habe mich so gekringelt, wie das rauskam. ;D )

    Bei mir gab's heute mein erstes Spargel-Essen ... 44.
    Mit ganz wenig Wasser, Salz und Zucker, in einer Pfanne (Deckel) gedünstet.
    Dazu junge Kartoffeln mit Schale, Kasseler (mager) und etwas Butter.
    Sollte ich vegan essen müssen/wollen, brauche ich vor allem Räucher-Tofu ... ;)


    ... noch etwas off-topic @Franz, ;D

    Dein Teller gefällt mir gut (das Muster)! - Und dass Du so viel herum probierst
    & uns hier berichtest. Ich lese hier gerne mit und lasse mich inspirieren.

    Liebe Grüße allen,
    Wolfsfrau

    Hallo Blaumann,

    ich lese hier schon länger interessiert mit und möchte heute etwas dazu sagen. :)

    Meine Tochter hat mein Problem nach dem ich ihr einiges erklärt habe auch als ein Problem wahrgenommen.
    Sie wird mich auch das ein oder andere mal zu SB begleiten wollen wenn ich es Wünsche.


    Hier stimme ich Dietmar zu, Deine Tochter aktuell möglichst nicht in DEINE Behandlung einzubinden.
    Jedenfalls nicht, ehe sie Zeit und Gespräche genug hatte, um ihre EIGENEN Erfahrungen mit dem
    Thema "Alkohol" und "ihre Gefühle dazu" aufzuarbeiten.

    Kinder sind so unterstützend, ich bin selbst eins (älteres), die kriegen ihren eigenen Grenzverlust gar
    nicht mit. Viele verlieren ihre eigene Gefühle, da sie zu sehr in denen anderer mit unterwegs sind, aus
    Loyalität.

    Ich finde es toll, was Du alles für Dich unternimmst. 44.

    Weiter alles Gute für die nächsten einzelnen Schritte!

    Liebe Grüße,
    Wolfsfrau

    Hallo Isa, :)

    nee, habe ich selbst noch nicht. Aber ich weiß aus verlässlicher Quelle (gute Freunde), dass
    sie sehr klarsichtig und lebensnah denkt, schreibt und "unterrichtet". Ohne Lehrerin zu sein.
    Und auch Therapeutin ist sie nur durch ihre Ausbildung. Tatsächlich lehnt sie die Rollenvertei-
    lung ab, versteht sich eher als Zeugin des Prozesses, den ein/e andere/r vor ihr, in der Gruppe,
    durchläuft. (Mattenarbeit.) Im 12-Schritte-Kontext ist sie recht bekannt, weil sie das Loslassen
    lebt. Weg von Kontrolle und Selbstverbiegung, hin zum Mut, sich selbst zu folgen & vertrauen.
    Sie hat auch Tagestexte (Meditationsbuch) verfasst, die sicher über Amazon zu finden sind.

    Mit den von ihr beschriebenen Themen, vor allem Co-Abhängigkeit, habe ich mich aber schon
    seit vielen Jahren befasst. Durch sie ist mir die volle Auswirkung und Verzahnung mit unseren
    Lebensumständen bewusst geworden. Und wie wenig Raum da fürs Vertrauen ins nicht-Wissen
    ist. Wieviel Druck und Perfektionismus daraus geboren werden, um dann die Menschen zu er-
    schöpfen, die darin ihre Sicherheit suchen. (Ich bin durch den Kreislauf selbst schon oft durch.
    So lange strampeln und "es schaffen" wollen, bis ich wie ausgespuckt wieder bei Null anfange
    und das Gefühl zu spüren bekomme, dass ich keine Kontrolle habe. Nur eine Wahl, Neues zu
    wagen, und das ist nicht immer angstfrei möglich. Aber ich übe!)

    Liebe Grüße,
    Wolfsfrau

    Danke für den Artikel, @ Isabelle,

    der Zusammenhang "Sucht" (Betäubung), "um alles Wider-Lebendige überhaupt zu ertragen",
    hat mich an den Ansatz von Anne Wilson Schaef erinnert. Beim Googeln stieß ich auf diese Seite:

    http://buch-blog.info/anne-wilson-sc…lter-der-sucht/

    Der Artikel ist ziemlich kurz und erlaubt einen Express-Einblick in ihren Hintergrund als Wissenschaft-
    lerin und Therapeutin. Sie weitet das Feld noch aus, über Mann vs. Frau hinweg, zum Kern von Sucht
    und ihrem Wirken / "Nutzen" in einem dysfunktionalen System (entmündigende Gesellschaft).

    Viele Grüße allen Interessierten,

    Wolfsfrau


    Die Kosten muss der Patient zahlen, da weder die RV noch die KV sich daran beteiligen wird.

    ... die "Behandlung" wird, wie auch das Pauschalpaket in eine Schönheitsklinik, AUF KREDIT angeboten. :-X
    Und das Kliniks-Personal ist weder mit Bild noch Eigennamen abgebildet, nur nach "Position" beschrieben.
    Der "Behandlungsplan" umfasst 14 Tage und ist durch den leitenden Arzt variierbar (kürzbar? nach der Bezahlung?).

    ... mir kommt da ein spontaner Gedanke: Hilfe zur Stress-Entlastung anbieten? :)

    Ich weiß nicht, wie "cool" das ist, aber Reden über Gefühle kann coole Wirkung haben.
    Mittel beimischen finde ich persönlich am wenigsten cool, weil es emotionale Distanz
    ausdrückt. Auch etwas Überheblichkeit irgendwie, weil es über sie hinweg geschieht.
    Wenn auch nur in Deinen Gedanken. :-X

    Viele Grüße,
    Wolfsfrau

    Ich auch! :sun:

    Vor allem der zweite Vortrag hat es mir angetan. Annahme statt erneutes Kämpfen,
    sogar um die "richtige" Genesung. Ich konnte es nie in eigenen Worten erklären,
    ohne Angst, dass mir allenfalls spirituelle Naivität bescheinigt wird. Franz Strieder
    liest sich so menschen-nah, wohlwollend und kraftvoll. (So sind die Schritte nach
    meinem bisherigen Verständnis und meinen Erfahrungen damit gemeint.)

    Ich bin dankbar für solche Futterquellen. ;D

    Allen liebe Grüße,
    Wolfsfrau

    p.s. Falls hier keine Reaktionen stehen sollen, weil das den Faden "unterbricht",
    lösche ich das auch wieder. Es soll ja vielleicht eher eine Bibliothek sein, oder?


    Erst mal: Wolfsfrau, ich habe deinen Beitrag selbstverständlich auch gelesen und möchte
    mich jetzt kurz herzlich bedanken. Eine Reaktion folgt noch!

    Danke Stengel,

    ich hab's gesehen. :) Mach' Dir keine Gedanken, ob ich eine Reaktion erwarte. Ich schreibe
    eher einfach das, was ich gern weitergebe, weil es mir für irgendeine Erkenntnis geholfen
    hat. - Ob es deshalb auch für Dich, oder für eine nur annähernd ähnliche Situation "passt",
    kann ich dabei nicht wissen. In diese Offenheit lege ich mein Gelerntes, wie auf einen Markt.
    Manches geht direkt über den Tisch und anderes bleibt liegen. Das hat nichts mit mir zu tun.

    Liebe Grüße,
    Wolfsfrau

    Hallo Mae, :blumen2:

    mit dieser Reaktion hat Dir Dein Gegenüber die Entscheidung ja fast leicht(er) gemacht.

    Ich kann mir vorstellen, welch ein Schlag es emotional trotzdem ist, einfach "niemanden
    anzutreffen" mit den eigenen Worten. Und mit dem Ringen um die Beziehung. - Du hast
    getan, was Du konntest.

    Deine Zeilen, von weiter oben, helfen Dir ganz sicher, die Treue zu Deinem Gefühl zu halten.
    Die Zerrissenheit kann ich Dir ein wenig nachfühlen. Ich hatte das mal mit einem Brief
    an meine Mutter durch (mit nur der Info, dass es Hilfe gibt). Es kam ein Zweizeiler zurück;
    sie habe keine Verwendung dafür (beigelegte Broschüren) und sende sie mir deshalb zurück.

    Im Gegensatz zu Dir ging da für mich der Weg durch meine Gefühle - samt hilfreicher Wut
    für eigene Grenzen und das Aufgeben meines unerwünschten Ringens - erst richtig los. :-X


    (...) Aber es sind seine Gefühle.

    Meine sind ähnlich und es reicht mir, wenn ich mich mit meinen herumschlagen muss. :(

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Wärme für Dich selbst, hilfreiche und emotional erreichbare
    Menschen um Dich, und guten Schlaf! :)

    Alles Gute für jetzt,
    Wolfsfrau

    Guten Morgen Mae, :)

    ich möchte Dir für das hier danken:


    Letztlich muss ich mich fragen, ob meine Liebe ausreicht. schwitz. Und wenn sie ausreicht,
    ob es dann nicht eine abhängige Liebe ist, eine unfreie, die mich Lebensfreude und Sicherheit
    kosten wird.
    ALso keine gesunde Liebe, sondern eine eher ungesunde mit Selbstaufgabe meiner
    Persönlichkeit und meiner Vorlieben.

    Ich habe eine ähnliche Baustelle und verwechsle sehr oft "Zuständigkeitsgefühle" mit Liebe.
    Liebe entsteht nur da, wo ich geschützt in meiner Lebendigkeit bin. Nicht dort, wo ich liebe,
    in der Hoffnung, mit meinem Helfen/ Leisten/ Problemlösen endlich die Ruhe WIEDERherzu-
    stellen, die ich für meine Lebensfreude brauche.

    1. Lebensfreude
    2. Dann Power abgeben

    Sonst kommt keiner im süchtigen System je auf die eigenen Beine. Das habe ich inzwischen
    gelernt, "vergesse" es in meinen tiefsitzenden 'Denke' (als abhängig erzogenes Menschenkind)
    nur immer und immer wieder.

    Ich danke Dir sehr fürs Erinnern!

    - und ich drücke Dir ganz fest die Daumen, 44.
    dass Du klar und Dir-selbst-treu sagst, was für Dich und Deinen Raum zu sagen ist. :)

    ... einen habe ich noch: In meinen SHGs ging es von Anfang an genau NICHT um ihre/seine Sucht,
    sondern um MEINE. Ich habe dort zu meinen Gefühlen zurück gefunden, wurde wertfrei angehört,
    immer wieder, solange ein Thema eben 'dauert', ... und ich habe Lebensfreude 'at its best' kennen-
    gelernt. Nicht die überdrehte, sondern die entlastete, wenn man allen Krempel aus der Hand gibt,
    der da eh nie gedeihen wollte. Fremde Angelegenheiten, überzogene Ansprüche an mich selbst, ...
    allen Ballast eben.

    Alles Liebe und Gute für heute!

    Wolfsfrau

    ... noch ein P.S. :


    das Schlimmste wäre, dass ich mit dem Mann den ich liebe, auch meine Zukunftsplanung
    verlieren würde. Ich würde also in ein Loch fallen. Das rauskrabbeln wäre schwierig.

    44. Glückwunsch! Das ist ganz aufrichtig gemeint. Du SIEHST Deine Fußangel.
    Die Angst, die Beziehung zu verlieren. Und den Halt, der davon auszugehen schien.

    Es stimmt. Das ist ein ziemlicher Angang, mit diesen Gefühlen (Enttäuschung, Trauer)
    zurecht zu kommen. Aber einen echten Vorteil hätte der Weg: Er hängt allein von deiner
    Bereitschaft und Fähigkeit ab, hinzusehen und bereit zu sein, es zu durchleben.

    Damit hast Du die vollen 100% Deiner Handlungsfähigkeit, Deiner Würde und Deiner
    Echtheit (ohne Dinge ausschweigen und aushalten zu müssen) zurück erlangt! :)

    Das nur mal in die zweite Waagschale. Angst reicht nur für die erste. ;)
    Und die zweite holt auf, sobald man/frau die Kraft erfährt, wieder ehrlich zu sich und
    den eigenen Gefühlen zu werden. (Es zu dürfen, weil nichts mehr auf dem Spiel steht.)

    Das musste noch raus.

    Lieben Gruß,
    Wolfsfrau

    Hallo Mae, :)

    ich bin auch Angehörige, mir wurden diese Sätze mal gesagt, von einem AA-Freund.
    Und ich hätte sie ohne jede "Vorbereitung" durch meine SHG (Al-Anon und CoDA) auch
    gar nicht mit Hintergrund auskleiden können.

    Gerade das Nebeneinander: Ich SEHE Dein Problem (Du nicht).
    Und: Ich WILL etwas, nämlich das Hingucken (Du nicht).

    haben mich auch lange Zeit "im Patt" fühlen lassen. Gemeint ist tatsächlich, dass Du und
    Kontakt - falls Du es dann überhaupt noch willst - erst wieder ins Spiel kommen, wenn er
    Dich, die REALITÄT (die Deiner Gefühle, die seines Problems, die SEINER Gefühle) zulassen
    kann. Leugnen ist der Dreh- und Angelpunkt der Sucht. Von außen ist der nicht zu knacken.

    Deshalb: "Ich mache meinen Turn, und ich werde nicht mehr um DEIN Problem kreisen."
    Und dazu: "Wenn Du auch keinen Bock mehr hast, Deinen Kram zu leugnen, KANN etwas
    weitergehen zwischen uns." - Immer noch mit allem Raum, jederzeit neu zu entscheiden.
    Niemand wird für einen anderen trocken oder abstinent. - Deine Freiheit, Deine Gefühle,
    was Du wann überhaupt wie / noch willst, das ist davon völlig unberührt.

    Danke Greenfox , dass Du so schnell reagiert hast. Zum Resignieren sind diese Sätze
    eben genau NICHT gedacht.

    Viel Mut und viel Geduld mit Deinem eigenen Weg durch alles, wünsche ich Dir, Mae.

    Viele Grüße,
    Wolfsfrau

    Hallo Stengel, :)

    ich lese hier weiter mit. Und wenn Dir nach Austausch ist, bin ich offen dafür.
    Dass hier jeder aus seinem eigenen Temperament heraus formuliert und dabei
    unterschiedliche Prioritäten setzt, habe ich erst mit der Zeit auszuhalten gelernt.

    Inzwischen kann ich alles da sehen, wo es genau so auch hingehört, ohne mich
    dazu in Vergleich setzen zu müssen. Ich möchte Dir Mut machen, an Deinem
    Thema dran zu bleiben. Und, falls es Dir hilft, durchs Schreiben vielleicht näher
    dran zu kommen an das, worum es Dir wirklich geht.

    In CoDA (kennst Du vielleicht: Codependents Anonymous) sagen wir "die Zwiebel
    schälen", auf dem Weg zur echten Selbsterkenntnis. Das finde ich ein schönes
    Bild, da es alle Langsamkeit und alle Widerstände der Welt einlädt, zum Prozess
    des Erkennens dazu zu gehören. Ich habe früher blind auf Leistung und Anstren-
    gung vertraut, weil ich gar nicht wusste, mir passiert nichts, wenn ich ICH BIN
    und mehr und mehr zulassen kann, dass Eigenschaften und Schutzanteile dazu
    gehören, die ich erstmal nicht "schick" fand. ;) - Pfff. Wir sind hier, um zu lernen.

    So sehe ich das. Und Anregungen stecken sehr viel in fast jeder Perspektive. Aber
    die alle verarbeitet zu bekommen, das hat mich anfangs auch eher überfordert.

    Bleib dran, so wie es Dir gut tut, das möchte ich Dir hier lassen.

    Liebe Grüße,
    Wolfsfrau