... ich nochmal ... 
Mir kommt es vor, als ob Du, @Blaumann,
in uns allen dasselbe Erkenntnis-Interesse und denselben mentalen Marschplan
unterstellst? Dein "Du" meint dann eigentlich gar keine andere Person mit eigenem,
Denken, sondern nur eine Randfigur in Deinem Denkplan? Und die hätte dann den
"falschen" Blickwinkel auf Dein Ziel, wenn sie Fakten, Erfahrungen, Analyse anders
zusammen führt, als Du das mit Deiner ganz EIGENEN Motivation und Methode tust?
Ich finde es beim Lesen schwer, mich eingeladen zu fühlen, wirklich etwas beizutragen.
Es ist, als schreibt man einen Brief an ein Raster, das antworten wird, ob "passt", was
geäußert wurde. Ist das dann nicht eine Diskussion ohne Gegenübers, sondern alle
stehen als Team hinterm Diskussionsführer und Vordenker? Ohne eigene Positionen.
Also für mich muss keiner vordenken. Ich nähere mich lieber an, wenn ich selbst Be-
rührungspunkte sehe und eine EIGENE Motivation spüre, an der Stelle zu vertiefen.
Sonst gibt's ja wieder nur ja/nein, passt/nicht, ... der ganze Kontrollwahn re-loaded.
Als ob ein einziger Hirnkasten das alles optimieren könnte. Oder können müsste ...
Das ist kein Plädoyer für innere Dumpfheit. Aber wozu Allgemein-Formeln ermitteln,
wenn jeder nur FÜR SICH erkennen, dingfest und gangbar machen kann, was ER ganz
persönlich braucht, um sein Ziel (Genesung, Abstinenz, Selbstbestimmung) zu fördern?
Für mich hat das was von Entwicklungshilfe an anderen. Dein Stil kommt leicht rüber,
als hätte sonst noch niemand in irgend welchen ähnlichen Geleisen je vorausdenken
oder sich selbst befragen müssen. Das kann ich mir in diesem Forum ehrlich gesagt
nicht vorstellen. Was treibt Dich an (welches Gefühl?), dass Du so stark ergründen musst,
wie alles zusammen hängt? Das wäre für mich der interessanteste Punkt an der Debatte.
... falls Du dazu etwas sagen magst.
Grüße von der
Wolfsfrau