Hallo mokka, uwe, katro ![]()
Solche Diskussionen sind doch immer wieder mal interessant. ![]()
Aber es wird immer außer Acht gelassen, dass ich nicht einfach irgendetwas weglassen kann, ohne es zu ersetzen.
Wenn dieser "Ersatz" eine andere Sucht zur Folge hat, dann ist irgendwas schief gelaufen. Das nennt man dann ja wohl die klassische "Suchtverlagerung".
Bedeutend ist doch, dass der Mensch ein Ur-Bedürfnis nach Rausch, nach Ekstase, nach ozeanischen Gefühlen, nach Flow, nach Spiritualität oder wie auch immer hat! Das lässt sich nicht leugnen, nicht wegsperren, nicht killen. Und er hat ein Recht auf diese Zustände! An diesem Thema bin ich gerade ganz nah dran. Ich möchte weder legale noch illegale Drogen konsumieren, um DIES gelegentlich zu erfahren. Auch habe ich keine Lust mehr, meine Freiheit aufzugeben...
Um zum kontrollierten oder normalen Trinken zurückzukommen:
Ich bin immer skeptisch, wenn Wissenschaftler oder wie auch immer ewige Wahrheiten aufstellen. Aber diese Dogmen entstehen doch in erster Linie aus den Erfahrungsberichten und Versuchen der Süchtigen selbst! Das darf man doch bitteschön nicht außer Acht lassen.... Das, woran wir glauben, wird meistens Realität. So habe ich doch auch Bücher gelesen über das normale Trinken, über das kontrollierte Trinken - und ich habe daran GEGLAUBT. Nein, nicht nur das: ich war überzeugt davon... Es ist aber gescheitert, immer wieder und wieder.... Und zwar..... schleichend! Wenn man dieses Experiment jahrelang probiert, hat man irgendwann keinen Bock mehr auf diese "Anstrengung". Immer noch bin ich der Meinung, was ich schon vor längerer Zeit hier im Forum schrieb:
Wenn ein Mensch "nur" Alkoholmissbrauch betreibt und (noch) nicht in der Abhängigkeit siecht, dann scheint dieses kontrollierte/normale Trinken machbar. Ab einem bestimmten Punkt ist es schier unmöglich.
Viele Grüße
Pinguin