Lieber Manni,
lieber Markus,
ich habe da ein bisschen eine andere Meinung entwickelt. Man muss sich nicht zwangsläufig als Alkoholiker bezeichnen, wenn man massive Alkoholprobleme hat. Dadurch lügt man sich nicht automatisch in die Tasche. Es ist schon mutig zu sagen: ich kann mit Alkohol nicht umgehen oder ich kann nicht normal trinken. Dieses unbedingte Bekenntnis zu diesem einen Satz "Ich bin Alkoholiker" als Voraussetzung zur Genesung halte ich für ein verzichtbares Dogma. Wichtig ist, dass man a) erkennt, b) sich mit seinem Trinkverhalten kritisch auseinandersetzt und sich c) für ein eigenständiges, selbstverantwortliches, freies Leben in Gesundheit und Freiheit entscheidet, aus welcher Motivation heraus auch immer...
Auch werte ich es nicht so, dass Markus kontrolliert trinkt oder dies anstreben würde. Ganz im Gegenteil. Er hat einen Schlussstrich gezogen. Denn im Vergleich zu seinem früheren Trinkverhalten hat er massive Fortschritte gemacht und ist nicht (mehr) am Experimentieren.
Eigentlich will ich Markus an dieser Stelle nur Respekt zollen und Mut machen. Es ist ja alles eine (recht positive) Entwicklung.
Freundlich grüßt
Pinguin