Beiträge von Pinguin

    Hallo newlife,
    was für ein bezeichnender Nickname :)

    Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Ich kenne das, was Du schilderst. Die Anläufe, das "Umkippen", die Reue und Scham danach. Doch es ist zu schaffen. Und ich hoffe und wünsche, dass Du den Mut zu einem neuen, suchtfreien Leben hast. Vielleicht hilft Dir der Austausch hier ja auch - so wie er mir geholfen hat.

    Liebe Grüße
    Pinguin

    Du hast einen Baum gepflanzt
    Die Wurzeln heißen Entscheidung
    Der Stamm heißt Achtsamkeit
    Die Äste heißen Frieden
    Die Zweige heißen Bewusstsein
    Die Blätter heißen Liebe
    Die Früchte heißen Freiheit

    Dein Baum ist heilig
    Es ist der Baum der Nüchternheit
    Er wird alle Jahreszeiten überstehen
    Er wird Schmerzen haben und weiterwachsen
    Er wird altern und sich verändern
    Er wird einfach nur sein

    Dein Baum steht in einem Wald der Klarheit
    In der guten Erde bist Du vereint
    mit Deinem Baum
    Die Luft des Waldes ist Dein Atem
    Dir kann nichts passieren
    Denn Du hast einen Baum gepflanzt

    (Pinguin)


    Denn derjenige hat immer im Hinterkopf, dass es noch etwas Schöneres gibt: Nämlich das Saufen.

    Und selbst wenn es so wäre, dass es einige Alkoholiker in den SHGs gibt, die nicht so erleuchtet sind wie Du. Selbst wenn.... Dann bleiben viele von ihnen dennoch Jahre oder Jahrzehnte glücklich nüchtern. Und ich denke, darauf kommt es an. Manche mögen noch einen Verlustschmerz empfinden, dann und wann, bei gelegentlichen Situationen. Dennoch sind sie überwiegend froh, dass sie widerstehen und bei ihrem Entschluss für ein trockenes Leben bleiben können, auch mit Hilfe der Selbsthilfegruppe. Aber was ist daran so schlimm? Wir sind keine Helden und keine Heiligen, die komplett und total genesen. Zumindest die meisten nicht.

    Früher habe ich alles rein psychologisch, ja manchmal auch esoterisch, gesehen. Es zieht mich immer mehr zu wissenschaftlichen Fakten. Vielleicht ist es kein wissenschaftlicher Fakt, dass man nur trocken werden oder bleiben kann, wenn man Selbsthilfegruppen besucht. Das mag vielleicht ein Dogma sein. Aber Tatsache ist auch, dass eine Sucht Spuren im GEHIRN hinterlässt und dass es keine RESET-Taste gibt. Die Sucht ist irgendwo eingebrannt - und das ist meines Erachtens auch der Grund, warum immer wieder davon gesprochen wird, dass Alkohol eine Krankheit ist, die man nicht heilen, die man aber stoppen kann.

    Du bist wohl stolz darauf, katro, keine Selbsthilfegruppe zu "brauchen". Da sage ich ohne Zynismus: "Glückwunsch". Aber ich finde, man sollte den Menschen Respekt entgegenbringen, die auf sich achten, indem sie sich immer wieder damit konfrontieren. Es ist doch so, wie Greenfox es schrieb: Man rennt ja als trockener Alkoholiker nicht ständig herum und denkt Tag und Nacht an seine Krankheit.

    Übrigens gibt es - gerade bei den AA - Menschen, die etwas noch viel schöner finden als Rausch und Suff: Die Gesellschaft von AUFRICHTIGEN Menschen. In unserer Gesellschaft erleben wir eine oberflächliche Small-Talk-Mentalität. In Selbsthilfegruppen kann man ohne Maske sein. Und das tut Leuten gut, die sich ihr halbes Leben lang verstecken mussten.

    Pinguin

    Betty, da säße ich gerne mit am Tisch. :)
    Wie zauberst Du das Hackfleisch orientalisch?
    Kreuzkümmel? Kardamon? Ingwer?

    Heute habe ich Sehnsucht nach der Nordsee.
    Liegt sicherlich am Wetter.
    Daher paniere ich Schollenfilets und backe sie in der Pfanne aus.
    Den Kartoffelsalat dazu habe ich heute Morgen schon gemacht. :)

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es wie mit dem quängelnden Kind an der Kasse ist. Die Mutter kauft irgendwann die Süßigkeiten, gibt also nach. Wenn ich Suchtdruck habe, dann spalte ich das ab und stelle mir vor, das Suchtteufelchen ist so ein quängelndes, nerviges Kleinkind. Und es bekommt einfach nix. Ich kaufe nix und Punkt. Soll es doch einen Aufstand machen, sich auf den Boden werfen und schreien. Und da wird auch nicht diskutiert. Meistens klappt das dann.

    Alles Gute!
    Pingu

    Boah, Darky, das ist echt harter Tobak. :(

    Hilf mir mal weiter, ich stehe auf dem Schlauch: Wie sieht es denn mit einer Langzeit-Therapie aus? Meines Erachtens ist das alles momentan ziemlich gefährlich, was Du da treibst. Ich denke, Du gehörst in die Klinik zur Entwöhnung.

    Und:
    Es klingt so komisch, wenn Du schreibst, wir sollen Daumen drücken, dass Du keinen Rückfall bekommst. Hey, das ist keine GLÜCKSSACHE, sondern die wichtigste Entscheidung Deines Lebens, nie wieder einen Rückfall zu bauen. Es gibt nur sehr wenige Leute hier im Forum, wo man Angst haben muss, dass sie sich tot saufen. Glückwunsch, Du gehörst jetzt auch dazu. :( Sorry, wegen meinem Zynismus. Aber wenn man sowas liest, dann möchte man am liebsten mal kurz rütteln und schütteln. Körperliche Abhängigkeit hin oder her. "Alkoholismus ist die einzige Krankheit, bei der der Patient maßgeblich an seiner eigenen Genesung beteiligt ist." Somit ist der Ball bei Dir. Rette Dein Leben! Und da würde ich jetzt alle Register ziehen. ALLE!

    LG
    Pinguin

    Lieber Fluke,

    Du kannst stolz auf Dich sein, dass Du so reif bist (persönlichkeitstechnisch), Deine Probleme so klar zu sehen.

    Umso wütender macht mich die Reaktion der Beratungsstelle. Das ist einfach furchtbar und macht mich fassungslos - und ich muss mich zusammenreißen, dass ich mich da nicht hineinsteigere. Schlimm genug, dass Ärzte so reagieren. Dass aber eine Suchtberatungsstelle so reagiert, halte ich für haarsträubend.

    Darf ich Dir mal für den Anfang auch eine reale Selbsthilfegruppe ans Herz legen? Ich kenne all die Kämpfe, die Du auf Dich nimmst, um nicht zu trinken. Und die meisten hier im Forum kennen das auch. Wenn Du den Mut aufbringen kannst, einfach mal eine Selbsthilfegruppe auszuprobieren - und wenn sie Dir nicht passt, dann eine andere - so wirst Du vielleicht merken, wie viel Kraft es schenkt, zu sehen, dass man nicht alleine mit diesem Problem ist. Nur so als Vorschlag, ohne Druck.

    Aber Du hast ja einen ersten mutigen Schritt getan und Dich hier angemeldet. Hut ab! Du willst etwas ändern und kannst und willst so nicht mehr weitermachen. Das ist schon mal die beste Basis für Dich selbst.

    Ich hoffe, Du fühlst Dich hier wohl und kannst die Nüchternheit heute auskosten und genießen. Und morgen, und übermorgen...... :)

    Pinguin

    Ich freue mich, dass ich meine verschlüsselte Datei geknackt habe.

    Über eine Stunde zerbrach ich mir den Kopf über das Passwort.

    Ein kleines Erfolgserlebnis, das mir zeigt, dass es sich manchmal lohnt, hartnäckig zu bleiben.

    So kann ich jetzt friedlich schlafen.

    Euch allen eine schöne Nacht. :)
    Pingu

    Liebe Betty,

    ich finde das total lieb, dass Du mir helfen willst. Vielen Dank. :*

    Deine Tipps beziehen sich allerdings auf schreibgeschützte Dokumente. Meine Datei ist allerdings verschlüsselt, somit funktioniert es nicht. Schon der erste Schritt "Das geschützte Dokument öffnen" geht nicht. Kann ich ja nicht. Weil es nur mit Passwort geht.

    Da bleibt mir nichts anderes übrig als weiter zu probieren, zu fantasieren oder zu hoffen, dass mir im Traum eine Eingebung kommt.

    Trotzdem herzlichen Dank. :)
    Pinguin

    Also wie idiotisch kann man denn manchmal sein?
    Wieder einmal möchte ich eine Word-Datei öffnen, in der ich eine (meines erachtens gute) Geschichte angefangen hatte. Und wieder mal hatte ich es mit einem "schlauen" Passwort versehen, das ich mir garantiert merken kann. Dachte ich damals, vor zwei Monaten.

    Ha, ha, ha!!! Witz komm raus. >:(
    Gerade versuchte ich so ca. 40 Passwörter, aber nix geht. Die Tür bleibt verschlossen. Ich komme an meinen eigenen Text nicht ran. Das ist doch zum VERRÜCKTWERDEN!!!! Hey, es ist MEIN Text. Sag mal jemandem dem Computer, dass es schon in Ordnung ist, wenn ich das öffne. >:( Ich bin legitimiert!
    .... grummel....
    das musste jetzt raus,
    damit der Hammer im Werkzeugkasten bleibt.