Beiträge von Pinguin

    Danke, keppler.

    Ich habe Günter (ohne "h") erst einmal googeln müssen, um zu sehen, ob ich das Gesicht kenne. :)

    Wegen des Filmes "Rückfälle" halte ich mal die Augen offen. Würde ich sehr gerne anschauen. Nur scheint es diesen Film momentan nicht frei verfügbar im Netz zu geben.

    Es gibt hier im Forum tatsächlich eine Frau, die nach langer Abstinenz durch Schnapspralinen rückfällig geworden ist.

    Greenfox, ich finde Deinen Beitrag sehr interessant. Ich hoffe nur, dass dieser jetzt nicht wieder zerlegt wird und Streitdiskussionen provoziert. Weil dessen bin ich inzwischen ziemlich "müde" geworden.

    Liebe Grüße
    Pinguin

    Liebe Freunde,

    ich habe heute in einem anderen Zusammenhang dieses Konzept der 100 Warums gefunden. Meiner Meinung nach passt das sehr gut für die Vorbereitungsphase auf einen Ausstieg aus der Alkoholabhängigkeit.

    Disziplin ist sicherlich notwendig, um etwas durchzuziehen. "Flutschen" kann es aber nur, wenn wir genug Motivation haben. Diese Motivation ist die Triebkraft, die Energie, die uns in eine Richtung bewegt, die wir anstreben.

    Die Idee mit den 100 Warums ist eigentlich nicht ganz so neu. In Nichtraucherbüchern und -seminaren wird oft geraten, Listen anzufertigen mit Vor- und Nachteilen sowohl des Konsums als auch des Ausstiegs.

    Herausfordernd finde ich allerdings das Wagnis, genau 100 Gründe zu finden, warum ich etwas will, zum Beispiel keinen oder weniger Alkohol zu trinken.

    http://ivanblatter.com/100-gruende/

    Liebe Grüße
    Pinguin

    Wer nicht genießt, ist ungenießbar
    (Konstantin Wecker)

    Noch kriegt ihr mich nicht dran,
    es gibt noch viel zu viel zu tun.
    Auf diesem Lorbeer, der erstickt
    und träge macht, will ich nicht ruh'n.

    Mich lockt das Ungetane. Und
    zum Sterben bleibt noch soviel Zeit.
    Die Sattheit, die man uns verspricht,
    bezahl'n wir nur mit Einsamkeit.

    Da ist ein Himmel, und der will
    schon lange eingenommen sein.
    An diesem Höhenflug der Lust
    muss ich doch auch beteiligt sein.

    Ich weiß, ihr hättet mich sehr gerne
    redlich, reif und situiert.
    Lasst euren Käse reifen.
    Ich bleib lieber weiter unkastriert.

    Ich steh doch immer wieder auf,
    auch wenn bis jetzt noch vieles mies war.
    Ab heute wird nichts mehr versäumt:
    Wer nicht genießt, ist ungenießbar.

    Ich will die Feigheit brennen seh'n.
    Man muss sich wehr'n, solang man kann.
    Denn wer sich fügt, der fängt bereits
    ganz insgeheim zu lügen an.

    Die Herren pokern. Ihre Welt
    friert unsre Herzen langsam ein.
    Jetzt kann nur noch die Fantasie
    die Sterbenden vom Eis befrei'n.

    Es kann nicht gut sein, wenn man friert.
    Jetzt muss was Warmes, Weiches her.
    Die kalte Last der Sittsamkeit
    wird mir schon lange viel zu schwer.

    Ich steh doch immer wieder auf,
    auch wenn bis jetzt noch vieles mies war.
    Ab heute wird nichts mehr versäumt:
    Wer nicht genießt, ist ungenießbar.

    Lieber katro,

    genau so wie mich einige Deiner Beiträge verstören oder ich mich manchmal sogar provoziert fühle, genau so geschieht es oft, dass ich Deine Beiträge wieder total super und gut finde. So wie jetzt zum Beispiel den obigen. Ich musste das jetzt einfach mal sagen. Und dabei denke ich auch immer wieder an das Zitat von Franz Kafka: "Ein Buch muss sein wie eine Axt (für das gefrorene Meer in uns)."

    Das mit der Definition.... Mit dem "Alkoholiker-Sein" oder "nicht Sein".... Anfangs ist so etwas abschreckend, sich so zu bezeichnen. Für sich selbst vielleicht mehr als für andere. Ich weiß nicht, ob lediglich die AA so viel Wert auf diese Bezeichnung legen. Jedenfalls ist es dort geradezu "Pflicht" am Anfang des mündlichen Beitrages zu sagen: "Ich bin Otto Mustermann und ich bin Alkoholiker." In anderen SHGs stellt man sich nicht so vor.

    Beeindruckt hat mich einmal die Leiterin einer anderen Selbsthilfegruppe (Diakonie). Sie stellte sich immer vor mit: "Ich bin XY. Und ich war alkoholabhängig."

    Das gefällt mir.

    Viele Grüße
    Pingu

    Hallo Michel aus Lönneberga,

    herzlich Willkommen hier im Forum. wikende091

    Schön, dass Du da bist. Die prägnanteste Erinnerung an Dich war die Sache mit der Suppenschüssel. ;)

    Du hast gesagt, man kann Fragen stellen - was mich interessiert: wie hat Dir die Reha gefallen? Und: hast Du vor, auch eine SHG zu besuchen oder möchtest Du Dich erst einmal nur im Internet austauschen?

    Viele Grüße
    und einen schönen Abend
    Pinguin


    Außerdem muss Unruhe ja auch nicht unbedingt etwas Schlechtes sein.

    Ja, Barbara,
    das finde ich auch.
    Diese Unruhe ist in meinen Augen - ohne esoterisch klingen zu wollen - ein Überschuss an Energie.

    Energie, die wir früher ins Trinken gesteckt haben. Diese ist nun übrig und kann konstruktiv genutzt werden. Für Dein Wohlergehen.

    Experimentiere ein bisschen herum, wo Du diese Energie reinstecken kannst. Das Schwierigste ist immer zuerst einmal die Überwindung. Aber das kennen ja alle Menschen, auch die, welche nie ein Alkoholproblem hatten.

    Ich habe mich in meiner Anfangsphase der Abstinenz immer zum Kraftsport gezwungen und habe mich oft mit vielen Widerständen ins Fitness-Studio an die Geräte geschleppt, mit den Mundwinkeln nach unten.

    Aber DANACH fühlte ich mich wie neugeboren, war nicht mehr unruhig, sondern ausgeglichen.

    Es muss nicht immer Sport sein, aber es lohnt sich, ein bisschen herumzuprobieren, offen zu sein für Neues. Und dies als spannendes Abenteuer zu sehen.

    Viel Erfolg!
    Herzlich grüßt
    Pinguin

    Aber jeder hat seine anderen Trigger... Das ist so unterschiedlich, so was von extremst individuell.

    Der eine kann alkoholfreies Bier trinken, der andere nicht.

    Der eine kann Weingläser weder gefüllt noch ungefüllt ertragen.

    Ein anderer steht bei der Party an der Coctailbar und bereitet alkoholische Getränke für die Gäste zu (hab ich kennengelernt, den Typ - beim ihm geht das)

    Der nächste kann nicht mal Magentropfen konsumieren und schon triggert's.

    Der eine trinkt Traubensaft aus Sektgläsern.

    Eine andere kann nicht mal Apfelsaft trinken, weil schon die Farbe an Bier erinnert (kenne ich auch).

    Es kommt doch echt immer auf die eigenen Gefühle an. Man hat doch ein Gespür dafür, was einem gut tut und was nicht. Daher gibt es da keine pauschalen Ratschläge.

    Ich finde es jedenfalls herrlich, wenn man stilvoll das Trinken von alkoholfreien Getränken zelebriert. Der Mensch hat ein starkes Grundbedürfnis nach sinnstiftenden und entspannenden Ritualen, man denke nur an die Teezeremonien in Japan. Und ich plädiere immer wieder dafür, dass wenn man das Trinken aufgegeben hat, dass man dann ruhig einmal tiefer in die Tasche greifen darf und bei den leckeren Getränken (seien es hochwertige Säfte, Kakao, Teesorten oder Kaffee) nicht sparen braucht. Das Bedürfnis, sich etwas Gutes zu tun, möchte weiterhin befriedigt werden. Und wir haben es uns verdient.

    Pinguin

    Hallo Katniss,

    gutes Thema. 44.

    Vor allem lernt man etwas über die anderen kennen.

    Also ich hatte seit gefühlten hundert Jahren endlich einmal wieder den Mut, mich für einen Volkshochschulkurs anzumelden. Es ist ein Englisch-Kurs, mit welchem man sich auf eine Cambridge-Sprachprüfung vorbereitet.

    Das Englisch hat sich zu einer neuen Leidenschaft entwickelt. Ich lese in englisch und habe auch zwei englische Liebesgedichte verfasst. Wobei wir bei meinem nächsten Hobby sind: wer hätte es geahnt? Das Schreiben. :)

    Hierbei habe ich lauter Fragmente, Fetzen von Kurzgeschichten, Konzepte usw... Ich hoffe, da fügt sich einmal was zu einem Ganzen. Viel Facebook- und Internet-Geschreibsel, natürlich auch.

    Auch habe ich das Zeichnen bzw. Portraitieren angefangen. Ein lang gehegter Traum. Es ist aber viel "Arbeit" und erfordert ein Höchstmaß an Konzentration, weil es viel schwerer ist als ich erwartete. Doch ich genieße die kurzen Momente des Flow, des Aufgehens in einer Tätigkeit so sehr.

    Oh ja, Katniss, das mit dem Essen. Das kommt mir sehr bekannt vor. :) Wobei es bei mir immer ein regelrechtes "Fressen" war. Um Mitternacht noch in die Küche wanken und Knoblauchspaghetti kochen. Mehrmals wöchentlich! Aaaaaargh! Es war nicht immer nur Heißhunger sondern oft auch der Wunsch, auf einen Schlag wieder nüchtern zu werden. :(

    Mit dem Verzicht auf Bier und den damit verbundenen Fressattacken dachte ich eigentlich, automatisch abzunehmen. Allerdings kompensiere ich die Abstinenz mit dem übermäßigen Genuss von gesüßten Getränken. Daher purzelt auch kein einziges Pfündchen.

    Ich bewundere Leute, die sich dem Textilen Werken/den Handarbeiten verschreiben. Erst vor kurzem versuchte ich mich am Häkeln. Nach nur zwei Abenden habe ich die Häkelnadel in die Ecke geworfen. Nein, so Sachen wie Nähen/Stricken/Häkeln, das ist nichts für mich.

    Aber wie sagt Hups so schön?
    Man muss ja nicht alles können.

    Liebe Grüße
    Pinguin
    die schon gespannt ist, was die anderen so in ihrer Freizeit machen

    Aaah, da bist Du ja wieder, newlife! wikende091

    Vielen Dank für die lieben Neujahrswünsche! Ich wünsche Dir auch ein fabelhaftes 2015 und dass Dir alles gelingen möge, was Du anpackst. :)

    Alles klar wegen Alk?

    Herzlich grüßt
    Pinguin

    Hallo Angelika,

    schön, dass Du Dich hier angemeldet hast.

    :welcome:

    Ich hoffe, Du fühlst Dich hier wohl. Schreib einfach drauf los, wenn Du magst. Ich selbst bin sowohl Betroffene als auch (Ex-)Angehörige, da mein Vater, mein Stiefvater und meine Großmutter alkoholkrank waren.

    Liebe Grüße
    Pinguin

    Hallo Freigeist (toller Name!),

    mit Entsetzen stelle ich gerade fest, dass ich Dich noch nicht begrüßt habe. :o

    Das hole ich jetzt nach:

    Herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    :welcome:

    Ich finde Deinen Plan, ein Jahr lang nicht zu trinken, extremst gut. 44.

    Und ich freue mich auf den Austausch.

    Pinguin
    PS: Ich bezweifle, dass der Ausdruck "Point of no return" in diesem Zusammenhang tatsächlich urhebertechnisch von mir kommt - hab' ich doch so viele Bücher über Alkoholabhängigkeit gelesen. ???

    Lieber Walker,

    es ist wirklich sehr erbaulich, wenn ich so etwas lese. Da sehe ich, wie es laufen kann, wenn man nur hartnäckig genug ist und dran bleibt. Und was ich besonders gut finde ist, dass Du gesundheitliche Verbesserungen verbuchen kannst.

    Oft steht ja die Freiheit von der Sucht im Vordergrund, also das psychische. Aber dass der Körper sich dankbar selbst heilt, wenn ihm der Gifthahn abgedreht wird, ist auch schon etwas, für das es sich zu kämpfen lohnt.

    Wenn es jetzt ein Jahr ist, dann war es wohl bei Dir ein Neujahrs-Ausstieg? Ein Freund von mir hat es auch letztes Jahr an Neujahr angepackt und ist immer noch trocken. Also können Vorsätze zum Jahreswechsel - entgegen der weitläufigen Meinung - auch gut laufen.

    Viele Grüße
    Pinguin

    Hallo liebe Bbarbara (ist das zweite "b" Absicht?),

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    :welcome:

    Ich freue mich, dass Du Dein Leben wieder in die Hand nehmen willst und einen Entschluss gefasst hast. 44.

    Das mit dem Weinkeller ist natürlich schon verlockend, einerseits.... Andererseits stellt sich natürlich die Frage, warum Du diese Flaschen noch austrinken musst? Ist es einfach nur, weil sie Dir zu schade zum verschenken oder verkaufen sind? Oder schlichtweg Abschiedsschmerz?

    Es steht Dir natürlich zu, selbst zu entscheiden, wann Du einen Schluss-Strich ziehst und wieviele Räusche Du vorher noch "mitnehmen" magst. Psychologen würden sagen, Du befindest Dich in der sogenannten Vorbereitungsphase. Und ohne gründliche Vorbereitung keine gelingende Ausführung.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier. Schön, dass Du da bist.

    Liebe Grüße
    Pinguin

    "Solche Sätze/Fragen sind einfach nur überheblich oder beabsichtigen als Totschlagargument, andere mundtot zu machen."

    Üble Nachrede und reine Unterstellung katro. Nicht die feine Art...

    (Wie war das nochmal mit dem respektvollen Umgang hier?)