Angel! :clap: whip2_
Schön, dass Du wieder da bist. Ich freue mich sehr!
Und was für tolle Nachrichten! Der Wahnsinn!
Liebste Grüße
Pinguin
Angel! :clap: whip2_
Schön, dass Du wieder da bist. Ich freue mich sehr!
Und was für tolle Nachrichten! Der Wahnsinn!
Liebste Grüße
Pinguin
Echt, LiS? Hab' ich das vergeassen? Glaub ich nicht.
Was für enie fbelfhate Iede, Lnad-ni-Shcit. Ich galube, das gwehöne ich mir ab jtezt an. ![]()
Wahrscheinlich ist das Folgende schon bekannt, aber ich finde es immer wieder witzig und sehr interessant. Kannst Du diesen Text lesen?
Afugrnud enier Sduite an enier Elingshcen Unvirestiät ist es eagl, in wlehcer Rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wrot sethen, das enizg wcihitge dbaei ist, dsas der estre und lzete Bcuhtsbae am rcihgiten Paltz snid. Der Rset knan ttolaer Bölsdinn sien, und du knasnt es torztedm onhe Porbelme lseen. Das ghet dseahlb, wiel wir nchit Bcuhtsbae für Bcuhtsbae enizlen lseen, snodren Wröetr als Gnaezs.
Hat mal eine Freundin (hier aus dem Alkoholforum, die leider nicht mehr dabei ist!), mir geschenkt. Es ist kein Zitat, es ist eine Geschichte. Ich hoffe, dass hier der richtige Platz dafür ist.
Für den lieben Greenfox und für alle, die es anspricht. ![]()
Das Märchen von der traurigen Traurigkeit
Es war einmal eine kleine Frau, die einen staubigen Feldweg entlanglief. Sie war offenbar schon sehr alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.
Bei einer zusammengekauerten Gestalt, die am Wegesrand saß, blieb sie stehen und sah hinunter.
Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Decke mit menschlichen Konturen.
Die kleine Frau beugte sich zu der Gestalt hinunter und fragte: "Wer bist du?"
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.
"Ach die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.
"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal, hast du mich ein Stück des Weges begleitet."
"Ja aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"
"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"
"Ich..., ich bin traurig", sagte die graue Gestalt.
Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."
Die Traurigkeit seufzte tief.
"Ach, weißt du", begann sie zögernd und auch verwundert darüber, dass ihr tatsächlich jemand zuhören wollte, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest."
Die Traurigkeit schluckte schwer.
"Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: 'Papperlapapp, das Leben ist heiter.' und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: 'Gelobt sei, was hart macht.' und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: 'Man muss sich nur zusammenreißen.' und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: 'Nur Schwächlinge weinen.' und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."
"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir auch schon oft begegnet..."
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.
"Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu."
Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.
"Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt."
Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber..., aber – wer bist du eigentlich?"
"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd. "Ich bin die Hoffnung."
Edit:
Mir ist gerade eingefallen, dass das hier der öffentliche Bereich ist.
Hierzu sind mir meine Geständnisse zu diskret und intim. Darum habe ich es in meinen persönlichen Thread kopiert. Danke für Euer Verständnis.
Pinguin
LiS, ich verstehe Dich. Das ist alles zu krass.
Mir war das gar nicht bewusst, dass es Crystal schon so lange gibt. :o
Pingu
Hallo Frager,
mit der Einstellung, dass Alkohol am Wochenende einfach "dazugehört", stehst Du nicht alleine da. Millionen von Menschen denken so. Es ist also unauffällig für die Gesellschaft, aber nicht irrelevant für Deine Beziehung. Auch ist zu bedenken, was Deine Prioritäten sind. Ist Dir eine glückliche Partnerschaft wichtiger oder die vermeintliche Freiheit des Trinkens. Nur weil alle es tun, heißt es ja nicht, dass es "normal" ist.
Wenn Du denkst, dass es Dein Recht ist, jedes Wochenende zu trinken, so kann Dir niemand etwas reinreden. Natürlich ist es Dein Recht. Es ist aber auch gleichzeitig Dein Recht, Dich eventuell schleichend, sanft und leise über mehrere Jahre hinweg langsam in eine Abhängigkeit zu begeben.
Ich habe selbst Alkoholprobleme (wie sollte es auch anders sein, sonst wäre ich nicht in diesem Forum). Und ich habe kaum jemanden in den Selbsthilfegruppen kennengelernt, der nicht so angefangen hätte, nämlich "nur" an den Wochenenden. Bei mir fing das Wochenende irgendwann dann oft donnerstags an und ging bis Montag Nacht.
Deine Partnerin mag sich Sorgen machen. Und das nicht ganz zu Unrecht. Ich glaube, sie will nicht Deine Freiheit beschneiden, sondern kämpft darum, dass Du ein freier Mensch wirst oder bleibst.
Liebe Grüße
Pinguin
Danke für diese Erinnerung, für diese Mahnung, lieber keppler. Ich bekam Gänsehaut. Obwohl ich schon ganze Wälzer über das Dritte Reich gelesen hatte, wusste ich nichts über den schwarzen Winkel.... Es hat mich erschüttert, obwohl es natürlich nicht wirklich überraschend ist, dass Alkoholiker ebenfalls "Asoziale" waren.
Zudem ist es ein außerordentlich gut verfasster Text. Hast Du ihn selbst geschrieben? Wenn ja, dann alle Achtung. Du kannst wirklich sehr, sehr gut schreiben. Da könnte ich fast neidisch werden.
Auch ich bin Pazifistin. Nie wieder Krieg!
"Faschismus ist keine Meinung, Faschismus ist ein Verbrechen."
Pinguin
Mir hat der Krimi übrigens auch gut gefallen, obwohl er ziemlich heftig war. Ich hatte jetzt nichts Belehrendes oder Präventives erwartet. Mir ist nur aufgefallen, dass bereits im Vorfeld darüber diskutiert wurde, ob der Film drogenverherrlichend ist. Aus meiner Sicht war er es aber nicht.
Pinguin
Guten Morgen Ihr Lieben,
hat jemand von Euch den Tatort gestern gesehen? Er war ziemlich krass. Es ging um Crystal Meth.
In den Medien und sozialen Netzwerken wird diskutiert, ob die Darstellung der Rauscherlebnisse unter dieser Droge nicht zu verführerisch waren. Also meiner Meinung nach war dem nicht so, da zugleich die Abstürze, die Sucht, die Kriminalität, die Gewalt so drastisch abstoßend dargestellt wurden, dass jegliche eventuell aufkeimende Neugier auf diese Droge im Keim erstickt wird.
Was meint Ihr?
Viele Grüße
Pinguin
Hallo Barbara,
bist Du etwa ein Fan vom Tatortreiniger?
LOL - ich auch. ;D
Bei so einer guten TV-Unterhaltung braucht man sowieso nichts zu trinken.
Pingu
Ja, manchmal ist es echt schlimm... Aber es ist doch so schön, danach. Wenn man gewonnen hat. Oder? Das Essen war bestimmt sooooo was von lecker. Also ich könnte mich da reinlegen.
Da braucht es doch nicht wirklich einen Wein dazu, oder?
Hey, Barbara. Du schaffst das. 44. Es wird nicht der letzte "Jieper" gewesen sein, aber jeder überwundene macht Dich stärker. Und es ist auch nicht immer so heftig, das Verlangen. Das lässt nach.
Liebe Grüße
Pinguin
Hallo Pit,
vielen Dank für diesen lesenswerten, aufschlussreichen Artikel. Mir war der Versuch mit den Ratten in ihrem schönen Käfig schon bekannt - und dennoch brachte mich das alles wieder erneut zum Nachdenken.
Der Autor schlussfolgert aus den diversen Experimenten, dass soziale Bindungen und menschliche Nähe eine Voraussetzung zur Suchtfreiheit sind. Nun wirft das bei mir die Frage auf, ob Menschen mit Suchterkrankungen zwangsweise bindungsunfähig sind oder ein Nähe-Distanz-Problem haben. Bei mir selbst ist das so und in Gedanken schweife ich ab zu allen süchtigen Menschen, die mir jemals im Leben begegnet sind und überlege, ob das "passen" könnte. Doch so tief in andere hineinzuschauen ist mir naturgemäß versagt.
Vielleicht meint der Autor aber auch, dass es die Umgebung an sich ist, denn die Ratten sind ja wohl nicht nur glücklich, wenn sie Gesellschaft haben, sondern vor allem, wenn sie in einer Art "Paradies" sind, also in einem harmonischem Umfeld. Dies wirft bei mir wiederum eine Menge Fragen auf. Jeder Mensch hat andere Werte. Für den einen mögen soziale Kontakte und Bindungsfähigkeit existenziell für die eigene Glücksfähigkeit sein, für den anderen ist das womöglich Anerkennung, Erfolg. Manchen Menschen ist es wichtiger, anderen zu helfen und etwas in der Welt beizutragen usw. usf.....
Und eigentlich hinkt doch da die Suchtforschung bzw. Suchthilfe gar nicht allzu weit hinterher.... Denn soweit ich weiß versucht ja jede Suchthilfe zu ergründen, was dem Einzelnen mit seinem Drogenproblem zu seiner Droge greifen lässt und was ihm tief im Herzen und auf dem Grund seiner Seele wirklich fehlt. Wie oft ist es so, dass Menschen nach einer Psycho- oder Suchttherapie ihre alten Strukturen verlassen oder zerbrechen, um sich ihren ganz eigenen, schönen "Käfig" aufzubauen. Nur wenige kommen aus einer Therapie und lassen alles beim Alten. Oft ist mit dem Ausstieg auch ein Berufswechsel oder eine Trennung vom Partner verbunden bzw. es zieht das nach sich.
Früher hieß es immer "Jede Sucht ist eine Sehnsucht." Dann kamen wieder Leute, die sagten: "Sucht hat nichts mit Sehnsucht zu tun. Sucht hat seinen Ursprung im Wort "Siechen" "Siechtum"....
Nach dem Lesen dieses Artikels bin ich aber wieder 100% der Meinung, dass sich hinter jeder Sucht eine Sehnsucht verbirgt. Diese Sehnsucht ist der Ruf des Herzens, den wir geflissentlich zu ignorieren versuchen... Wir brauchen wirklich keine Drogen mehr, wenn wir unsere Welt so gestalten, dass wir uns darin zu Hause fühlen.
Liebe Grüße
Pinguin
Eine selbstgemachte Hühner- oder Rindssuppe von Schwiegermama.
Frisches, warmes Brot mit Butter und Marmelade.
Als großer Fan von Klaus J. Behrend hat mich dieser Film sehr angesprochen und berührt. Er ist zwar wirklich nicht besonders "tiefgründig" - wie keppler schon angerissen hat - aber durchaus sehenswert - aus genau den Gründen, die keppler so schön angeführt hat.
Wirklich zu empfehlen.
Was für ein schöner Text! ![]()
Das ist ja super!!!!
44.
Herzlichen Dank, Land-in-Sicht! ![]()
Hallo Freeway,
herzlich Willkommen im Forum.
:welcome:
Vielen Dank für Deine ungeschönte Trink-Biographie. Es stimmt mich sehr nachdenklich. Und ich finde es interessant, dass ich hier mal - nach zweieinhalb Jahren - jemanden treffe, der Baclofen anwendet. Dieses Thema interessiert mich sehr.
Darf ich Dich fragen, wer es Dir verschrieben hat (welche "Art" von Doktor)? Musst Du auch drauf zahlen? Gibt es bei Dir auch Nebenwirkungen?
Bitte fühle Dich von meinen Fragen nicht erschlagen. Du brauchst auch nicht (sofort) darauf zu antworten. Bin da nur neugierig bei dem Thema.
Schön, dass Du da bist.
Pinguin
Ich habe hier noch einen Kochtipp. Also ich habe mal Karamalz an den Schweinebraten gemacht, total lecker. Aber für mich persönlich hat halt Karamalz so viel mit Bier zu tun wie Milch mit Johannisbeersaft.
Das Karamalz gibt dem Fleisch bzw. der Soße einen angenehm würzigen, aber süßlichen Geschmack, ohne Alkohol und ohne zu triggern.
Gruß
Pingu