Beiträge von Pinguin

    Hallo Ihr Lieben,

    vielleicht fällt Euch hierzu was ein? Mir ist es immer eine große Hilfe, wenn ich weiß, warum etwas so ist wie es ist bzw. wie etwas funktioniert oder eben auch nicht.

    Ich kann mir keinen Reim drauf machen, warum ich immer dann den schlimmsten Suchtdruck verspüre, wenn ich seelisch voll auf der Höhe bin. In den letzten Jahren habe ich mit so vielen negativen Gefühlen gelernt umzugehen, aber mit positiven kann ich das noch nicht so gut. Je besser es mir geht, desto stärker ist der Wunsch, etwas zu trinken.

    Und dabei geht es nicht darum, dass ich mich überschätze und mir einreden würde, ich könnte das ja mittlerweile, das Trinken. Es ist eher so wie wenn man vor Wut platzt, nur dass man halt vor Freude, Euphorie oder Liebe platzt.

    Oder ist es schlichtweg Selbstsabotage à la "mir geht es zu gut und dagegen muss ich etwas tun?" nixweiss0

    Habt Ihr da auch manchmal so Erfahrungen oder Gefühle? Und wie geht Ihr damit um?

    Danke, ganz lieb.

    Herzlich grüßt
    Pinguin

    Katniss, es ist so schwer, mit einem nahe stehenden Menschen zu kommunizieren, der Alzheimer hat. Leider kenne ich mich da viel zu wenig aus, um irgendwelche Ratschläge zu erteilen, obwohl ich mich immer mehr mit dem Thema beschäftige und auseinandersetze. Aber was ich ganz genau weiß ist, dass die Aggressionen im Prinzip nicht gegen Dich gerichtet sind. Er meint eigentlich nicht DICH damit. Und das macht es so unbegreiflich. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie verletzend diese Begegnungen sein müssen. Kann ich es wirklich?

    Meine Worte mögen Dir nicht helfen, aber ich möchte Dir sagen, dass mich das Schicksal Deines Bruders und wie Du damit umzugehen versuchst, sehr berührt.

    Liebste Grüße
    Pinguin

    Was gibt es bei Euch heute Feines? Macht Ihr Fisch? :)

    Oh, bitte sagt. Ich bin so neugierig. ;)

    Bei uns gibt es heute Knoblauch-Garnelen mit Reis und als Nachtisch habe ich vorhin ein leckeres Rhabarber-Tiramisu gezaubert. Da freuen wir uns drauf.

    Und endlich scheint die Sonne wieder.

    Einen schönen, leckeren Feiertag wünscht Euch
    Pinguin


    Pingu, hab mich erst nicht getraut zu schreiben, dass ich "Shades of Grey" gelesen hab.

    Ja. Das geht vielen so. ;) Und das ist irgendwie total verrückt. Auf der einen Seite dieser Medien-Hype (auch wegen dem Film) und auf der anderen Seite Frauen, die hinter vorgehaltener Hand sagen, dass sie es lesen oder gelesen haben. :) Ich oute mich übrigens mal als großer Fan von "Feuchtgebiete". Ja, dazu stehe ich. Meine ganzen Freunde schütteln den Kopf. Mir egal.

    Ich bin ja Jahrgang 1973 und meine Güte, ich weiß noch, was los war, als 9 1/2 Wochen in die Kinos kam. ;D Das war auch schon so ein kleiner "Skandal".... Aber guter Film...

    Das Gute an diesem Shades-of-Grey-Hype ist bestimmt das, was Du andeutest: vielleicht ist es für manche wenige Frauen der Einstieg in andere erotische Literatur, weil man "mutiger" oder neugieriger geworden ist?

    Ganz liebe Grüße
    Pinguin,
    die auch manchmal ganz "anspruchslose" und unterhaltsame Sachen liest oder im Fernsehen guckt. ;D

    Tja, "Shades of Grey"... Ich kenne so einige, die das gelesen haben. Und ich finde auch nichts dabei. ;) Nur hat mir bei der Leseprobe der Schreibstil nicht gefallen - und darum habe ich es nicht gekauft.... Dabei mag ich erotische Literatur. Mein Favorit: "Das Delta der Venus" von Anais Nin. Unübertroffen, schön, unbeschreiblich weiblich - und dabei sehr gewagt, wenn man bedenkt, dass diese Geschichten schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben. :)

    Pingu

    Liebe Eva,

    um auch einmal auf Deine Frage einzugehen:

    ich war in den letzten Jahren in vier verschiedenen Selbsthilfegruppen und habe viele Betroffene kennengelernt. Was mir besonders auffiel, ist, dass viele Menschen - vor allem Männer - mit ihrer Abstinenz unter Einsamkeit leiden.

    Viele haben oder hatten leider nur Kontakte und Bekanntschaften in einem stark alkoholisierten Umfeld (Kneipe, Stammtisch, Clubs, Fußballstadion usw...). Mit dem Alkoholausstieg fallen sie in eine soziale Isolation. Diese Tatsache hat mich oft sehr traurig gemacht. Ich selbst hatte das Glück, nicht trinkende Bekannte und Freunde zu haben, so dass ich nicht einsam wurde, als ich mit dem Trinken aufhörte. Zudem ich sowieso eine "heimliche Allein-Trinkerin" war - wie es oft bei Frauen vorkommt...

    In der örtlichen Diakonie wurde eine Gruppe gegründet, die einen guten Anklang fand. Es handelte sich um alkoholfreie Freizeitgestaltung. Etwa ein Mal im Monat wurden Ausflüge, Wanderungen, Stadtbesichtigungen u.a. organisiert - für wenig Geld. Ich muss sagen, dass ich diese Angebote zwar nicht genutzt habe, aber dass ich denke, dass es sehr bereichernd und unterstützend sein kann, wenn es hier mehr Möglichkeiten gebe. In unserer Gesellschaft ist eben der Begriff "Gesellschaft", Feiern, Feste, Grillen, Fröhlich-Sein, Gemeinschaft leider viel zu arg mit Alkohol assoziiert.

    Meiner Meinung nach bräuchte es hier Alternativen. Ganz visionär gesehen wünsche ich mir mehr alkoholfreie Zonen. Clubs, Tanzveranstaltungen, Restaurants, wo kein Alkohol ausgeschenkt wird. Es geht mir nicht um ein Alkoholverbot, sondern einfach nur um die Möglichkeit und Freiheit, dass es solche Orte gibt. So wie es für Nichtraucher auch rauchfreie Plätze in der Gesellschaft gibt. Das ist mein Traum für die Zukunft.

    Ich hoffe, ich konnte Dich inspirieren.

    Herzlich grüßt
    Pinguin