Beiträge von Risu

    Hallo Lichtzwei,

    der 5. Tag ist geschafft und es fühlt sich gut an. Ich war gestern mit meinem LG essen, er hat ein kleines Bier getrunken und ich nichts.

    Das ist zwar erst mal komisch. Aber da muss ich wohl durch. Er ist jemand der schon sein ganzes Leben der Ansicht war, dass das erste Bier immer am Besten schmeckt. Und dabei bleibt es dann auch meistens.

    Bei mir haben alkoholische Getränke schon immer Lust auf mehr gemacht. Vermutlich liegt es daran, dass es bei mir schon immer um die Wirkung ging und weniger um den Geschmack.

    Ich denke ich bin gerade dabei den Ausstieg zu wagen. Nur... ich kenne mich ja und habe bestimmt schon 1000 x in meinem Leben gesagt, dass ich nie wieder Alkohol trinke....

    Daher muss ich erst mal gucken, ob ich mir selbst trauen kann und mir Strukturen schaffen, die mir helfen.

    Als ich mit dem Rauchen aufgehört habe, hat mir ein Forum sehr geholfen. Da gab es auch einen Tageszähler, das hat auch motiviert.

    Eine Tageszählerapp habe ich jetzt auch und ich hoffe, dass das Forum mir hilft.

    Eine SHG habe ich mir ausgeguckt, wo ich nächste Woche mal hin will.

    Die nächste Frage ist: ambulante Therapie ja oder nein? Oder vielleicht einfach noch mal eine normale Psychotherapie. Vielleicht wäre es hilfreich, wenn ich mich mal beraten lasse? Was meint ihr?

    Es ist gut zu lesen, dass es dir ohne Alkohol besser geht. Körperlich und psychisch.

    Ich hoffe, dass ich das auch bald von mir behaupten kann.

    Ich glaub so eine große AA Gruppe mit starren Regeln wäre nichts für mich. Lieber ein kleinere Gruppe, in der man sich besser austauschen kann.

    Hallo Gerchla,

    Danke für dein Willkommen.

    Ich weiß schon, dass es schlimmer sein kann. Vor drei vier Jahren hing ich mal recht tief drin und dachte, ohne ein bis zwei Flaschen Wein am Abend könnte ich nicht leben.

    Da war ich schon mal bei der Suchthilfe, zur Beratung. Man schlug mir eine ambulante Therapie vor, aber ich könnte mir dass mit der Abstinenz nicht vorstellen.

    Ich habe es dann irgendwie geschafft den Konsum stark zu reduzieren. Aber eigentlich denke ich jetzt, dass Abstinenz der einzige Weg für mich ist.

    Ich fühle mich jetzt stärker, es schaffen zu können. Wie das jetzt aussehen soll, weiß ich auch nicht genau. Mein erster Schritt war mich hier zu melden und überhaupt irgendwie anzufangen.

    Ich würde auch gerne in eine reale SHG gehen.

    Ob eine Therapie hilfreich wäre, oder nicht, weiß ich nicht. Ich bin selber psychologisch gebildet, dass macht es nicht leichter. Ich habe auch schon mal Therapie gemacht wegen Depression und fand es alles in allem nicht sonderlich hilfreich.

    Ich habe mir noch ein Buch bestellt und mache demnächst einen Kursus zur Stressbewältigung mit.

    Mein Umfeld weiß auch noch nicht Bescheid. Ich muss erst mal Kraft und Gewissheit für mich tanken.

    Ich denke im Moment viel darüber nach, wie unglaublich das ist, dass ich jahrelang meinen Alkoholkonsum normal fand. Ich bin 44 Jahre alt und habe schon mit 19 Jahren angefangen missbräuchlich zu trinken und dann jahrzehntelang fast täglich Alkohol getrunken und am Wochenende „Reset- Trinken“ praktiziert...

    Ganz tief drin wusste ich schon, dass das mit dem Reset Trinken nicht i.O. ist, aber grundsätzlich fand ich das normal jeden Tag zu trinken und am WE halt ganz viel zu trinken.

    Das mit dem Reset Trinken am We fand ich schon immer schlimm, aber irgendwie hatte ich auch immer das Gefühl, das zu brauchen.

    Danach war ich geläutert, irgendwie wieder auf dem Teppich. Ansonsten neige ich manchmal zu fiesen Höhenflügen und denke ich wär die Tollste.

    Alkoholexesse haben mich dann wieder an meinen Platz zurück gebracht. Ich bin doch nicht die Tollste, ich bin nur ein mieses charakterlose Stück...

    ...oder, wenn ich gnädiger mit mir war: ein Mensch, ganz normal und fehlerhaft, mit Schwächen.

    Danke Bassmann,

    das ist ein guter Tipp, an der Motivation zu arbeiten. Ich habe mir schon ein Motivationsbuch bestellt, in der Hoffnung dass es etwas bringt.

    Vor vier Jahren habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Das habe ich auch geschafft und heute bin ich überglücklich, dass ich nicht mehr Rauchen muss! Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich jemals wieder eine Zigarette anzünden will.

    Ich hoffe, da komme ich mit der Abstinenz auch mal hin.

    Das mit dem Alkohol ist soooo peinlich! Eigentlich ist es mir schon peinlich, wenn ich bei einem schnellen außer Haus Essen mal eben schnell zwei Wein kippen muss....

    Und wenn mein LG nicht dabei wäre könnte ich auch nicht aufhören. Das ist mir klar.

    Das schaff ich nur wegen der „sozialen Kontrolle“. Und das bedeutet, dass ich unfrei bin... Gefangene der Sucht.

    Hallo,

    Ich bin Risu. Ich war vor ein paar Jahren schon mal hier, habe aber nicht geschrieben. Ich habe viel mitgelesen.
    Ich trinke schon mein ganzes Leben missbräuchlich und war mir jahrelang nicht darüber im Klaren, dass es nicht normal ist jeden Tag Alkohol zu konsumieren.
    Ich bin auf dem Land aufgewachsen und habe es so gelernt, dass es normal ist...
    Ich hatte eine Zeit in der ich meinen Konsum gar nicht mehr kontrollieren konnte.
    Seit drei Jahren trinke ich „kontrolliert“. Das soll heißen, zwei bis drei Tage pro Woche alkoholfrei und an den anderen Tagen ungefähr das Vierfache von der empfohlenen Tageshöchstdosis.
    Dennoch ist es zu viel und süchtiges Trinken. Denn an den Tagen, an denen ich Alkohol trinke, geht es auch nicht anders. Und es ist mir trotzdem oft peinlich, dass ich so viel trinke.
    Vor zwei Wochen habe ich mal wieder einen Kontrollverlust erlitten, an einem Abend. Das ist mir mega peinlich und ich schäme mich in Grund und Boden.
    Ich gehe davon aus, dass ich mir einfach nicht mehr trauen kann, was Alkohol angeht, dass ich zu tief drin hänge und das daher die einzige Konsequenz ist, nie wieder Alkohol zu trinken.
    Ich möchte auch keinen Alkohol mehr trinken, ich möchte gern abstinent leben.
    Ich habe jetzt nur Angst, dass ich mir nicht trauen kann und dass nächste Woche die Welt schon wieder ganz anders aussieht und ich nicht durchhalte.
    Daher habe ich mich jetzt hier wieder gemeldet und hoffe, dass ich mit eurer Hilfe durchhalten werde.