Beiträge von Risu

    Hallo Thomas,

    denk das doch mal richtig durch.

    Was genau passiert bei dir, wenn du ein Bier trinkst?

    Bist du dann zufrieden? Oder willst du mehr davon?

    Was passiert, wenn du ein paar Bier trinkst?

    Bist du dann zufrieden? Oder willst du immer mehr?

    Ich weiß bei mir ganz genau, wie ich die Fragen beantworten müsste.
    Ich wäre nicht zufrieden.

    Und ich weiß noch ganz genau, wie man sich fühlt, wenn es dann doch wieder zu viel war.

    Wie sieht es bei dir aus?

    VG Risu

    Hallo Thomas,

    du machst es für uns einfacher zu lesen und zu verstehen, wenn du einem Faden immer weiter schreibst und nicht jedes Mal einen neuen eröffnest. :)

    Schön, dass du es geschafft hast. Aber überleg dir gut, welche Risiken du wirklich eingehen willst und musst?

    Es ist besser, sich ein möglichst alkoholfreies Umfeld zu schaffen und erst mal allen Verführungen aus dem Weg zu gehen.

    Aggression: Man muss halt ganz neu lernen mit seinen Emotionen umzugehen. Das ist meiner Meinung nachweine der großen Aufgaben.

    Hallo Ina,

    das hört sich so an, als ob auch da dein Suchtgedächtnis dahinter steckt und Dir erzählt, dass du ja mit Alkohol viel geschmeidiger warst und nicht so genervt reagiert hast...

    (So nach dem Motto: Siehste, war ja doch nicht alles schlecht...)

    Und es stimmt auch. Mit dem Alkohol kann man sich sein Leben schön trinken. Ärger, genervt sein, egal, ich trink mir gleich einen Wein oder zwei oder drei und schwups bin ich gut drauf.

    Anstatt sich mit Emotionen auseinanderzusetzen kann man sie halt auch im kleinen Rahmen hervorragend wegtrinken. Dann ist man schön angepasst, man funktioniert und man stört keinen...

    Man selber ist zufrieden, weil man sich dann immer mit dem Alkohol tröstet oder belohnt.

    So lange bis es nicht mehr funktioniert oder bis man auffällt.

    Du bist übrigens nicht die einzige, die nicht die gewünschten Änderungen feststellen kann.

    Bei mir gab es auch ein zwei Veränderungen, die ich mir gewünscht hätte und die leider nicht eingetreten sind.

    Man bleibt halt man selbst. :)

    Aber, die Rückmeldung, dass du aktiver bist mit den Enkeln ist doch schon eine tolle Sache. Nutze die Zeit. Für dich und deine Enkel und lass mal die Fenster Fenster sein.

    Dir auch einen schönen Abend.

    Grüße,
    Risu

    Hallo Ina,

    das ist ja irgendwie so ein Klassiker, dass Männer nix finden.

    Ich erwarte allerdings von meinem Lebensgefährten, dass er sich zumindest Mühe gibt etwas zu finden, bevor er mich dafür einspannt. Von daher wäre ich auch genervt, wenn er es noch nicht mal schafft in den Küchenschrank zu gucken.

    Warum sollte man da nicht genervt sein? Das nervt richtig!

    Und als Fehlerquelle am Handy den Flugmodus auszuschließen, dafür muss man nicht im IT Bereich arbeiten.

    Wie wäre es mal damit.

    Du darfst deine Gefühle fühlen! Das ist okay, das bist du und das darfst du auch sein.

    Also erstens Gefühl wahrnehmen und anerkennen: Ich bin davon genervt.

    Zweitens: Mann freundlich darauf ansprechen, dass es dich nervt, dass er schon fragt, ohne es jemals selber zu probieren

    Wenn das nicht hilft, einfach nicht mitspielen und statt dessen antworten, mit einem freundlichen:
    Weiß ich auch nicht, Schatz. :) Träller

    Vielleicht reicht das ja schon um diese Mechanismen zu durchbrechen.

    Aber vielleicht steckt auch noch mehr dahinter?

    Hallo Ina,

    mal ganz ehrlich jetzt:

    Du hast „nur“ aufgehört, weil deine Kinder sich Sorgen gemacht haben?

    Das ist zwar sehr löblich, aber ich kann mir das gar nicht vorstellen.

    Hast du gar keine negativen Auswirkungen vom Alkohol gespürt?
    Kein Hangover?
    Keine Kopfschmerzen?
    Kein schlechtes Gewissen?
    Keine depressiven Gefühle?
    Keine Ängste?

    Ich finde es tiptop , dass dein Mann zu Hause nicht mehr trinkt!
    Das ihm das leicht fällt ist ein Zeichen dafür, dass er KEIN Alkoholiker ist. :)

    Für Nicht-Alkoholiker ist es nicht so schwer auf Alkohol zu verzichten.

    Viele Grüße,
    Risu

    Hallo Ina,

    ich bin Mitte 40, w., seit einem knappen Jahr abstinent.

    Ich habe es auch alleine geschafft aufzuhören. Als ich so weit war, war es plötzlich erstaunlich einfach, davor habe ich aber jahrelang rumgeeiert und so gesehen war es eben doch nicht einfach.

    Bei mir kommt auch manchmal der Gedanke auf, ich könnte doch ein Glas...

    Aber dann mache ich mir klar, dass mir das eine Glas noch nie gereicht hat und dass ein Glas nur immer dazu geführt hat, dass ich noch mehr wollte. Ich war eigentlich von Anfang an Wirkungstrinker. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie ein Glas getrunken und war dann zufrieden, also warum sollte sich das plötzlich ändern?

    Und wenn mich das Trinken von einem Glas eh nicht zufrieden macht, dann lass ich es doch lieber.

    Die andere Variante ist, zu überlegen, was passiert nach dem einen Glas, ich will noch mehr und wenn ich Pech habe kann ich mich nicht bremsen. Auf ein paar beschwingte Stunden folgt dann unweigerlich der graue Kater.

    Schlechtes Gewissen, Schuldgefühle, Scham, Selbsthass, depressive Gedanken,...

    Nein danke, sag ich dazu. :)

    Hallo Ekatha,

    Schön, dass du hierher gefunden hast.

    Ich bin Mitte 40 und seit einem knappen Jahr abstinent.

    Wenn du festgestellt hast, dass Dir der Alkohol nicht guttut und du etwas ändern möchtest, ist das schon mal ein erster Schritt.

    Wenn du weitergehen möchtest, kannst du mit deinem Hausarzt sprechen, zur Suchtberatung gehen, zu einem Infotermin und du kannst eine SHG bei dir in der Nähe besuchen.

    Alleine sein sollst und musst du dabei nicht.

    Es hilft sehr, wenn man sich sein Umfeld so alkoholfrei wie möglich gestaltet.

    Man kann sich mit Freunden auch zu Kaffee und Kuchen verabreden.

    Ich wünsche dir viel Erfolg.

    Hallo Simon,

    dass der Konsum deines Bekannten nicht gesund sein kann, ist dir ja eh klar.

    Was genau möchtest du jetzt eigentlich wissen?

    Ob er süchtig ist, oder nicht? Welchen Unterschied macht das für dich?

    Möchtest du für dich eine Haltung finden? Dann lies einfach mal hier rum und informier dich.

    Grundsätzlich gilt, dass jeder Mensch so ungesund leben darf, wie er möchte.

    Etwas daran ändern kann er nur selbst.

    Du kannst ihn darauf anspreche, dass du findest, dass er zu viel trinkt und das du dir Sorgen um ihn machst.

    Klasse!

    Schreiben hilft.

    Und ganz viel Wasser trinken, Spazierengehen, sich ablenken, Puzzeln, basteln, Handarbeit.

    Ich schick dir mal eine Portion Sturheit rüber!

    Ignorier es einfach.

    Du schaffst das schon....

    Ach ja, wenn du es geschafft hast, wird es dir morgen super gut gehen. Erstens, weil du keinen Schädel hast und zweitens, weil du stolz auf dich sein kannst. :)

    Hallo Gwidul,

    du schreibst, dass das eine Getränk bei dir immer noch positiv besetzt ist.

    Vielen hier, mir auch, hat es geholfen, wenn man an das eine Getränk denkt, immer direkt weiterzudenken, was danach passiert. Bei dem einen Getränk bleibt es ja nicht, sonst wären wir nicht hier.

    Ich bin jetzt ein dreiviertel Jahr abstinent und die positiven Assoziationen mit dem einen Getränk werden immer weniger.

    Ein Getränk? Warum? Es geht mir gut.

    Und ganz ehrlich. Ein Getränk hat mir nie gereicht. Ein Getränk hat immer nur Lust auf mehr gemacht.

    Hallo Britt,

    ich finde es steht dir nicht zu hier von privat auf beruflich zu schließen. Sowas ist immer unfair.
    Beruflich ist man Profi und nicht auf Augenhöhe unterwegs.

    Privat geht es von Mensch zu Mensch und da darf sich jeder auch mal angegriffen fühlen und wehren.

    Auch Greenfox.

    Aber ich will hier auch nicht weiter andere User verteidigen, denn hier sind alle Erwachsen und können sich selbst verteidigen, wenn Sie möchten.

    Ich trinke auch ab und an 0,0.

    Allerdings achte ich darauf, dass es weder zu viel wird, noch zu regelmäßig und vor allem, dass ich es auf keinen Fall als Ersatz trinke.

    Falls irgendwas davon zutrifft, würde ich es sofort lassen oder einschränken.

    Und direkt damit anfangen den Alkohol durch alkoholfreie Äquivalente zu ersetzen halte ich für sehr gefährlich. Davon würde ich abraten, der Weg zurück ist dann zu schnell gegangen.

    Ich kenne das eher andersherum, aus dem ländlichen Umfeld.

    Der Klassiker: Die Ehefrau wird immer verbitterter und verbitterter, weil sie so leben muss, das Geld zusammenhalten muss und sich um alles kümmern muss und nichts dagegen hilft und am Ende hieß es dann im Dorf:

    Der sowieso säuft... Na, kein Wunder bei der Frau.

    Der Trinker, wenn er nicht aggressiv ist wird ja eher als fröhlicher, schwacher Mensch gesehen, der eher etwas bemitleidenswert ist.

    So was ist schlimm und drängt die Menschen immer mehr in die Isolation.

    Ich habe noch nie gehört, dass jemand gelobt wird und bemitleidet wird als Angehöriger. Eher werden die Angehörigen kritisch beäugt, entweder, weil sie ja evt. Schuld sind, oder weil man ungläubig und ohne jedes Verständnis guckt und nicht verstehen kann, warum sich jemand so was antut. Und seinen Kindern auch noch...

    Die Angehörigen haben es nicht leicht!