Mein viertes Ausstiegsjahr geht mit Sieben-Meilen-Schritten dem Ende zu. Und so sollte man meinen, dass jetzt alles in ausgetretenen Bahnen verläuft und dass es nichts mehr zu berichten gibt.
Das ist auch so. Einerseits.
Andererseits ist sie noch immer da, diese Freude über die durch den Ausstieg zurückerlangte Freiheit.
Und sie wird nicht geringer. Das ist schon bemerkenswert. Und das möchte ich denjenigen mitteilen, die erst am Anfang ihres Weges stehen.
Wie ich das sehe, habe ich nicht nur eine Einstellungsänderung erfahren, sondern das innere Wissen erworben, dass wirkliche Lebensqualität nur ohne Suchtmittel zu erlangen ist.
Ich habe in meiner Vergangenheit gelernt, dass Nikotin und Alkohol durchaus angenehme Zustände erzeugen können. Doch ich habe auch gelernt, dass jeder aus Abhängigkeit resultierende Drogenkonsum zu Lasten der Fähigkeit des Körpers geht, diese Zustände aus sich heraus zu erzeugen.
Und das macht die ganze Sache dann zu einer Lachnummer, wenn es nicht so traurig wäre.
Für mich lässt sich die Folge des Drogenkonsums in einem Satz beschreiben: Wenn du dich (von einer Droge) abhängig machst, verlierst du früher oder später die Fähigkeit zu tief empfundener Freude.
Und das kann selbst der krasseste Dopaminkick nicht wert sein.
Bassmann