Nochmal danke, lächel...
"Stehrümpchen" heißen die bei uns so ähnlich, weil meine Quasi-Oma (verquaste Familienverhältnisse über Generationen) aus "dem Pott" kam. Wahrscheinlich deshalb ist mir der rheinländische Dialekt wie Musik im Ohr (obwohl "de Omma" nicht sehr freundlich war, aber sie hatte natürlich auch ihre Geschichte). Ich bin gebürtige Hessin mit einem kurzen Ausrutscher nach Bayern als Jugendliche/junge Frau. Wobei ich mich mental schon eher als Europäerin, bzw. als earthling^^ verstehe.
Das ist so ein wenig die Krux: Ich schlage meist charmant, emphatisch, witzig und freundlich in einer Gruppe auf. Seit dem Tod meiner Mutter wollen sogar meine Haare wachsen. Hatte immer so einen "Soldaten9mm-Haarschnitt" und sehe nun im Alter auch ein wenig romantisch aus, alter Schwede^^ Innendrin mag ich jedoch am liebsten Steine... Denn ich durfte als Kind (bzw. schon vor meiner Geburt, obwohl sich das wohl gerade krass esoterisch anhört) lernen, niemandem zu vertrauen, schon gar nicht den eigenen Eltern oder Verwandten. Und ich dachte, irgendwann ist doch auch mal gut mit den erlernten Verhaltensmustern - aber meine letzte Therapeutin erklärte mir mal, dass es wohl besonders krass "gelegte Straßen" im Gehirn gibt, die lassen sich weder verlegen noch begrünen^^ So zimmerte ich mir also im Laufe der Jahrzehnte ein Lebensmuster zurecht. Also das war alles erst nach den Entzügen. Thc entzog ich 2002, hatte einen Rückfall in 2003. Und dann 2004 eine Suchtverlagerung zum Alk bis 2007.
Trotzdem "brauche" ich Menschen. Als meine Mutter starb, fragte ich die Therapeutin, was ist worstcase? Ich dachte, ein erneuter Umzug. Sie meinte, bei mir ist es der Verlust sozialer Kontakte.
Also "bemühe" ich mich. Habe schon seit vielen Jahren eine politische Frauengruppe (wir machen keine Politik mehr, treffen uns aber regelmäßig zum Kaffeetrinken - ich bin mit Abstand die Jüngste^^). Und seit einiger Zeit eine Walkinggruppe, wo ich mich wohlfühle. Da passe ich jetzt schon auf, nicht den erstbesten schroffen Gedanken rauszuhauen. Ist auch da nicht so superschwer, denn wir sind ca. 20 Frauen mit einem Quotenmann, lächel...
Naja, laberrhabarber... Mal schauen, wie es weitergeht. Bin gerade am Bücher aussortieren, das fällt mir sehr schwer. Denn Buchstaben waren Zeit meines Lebens meine FreundInnen^^ Weil ich schon viele Jahre stricke, bin ich dann mal auf Hörbücher umgestiegen. Die liebe ich auch, kann die aber viel problemloser aussortieren.