Beiträge von Ciara

    Ich jab meinen Papa mal wieder mit RTW ins Krankenhaus schicken müssen. Dann meine Ma versorgen. Nach 4 Tagen Daueranspannung hab ich dann mein übliches Entspannungsritual abgefackelt mit dem Ergebnis, dass es nicht mehr wirkt. Und das find ich gut so.

    Hallo BiB,

    das kenne ich sehr gut. Bis Oktober letzten Jahres hatte ich auch noch beide Elternteile zu versorgen beziehungsweise zu betreuen und mich um die Angelegenheiten der Pflege zu kümmern. Jetzt habe ich nur noch meinen Papa, um den ich mich kümmere. Mein letzter „Rückschlag“ war auch wegen mehrerer RTW Einsätze und Sorgen um ihn 😔. Geholfen hat es mir nicht…

    LG Ciara

    Hallo zusammen, ich sehe das ähnlich wie Tom. Ich hatte ja quasi auch einige „Rückfälle“, diese aber „nur“ Rückschläge genannt, weil ich nicht wieder hinein geraten bin. Ich bin auch wieder aufgestanden bzw. war gar nicht am Boden. Ich habe mich nur unglaublich über mich geärgert und mir ging es an den jeweiligen Tagen und danach nicht gut. Aber es war nicht so, dass ich ab den besagten Tagen wieder jeden Tag oder jedes Wochenende weiter gemacht habe. Es waren seit Oktober drei einmalige „Ausrutscher“. Ich denke auch, dass man sich wieder aufrappeln kann. Aber es soll schon Fälle geben, wo ein Schluck wieder zur Abhängigkeit führt. Das sind dann doch aber eher solche, die körperlich abhängig waren oder sehe ich das falsch? Was mir bei mir aufgefallen ist, dass ich nach den Ausrutschern wieder mehr den Fokus darauf gelenkt habe. Nach mehreren Wochen denke ich nicht mehr daran. Somit wird es wirklich einfacher, wenn man es ganz lässt. LG Ciara

    Hallo Klara, auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum 😊

    Ich bin seit November dabei und schreibe auch immer, wenn es mir mal wieder zu viel wird und das Verlangen zu stark wird. Das hilft mir sehr! Allein das Schreiben entlastet und die vielen lieben aufbauenden Antworten erst recht! LG Ciara

    Hey zusammen, vielen Dank für eure Ansätze! Ich kann Sparkassen Helga nur zustimmen: wir beziehungsweise ich tue das, weil ich mein Papa unendlich liebe. Da gibt es keine Gewinn Absicht! Das Geld ist mittlerweile schon für die Pflege draufgegangen, es gibt also nichts zu erben!

    Lieber Tom, vielen Dank für deine Antwort. Obwohl es nicht annähernd so viel Alkohol war, wie ich sonst immer konsumiert habe, geht es mir heute extrem schlecht. Ich habe sämtliche Symptome eines massiven Katers. Fürchterlich! Ich möchte das nicht mehr haben!!! Leider kann ich der Vergangenheit nicht mehr ändern, da hast du recht. Also muss ich jetzt mit diesem Zustand erst einmal zurecht kommen. Zu meinem Vater: Ja, er ist dement im fortgeschrittenem Stadium. Ich weiß das. Ich halte es aber trotzdem nicht aus, wenn er mich beschuldigt und Dinge von mir verlangt, die sich so nicht umsetzen lassen, wie zum Beispiel diese neue Betreuerin, die mein Vater von früher kennt und die ich nicht einfach plump fragen konnte, ob sie wieder bei uns anfangen kann. Das habe ich ihm auch erklärt, aber er hat es nicht verstanden aufgrund der Demenz scheinbar. Und dann wird er angriffslustig. Das ist auch normal bei Demenz. Wenn sie merken, sie verstehen etwas nicht, können sie nicht anders. Das weiß ich. Ich konnte aber auch nicht einfach gehen, weil er sonst alleine gewesen wäre und nicht ins Bett gehen wollte. Die Betreuerin hatte er schon angegriffen und war schon im Bett. Ein ähnliches Programm habe ich heute ab 12:00 Uhr. Da hat die Betreuerin nämlich ihren freien Tag bis heute Abend um neun. Und ich muss nach ihm schauen. Ich würde mir die größten vorwürfe machen, wenn er irgendetwas anstellen würde oder weglaufen oder sonst irgendwas. Also muss ich wieder hin. Wie ich das nachher hinbekommen soll mit meinem Brummschädel, weiß ich auch noch nicht. Über eine Heimbetreuung habe ich tatsächlich auch schon nachgedacht. Es würde mir aber sehr schwer fallen, zumal wir hier genügend Platz haben. Und es wäre auch umständlicher, wenn wir ihn besuchen wollen. Jetzt wohnt er in der selben Straße und ich kann jeden Tag einmal nach ihm sehen. Wenn die Entwicklung aber so weitergeht, dass er auch die Betreuerin angreift, wird es wohl keine Alternative geben. Drück mir mal die Daumen für später! Ich habe ihm gestern Abend versprochen, dass ich heute mit ihm die alte Betreuerin wenigstens einmal anrufe. Damit habe ich ihn dann besänftigt, und er ist wenigstens ins Bett gegangen. Ob er dann geschlafen hat, weiß ich nicht … 🤷‍♀️ aber die Betreuerin hat das Babyphone… LG Ciara

    Hallo Ihr Lieben, ich habe es leider nicht ganz geschafft, so wie ich es gerne gehabt hätte. Ich bezeichne das jetzt nicht als Rückfall. Ich hänge nicht über der Kloschüssel oder bin nicht mehr Frau meiner Sinne. Das war ich auch eigentlich nie so wirklich, also auch keine Alkoholikerin im umgangssprachlichen Sinn….Aber ich habe heute Abend zwei Bier und etwas Wein getrunken. Das ist für mich ein Rückschlag, den ich nicht wollte. Jetzt habe ich es trotzdem getan und finde es natürlich nicht gut. Die Situation mit meinem Vater hat sich dermaßen zugespitzt, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe. Danke für eure Tipps, aber die sind nicht so einfach umsetzbar. Ich möchte bei ihm sein, aber ich ertrage seine Anschuldigungen nicht. Ich bin jeden Tag bei ihm und er wirft mir vor, dass ich nie oder nicht immer bei ihm bin. Es geht auch um finanzielle und alltägliche Dinge. Er möchte seine jetzige Betreuerin nicht mehr haben und möchte eine andere, die wir schon letztes Jahr hatten und die uns ziemlich finanziell ausgebeutet hat. Außerdem finde ich es nicht schön, wie er mit unserer jetzigen Betreuerin umgeht und ich habe auch Angst, dass sie die Lust auf Betreuung verliert. Sie ist aber eine gute Betreuerin, die deutsch kann und Autofahren kann. Dies alles belastet mich sehr. Ich habe versucht, mich hinter Studium zu klemmen und mich quasi dahinter zu verstecken. Ich habe am 18. März Prüfung. Diese ist natürlich nicht lebensnotwendig, schließlich bin ich schon 60 Jahre alt und habe schon drei Ausbildungen gemacht. Ich bin auch in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Aber dieses Studium bedeutet mir trotzdem sehr viel und ich habe tatsächlich darüber nachgedacht, die letzten Jahre meiner Arbeitstätigkeit mit Inhalten davon zu verbringen und habe die Hoffnung, dass ich die nächsten sieben Jahre an einer Schule Religionsunterricht erteilen darf. Ja, das war und ist mein Ziel. Ich habe es tatsächlich geschafft, mich einigermaßen gut bisher darauf vorzubereiten. Jetzt hat mir mein Vater ein bisschen einen Strich durch meine Rechnung gemacht. Ich weiß, dass es mir morgen nicht so gut gehen wird. Wie gesagt, ich hänge nicht über der Schüssel. Aber mir reicht dieser Zustand jetzt, dass ich mich morgen nicht gut fühlen werde. Ich wollte das nicht. Ich möchte nicht mehr von dem Dämon Alkohol abhängig sein. ;(

    Vielen lieben Dank für eure Nachrichten!
    Es tut so gut, hier alles niederschreiben zu können und dann auch noch liebe aufmunternde Worte zu lesen und vor allem verständnisvolle… Ihr seid einfach klasse! Ja, an eine Rehabilitation habe ich tatsächlich schon gedacht. Ich hatte das auch mit meiner Psychiaterin besprochen, dem würde nichts entgegenstehen. Sie würde hierzu etwas schreiben. Mein Problem ist nur, dass ich dann ja meinen Vater wieder alleine lassen muss…wer weiß, wie lange ich ihn noch habe. Er wird dieses Jahr 93.

    LG Ciara

    Ach ja, was mich zusätzlich belastet, ist das Verhalten meiner Brüder. Okay, sie übernehmen die Finanzierung, sind dafür aber selten da! Ich habe in der Vergangenheit alles für meine Eltern geregelt und organisiert, auch als sie noch nicht pflegebedürftig waren und meine Brüder nichts finanzieren mussten. Ich bin mit ihnen zu Ärzten, bin einkaufen gegangen und habe ihnen jeden Tag Gesellschaft geleistet, auch mit Spaziergängen etc.
    Jetzt verlangen meine Brüder von mir, dass ich die Freizeit der Pflegekraft überbrücke, weil ich ja nichts zur Finanzierung beitrage …… aber mir ist das zu viel! Ich überlege schon, meine paar Kröten, die ich verdiene, abzutreten und mich an der Finanzierung zu beteiligen… denke aber nicht, dass sich das Verhalten und die Erwartungshaltung meiner Brüder ändert…. Ach ja, die ganze Organisation um den Pflegedienst übernehme auch ich… Wenn ich mal nicht kann, muss ich schauen, dass der Pflegedienst die Betreuung übernimmt… also wieder anrufen, fragen, organisieren und planen… dabei hätte ich auch gerne mal meinen Kopf frei…

    Hallo zusammen,

    möchte mich mal wieder melden. Bisher halte ich mich tapfer und bin nicht in alte Muster verfallen 👍

    Im Moment wirken aber so viele Dinge auf mich, die mich belasten… Ich wollte und will nie, dass sich meine Eltern als Last für mich und meine Brüder empfinden… dazu liebe ich sie zu sehr.. meine Mama ist ja schon gestorben. 😥 Für meinen Papa haben wir Pflegekräfte, die sich abwechseln. Die eine war wirklich den ganzen Tag bei meinem Papa, hat sich wenn sie nichts zu tun hatte, zu ihm gesetzt und ein Buch gelesen, war selten mal außer Haus… Die andere möchte jeden Nachmittsg zur gleichen Zeit frei haben und samstags 8 Stunden frei haben. Das ist für mich zu viel. So viel Zeit kann ich nicht übernehmen. Besonders samstags nicht. Ich bin wirklich gerne bei meinem Papa, aber mehr als 3 - 4 Std. am Stück überlasten mich. Es tut unserem Verhältnis nicht gut und ich werden bei ihm auch immer an meine Mama erinnert, die ich schmerzlich vermisse…. Ich bin jeden Tag bei ihm, aber zu Zeiten, die in mein Leben, meinen Rhythmus passen. Dieses Eingespanntsein belastet mich, so dass ich wieder häufiger „fliehen“ möchte. Versteht ihr das? Hat jemand von euch auch Pflegekräfte und wie handhabt ihr das mit der Freizeit? LG Ciara

    „40-50 Jahre Konsum + dann fast jeden Abend 2 Bier, Nachmittags ein Glas wein, keine Ausnahmen, keine Steigerung der Dosis.

    Ist die Person überhaupt, zumindest körperlich richtig abhängig?“

    Das würde mich auch interessieren… meine Freundin trinkt seit mindestens 10 Jahren eine Flasche Wein und eine Flasche Sekt täglich… das ist viel, ich weiß… ich frage mich aber, wenn sie alkoholabhängig sein sollte, warum muss sie ihren Konsum nicht längst steigern? Ab und zu stürzt sie komplett ab und weiß zum Beispiel nicht mehr, dass sie mit mir telefoniert hat, beziehungsweise was sie gesagt hat..

    Ich denke also schon, dass sie Alkoholikerin ist. Aber warum bleibt sie täglich bei jeweils einer Flasche? Das passt irgendwie nicht zu dem Konsumverhalten bei Alkoholikern, oder?

    Pausen kann sie machen, wenn sie dazu gezwungen wird, beispielsweise bei einer schweren Grippe oder bei Corona. Bewusste Pausen wiederum kann sie nicht machen, sagt sie…

    LG Ciara

    Hallo Emmi,

    was du so schreibst könnte ich geschrieben haben…

    Ich habe auch familiär und über den Verein mit 14 schon mit Alkohol angefangen und bei Problemen Alkohol zum Trösten angeboten bekommen…

    Außerdem konnte ich mir auch ein Leben ganz ohne Alkohol insbesondere Sekt/Wein nicht vorstellen…

    Mittlerweile trinke ich seit 6 Wochen nichts mehr bis auf 3 „Probierschlückchen“, wobei ich merke, dass ich danach zwar nicht weitertrinken möchte, aber doch meine Gedanken wieder viel mehr um Alkohol kreisen 🙄

    Besser ist also, ganz darauf zu verzichten.
    Warum zweifelst du, dass du das kannst? Du hast doch auch schon die Schwangerschaft und Stillzeit ohne Alk überstanden 👍

    Wie lange ich das so handhabe, weiß ich auch noch nicht. Vielleicht solltest du dich mit dem „ein Leben ganz ohne“ nicht so unter Druck setzen und erst mal einen Anfang starten…

    LG Ciara

    Für mich ist das aber auch irgendwie nur der Anfang der Geschichte. Denn: jetzt steht da ja irgendwo eine frisch geöffnete, fast volle Flasche Schnaps herum. Oder? Der gute alte "Seelentröster" (oder auch Seelenzerstörer) und "Problemlöser" (oder auch Problemverstärker) ganz nah...

    Hallo Mojo, das ist nicht das Problem. Ich lebe ja mit meiner Familie in einem Haus, also mit meinem Mann, meinem erwachsenen Sohn und dessen Verlobten. Wir haben auch einen gemeinsamen Keller und dort ist immer irgendetwas an Alkohol…. Das ist für mich im Prinzip kein Problem. Natürlich würde es mir einfach machen zuzugreifen, wenn ich unter Druck geraten würde, das stimmt. Aber es ist nicht so, dass ich die ganze Zeit daran denke, dass was im Keller auf mich wartet oder so… LG Ciara