Beiträge von Paddy

    Moin Baghira, meine Wohnung war clean, das letzte Leergut haben meine Kinder rausgeholt. Ich war ja nur einen Abend alleine zu Hause, es fühlte sich aber völlig normal an abends vorm TV leckeren Tee zu trinken statt Wein. Einkaufen war ach kein Problem, kein Gedanke daran, Alk zu kaufen. Sa war mein Sohn mit seiner Freundin da, Sonntag meine Stieftochter. Also alles gut gelaufen 😊

    Und mal wieder ein Update: Mir geht’s gut, keine Entzugserscheinungen mehr und körperlich fühle ich mich jeden Tag fitter. Und: morgen nach dem Frühstück kann ich nach Hause, Belastungswochenende! Darauf freue ich mich natürlich und hoffe, dass die Eine oder der Andere aus der Familie morgen Abend Zeit findet, damit wir etwas Zeit verbringen können Bzgl. Alkohol habe ich keine Bedenken und bin gespannt, wie sich der erste Abend nüchtern zu Hause anfühlen wird.

    Kurzes Update: weder mein Sohn noch meine Ex haben mich besucht, denn eben nicht. Ich ärgere mich nicht darüber, ich habe genug mit mir selbst zu tun.

    Ansonsten ist die körperliche Entgiftung durch und ich fühle mich bestens. Ich merke, wie die Kräfte in meinen Körper zurückkommen und ich psychisch gelassener werde. Ich kann gut schlafen (sicher auch wegen der Medis) und fresse wie ein Scheunendrescher 😄. Der Tag ist voll mit diversen Therapien und Gesprächsrunden und ich habe das Glück, dass wirklich nette Leute unter den Patienten sind, mit denen ich gute Geapräche führen kann. Suchtdruck hatte ich auch noch nicht, aber ich vergesse nicht, dass ich hier in einer Blase lebe. Alles in allem sehe ich sehr positiv in die Zukunft 🙂

    Moin,

    Ich darf mich jetzt mit einem besonderen Problem herumschlagen, vielleicht hat ja jemand Erfahrungen damit.

    Ich bin privatversichert und mein Sozialberater meinte heute, dass dann die Rentenversicherung nicht die Kosten für die Reha übernimmt. Ich möge doch bitte die PKV fragen, ob diese Leistung mitversichert ist. Ich habe dann bei meiner Versicherung nachgefragt, die wiederum meinten, dass wenn ich in die Rentenversicherung einzahle (mach ich), dann übernimmt das die RV. Was denn nun?

    Das ist wirklich das letzte, um das ich mich jetzt kümmern will 😕

    Eben waren meine Töchter hier, dass war natürlich sehr schön. Sie waren sehr ehrlich interessiert daran, wie es mir geht und wie die Therapie so abläuft. Aber auch alltägliches war Thema. Sie haben natürlich auch ihre Oma besucht, was wohl etwas schwieriger war. Ich habe großen Respekt davor, wie sie mit den beiden Situationen umgehen. Meine Ex war nicht mit, ich habe den Verdacht, dass sie gar nicht damit einverstanden ist, dass ich es gewagt habe trotz Anwesenheit ihrer Mutter hierher zu kommen. Dass das für mich existentiell wichtig war ist ihr wohl nicht bewusst. Nicht mein Problem!

    Danach erstmal eine rauchen und dabei mit einem jüngeren Patienten über meine Schwiegermutter unterhalten , die ist hier wohl bekannt wie ein bunter Hund 😄 Er stellte die berechtigte Frage, warum sie nicht auf der Geriatrie liegt, die gibt es hier auch. Mein erster Impuls war: da frage ich mal nach, Aber eigentlich geht mich das nichts an.

    Morgen kommen dann wahrscheinlich mein Sohn und seine Freundin, das wird bestimmt auch nett.

    Mir geht’s immer besser, gestern war der Tag ziemlich voll gepackt mit Therapien. Ich bekomme noch Medis gegen die Entzugserscheinungen, die aber aber so langsam nachlassen. Korperlich fühle ich mich deutlich fitter und ich esse wieder ganz normal. Das Gute an dieser Blase ist, dass ich nur Gleichgesinnte treffe, einige sind sehr nett, so dass es schon eine gewisse Cliquenbildung gibt, im positiven Sinne. Am Wochenende passiert natürlich nicht viel, aber meine Familie will mich besuchen, darauf freue ich mich natürlich schon sehr. 😊

    Ich hoffe, es ist ok, dass ich hier mal meinen Werdegang in der Entgiftung als eine Art Tagebuch aufschreibe, vielleicht hilft es zukünftigen Teilnehmern dieser Maßnahme die Angst zu nehmen. Und es hilft mir leere Zeit zu füllen 😁

    Tag1:Normale medizinische Aufnahme, Formalitäten erledigen, Zimmer und Station zeigen. Zimmer beziehen, Ablaufe erklären und viele neue Menschen kennenlernen. Erste Medikation und Gespräch mir Fachärztin. Dann Mittagessen, dabei ist mir dann mir prompt meine Schwiegermutter über den Weg gelaufen, anscheinend hat sie mich nicht erkannt oder übersehen. Bis zum Abendessen dann Pause, AA ausgefallen, aber viele nette, aber auch komische Menschen kennengelernt. Um 22:00 Uhr totmüde ins Bett gefallen.


    Tag 2: um 08:00 Uhr aufgewacht, zehn Stunden Am Stück gepennt, das hatte ich schon ewig nicht mehr, und bis dahin kaum Entzugserscheinigungen, nur leichtes Zittern. Vormittags Erstgespräch mir Psychologin und Sozialtherapeut. Alle, Ärzte und Schwestern sind empathisch und jederzeit für einen da. Kurzes Gespräch mit einer Schwester, dass ein Kontakt zu meiner Schwiegermutter provoziert werden sollte, wird morgen mit einem Arzt geklärt. Entzugserscheinungen am Ta:, Tremor Abgeschlagenheit und umsicherer Gang. Heute noch Abendessen und blaues Kreuz SHG. Beide SHGs sind einmal Pflicht. Uberhaubt sind viele Veranstaltungen Pflicht und die Teilnahme wird geprüft. Wenn da was fehlt gibts Mecker vom Oberarzt!

    Und dann noch der Hammer: Ich laufe hier um eine Ecke und stoße fast mit meiner Schwiegermutter zusammem. Wir gucken uns erstaunt an, dann sie ganz erfreut:“ Hallo A. Du auch hier?“ „Ja, ich brauche auch mal Hilfe“. „schön, dann sehen wir uns ja bestimmt mal!“. Sie hat dann einer Schwester ganz freudig erzählt, dass ihr Schwiegersohn hier auch Urlaub macht 😄 Geht doch 😉

    Ich kann das auch nicht verstehen, genauso wenig, warum ich im Landkreis bleiben muss. Die Mitglieder meiner SHG waren aber total zufrieden mit dem KH. Ich selber hätte kein Problem mit meiner SchwiMu, ich behaupte mal, dass sich vor der Einweisung mir am ehesten anvertraut hat. Sie lebte in der selben Wohnanlage wie ich und ist fast täglich zu mir gekommen.

    @baghira, nicht ich lasse mich von meiner SchwiMu abhalten, das Krankenhaus weigert sich, uns zeitgleich auf der gleichen Station zu haben.

    Und danke, für eure Einschätzungen! In einem der vielen Videos wird gut erklärt, wie Nalrexon wirkt: es führt dazu, dass der Belohnungseffekt des Alkohols ausbleibt. D.h. Das Nalrexon in der Abstinenz keinen Sinn macht, da ja kein Alokohol mehr dem Körper zugefügt wird.. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Nährstoff- und Vitaminversorgung, auch das ist für mich nachvollziehbar.

    Ich habe gelernt, dass die Standard-Therapie Entgiftung/Entwöhnung/Reha eine recht geringe Erfolgsquote hat und dass da eine regelrechte Industrie hinter steht. Ich bin bei Informationen aus dem Internet sehr skeptisch, auch zu dem Thema Alkoholsucht habe ich viel Unsinn gesehen. Ich habe ein wissenschaftliches Studium absolviert, für mich zählen Fakten und Studien.

    Es geht mir auch nicht darum, dass diese Therapie gelegentlichen Alkoholkonsum möglich machen soll, ich will dauerhaft abstinent werden

    Moin,

    da es fraglich ist, dass ich Mittwoch in die Entgiftung kann (Schwiegermutter ist immer noch auf der Station), habe ich nach Alternativen gesucht. Dabei bin ich auf die Methode nach Sinclair gestoßen. Hier: https://holo-code.coachy.net/lp/suchtfrei-dank-3x3/ wird die Therapie ausführlich erklärt, die Praxis wäre für mich auch relativ gut erreichbar. Für mich hört sich das logisch und plausibel an und ist anscheinend eine echte Alternative zu der Standardbehandlung. Was haltet ihr davon?

    VG, Paddy

    Nein, leider nicht. Ich habe aber in meiner SHG gehört, dass das hier normal ist. Mein Hausarzt meinte sogar, dass es bei mir recht schnell geht. Noch zwölf Tage bis zur Entgiftung, da ist doch Licht am Ende des Tunnels.

    Heute war nun das Vorgespräch und es wurde gleich ein sehr spezielles Problem besprochen: Meine demente Schwiegermutter ist z.Zt. auf der gleichen Station und die Ärztin meinte, es wäre für uns beide nicht gut, wenn wir uns dort begegnen. Wir haben jetzt erstmal einen Termin in ca. drei Wochen festgelegt, in der Hoffnung, dass Schwiegermutter bis dahin einen Heimplatz hat. Im Moment sieht das ganz gut aus. Und dann kann es ganz schnell gehen: gestern in der SHG hat einer erzählt, dass er einen Anruf bekommen, dass morgen ein Platz frei ist, er kann kommen! Alternativ soll ich es mit der familiären Begründung nochmal beim KH im Nachbarkreis versuchen.

    Ich trinke unverändert weiter, d.h. Abends 1L Bier und 1L Wein, nach dem Motto; darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an, das Ende ist in Sicht.

    Ich war ja vor 14 Tagen beim Hausarzt und habe den Termin im KH gemacht. Seitdem mache ich mir viele Gedanken und bereite innerlich meine abstinente Zeit vor. Und ich informiere mich durch Lesen, YouTube,... Ich war auch schon ein paar mal bei zwei SHGs, wobei mir die AA nicht so zusagen. Die andere Gruppe trifft sich zweimal pro Woche, da gehe ich auch weiterhin hin.

    Ich vermute mal, dass die Schwere der Sucht angesehen wird und über die Art der Therapie beraten wird. Und sicher auch allgemeine Informationen wie es weitergeht. Anscheinend ist die Station immer gut belegt, d.h. es wird ein Termin gesucht werden. Ist so ein Vorgespräch nicht üblich?

    Ich könnte ko..., der Tipp, in ein anderes KH zu gehen war selten dämlich Das empfohlene KH nimmt zur Entgiftung nur Patienten aus dem eigenen Landkreis auf, dazu gehöre ich nicht. Und spontan schon mal gar nicht. Also warte ich jetzt auf das Vorgespräch am Donnerstag. Ich hätte nicht gedacht, dass es einem so schwer gemacht wird, obwohl ich deutliche Bereitschaft zeige :(

    Paul, da sind wir ganz ähnlich gestrickt. Dann kennst du sicher auch das Buch "Die Suchtlüge" von Gaby Guzek? Ich habe das Gefühl, damit gut auf die abstinente Zeit voirbereitet zu sein, zumindest theoretisch.