Beiträge von Stilles Wasser

    Schönes Thema! :)

    Nunja die Idee kam mir ja gestern nach dem lesen des Gedichts:

    Bücher

    Spoiler anzeigen

    Ein Mensch, von Büchern hart bedrängt,
    An die er lang sein Herz gehängt,
    Beschließt voll Tatkraft, sich zu wehren,
    Eh sie kaninchenhaft sich mehren.
    Sogleich, aufs äußerste ergrimmt,
    Er ganze Reihn von Schmökern nimmt
    Und wirft sie wüst auf einen Haufen,
    Sie unbarmherzig zu verkaufen.
    Der Haufen liegt, so wie er lag,
    Am ersten, zweiten, dritten Tag.
    Der Mensch beäugt ihn ungerührt
    Und ist dann plötzlich doch verführt,
    Noch einmal hinzusehn genauer -
    Sieh da, der schöne Schopenhauer . . .
    Und schlägt ihn auf und liest und liest,
    Und merkt nicht, wie die Zeit verfließt. . .
    Beschämt hat er nach Mitternacht
    Ihn auf den alten Platz gebracht.
    Dorthin stellt er auch eigenhändig
    Den Herder, achtundzwanzigbändig.
    E. T. A. Hoffmanns Neu-Entdeckung
    Schützt diesen auch vor Zwangs- Vollstreckung.
    Kurzum, ein Schmöker nach dem andern
    Darf wieder auf die Bretter wandern.
    Der Mensch, der so mit halben Taten
    Beinah schon hätt den Geist verraten,
    Ist nun getröstet und erheitert,
    Daß die Entrümpelung gescheitert.


    Eugen Roth (1896-1975)


    Da ist mir einmal mehr klar geworden das es manchmal mit den Büchern

    gar nicht so einfach ist wie die Notiz, vor ein paar Jahren geschrieben, zeigt

    Schmerz


    Als ob ich mein bisheriges Leben fort geschmissen hätte mit den zwei Taschen voller Bücher.

    Am Wertstoffhof in den Container und weg für immer. Sterne, Pilze, Bachblüten, Ogham,

    Alte Schriften, Bäume. Es lässt sich so gar nicht alles aufzählen. Ist viel gewesen die letzten

    Jahre. Die Liebe, die Hingabe zum Buch. Es tut jetzt weh am Abend. Der Schritt war richtig.

    Entrümpeln befreit.

    Ich erinnere mich an meine Kindheit wie ich mich in eine Ecke verkrümelte und mitGrimm`s Märchen,

    später dann der "Kleinen Hexe" und der "Roten Zora und ihrer Bande" mir neue Welten erschloss, die

    mein lebendig sein förderten und unterstützten.
    Während der Loslösung vom Elternhaus sass ich oft auf einer Bank am Waldrand. Vertieft in die Zeilen

    eines der zahlreichen Schmöcker von Herrmann Hesse, den rastlosen Abenteuern eines Jack Kerouac

    und seiner Kumpane. Oder immer wieder ins Tal blickend die tiefsinnigen Gedichte des Einsiedlers

    Han Shan in mich aufnehmend.
    Das ist für mich lesen. So sollte es sein. Oder irre ich mich da?


    Kannst du etwa durch Bücherlesen dem Tode entrinnen?
    Kannst du etwa durch Bücherlesen dir Armut ersparen?
    Warum nur will ein jeder lesen lernen?
    Weil man damit die andren übertreffen kann!
    Der stattlichste Mann, kann er nicht lesen
    Findet kein Auskommen in dieser Welt
    Drum tauche deine Medizin in etwas Knoblauchsoße
    Und du vergißt, daß sie so bitter ist

    Han Shan
    Gedichte vom Kalten Berg


    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seine
    Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.

    Hermann Hesse


    Vertrauen ist immer blind; aber dieses blinde Vertrauen kann letztendlich zu gefestigtem Glauben führen.

    Zu diesem Zweck musst du Wissen durch Lesen erwerben – nicht durch das Lesen gewöhnlicher Bücher,

    sondern von jenem Buch, das in deinem Herzen ist. Wenn du das Buch liest, werden all deine Probleme

    gelöst und alle Zweifel werden sich auflösen.

    Shri Anandamayi Ma

    Ein Broker ist bankrott gegangen und steht wegen Konkursbetrug vor Gericht.
    Der Richter sieht ihn streng an. "Angeklagter, der Alkohol und nichts als der
    Alkohol ist schuld an Ihrer unglücklichen Lage!" Darauf er: "Vielen Dank Herr
    Vorsitzender, Sie sind der erste, der nicht mir die Schuld in die Schuhe schiebt."

    Letzte Worte des Indianerhäuptlings Crowfoot

    Nur noch eine kurze Weile, dann bin ich von euch gegangen.
    Wohin, das kann ich euch nicht sagen. Wir kommen aus dem
    Nirgendwo, und wir gehen ins Nirgendwo. Was ist das Leben?
    Es ist der Lichtblitz eines Leuchtkäfers in der Nacht. Es ist der
    Atem eines Büffels im Winter. Es ist der kleine Schatten, der
    über das Gras huscht und sich im Sonnenuntergang verliert.

    Crowfoot (um 1830 – 1890)
    Häuptling der Blackfoot-Indianer

    Hallo Alex


    Beim Einsetzen eines Links in einer Antwort fehlt das Fenster, dem Link einen kurzen formellen Namen zu geben. Das war vorher anders.
    Sonsten sieht das Forum freundlicher, für mich weniger grell, aus. Ein gutes Upgrade. Dank für deine Mühe.
    Noch was zur Schlagwortwolke. Als das Forum umzog dachte ich die Wolke sei dynamisch, würde sich durch neue Beiträge verändern. Hab aber festgestellt das die Wörter stets dieselben sind. Ist das Absicht?

    Brant

    14.10.2023

    Baden-Württemberg

    Elterninitiative hat Erfolg:

    Sofortiges Rauchverbot auf Spielplätzen in Aalen kommt

    Auf Spielplätzen in Aalen herrscht ab sofort Rauchverbot.

    Schilder werden darauf hinweisen. Damit regelt die Stadt

    eine rechtliche Grauzone und reagiert auf eine Online-Petition.

    tagesschau.de

    Als ich zu rauchen aufhörte glaubte ich tolerant sein zu müssen. Schliesslich hatte ich ja selbst jahrelang der ganzen Welt meinen Qualm ins Gesicht geblasen. Da brauchte es Zeit um klarer zu sehen welch widerliches Unheil all die stinkenden Glimmstengel so anrichten können. Inzwischen berührt es mich ziemlich schmerzhaft wenn ich eine rauchende Mutter sehe die einen Kinderwagen vor sich herschiebt.

    13.10.2023

    Gekipptes Vorhaben

    Kinderärzte kritisieren Aus für Rauchverbot im Auto

    Mit einem Rauchverbot im Auto wollte Gesundheitsminister Lauterbach Kinder und

    Schwangere schützen. Aus dem Vorhaben wurde nichts - offenbar auf Druck der FDP.

    Nun ruft der Verband der Kinderärzte dazu auf, es doch wie geplant umzusetzen.

    tagesschau.de

    08.10.2023

    Zum Schutz für Kinder und Schwangere

    Lauterbach-Plan für Rauchverbot im Auto gekippt

    Der Plan von Minister Lauterbach für ein Rauchverbot im Auto, wenn

    Schwangere und Kinder an Bord sind, ist gekippt worden. Das teilte der

    Drogenbeauftragte Blienert mit und kritisierte die FDP. Blienert forderte,

    an dem Plan festzuhalten.

    tagesschau.de

    Mir ist die Kontroversität des Zentrums für Gesundheit bekannt. Ich habe jedoch vorab keine Passagen gefunden die einer hilfreichen Anleitung für einen erfolgreichen Ausstieg entgegenstehen würden.

    Ansonsten empfehle ich den Veränderungswilligen meine Methode.

    Die erste Tasse stehen lassen bzw erst gar nicht aufbrühen! Es funktioniert.

    Was den Zucker betrifft ist das ja eine spezielle Baustelle für den es hier noch keinen Thread gibt. Was mich und meine Erfahrungen betrifft ist es so das man nach der Beseitigung des grössten Übels dem Alkohol an einem Punkt kommt wo man fähig sein sollte sich und seinen Körper unvoreingenommen zu betrachten und einen ganzheitlichen Prozess anzugehen der die Auswirkungen der westlichen Kosumkultur minimiert oder/und allmählich auflöst.

    Dies betrifft auch den Zuckerwahn für den es hier zumindest noch keinen Faden gibt.

    Nachdem meine grosse Gier mit dem Wegfall von Alkohol, Nikotin und Haschisch zum Stillstand kam setzte für mich ein Prozess ein den ich mal als Reduktion bezeichnen möchte. Allmählich, also nicht umgehend, veränderten sich meine schlimmen Ernährungsgewohnheiten, näherten sich dem an was Körper und das fortschreitende Alter eigentlich wollen.

    Allein hartnäckig blieb der Kaffee. Dieses sich morgens zu pushen hatte sich in meinem Gehirn irgendwie festgefräst. Die Regel nur vormittags und nicht mehr als zwei Haferl (ca. 0,5ltr.) konnte ich über die Jahre hinweg einhalten. Nur ein Ausstieg wollte nicht gelingen obwohl ich wusste das es meiner Ausgeglichenheit doch eher schadete.

    Versuche gab es mehrere die dann doch wieder bei "meinem Käffchen" endeten. Bis es dann im Juni vor zwei Jahren soweit war. Es hatte morgens schon wieder sehr heisses Wetter und ich sagte mir jetzt muss endgültig Schluss sein und ich fühlte innerlich das es so kommen wird.

    Und heute nach vielen, vielen Morgen ohne diesen Pusher kann ich nur sagen es hat sich gelohnt. Es ist kein Verzicht wie hier im Titel angesprochen. Wollte keinen neuen Thread eröffnen.

    Es ist schlicht so das die Anfälligkeit für stressigen Situationen spürbar abgenommen haben. Der Morgen verläuft viel harmonischer da es niemanden gibt der nach dem Nervengift, und das ist es ja wirklich, schreit. Der Magen fühlt sich besser ohne diese ganzen Säuren und die Blase funktioniert normal. Ganz ohne diesen plötzlich auftretenden Drang urinieren zu müssen.

    Tja was soll man sonst noch schreiben über dieses durchweg positive Erleben.