Hallo Paul
Als ich heute morgen deine kurze Antwort las wusste ich ehrlich nicht was antworten. Ich habe mich die Jahre über sehr mit der Welt der Symbole beschäftigt und ein Archetyp wie der Eremit ist für mich nicht schwer zu lesen. Er steht für die Ruhe, für das alleine sein, für die Konzentration auf das Wesentliche. Im Tarot hält er eine Lampe. Sei dir selbst ein Licht wie schon Buddha sagte. Das ist es in etwa was der Eremit bedeutet. was braucht es da noch Philosophie oder Spekulation.
Ich erinnere mich an eine alte Freundin. Für sie war alles okay bis zum unausweichlichen Punkt wo unweigerlich ein JA ABER kam. Diese Reaktion kann sehr hilfreich sein wenn es darum geht Schaden von sich abzuwenden zB wenn es darum geht eine geplante Anschaffung nochmal genauer abzuklopfen. Als Selbstläufer wird dieses JA ABER jedoch zu einer Falle die jeglichen Fortschritt, sich als eins - nicht getrennt zu erleben, verhindert. Es ist nicht schön als ewiger Zweifler durch das Leben zu gehen. Meine Meinung.
Fehlt bei dieser Geschichte nicht, das der Einsiedler nicht im Stande war die Höhle zu verlassen?
Okay eine Geschichte noch wo der Eremit dann doch seine Höhle samt seines kleinen Stückchens Himmel verlassen hat.
Milarepa hatte überall nach Erleuchtung gesucht, aber nirgends eine Antwort gefunden, bis er eines Tages einen alten Mann langsam einen Bergfpad herabsteigen sah, der einen schweren Sack auf der Schulter trug. Milarepa wusste augenblicklich, dass dieser alte Mann das Geheimnis kannte, nach dem er so viele Jahre verzweifelt gesucht hatte. „Alter, sage mir bitte, was du weißt. Was ist Erleuchtung?“ Der alte Mann sah ihn lächelnd an, dann ließ er seine schwere Last von der Schulter gleiten und richtete sich auf. „Ja, ich sehe!“ rief Milarepa. „Meinen ewigen Dank! Aber bitte erlaube mir noch eine Frage: Was kommt nach der Erleuchtung?“ Abermals lächelte der Mann, bückte sich und hob seinen schweren Sack wieder auf. Er legte ihn sich auf die Schulter, rückte die Last zurecht und ging lachend seines Weges.