Beiträge von Stilles Wasser

    Die Sprossen gedeihen prächtig jetzt nach anderthalb Tagen in den Keimschalen.
    In den Achtzigern hat die Lydia aus meiner Wohngemeinschaft immer Kresse auf feuchten Papier gezogen. Ich glaub damals hatte es da noch gar kein Zubehör dafür gegeben.
    In den ersten paar Jahren meiner Abstinenz war ich sehr offen für Neues. Hatte sogar einen Chemieexperimentierkasten. Das nur mal so nebenbei erwähnt. Und irgendwie gelangte da auch ein Sprossenturm, vom Dehner gekauft, in meinem Haushalt. Doch begeistert haben mich meine ersten Versuche nicht. Vielleicht hatte ich mit Natur, wandern, Pilzesammeln und vielem mehr einfach zuviel am Laufen. Jedenfalls landete der Turm ganz zuunterst im Küchenschrank und von da aus ging es weiter in den Keller, wo ich ihn schliesslich ganz vergass.
    Dann vor ein paar Jahren bei einer kleinen Entrümpelungsaktion tauchte er wieder auf und erhielt eine letzte Chance und es hat gefunkt. Seitdem züchte ich regelmässig, vor allem in den Wintermonaten. Ein paar neue Geräte sind dazu gekommen und das passt alles für mich. Eschenbach ist mir übrigens zu teuer. Auch wenn es sicher schick aussieht in so mancher Küche, ich sehe da den Mehrwert nicht!
    Meine Nachbarin hat einen Toni, also einen Turm aus Ton, doch sie vermeidet ja so gut wie alles was aus Plastik besteht.
    Für die Kresse nutze ich den Keimi von Rapunzel, der hat ein praktisches Sieb und einen Deckel, der die Feuchtigkeit hält.

    Alfalfa ist immer im Aufbewahrungskörbchen mit dabei kommt wegen der kurzen Einweichzeit jedoch erst ein anderes mal zum Einsatz. Die nächsten Tage wenn dann eine Schale mit erntefähigen Sprossen frei wird.
    Hab schon jetzt einen kleinen Fehler entdeckt. Bei der Kresse hab ich etwas zuviel genommen. Lässt sich korrigieren mit einer zweiten Schale. Wie oft man sich doch bei Sprossen mit der Menge vertut. Man braucht einfach sehr wenig auch wenn es zum Beginn anders ausschaut.
    Buchweizen hab ich irgendwann mal probiert ist aber nichts geworden. Kann mich jedoch nicht mehr erinnern warum nicht.

    Ich mache das auch, allerdings nur im Winter.

    Welche "Hardware" hat du denn im Einsatz wenn ich fragen darf. Da bin ich schon neugierig. Selber nutze ich zwei Türme, einer mit drei, der andere mit zwei Schalen. Dazu noch die speziellen Keimgeräte für die schleimbildenden Saaten. In Reserve sind da noch ein paar Keimgläser die ich jedoch kaum nutze.


    LG Brant

    Sprossenzucht


    Habe ein paar Schälchen vorbereitet und werde am späten Abend Saaten einweichen. Ich nehme ja nur noch Saaten die mir 100 pro gelingen wie heute eben Mungobohnen, Radieschen, Broccoli und zwei verschiedene Linsensorten. Die Kresse braucht kein Einweichen, ist ja eine Schleimsaat. Streue die Saat direkt auf das Gitter des Keimgeräts. Wird jetzt die nächsten Tage bei Bedarf nur noch besprüht. Vielleicht so zwei- oder dreimal täglich. Dann ist die Kresse in ein paar Tagen fällig für Suppe oder Kartoffelsalat.
    Freue mich schon darauf das rasche Wachstum mitzuerleben. Jetzt wo die Tage kürzer und kälter werden ist das für mich immer eine besondere Energie in der guten Stube. In den wärmeren Jahreszeiten gibt es ja viel Frisches und da läuft das mit der Zucht nur sporadisch. Doch über den Winter ist da schon öfter Hochbetrieb.
    In YT Videos werden die verschiedesten Sprossen immer als knackig und lecker gepriesen. Ich kann mich was den puren Genuss angeht dem nicht so anschliessen. Dennoch esse ich Sprossen gerne im Salat oder in einer Marinade.
    Das meiste was ich an Saaten oder Keimgeräten habe ist von der Firma Rapunzel. Das gibt es in fast jedem Biomarkt und man kann da nicht allzuviel verkehrt machen.


    Einen schönen Abend noch.

    Ich denke hier wirst du keine Bestätigung ob ja oder nein erhalten. Das ist auch so nicht möglich. Ich meine wichtig ist es halt herauszufinden ob der Alkohol dich hindert oder ausbremst. Der Alkohol ist ein grosser Zeittotschläger und welch Potential wurde bei dir vergeudet in den letzten Jahren. Denn allabendlich an der Flasche zu nuckeln ist gewiss nicht kreativ. Welch einen Weg hättest du einschlagen können wenn der Tröster nicht schon immer gewartet hätte. Von meiner Seite aus kann ich dir nur empfehlen den Alkohol bis auf weiteres wegzulassen und zu beobachten wie tief er schon in den Leben hineinspielt, es beeinflusst. Du könntest du in ein paar Wochen oder so Bilanz ziehen und herausfinden ob sich die Trinkerei für dich als Lifestyle lohnt oder du entdeckst einen ganz anderen stuggi der fähig ist die Welt mit ganz anderen Augen zu sehen. Jenseits des Alkohols ist die Welt neu und frisch und wartet darauf entdeckt zu werden.

    Hallo stuggi23


    Willkommen im Forum! Ich hoffe der Austausch hier bringt dir konkrete Ergebnisse.

    ... bin ich schon ein Alkoholiker?

    Da bleibt die Gegenfrage was für dich ein Alkoholiker ist. Der Penner im Stadtbild der Innenstädte, jemand der den Stop nicht mehr hinkriegt oder sonst wer. Nur nicht du.

    Für mich war der Begriff einst ein Werkzeug das mir ab einem bestimmten Zeitpunkt die Chance bot dorthin zu gehen wo es wirklich weh tut. Davor habe ich bei dem Thema immer nur herumgeeiert. In letzter Zeit etwas übertrieben, man lebt nur einmal und so weiter. In diese Verniedlichungen und Verharmlosungen ging das halt. So blieb mir das Tor verschlossen.
    Nachträglich betrachtet war wohl das Schlimmste das ich mir letztlich kein Leben ohne Alkohol vorstellen konnte, geschweige den einen ernsthaften Versuch unternahm um nüchtern die Winde und Stürme kreativ zu bewältigen. Da waren wohl einige Tage/ Wochen wo ich ohne war, doch irgendwie fehlte mir das Werkzeug, die innere Einstellung um das Leben mit all seinen Facetten auszuhalten.


    Doch ich habe für mich meinen "Alkoholiker" gefunden und das nur weil ich am Ball blieb und das Thema nicht mehr vernachlässigte. Es hat sich echt gelohnt ein Leben "ohne" anzugehen wie ich heute sagen kann.


    Das wäre es erstmal von mir.

    Nur heute
    Brant

    Nenilius


    Ich orientiere mich in solchen Situationen wo ich mir gern mal meine eigene Macht beweisen möchte gerne an Franz Strieder, einem Urgestein der spezifischen Therapie, zu der Zeit nachdem der Alkohol per Gesetz als Krankheit anerkannt wurde.
    Er beschreibt in einem seiner Vorträge „Der instinktive und der paradoxe Weg“ den fruchtlosen Versuch als armes Würstchen immer wieder den Boxweltmeister in seiner Spezialdisziplin herauszufordern. Ein hoffnungsloses und verhängnisvolles Unternehmen.
    Mit dieser Methode oder auch inneren Einstellung zur Seite zu treten fahre ich ganz gut. Denn der Alkohol ist wirklich der König und ich eben nicht sein Untertan.


    Brant

    alkoholforum.de/forum/thread/2734/

    Hallo Nenilius


    Sinnieren oder grübeln vor einem Glas bringt nichts. Es zieht nur in die Depris rein. Wie dir hier ja schon geschrieben wurde schütte das Zeug weg und fasse neuen Mut. Reflektiere vllt eher mal über die Sätze:
    Abstinenz ist nicht der Weg in den Himmel, sondern das Tor aus der Hölle.
    Diese paar Worte könnten vieles an falschen Vorstellungen in dir zurechtrücken und den Fokus auf das Wesentliche rücken.
    Ich wünsch dir Glück und Wohlergehen auf all deinen Wegen.


    Einen lieben Gruss
    Brant

    14.10.2024
    Verbot organisierter Kneipentouren
    Prag will keinen Partytourismus mehr
    Viele Kneipen, billiges Bier - Tschechiens Hauptstadt Prag ist ein beliebtes
    Ziel für Partytouristen. Doch damit soll bald Schluss ein. Die Stadtverwaltung
    will vermehrt auf Kultur setzen, die nicht auf Hefe basiert.
    tagesschau.de

    Hallo Paddy


    Ich habe nur kurz mal was von dieser Methode gehört und mich nicht weiter dafür interessiert, da mein Weg "hindurch" ist und nicht "darüber hinweg". Ich glaube deine Sehnsucht nach einem gradlinigen und menschenwürdigen Dasein etwas zu verstehen und auch den Griff nach jeden Strohhalm, der für einen Durchbruch in Betracht käme. Wenn ich jetzt mein Leben so heranziehe dann haben mir Abkürzungen eher geschadet als das sie nützlich gewesen wären. Was dann wirklicher und nachhaltiger Fortschritt war lässt sich mit folgenden Sprichwort gut erklären:
    Zum Erfolg gibt es keinen Lift. Man muss die Treppe benutzen.
    In diesem Sinne einen entspannten und stressfreien Wochenbeginn!


    Brant

    Früher trank er bis zu 5 Flaschen Wodka am Tag. Heute geht er 5 Tage die Woche ins Fitnesscenter. Mit eiserner Disziplin und Sport hat Eric Lehr es geschafft, seine Alkoholsucht in den Griff zu bekommen. Nun will er bei der deutschen Meisterschaft im Natural Bodybuilding einen Titel holen.

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    30.09.2024
    US-Star Kris Kristofferson ist tot
    Er gilt als einer der bedeutendsten Songwriter aller Zeiten, schrieb Hits für
    Janis Joplin und Elvis. Außerdem war er in Hollywood erfolgreich: Am Samstag
    ist der US-Musiker Kris Kristofferson gestorben. Er wurde 88 Jahre alt.
    tagesschau.de

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    "Wir sind alle so gesegnet für unsere Zeit mit ihm. Danke, dass ihr ihn all die vielen Jahre geliebt habt, und wenn ihr einen Regenbogen seht, dann wisst, dass er auf uns alle herablächelt", hieß es in der Erklärung der Familie.

    Heute wird in Österreich ein neues Parlament gewählt. Die als Spasspartei gegründete Bierpartei hat gute Chancen über die erforderlichen 4% zu kommen.
    Laut eigenen Aussagen möchte die Bierpartei mehr "normale Bürger" ins Parlament bringen. Sie will sich die Politik im Parlament anschauen, um dann an Stammtischen, beim Biertrinken mit Bürgern und Experten, darüber zu diskutieren und kluge Ideen zu entwickeln.
    Na denn mal Prost!

    Ich habe über mehrere Jahrzehnte etwas das ich mal XY nennen möchte, versteckt, nicht wahrnehmen wollte und auch nicht konnte. Gefühlte tausendmal habe ich versucht XY zu entkommen und bin ein ums andere mal gescheitert. Ich kam einfach nicht an die Essenz von XY ran und überspielte mit immer mehr Alkohol mein Leid. Zu realisieren nicht so zu sein wie die ganzen Andern hätte wohl sehr wehgetan.
    Nach meinem kleinen Erwachen, das mich in die Nüchternheit führte gab ich XY, dem Verborgenen, auch öfter mal den Namen Krankheit. Den mit solchen Begriffen konnte ich arbeiten, brauchte nichts mehr zu verniedlichen oder unter den Tisch zu kehren. Dieses XY ist heute eine sehr grosse Stärke in meinem Leben.
    Dem wäre wohl nicht so hätte es nicht den 18. Juni 1968 gegeben. Und für diese Entscheidung des Bundessozialgerichts bin ich sehr dankbar.

    18. Juni 1968 - Bundessozialgericht erkennt Alkoholismus als Krankheit an
    Alkoholsucht ist keine Charakterschwäche, fehlender Wille oder eine Laune. Sie ist
    "eine Krankheit" stellt das Bundessozialgericht in seinem Urteil vom 18. Juni 1968 fest.
    Seitdem bezahlen Krankenkasse oder Rentenversicherungsträger die Therapie. Denn
    wer krank ist, verdient Hilfe.
    wdr.de