Beiträge von Paul

    Paul äußert hier seine Gedanken, seine Erfahrungen, seine Art, wie er die Welt sieht, versteht und die sie für ihn funktioniert,

    versucht mit Argumenten, nicht mit Befindlichkeiten zu diskutieren. Für jeden funktioniert die Welt, seine eigene, anders, je nach Sozialisation, Glauben, Erfahrungen, Erkenntnissen.

    Wem das nicht gefällt und keine andere Möglichkeit sieht, als Paul persönlich anzugreifen, anstatt argumentativ, solle das tun.

    Jeder macht andere Erfahrungen, gönnen wir sie ihm! Auch diese mittzuteilen.

    Für viele vielleicht news :

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    oder immer wieder neu.

    Nun… könnte ich ja dem Irrdenken erliegen... Na dann. Kann man doch einfach wieder…

    Genau diese "Logik" ( Achtung: Anführungszeichen ) find' auch ich sehr sonderlich.

    Fragt man jemanden danach oder bittet, um eine Erklärung, kommen die absonderlichsten "Argumente", Vergleiche ... plötzlich werden Allergien oder andere Erkrankungen nicht etwa verglichen, sondern gleichgesetzt ... a la wenn das bei XY so ist, muss es ja beim Alkoholismus auch so sein - woher rührt diese Weisheit, Logik?

    Wenn ich einmal auf einen Stoff allergisch reagiere, sein es Pollen, Chlor, Ethanol oder ein anderer Stoff (in einer bestimmten Konzentration im Körper), würde sich das mit der Zeit wieder legen, meine Zellen, Rezeptoren würden nicht mehr auf diesen Stoff reagieren, ihn sogar tolerieren?

    Das glauben wir (viele) wirklich, das nehmen wir an???

    Wenn das so ist, ist das wirklich irr!

    Werte Erna,

    ich teile diese Meinung, wenn man mit "geheilt" gleichsetzt, man könne wieder bedenkenlos, meinetwegen auch kontrolliert trinken, erliegt man einem Irrtum, diese hohe, einmal antrainierte Toleranzentwicklung bleibt bestehen, lebenslänglich.

    Doch warum sollte ich so töricht sein, so etwas zu glauben? Oftmals versuchte ich, diese Ansicht zu entkräften, aber scheinbar, besser offensichtlich, ist sie tief in den Menschen verwurzelt ... "ein schädlicher Stoff, wäre nun nicht mehr schädlich oder weniger schädlich" ... wie kommt man auf so eine Idee, so eine Ansicht?

    Vorallem wenn man weiß, es selbst erlebte, dass dieses eben nicht funktioniert!

    Nicht umsonst setzte ich geheilt in Anführungszeichen, doch das scheinen nur wenige zu bemerken.

    Ich bin von der Sucht geheilt (ohne Anführungszeichen!), der Gedanke/Anblick an Alkohol löst keinerlei biochemische Reaktion mehr in mir aus, ähnlich wie beim Pawlowschen Hund erfolgt kein Speichelfluss, keine freudige Erwartung auf ein mögliches, bevorstehendes Ereignis und das kann man sich antrainieren oder abtrainieren, je nachdem wie man es sieht.

    Je nachdem wer, was mit Heilung, ggf. auch mit dem Wort Alkoholiker oder Süchtiger assoziiert, das bestimmt doch unser Denken, oft auch unser Handeln.

    Wir, jeder Mensch, reagieren doch auf Reize und den damit verbundenen Erlebnissen ... überwiegen die positiven Erlebnisse (angenehme Reizerinnerung) "giert" es uns nach Wiederholungen, Unangenehmes vermeiden wir ... es erzeugt Unwohlsein, Angst oder auch Freunde oder eine Erwartung darauf.

    Verbinde ich mit Alkoholkonsum nichts Angenehmes, erfolgt auch keine positive Reizübertragung, Stimulierung im Gehirn.

    Pawlowscher Hund: Glocke = Futter = angenehm. Verbinde ich mit der Glocke einen negativen Reiz, z.Bsp. einen Stromstoss oder ein anderes unangenehmes Erlebnis, wird entsprechend reagiert ... daran wird sich erinnert, das wird im Gedächtnis behalten, oft ein Leben lang.

    Meine erste Begegnung z.Bsp. mit Cannabis(-rauchen) war unangenehm = ich ließ es, manche hatten nicht gerade berauschende Erlebnisse beim Sex, beim Verzehr von Austern, beim Springen vom 10m-Turm, beim Motorradfahren oder oder oder ... sie lassen oder ließen es ... bis heute ... sie waren "geheilt".

    Andere wiederum fanden daran gefallen, es "giert" ihnen danach oder sie können nicht genug bekommen. Entscheidend ist doch was verbinde ich mit welchem Erlebnis, was erfuhr (Erfahrung) ich, verknüpfe ich Angenehmes oder Unangenehmes damit.

    Einst war Alkohol mit Angenehmen verbunden, bei mir. Das wandelte sich im Laufe der Zeit, es brauchte Jahre ... Jahrzehnte bis ich das begriff, es wahrhaben wollte.

    Schließlich war es ja immer so ... angenehm, es gab ja immer Futter, wenn die Glocke schellte, das Glas auf dem Tisch stand.

    Nun war es nicht mehr so, ähnlich dem Pawlowschen Hund musste ich mir das wieder abtrainieren. Was Jahre brauchte, um es mir anzutrainieren, brauchte nun wieder eine gewisse Zeit, um es mir erfolgreich abzutrainieren, bis ich "geheilt" (Achtung: Anführungszeichen) war.

    Ich bin dafür, dieses sehr oft missverstandene, fehlgedeutete Wort Heilung durch Gewöhnung, Gewohnheit zu ersetzen.

    Meinetwegen bin ich nicht geheilt (ohne Anführungszeichen), ich hab' mir den Alkohol abgewöhnt, auch alle vermeintlich positiven Erinnerungen.

    Manche nennen es Bewustsein.

    ... wie konnte es da bloß geschehen, dass du süchtig wurdest?

    Erst war ich jung und unwissend, war es doch der Alkohol, der so viele Türen öffnete ... man war überall willkommen, eine Flasche Bier, Wein, Whisky machte einen sehr schnell zur angenehmen Person, zum Freund oder so etwas ähnliches.

    Das war normal - überall! Mittlerweile erwachsen und trinkfest, wollte man das natürlich nicht missen, alle Bedenken, Zweifel wurden beiseite geschoben. Nie bis äußerst selten wurde man abgelehnt, im Gegenteil - wie soll sich da jemals Bewustsein entwickeln?

    Alle trinken, nur du nicht - wer fühlt sich da wohl?

    Erst als es langsam eng wurde, sehr eng, entschloss ich mich, das Unangenehme, das Angenehme überwog.

    Wie lange wurden Alkoholiker stigmatisiert, weil man ihnen Willensschwäche unterstellte…..

    Alkoholiker werden stigmatisiert, weil sie saufen und nicht gerade sehr angenehme Zeitgenossen sind.

    War man mal ein Säufer und ist es nun nicht mehr, ist allein das Wort "Alkoholiker" ein vortreffliches, jemanden zu diskreditien, immer wieder, das stimmt.

    Nicht destotrotz wird niemand trocken/alkoholfrei, wenn es es nicht will.

    Ist das Hirn und/oder auch das Bewusstsein schon so geschädigt bzw. unterirdisch, wird der Wille natürlich belanglos.

    Muss ich den Rest meines Lebens Angst vor einem Rückfall haben?

    Nein.

    Klar, Angst kannst du haben.😊

    Doch wenn du keinen Alkohol trinkst, ist ist ein Rückfall eher ausgeschlossen, ob nun mit Angst oder ohne!🙃

    Oft verstehe ich manche Fragen nicht, vielleicht bin ich ja der, der zu blöd ist.

    Wer würde auf die Idee kommen, eine Frage zu stellen: muss ich immer Angst haben, vor einer Pilzvergiftung?

    Ja, wenn du immer die falschen Pilze isst!

    Ebenso ist die Wahrscheinlichkeit keine geringe, wenn wir zu viel, zu ungesundes Essen in uns hineinstopfen und uns zu wenig bewegen ... zu fett, zu krank zu werden. Das scheint allen/den Meisten bewusst zu sein.

    Nur beim Alkohol scheint jegliche Logik anderen Gesetzen zu folgen.

    Alkohol macht doof, das weiß man. Wenig Alkohol = wenig doof, viel = viel.

    Das versteht sogar jedes Kind!

    Nur die Erwachsenen scheinbar nicht - tranken sie schon zu viel Alkohohl?

    Es wird mir suggeriert, mir, als nun mal süchtig gewordener, das hört nie mehr auf, dieser Suchtdruck, den man gerade am Anfang sehr stark verspürt, bleibt für immer.

    Für immer müsse ich auf der Hut sein, denn ich bin ja süchtig, nicht heilbar! Das erzeugt noch mehr Unsicherheit, Stress, Druck, zu mal muss ich mich bei vielen, nicht allen (!), bekennen und werde immer mit "lebenslang" konfrontiert ... das trägt doch alles andere als zu Entspannung bei ... und genau diese Entspannung ist doch fundamental wichtig, dem Alkohol gelassen entgegen zu sehen, eben keine Angst, Furcht, Unsicherheit, Zweifel zu haben, vor ..."nie geheilt".

    Ich bin eben kein Held ... weil ich den Klauen des Alkohols entkommen bin, den Teufelskreis durchbrochen, der Endlos-Spirale der Sucht ... u.s.w..

    Allein schon das Vokabular macht mir Angst und Schrecken!👹😇

    Ich hatte mir eine gehörige Alkoholtoleranz angewöhnt/-trainiert, diese musste ich nun wieder loswerden, wenn's geht bevor der Körper (incl. Gehirn) ernsthaften Schaden nimmt und das ist machbar, das gelingt ... es ist möglich.

    Was mich stört, ist diese Aussage: du wirst immer Alkoholiker bleiben, immer krank, ìmmer abhängig.

    Abhängig ... einen Stoff benötigen, ohne ihn nicht leben können, immer einen Kontrollverlust erleiden, das geht nie mehr weg, da chronisch. Dazu kommt noch: es hat nichts mit Willen zu tun = also egal was ich mache/will, ich kann ja nichts dafür, schließlich ist es ja eine Krankheit, sogar eine chronische, immer wiederkehrende.

    Vergleiche/Gleichsetzungen mit Allergien, Autoimunerkrankungen u.ä. müssen herhalten = alles worauf man nun wirklich keinen Einfluss hat, zumindest einen sehr geringen.

    Bei Alkohol, Nikotin & Co. hat man aber sehr wohl einen Einfluss - Droge weg = Symptome weg, dass das nicht von Heute auf Morgen funktioniert, dürfte selbst jedem nicht so medizinisch bewanderten einleuchten.

    Und dann kommt die Aussage: wenn du wieder trinkst, deinen Körper wieder vergiftest, geht das alles wieder von vorn los = na logisch, was denn sonst?

    Ich bin doch nicht mit dem Klammerbeutel gepudert worden oder vielleicht doch?

    Der Kontrollverlust hat doch eine Ursache: den Alkohol!

    Lass ich den Alkohol weg = Ursache weg = Kontrollverlust weg. Das kann ich nicht steuern, begreifen, nachvollziehen?

    Bin ich wirklich so eingeschränkt, schon so eingeschränkt, dass es mir nicht mehr gelingt, diese Zusammenhänge nachzuvollziehen?

    Selbstverständlich werde ich wieder krank, süchtig, abhängig, wenn ich wieder trinke. Das liegt doch in der Natur der Sache (Ursache und Wirkung).

    Das wäre doch das Gleiche, als tue ich immer das Selbe und erwartete etwas anderes.

    Kannst du interessehalber ja jeden/ jede fragen, der / die, obwohl er‘s / sie’s besser hätte wissen können, rückfällig geworden ist.

    Ich fragte mich, auch ich drehte einige Runden, das genügte mir!👌

    Auch ich gehöre zu diesen Menschen, die erst durch Fehler lernen, zu denen, wo's erst richtig weh tun muss, damit der benebelte Hirnkasten wieder oder überhaupt Mal anspringt.

    Deine Annahme führt leider bei vielen Suchtkranken immer wieder zu der falschen Hoffnung irgendwann kontrolliert trinken zu können.

    Verzeih' bitte, doch wie kann man annehmen, ein Gift ( zu dem ich eine sehr große Toleranz entwickelte, durch jahrelanges Training ) wäre nun plötzlich weniger giftig???

    Das stimmt, die einmal hochtrainierte Alkoholtoleranz des Körpers bleibt bestehen, deshalb genüngt ja auch nicht ein Bier/Wein/Schnaps, um eine Wirkung zu erzielen.

    Wir, Alkoholiker, tranken doch, um eine Wirkung zu erzielen. Wäre es nur der Geschmack, wie viele uns weismachen wollen, wären die 0,0%- Artikel ein Ideal.

    Wir tranken, rauchten, koksten doch, nicht weil es so lecker schmeckte, sondern weil's so schön blöd in der Birne machte!

    Alkoholabhängigkeit ist eine chronische Suchterkrankung, die nicht heilbar, aber behandelbar ist.

    Das sagt mir u.a. das Internet, immer wieder, egal zu welcher Seite ich geführt werde. Das entscheiden Logarithmen! Auch div. Ärzte, Therapeuten, SHG's, "normale" Menschen (Nichtspezialisten) behaupten das.

    Je öfter eine Meinung, "Erkenntnis" vorkommt, verbreitet, publiziert wird, desto wahrscheinlicher ist es, das sie wahr ist = ist doch logisch, wenn alle, jeder es sagt, muss es ja stimmen!

    Wenn es sogar in der Zeitung/Internet seht, das Fernsehen es sagt, es in div. Fachbüchern steht ... das kann ja nicht falsch sein!!!

    Einige, ich behaupte mal, nicht gerade wenige sind geheilt vom Alkoholismus. Sie verspüren weder Suchtdruck, noch ein hin und wieder unstllbares Verlangen.

    Stimmt, das passiert nicht von heute auf morgen, das benötigt Zeit und muss trainiert werden.

    Auch seine Alkoholtoleranz, seine Sucht trainierte man sich an! Die kam nicht von heute auf morgen, das brauchte Montate, Jahre, Jahrzehnte.

    Die "Geheilten" oder besser, die die ihre Sucht überwanden, lügen die alle, beschwindeln die uns? Oder sind das "Sonderwesen" mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten?

    Kaum einer wagt, o.g. Satz anzuzweifeln oder gar zu kritisieren - denn sofort hat man die "Masse", die Meute gegen sich und wer will das schon, gegen den Strom schwimmen?

    Ähnlich einem Glauben, einer Religion, der vorherrschenden Meinung, ist wahr, was alle sagen, von dem sie überzeugt sind, was überall niedergeschrieben und publiziert wird.

    Wie praktisch für die eigene Meinungsbildung.

    Jedoch gibt es keinen eineindeutigen Beweis dafür, sicherlich allerlei Annahmen, Herleitungen, Studien sollen es beweisen.

    Affrimationen, Suggestionen funktionieren ähnlich, man muss es nur lange genug vor sich hersagen und daran glauben.

    Menschen, die andere Erfahrungen machten, eine andere Überzeugung haben, werden schnell diffamiert, als Ketzer, Diversanten/Saboteure hingestellt.

    -> es ist wie beim Glauben an Gott, niemand kann beweisen, dass es ihn gibt, das Gegenteil auch nicht. (gewagter Vergleich)

    Bei den ganzen biochemisch-elekrtischen Vorgängen im Körper ist es ähnlich.

    Vieles nimmt man an, bewiesen, wirklich, ist nichts = was bei Kohorte A funktioniert, kann bei Kohorte B oder beim Individuum schon ganz anders aussehen.

    Stimmt, alles zu theroetisch, zu kompliziert und schwer greifbar/nachvollziehbar = es möchte bitte schön einfach sein. Ist es aber nicht!

    Einfach ist, man trainierte sich eine Alhohol-/Gifttoleranz an, das dauerte lang, bis sich der Körper daran gewöhnte und seinen Soffwechsel umbaute, um wenigstens halbwegs eine Balance herstellen zu können.

    Fehlt nun dieser Stoff/Gift, plözlich, entsteht eine erneute Disbalance, das ganze System (Gehirn) gerät durcheinander.

    Diese System kann sich selbst ausbalancieren, die Evolution hats bewiesen - nur es braucht Zeit!

    Hallo Tron100,

    gib deinem Körper mehr Zeit, auch deinem Hirn, deinem Stell- und Regelzentrum, auch für den Schlaf.

    Es braucht Wochen ... Monate bis sich alles wieder halbwegs regeneriert. So war's bei mir zumindest ... ähnlich intensives Trinkverhalten und Alter, da braucht der Körper schon 'ne Weile bis er sich ans neue Normal gewöhnt, bis sich Nervenbahnen, Rezeptoren regenerieren bzw. neu ausrichten können.

    Alkoholkonsum ist ein massiver Eingriff in unser Gefühlsleben, unsere Gedanken, in unser gesamtes biodynamisches System, über das wir (Menschen) immernoch recht wenig wissen.

    Wir nehmen zwar viel an, spielen mit Wahrscheinlichkeiten/Möglichkeiten, aber ....

    da macht die Wissenschaft keine Ausnahme!

    Wie gesund du dich ernährst, wie trainiert dein Körper ist (auch bewegungsarm), weißt du am besten, auch was gesund oder weniger gesund ist = lass' das Ungesunde weg, dann bleibt nur noch "Gesundes" übrig, mit Luftverschmutzung und kritischen Lebensmitteln muss man ggf. leben, alles Andere kann man selbst bestimmen, wäre da nicht der innere Schweinehund.

    Nach ca. einem halben Jahr verbesserte sich mein Schlafverhalten, optimal/ideal wurde es nie!

    Doch, auch mit geschrottetem Knie kannst du sportlich aktiv sein….

    ... sogar sehr sportlich!🙃 Wenn man das Wort "Sport" durch Bewegung ersetzt und es nicht sofort mit dem Leistungs-, Erfolgsgedanken (schneller, höher, weiter) vebindet, kann man sogar sehr bewegungsaktiv sein ... wandern, spazieren, vielleicht auch schwimmen, zu Haus tanzen, im Garten umgraben, Laub harken oder oder oder, auch Sex, Gymnastik oder Radfahren, mal nicht den Fahrstuhl nehmen ... es muss nicht immer "Sport" sein, Bewegung genügt völlig!👍


    die Schlaflosigkeit ... In der Zeit sitze ich auf dem Balkon und giere nach Alkohol.

    Auch mir ist diese Situation wohl bekannt ... Alkohol hatte auch mir immer geholfen, ein hervorragender Einschlafhelfer/Betäuber das kannte ich, das funktionierte - doof nur, die vielen Nebenwirkungen!

    Lange (!!!) dauerte es, bis ich diese Gedanken an dieses "Einschlafmittel" aus dem Kopf bekam, sehr lange, auch meine Wohnung war zum Glück alkoholfrei, die Gefahr eines Rückfalls war also gleich Null.

    Ich gehörte schon immer zu den Einschlaf-/Durchschlaf-/Schalfgestörten. All den "Zaubermitteln" der Pharmaindustrie stand ich ebenfalls sehr skeptisch gegenüber, je mehr ich mich damit internsiv beschäftigte, Studien las und vermeindliche Argumente, meist für die Wirksamkeit dieser Präparate, hinterfragte. Sehr auffällig war und ist, wer diese publizierten Studien finanziert. Das machte mich stutzig, ich recherchierte weiter, was mich noch stutziger machte.

    Der Placeboeffekt, also die Suggestion wird oft unterschätzt, gar oft als suspekt dargestellt. Bei Autosuggestion ist es nicht anders!

    Gleichzeitig werden mittlerweile Affrimationen, also postive Glaubenssätze gepriesen, auf Achtsamkeit gesetzt, Atemtechniken, Meditation u.ä. befürwortet.

    Unsere Welt scheint sich immer schneller zu drehen, zumindest wird sie hektischer, zu viele Informationen, Reize strömen tagtäglich auf uns ein, die wir kaum verarbeiten können, div. Umweltgifte, auch Fehlernährung und Bewegungsmangel runden das ganze ab.

    Warum sind die alten Yogameister, die buddhistischen Mönche oder viele Menschen in nicht so zivilisierten, hektischen Welten so entspannt oder deutlich entspannter, leben gesünder (psychisch) und schlafen sogar besser? Sie streiten sich sogar weniger, warum ist das so?

    Warum haben die, die Arschruhe weg?

    Arthur Schopenhauer ... wer sich ein wenig mit seinem Leben beschäftigte ... na ja ...

    theoretisch wohl ein genialer Kopf, doch einsam, zurückgezogen leben, mit seinem Pudel? ... soll jeder selbst entscheiden!

    Bergauf ... bergab - das ganze Leben ist ein ständiges Bergauf, Bergab. Dem Tod, unserem ständiger Begleiter - denke ich nicht daran, fürchte ich mich nicht, vor dem was mir früher oder später (wer weiß das schon?) sowieso ereilen wird oder ganz langsam ^^ geschieht ... in Reinkarnation oder "nur" Inkarnation mündet - kann ich sowieso nicht ausweichen, jedoch kann ich mein Leben gestalten.

    Wenn's betrunken eine Erfüllung ist, das Leben, dann lasst uns erneut anstossen - Mann hat die Wahl, Frau auch.

    Sich dessen bewusst werden und es auch leben, bestimmt doch einizig und allein den Sinn oder Unsinn ... unseres Lebens ...

    In Gedenken an Arthur Schopenhauer und zur Freude aller Abreisskalendersprüchefans wünsche ich allen ein zauberhalftes (Rest-)Leben. 👋

    Ich musste nur durchhalten, durchhalten, durchhalten und fragte mich, will ich das überhaupt?

    Hallo Erna,

    o.g. Frage kann sich nur jeder selbst beantworten. Erschwerdend kommt hinzu, die Frage nach dem Warum, Wozu sollte man aufhören zu trinken - was verbessert sich oder verbessert/verändert sich überhaupt etwas ... zum Positiven?

    Wenn die Welt, das Leben einen sowieso recht fad und belasten erscheint, wirds schwer mit: das erste Glas stehen lassen oder man nimmt gleich das zweite, dritte und vierte Glas und lässt Glas Nr.1 einfach stehen! (Kleiner Scherz für Menschen, die diesen Satz eben so lieben, plausibel und "logisch" finden, wie ich.)

    Wenn Alkohol immer Entspannung, Ruhe, Abschalten vom schnöden Alltagstrott verspricht, praktisch ein Garant dafür ist, dem ganzen Elend zu entfliehen, wird es kaum gelingen!!

    Ein Ziel muss her! Ein Grund oder mehrere, warum man all das/sein Leid ertragen sollte.

    Und sind wir mal ehrlich, die Entwöhnung von Alkohol ist alles andere als lustig.

    Was müsste sich oder ich/du verändern, um mein (dein) Leben erträglicher zu machen???

    startete vor etwas über 3 Jahren mehr oder weniger erfolgreich in mein Experiment Nüchternheit. Hatte in dieser Zeit 3 abstinente Phasen, von der die erste mit eineinhalb Jahren die längste war.

    ... Haus und Hof versaufen ...

    Hallo Erna,

    auch ich startete mit mitte 40 so ein "Experiment", ein Jahr alkoholfrei. Aus anfänglichen einfach nur Durchhalten wurde schnell Normalität.

    Sicher dauerte es ein paar Wochen bis der Suchtdruck, die Gedanken an Alkohol gänzlich verschwanden. Doch sie verschwanden!

    Nach diesem erfolgreichen Jahr "belohnte" ich mich wieder mit einem, zwei ... drei ... Bier. Recht schnell war ich wieder auf dem alten Level, schlimmer noch: ich trank mehr und öfter, um überhaupt eine Wirkung erzielen zu können. Von Kontrolle keinerlei Spur, du wirst das kennen (?).

    Ich kotzte (ärgerte) mich immer mehr an! Es musste mir erst der Führerschein entzogen werden bis ich wieder wach wurde, denn vorher lief es ja, zwar öfter mehr schlecht als recht, es lief aber. Nun lief nichts mehr, führerscheinlos.

    Mit dem Wissen, dass ich schon einmal erfolgreich vom Alkohol loskam, startete ich "Experiment Nr.2", das Prozedere kannte ich ja, auch das es gelingt.

    Ich musste nur durchhalten, durchhalten, durchhalten und fragte mich, will ich das überhaupt?

    Oder irgendwann so enden wie alle Alkoholiker? Der Wirklichkeit völlig entrückt und dauerbesoffen ...