Beiträge von Paul

    ... Das eine tun und das andere nicht lassen.

    Verzeihung, doch geht's nicht noch ein bisschen kryptischer?

    Mal ganz einfach: trinke ich nicht = Rückfall (wiederholtes Trinken) ausgechlossen. Denke ich nicht immer daran (Alkohol) = ebenfalls ausgeschlossen. -> Ziel: den Gedanken an möglichen Alkoholkonsum aus dem Kopf bekommen = den Betäubungswunsch (-wahn) überwinden. Das benötigt Zeit, Bewusstsein und jede Menge Glauben, an sich glauben ... dass man es kann, es schafft und sich auch dessen bewusst ist und auch jede Menge Training, später dann, auch Konfrontationstraining, da, wie alle wissen, der Alkohol uns überall begegnet.

    Wenn man das nicht begreift, kann man noch so viele Fangsseile, Fangbremsen, primäre oder sekundäre Sicherungen einbauen - die Angst bleibt und somit die Rückfallchance.

    Hallo Tom,

    die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.

    Wenn ich (!) den Rückfall für mich ausschließe und eben nicht (ständig) thematisiere/in Betracht ziehe, wird das für mich "normal", alltäglich und berührt mich wenig oder überhaupt nicht mehr, ich verliere schlichtweg meine Angst ... werde gelassener, gundsätzlich.

    "Was muss ich tun, dass es nicht passiert?" = nicht trinken und daran muss ich mich gewöhnen und wenn ich nicht ständig (!) daran denke ... was alles passieren könnte, verliere ich nicht nur meine Angst, sondern gewinne ein gesundes Selbstbewusstsein.

    Genau dieses, ermöglichte mir bisher ein "unfallfreies" Leben, weil ich irgendwann begriff, es ist nicht das ominöse Suchtgedächtnis, ich allein entscheide.

    Klar, darf das jeder für sich selbst entscheiden ... wenns hilft.

    Der Satz ist psychologische und pädagogische Rhetorik, die nichts anderes macht, als im Falle eines Rückfalles die Scham zu nehmen

    Wenn das auch so funktioniert, so verstanden wird, ist doch alles prima!

    Bei vielen ist das aber nicht der Fall, so meine Erfahrung - im Gegenteil ... allein die Erwähnung, es sei "normal', läd zur Verharmlosung ein: einmal geht doch.

    Passiert das immer wieder, dieses "Normal", kommt man nie von der Droge los (besonders gedanklich), gerade in der Anfangszeit!

    Viele unterschätzen Suggestionen, preisen aber gleichzeitig Affirmationen, völlig vernachlässigend, dass es auch in beide Richtungen funktioniert = ich muss mir nur immerwieder sagen, wie schwach ich bin und was ich alles nicht kann und schon werde es auch.

    Nein, ein Rüchfall gehört nicht dazu, auch wenn er passieren kann. Ich untergrabe doch nicht meinen eigenen Willen ... sofern ich es überhaupt will.

    Ist es mal passiert, kann so eine Aussage sicherlich zur Entspannung (kein schlechtes Gefühl) beitragen, doch mehr auch nicht.

    Hallo Andy,

    ich las es wohl, das mit dem Ausrutscher, doch das interessiert einen Gutachter (zwecks Fahrausweis) ... vielleicht peripher.

    Auch ist dem Gutachter es völlig egal, was du tust - er soll nur garantieren/es begutachten, dass du nicht mehr unter Alkoholeinfluss fährst und wie willst du das glaubhaft machen? Drum mein Text.

    Auch meine Alkoholfahrten waren "nur" Ausrutscher, auch ich beteuerte "nie wieder" ... nur wer glaubt das, ohne Beweis? Lippenbekenntnisse überzeugen wenig, darum auch die "Härte" beim Abstinenznachweis.

    Zurecht?

    Nun komme ich zu der relevanten Frage: Die lezte Haarprobe war am 7.01. 2026, und die nächste wird wieder fällig in einem halben Jahr.


    Das sieht man wahrscheindlich schon in der Haaranlyse, denke ich mir, sollte ich das dann gleich zugeben, vielleicht ist das verständniss dann eher da?

    Hallo Andy,

    sicherlich hast du einen Endscheid bekommen, in dem steht, was zur Wiedererlangung des Führerausweises benötigt wird. Genau daran wird sich die zuständige Behörde halten.

    Eine Haaranalyse zeigt den Wert des im Haar enthaltenen Abbauproduktes Acetaldehyd und somit kann man Rückschlüsse ziehen, auf deinen Alkoholkonsum in den vergangenen Monaten. Leugnen oder beschönigen ist da eher von Nachteil. Verständnis???

    Die Behörde muss entscheiden, ob eine wiederholte Trunkenheitsfahrt für die Zukunft auszuschließen ist. Nicht mehr und nicht weniger! Persönliche Befindlichkeiten sind da eher irrelevant.

    Einen Nachweis über den regelmäßigen Besuch einer Selbsthilfegruppe und/oder einer Suchtberatungsstelle ist sicher von Vorteil, schließlich wollen sie wissen, ob du dich mit deiner Alkoholproblematik beschäftigt hast und ob du das auch belegen kannst ... erzählen/behaupten kann man ja viel.

    Ich habe dieses Prozedere in Deutschland schon mehrfach (!) durch und kann dir nur empfehlen, dich an alle Auflagen zu halten ... 100%ig, damit es nicht noch teurer wird und noch länger dauert.

    Auch wenn's weh tut! ... man gewöhnt sich langsam, sehr langsam an ein alkoholfreies Leben. Nach meinem letzten Füherschein-/Fahrausweisentzug, ich war 55 Jahre, fiel mir die Abstinenz sehr schwer, doch, ebenfalls Nachweis durch Haaranalyse, wusste ich, da muss ich durch, wenn ich jemals wieder die Berechtigung zur Führung eines Kraftfahrzeuges haben wollte -> also blieb mir nichts anderes übrig, als gänzlich auf Alkohol zu verzichten!!!!

    Ob und was du danach machst, kannst du immer noch entscheiden. Ich blieb ein alkoholfreier Mensch und muss gestehen, es war nicht die schlechteste Entscheidung.

    Eine überragend wichtige Funktion nimmt das Suchtgedächtnis ein. Bei mir schlummert es vor sich hin, aber es ist noch da und geht niemals weg.

    Wenn ich mir das immer wieder einrede bzw. mir es stetig gesagt wird, wird das auch zur Wahrheit.

    Mein "Suchtgedächtnis" verbindet mit Alkohol, viel chaotisches Tun, viele Fehlentscheidungen, meinetwegen auch daraus folgendes Leid - warum sollte ich jemals wieder so sein wollen?

    Ich bin doch ein halbweges gebildeter (Anahme!) Mensch, das ist mir doch bewusst, nun da ich schon längere Zeit alkoholfrei bin.

    In den ersten Wochen/Monaten nach dem Alkoholentzug, war das noch nicht so, da war ich noch recht wirr/unsicher im Kopf ...

    "Der Rückfall gehört dazu."

    Was suggeriert dieser Satz?

    Alles nicht so schlimm, kann ja mal passieren? Ähnlich einem kleinen Kind: hingefallen, macht nichts, aufstehen und weiter machen?

    Gehört zum Schwimmen, Ertrinken auch dazu, zum Dschungelbesuch die Malariainfektion, beim über Glatteis laufen/fahren, der Genickbruch?

    Wissen Menschen was im Körper passiert, bei regelmäßigen Alkoholkonsum - wirklich? D.h. haben sie es begriffen und gehen bewusst dieses Risiko ein?

    In Kliniken u.ä. Einrichtungen hört man nicht selten diesen o.g., beschwichtigenden Satz.

    Lässt er die Menschen fahrlässiger werden? Zugegebenermaßen, sollte man ganz frisch Abstinente, nicht noch zusätzlich stressen.

    Doch dieser Satz, trägt er wirklich zur Entspannung bei oder verharmlost er?

    Viele werden oft oder immer wieder rückfällig, doch gehört es dann dazu? Ist es deshalb normal? Auch die Formulierung Suchtdruck, wird hin und wieder sehr fahrlässig benutzt ... ist das wirklich "gottgegeben", dem man willenlos ausgesetzt ist ... genetisch bedingt, vielleicht auch noch?

    Führe ich mir eine bewusstseins-/neurotransmitterverändernde Substanz zu, ein Gift, dessen Dosis auch massgeblich entscheidend ist, über die Wirkung (Schaden an den Zellen), gehört es selbstverständlich dazu, dass man eben wieder ... denn das Zeug verliert ja nicht seine Wirkung. Gut, der Körper braucht mehr, da er eine höhere Toleranz entwickelte, doch bleiben die Vergiftungserscheinungen.

    Macht man also immer wieder den gleichen Fehler ... vergiftet sich - gehört das wohl dazu!

    Ist man selbst nicht in der Lage dazu, dieses zu begreifen und dementsprechend zu handeln, wird "der" Rückfall wohl ein ständiger Begleiter bleiben bzw. die Furcht davor.

    Werte Helga,

    Unwissenheit und Gutgläubigkeit wurden schon immer ausgenutzt, aber zurück zum "Gaspedal". Es ist doch unbestritten, dass eine poitive Lebenseinstellung, gepaart mit Wissen vieles erleichtert. Auch die Passionsblume mit den ihr zugeschriebenenen Eigenschaften, kann da ein gutes Helferlein sein, wie vieles aus dem Kräutergarten und da kann (!) die KI hilfreich sein, erspart sie vielen das mühsame Recherchieren der alten Kräuterkunde.

    Doch! So meine Erfahrungen mit KI-Programmen, ist vieles "Wissen" recht oberflächlich, gefällig und zu sehr auf käufliche Produkte beschränkt und/oder auf aktuelle (?) Publikationen.

    Ich kombiniere gern alte Schriften (u.a. Drogen-/Kräuterbücher) mit aktuellen Publikationen (ohne KI), oft liegt die Wahrheit dazwischen und eine Garantie gibt es selten.

    Wenn Placebo hilft ... auch o.k..

    Wenn ich nur durch "die Macht meiner Gedanken", die Welt, meine Ansichten, auch meine Gesundheit verändern kann, meine Gelassenheit und somit Ruhe und Entspannung finde, mich dadurch wohler fühle, nicht mehr so disbalanciert, rein emotional ausgeglicherner bin, ist das doch eine hilfreiche "Medizin", bei manchen hilft geweihtes Wasser, ein Besuch beim Schamanen ... alles wirkmittelfrei und dennoch wirksam.

    Mache ich mich dagegen verrückt, auch "nur" Gedanken und wirkmittelfrei, kann der Schaden kein geringer sein.

    Gesprächstherapie auch wirkmittelfrei, wirkt bei vielen = also ist es doch auch entscheidend, was wir denken und woran wir glauben.

    Es ist tatsächlich hoch interessant wie schnell eine KI eine komplett andere Strategie empfiehlt sobald man einen Info ändert, hinzufügt oder entfernt. Ich sehe das wie gesagt auch eher kritisch. Allerdings taucht die Störung von Neurotransmittern halt auch so in der Fachliteratur auf.

    Deshalb ist es ja so interessant und auch mit Vorsicht zu genießen, verändere ich nur einen Parameter, ist das Ergebnis ein völlig anderes.

    Da auch die Botenstoffausschüttung (Neurotransmitter) nie gleich ist, stimmungsabhängig, nahrungsabhängig, ist auch das Ergebnis (im Körper) nie gleich. Lässt man auch div. Placeboeffekte nicht ausser Acht, ist das Wirrwarr komplett = alles ist möglich! Je mehr Variablen es gibt, desto diffuser wird es. Gamma-Aminobuttersäure ist nur ein Bestandteil von den unzähligen Beeinflussern unseres, alles bestimmenden Stoffwechsels.

    Eine Freundin schwört auf Schüsslersalze, eine andere auf Globoli, andere bevorzugen Nahrungsergänzungsmittel ... alle sind fest überzeugt von der Wirkung = es geht ihnen gut oder besser. Ist das nun Einbildung (Placebo) oder ... ???

    Das wird man wohl nur unter exakt gleichen Laborbedingungen, bei exakt gleichen Indivduen (Stoffwechsel) herausbekommen.

    Was für den einen Buster (Gaspedal) ist, lässt den anderen unberührt. Ich machte die Erfahrung, (auch) entscheident ist, woran man glaubt bzw. was man glaubt.

    Fürchte ich immer "den drohenden Rückfall", ähnlich einer selbsterfüllenden Prophezeiung, werde ich anfälliger, wie bei jeder Angst(störung). Bin ich dagegen gelassen/entspannt (nicht unachtsam), bin ich auch nicht so disbalanciert ... was meine Neurotransmitter angeht.

    Alkohol war immer ein gutes Entspannungs-/Betäubungsmittel, ein guter Neurotransmitterblockierer, das fehlt nun, das bemerkt man sehr deutlich am Anfang der Abstinenz -> daran muss sich der Körper/Gehirn erstmal gewöhnen. Beim Einen geht's scheller ... ich war nach ~ einem Jahr aus dem Gröbsten (Verzichtsgedanken, Suchtdruck, Zweifel) 'raus ... nach anderthalb ... zwei Jahren völlig entspannt/angstfrei, was Alkohol angeht.

    Warum wird einen sowas nicht beigebracht?

    Weil es nur eine der unzähligen Ursachen sein kann.

    Die KI bastelt sich aus den ihr zur Verfügung stehenden Informationen etwas zusammen, auch die Häufigkeit der Aufrufe bzw. der zur Verfügung stehenden Artikel/Argumente ist auschlaggebend, auch wie, welcher Logatithmus zum Einsatz kommt.

    Salze der Glutaminsäure sind sicher nicht unerheblich, so wie tausende andere Stoffe auch ... in unserem äußerst dynamischen System "Körper" mit all seinen Wechselwirkungen (der Stoffe).

    Ich hatte bspw. in den ersten Monaten der Abstinenz eine Veränderung der Pigmentierung der Haut, das zog sich so ca. ein Jahr lang hin - KI brachte die abenteuerlichsten Erklärungen und konnte oder wollte keine Verbindung mit Alkohol herstellen, Ärzte rätselten ähnlich herum ... bis hin zu Hautkrebs war alles im Angebot, div. Unvertäglichkeiten ebenfalls.

    Nach ein ... zwei Jahren verschwanden diese flächigen dunklen "Altersflecken" allmählich wieder. Hatte sich die Leber erholt? War die Sonnenstrahlungbelastung nun eine andere, die Ernährung, mein Denken und damit die verbundene Botenstoffausschüttung?

    Keene Ahnung! KI und und ihre vermeintliche Intelligenz, ihr "Wissen" in Bezug auf die Vorgänge im Körper, ist wohl sehr vorsichtig, wage, denn auf Annahmen, nicht auf Erfahrungen basierend, zu nehmen. Klar kann alles möglich sein, wenn man's denn weiß.

    Mir ist ein Arzt, möglichst ein alter, erfahener, lieber, der sagt: Ich weiß es auch nicht, als diese pseudo-intelligenten computer(re)generierten Antworten.

    Die ganze Zeit war ich nüchtern, nun bin ich trocken. Irgendwie ist das ein Unterschied.

    Ich wurde in der ersten Zeit "trocken" im Sinne von giftfrei ... so nach und nach. So wie ein Baby, welches sich langsam daran gewöhnt, eben nicht mehr einzupieseln und selbst davon begeistert ist. ^^

    So richtig nüchtern, also frei von jeglichen Gedanken an Alkohol, dass brauchte seine Zeit. Zwar war ich nach > einem Jahr rückfalllos alkoholfrei, doch hin und wieder, kam der Gedanke auf "man könnte doch mal wieder", nur eiserne Disziplin und das sich in Erinnerung rufen, wie unschön, um nicht schrecklich zu sagen, die letzten, immer häufiger werdenden Entgleisungen waren, unter Alkoholeinfluss, hielten mich zurück.

    Und wie ein Wunder ... ploppten diese Gedanken immer seltener auf. Medizinisch war ich nüchtern (giftfrei), nur im Kopf ... die Gewohnheit, Alkohol = Entspannung, das wieder loszuwerden, dauert.

    Wer sich wie bezeichnet, ob nun trocken, nüchtern, soll es nach gutdünken tun. Ich bevorzuge: alkoholfrei, für mich.

    Und muss gestehen, ich fühle mich wohl dabei.

    Hallo Loner,

    auch bei mir dauerte es über ein Jahr, bis ich diesen "Verzichtsgedanken" aus dem Kopf bekam. Hin und wieder schlich er sich wehmütig ein, die Vernunft hielt ständig dagegen. So nach und nach bemerkte ich, dass ich in Wirklichkeit auf gar nichts verzichtete, im Gegenteil, die Vorteile überwogen.

    Das hielt ich mir immer vor Augen und tatsächlich, nahmen diese Verzichtsgedanken stetig ab, bis sie gänzlich verschwunden waren.

    Wir (ich) sind eben doch alle Gewohnheitstiere, das klingt so einfach, fast schon idiotisch/irrational, doch auf mich trifft/traf es definitiv zu.

    Dadurch sind körperliche und geistige Kapazitäten freigeworden, die nun sinnvoll kanalisiert werden müssen.

    Damit scheinen viele (?) ein Problem zu haben, besonders am Anfang, in der ersten Zeit ihrer alkoholfreien Phase, sie wissen einfach nicht wie sie diese Zeit füllen können.

    Wer sich für Gott und die Welt interessiert oder Hobbys hat, sich für Freunde und/oder Familie begeistern kann, wird es wohl dankbar bemerken, was er nun alles tun kann.

    1. Ich kann nicht mehr trinken (als Verbot).

    2. Ich will nicht mehr trinken.

    3. Ich brauche nicht mehr trinken.

    Bei mir war es etwas anders: ich brauche nicht mehr trinken, Alkohol, denn nötig (notwendig) war er ja nie, ich wollte nicht mehr trinken das war mein Ziel, damit erübrigte sich Punkt 1 und 3 sowieso ... folgte man der Vernunft/Logik.

    Auch das "Suchtgedächnis" hinterfragte ich akribisch: war es das Erinnerungsvermögen des Körpers ... einmal daran gewöhnt und nun resilient für eine bestimmte Menge, ähnlich der Resilienz nach einer Impfung oder war es das, was ich mir immer wieder einredete bzw. mir eingeredet wurde: die Angst vor dem "berühmten Rückfall", der immer und überall lauert bzw. lauern könnte, ähnlich einer unberechenbaren Gefahr, die Macht des Bösen ^^ , also das was einem im Kopf 'rumgeht, ähnlich einem Phobiker, der auch immer fürchtet, dass, was auch immer, passieren könnte und die pure Furcht, sich dann ... zwangsläufig, ähnlich der selbsterfüllenden Prophezeiung, auch erfüllt.

    Ich entschied mich für Ersteres, den Gewöhnungseffekt. Als aufmerksamer Student der Biologie und Verhaltensforschung lernte ich einiges von I. P. Pawlow, D. Attenborough und div. Anderen ... war es wirklich so einfach, sich einmal antrainiertes Verhalten wieder abzutrainieren? War es wirklich nur eine Frage der Zeit, der Kontinuität? Auch des Glaubens, bei Menschen?

    Nun ist Weihnachten und Neujahr wieder vorbei.

    Und? Was hat sich geändert ... im Großen wie in Kleinen? Nix. Jedes Jahr die gleichen Hoffnungen, die gleichen *guten* Vorsätze, die man vielleicht auch im Frühjahr, Sommer oder Herbst hatte und in >350 Tagen geht's wieder los ... alle Jahre wieder -> na herzlichen Glückwunsch!🌲🚀🥳

    die Angst vor dem nächsten Rückfall ist etwas, das wohl jeder von uns kennt. ... "ich habe das selbst in der Hand".

    Ich habe es selbst in der Hand!

    Allein mit diesem Bewusstsein, kann ich doch einen Rückfall ausschließen.

    Keine fremdem Mächte bestimmen mein Handeln, keine imaginär flüstenden Flaschen, Gläser versuchen mich zu überreden, auch muss ich nicht trinken, weil ich am Verdursten bin.

    Kein Verkehrsteilnehmer nötigt mich, auch werde ich nicht sofort sterben, wenn ich nichts trinke ... warum will das keiner begreifen ... dass es so einfach ist?

    Wenn ich vor einer Sache Angst habe, dann laufe ich vielleicht davor weg, weil ich eben Angst habe und mich der "Konfrontation" nicht stellen will. Doch die Ursache meiner Angst bleibt bestehen, denn sie verschwindet nicht dadurch, dass ich ihr aus dem Weg gehe.

    Alkohol ist doch nur Mittel zum Zweck, um eine Angst, ein Problem zu betäuben ... dem zu entfliehen. Ist man sich dessen bewusst, dass das Problem bleibt - welches auch immer (Unzufriedenheit, Einsamkeit, mangelnde Akzeptanz etc.pp.) - , weiß man zwar für den Moment ... der Betäubung, denn etwas anderes ist es ja nicht (Alkohol), sind die Probleme zwar kurzzeitig verschwunden, doch mehr auch nicht!

    Wenn ich mit meinem Problem zurechtkomme und mir dessen bewusst bin, dass Alkohol absolut nichts verändert, mal abgesehen von div. köperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen, müsste auch die Furcht vor Alkohol schwinden.

    Welche Anlässe/Probleme erzeugen also den Wunsch/Drang sich betäuben zu wollen?

    Zufriedenheit ist es wohl kaum.

    Was erzeugt also die Unzufriedenheit und warum? Was lässt einen so zornig, traurig, missmutig werden? Warum will man dem entfliehen?

    Wenn man nur nicht trink, wird alles bleiben wie es ist, selbst wenn man trinkt, bleibt es so.

    Also die erste Zeit ist es aus meiner Sicht besser, erst einmal allen "schwierigen" Situationen aus dem Weg zu gehen.

    Definitiv ist das eine gute Strategie ... am Anfang. Als ich bemerkte, ich schwächele noch, das heißt der Versuchung zu widerstehten, vermied ich alles - Weinachten, Silvester, Geburtstag & Co. findet auch ohne mich statt und Mal ehrlich, soooo erquicklich waren all die Zusammenkünfte nun auch wieder nicht, vorallen wenn zu viel getrunken wurde.

    Wenn man natürlich nur "trinkendes Volk" kennt, kann's schon ein bisschen einsam werden, ich entschied mich für lieber "einsam" und froh, wenn auch nicht zufrieden, als trunkend/trinkend und noch mehr unzufrieden.