Beiträge von Susanne68

    Hallo Tanja,

    Einen weiteren Punkt an so einer Gruppe finde ich, dass man erkennen kann, das es bestimmte Punkte gibt, die man nicht ändern kann, weil das schon fast alle probiert haben und jede(r() damit gescheitert ist.

    Statt dann ewig dagegen anzukämpfen, kann man sich damit beschäftigen, es zu akzeptieren und seine Kräfte sinnvoller einzusetzen. Ich denke da z.B konkret an diese Wutausbrüche, die ja zu nichts führen. Oder zu erkennen, dass das Lügen einfach bei einem Alkoholkranken (oft) dazugehört und dass es nur die eigenen Nerven sind, die man sich mit der Aufregung darüber ruiniert. Und überhaupt der ganze vergebliche Kraftaufwand, den Angehörigen zum Aufhören zu bewegen.

    In Deinem Fall ist es doch so, dass Du Deiner Mutter anscheinend kaum aus dem Weg gehen kannst. Anderseits wirst Du Dich sehr wahrscheinlich damit abfinden müssen, dass Du sie nicht ändern kannst. Sie ist außerdem erwachsen und nicht entmündigt, so wie ich das verstehe, also wirst Du es ihr auch nicht verbieten können.

    Es geht eigentlich mehr um Deinen eigenen Umgang mit dem ganzen Problem. Ich kann mir auch vorstellen, dass Du mehr unter ihrer Trinkerei leidest als sie selbst. Und dabei kann Dir eine Gruppe schon helfen. Aber wie die Bezeichnung Selbst-Hilfe schon sagt, lernt man dort vor allem, sich selbst zu helfen. Die Gruppe löst die Probleme nicht für einen, man kriegt nur das Handwerkszeug.

    Gruß Susanne

    Liebe Chillymilly,

    ich habe hier noch nie geschrieben, lese aber schon ein Weile mit.
    Zufällig hatte ich eine ganz ähnliche Situation mit meinem Vater. Wir hatten sehr begründete Annahmen, dass mein Vater betrunken fährt.
    Einmal hat der Nachbar bei meinem Onkel angerufen, dass mein Vater in seiner Einfahrt im Auto sitzt und so betrunken ist, das er nicht ansprechbar war. Mein Onkel ist dann hingefahren, da war mein Vater mit dem Auto weggefahren.

    Ich habe bei der Polizei angerufen, was man machen kann. Sie haben mir dann gesagt, dass sie weder Zeit noch Personal haben, auf Verdacht jemanden zu überwachen. Man müsste denjenigen schon auf frischer Tat ertappen. Ich könnte ihn nur anzeigen, wenn selbst ich sehen würde, dass mein Vater betrunken losfährt. Wenn ich das nur "aus der Ferne" vermute, kann ich nichts machen. Ich bin dann aber auch rechtlich nicht in der Verantwortung.
    Und die Polizei an seinem Wohnort "sucht" ihn auch nicht und stellt sich auch nicht vor die Einfahrt, um abzuwarten. Sie gehen davon aus, dass er über kurz oder lang bei einem Unfall erwischt wird und vorher machen sie nichts. Das Ganze ist in Baden-Württemberg.

    Ich würde einfach mal bei Deiner Polizei anrufen und fragen, was Du da machen kannst. Vielleicht ist ja dort anders als ich es erlebt habe.