Beiträge von Susanne68

    Diese Wortwahl kommt übrigens auch in den besten Familien vor, hat also nicht unbedingt was mit Unterschicht zu tun.

    Guten Morgen Kayla,

    Allerdings glaube ich, dass Deine eigenen Männergeschichten - sorry, dass ich das


    meinen Ex-Mann, der nicht der Vater der Kinder ist...
    hatte Pech mich ein paar Männern, trank in der Zeit auch, um mehr Selbstbewusstsein zu haben. ...
    Dann lernte ich meinen jetzigen Partner kennen, er ist drei Jahre älter als ich. Ich war sofort Feuer und Flamme, jedoch wurde er mitten im Hausbau von seiner Frau mitsamt Sohn verlassen wegen einem anderen Mann...


    so bezeichne - auch etwas mit Deinem Alkoholkonsum zu tun haben. Hätte möglicherweise alles anders laufen können, wenn Du nicht getrunken hättest. Ist ja jedenfalls schon ein ganz schönes Chaos.

    Den Alkohol schüttest Du Dir selbst rein, die ganzen Schuldzuweisungen die in Deinem Eingangspost sind ändern nichts daran.
    Und ich habe auch nicht ganz verstanden, ob Du hier nur eine Versicherung möchtest, dass das Brustkrebsrisiko nicht ganz so groß ist wie von Dir befürchtet, auch wenn Du weitertrinkst. Jedenfalls habe ich in Deinem ganzen Post nirgendwo gelesen, dass Du aufhören möchtest oder dass Dich das ernsthaft interessieren würde, wie das gehen könnte.

    Ich empfinde das, was Du schreibst, als ganz schöne Selbstmitleidsnummer. Kannst Du machen, ist nicht mein Problem. Ob Dich das weiter bringt, bezweifle ich.

    Gruß Susanne

    Hallo


    Kann man da irgendwas machen? Zusehen und machen lassen kann doch keine Lösung sein! :( Und gibt es denn überhaupt Hoffnung, wenn so jemand seit seinem Teenageralter trinkt und nie ein Hobby hatte?

    Du kannst ihn ja mal fragen, was er davon hält, dass Du sein Leben regeln willst.

    Er ist wohl volljährig und tut nichts verbotenes, sprich er kann mit seinem Leben machen was er will. Wenn Du nicht zugucken willst, musst Du halt weggucken.

    Abgesehen davon ist es ziemlich aussichtslos, jemandem vom Trinken abbringen zu wollen, solange der nicht will. Du kannst ihm sagen, was Du davon hältst, und da endet Dein Einfluss.

    Gruß Susanne

    Hallo,

    Bei mir wars so, dass ich an dem Kippmoment gar nicht aufhören wollte, weil es da ja grade richtig schön war. Der typische Satz, der Durst kommt beim Trinken. Genau da, wo man aufhören müsste, ist man auch besonders bereit, fünfe grade sein zu lassen. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Und mehr Selbstkotrolle als im ganz nüchternen Zustand hatte ich da garantiert auch nicht. Was man sich vorher vorgenomen hat, zählt nicht wenns gerade gut schmeckt.

    Also soweit MEINE Erfahrung

    Gruß Susanne

    Hallo Kayla,


    Vielleicht können mich hier auch ein paar Frauen aufbauen, die selbst viele Jahre getrunken haben und keine Probleme mit ihren Brüsten haben?

    wenn ich das richtig sehe, wären das nur weitere Zahlen in Deiner Statistik. Wenn Du die ganzen Statistiken im Kopf hast, weißt Du, dass es nur um Wahrscheinlichkeiten geht. Sicher ist im individuellen Fall gar nichts. Deswegen würdest Du den Arsxx auch nicht hoch kriegen.

    Sorry, das ist alles was mir dazu einfällt. Vielleicht hat ja noch jemand bessere Ideen.

    Gruß Susanne.


    @ auch an susanne, mur ist lieber du schreibst mir direkt.

    das wirst Du mir überlassen müssen. Ich schreib zwar ab und an meine Meinung und es ist auch OK, wenn Dir das hilft, aber ich sehe es nicht als meine Aufgabe (würde auch gar nicht funktionieren), Dich trocken zu legen. Das ist Deine Aufgabe, genau so wie es Deine Aufgabe ist, Dir das aus dem Geschriebenen rauszusuchen was für Dich passt.

    Sorry, ich bin nicht Dein Kindermädchen.

    Ganz gut ist übrigens auch zusaufen, weil einem langweilig ist und man erwartet, dass in dem kurzen Leben doch unbedingt was passieren müsste. Saufen als Handlungsersatz oder einfach, weil man seine eigene Langeweile nicht aushält, wenn man keine Energie mehr für den Aktionismus hat...auch da kann es hilfreich sein, das nüchtern "kommen zu lassen" und mal abzuwarten, was passiert.

    Hallo stevie

    Ich wage es mal mit der Vermutung, dass Du unter ziemlich hohem innerem Druck stehst, den Du Durch Deine Springerei kompensiert.

    Es ist bei jedem unterschiedlich, habe ich gemerkt. Bei mir war es anfangs - die ersten Monate - am wichtigsten, das erste Glas stehen zu lassen, und zwar völlig unabhängig davon, wie es mir ging, also unter keinen Umständen etwas zu trinken.
    Die ganzen Theoriegebäude, was ich alles machen muss, um nüchtern zu bleiben, hätten mich am Anfang nicht weiter gebracht. Ich musste zuerst mal Strecke machen und Abstand gewinnen, bevor ich überhaupt die Ruhe gefunden habe, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. Und dabei rede ich jetzt nicht von ein paar Tagen, sondern mindestens von mehreren Monaten. Ich brauchte auch Zeit, das nüchterne Lebensgefühl erst mal zu spüren, damit ich überhaupt wusste wie sich das anfühlt.

    Bei mir war es auch so, dass ich fast zwangsläufig darüber nachgedacht habe, wie es mit meiner Sucht war, als ich mich nüchtern aushalten musste, wenn es nicht so gut lief - oder so gut, dass ich was feiern wollte, also jedenfalls bei intensiven Gefühlen. Wenn der innere Druck steigt und es nichts gibt, wie ich ihn ablassen kann, dann fängt bei mir das Hirn von selbst das arbeiten an, wenn ich das aushalte.

    Ich persönlich könnte mir vorstellen, das es auch bei Dir erst mal darum geht, Dich selbst und Deine Gefühle nüchtern auszuhalten. Wo sie herkommen und was Du tun kannst, damit das besser wird, könnte aus meiner Sicht auch noch warten.
    Du musst aber selbst rausfinden, wie das bei Dir so ist, muss nicht so sein wie bei mir.

    Gruß Susanne

    Langer Rede kurzer Sinn:

    so langs Momente gibt, wo Dir alles egal ist und Du Dir einen Kasten Weißbier kaufst und ihn auch trinkst, wirst Du nicht trocken. Ob Dir alles egal ist, ist egal, es kommt darauf an, was Du daraus machst.
    Dafür brauchst Du eine Strategie. Was Du Anderen erzählst, ist pillepalle.

    Gruß Susanne

    Hallo Simba,

    dass das für Dich nicht einfach ist, wird hier niemand bezweifeln (ich jedenfalls nicht). Wenn Du jemanden liebst, der sich selbst zerstört, und es auch nicht hilft, wenn Du Dein Bestes gibt, das ist immer hart. (Da mir keine Trostsprüche helfen, wenn es mir kummermässig schlecht geht, versuche ich es gar nicht erst, bin da nicht der geeignete Typ dazu)

    Und daran, dass er sich mit Alkohol und Tabletten ZUSÄTZLICH zu der PTBS mehr selbst zerstört, als dass er sich damit hilft, dürfte ja wohl kein Zweifel bestehen. "Er trinkt, weil" ist ja ein Scheinargument von ihm oder auch von Dir, weil Du es verstehen willst, weil es bei der Bewältigung einer PTBS ja gar nicht hilft - schafft vielleicht kurz Erleichterung, schadet auf Dauer aber zusätzlich, wird zum ganz eigenen Problem, ein weiteres Packl das er bewältigen müsste. Konserviert das Trauma ausserdem zusätzlich. Ich nehme an, das seine Therapeuten kaum begeistert wären, wenn er das wüsste, was Du hier über sein Trinkverhalten schreibst. Kann ich mir kaum vorstellen, dass die das gut heißen.

    Das Problem ist, dass so eine Beziehung auch auf Dich zerstörerisch wirkt, ich habe selbst schon mehrere solche Fälle erlebt. Und je länger Du in der Situation verbleibst, und je mehr Du mit Dir machen lässt, weil du den Absprung nicht schaffst, weil er im Grund ein netter Kerl ist, usw usf., desto schwerer wird es Dir selbst fallen, danach selbst wieder gesund zu werden.

    Das merkst Du jetzt vielleicht noch gar nicht in seiner ganzen Tragweite - und was es auf Dauer mit Dir macht - , aber für Dich selbst ist das was Du gerade erlebst, ja auch kein Spaß sondern eine Belastung. Lass ihn mal in seinem Zustand richtig ausrasten, dann hast Du möglicherweise selbst irgendwann eine PTBS. Aber auch wenn es nicht so weit kommt, zehrt es ganz gewaltig an Deinen Kräften. Nicht wenige Angehörige eines Suchtkranken sind ja selbst irgendwann behandlungsbedürftig, weil es einfach zu viel wird und sie selbst krank werden.
    Die Meinungen und Erfahrungen hier wären ja ganz egal, wenn Deine eigene Erfahrungen sie Lügen strafen würden. Aber ich denke, sie treffens nur recht gut und führen Dir Deine Situation vor Augen.

    Ich halte aber auch wenig davon, etwas zu beschwichtigen und zu beschönigen. Hoffnung zu machen, wenn ich selbst aus dem von Dir geschrieben nicht daran glaube, wäre unehrlich. Und wenns wirklich falsch wäre, was hier geschrieben wird, dürftest Du es überlesen.
    Ich wünsche Alles Gute auf Deinem Weg und wenn es dazu kommt, eine kluge und weise Entscheidung, mit der Du selbst auf Dauer leben kannst.

    Gruß Susanne.


    Noch eine Frage an euch:
    wie geht man in der Zeit der Entgiftung mit dem Alkoholiker um? Soll man ihm gut zureden, ihn in Ruhe lassen oder versuchen, ihm seine schlimme Krankheit bewusst zu machen??
    Macht es Sinn, ihn auf Tatsachen und schlimme Vorfälle anzusprechen, die mir in den letzten Tagen von seinen Eltern und Geschwistern im Hinblick auf das Alkoholproblem geschildert werden, oder nimmt er solche Gespräche eh nicht auf? Kann man ihn damit "schocken", oder ist das alles umsonst?

    die meisten Alkoholiker sind ziemlich gut darin, sich selbst runterzumachen (auch wenn sie nach aussen noch so großkotzig wirken können), das führt bei einigen dazu dass sie das Trockenwerden als noch sinnloser empfinden. Zwischen Allmachtsgefühlen und kompletter Sinnlosigkeit liegen ja oft nur Minuten.

    Man muss nichts beschönigen, aber grade kurz nach der Entgiftung ist ein Alkoholiker wie ein rohes Ei, der mit seinen eigenen Emotionen überhaupt nicht umgehen kann. Bis dahin hat er ja alles runtergesoffen und nüchtern ist das sowieso schlecht auszuhalten. Und so frisch liegt ja da nichts näher, als zum bewährten Mittel - dem Alkohol - zu greifen. Dir würde er die Schuld dafür zuweisen. Vorwürfe bringen eh nicht so viel, weil sich nachträglich ja nichts mehr ändern lässt. Und die Angehörigen tragen meist Mitverantwortung, denn sie haben es auch mit sich machen lassen - ist ja niemand gezwungen, mit nem Süchtigen verheiratet zu bleiben oder das sonstwie mit anzugucken..ausser Kindern, die wirklich nicht weg können, weil sie nicht über ihr Leben entscheiden können.

    Oft stellt man im Nachhinein auch fest, dass die Sucht zwar ein schwerwiegendes Problem ist, es in der Partnerschaft aber auch noch an ganz anderen Punkten hakt, Grenzen nicht eingehalten werden usw. Meistens müssen beide dran arbeiten, wenn das was werden soll. Und dazu gehört, dem Anderen "Seins" zu lassen.

    Eigentlich kannst Du ihm nur klar machen, dass Du es als eine Krankheit siehst, bei der Du ihm im Moment nicht helfen kannst. Weder Vorwürfe noch gut zureden, sondern die eigene Hilflosigkeit zur Sprache bringen und ansonsten in Ruhe lassen - meine Ansicht. Wenn er je eine Therapie machen sollte, gibt es da meist Paargespräche, da unterhält man sich dann in entsprechender Atmosphäre und unter sachkundiger Begleitung. Da ist der Betroffene aber auch schon meist einige Wochen nüchtern und hält auch schon ein bisschen was aus. Bisschen Abstand schadet nicht.

    Hallo,

    ich bin als Kind eines Alkoholikers aufgewachsen, der an den Folgen seines Alkoholkonsums gestorben ist, und ich habe selbst lange gesoffen, aber schon vor langer Zeit aufgehört.


    Drohungen mit Suizid habe ich schon sehr oft gehört.

    Das ist emotionale Erpressung in Reinform. Wenn Du nicht machst, was ich will, dann mache ich etwas, mit dem Du nie mehr fertig wirst.

    Meine Mutter brachte diesen Spruch mir gegenüber immer wieder, als klar wurde, dass ich erwachsen werde und mein Elternhaus - und sie mit den Problemen, die sie mit meinem trinkenden Vater hatte - hinter mir lasse. Das ging so lange, bis ich eines Tages sagte "Mach doch, dann ist Ruhe". 35 Jahre später erfreut sich meine Mutter bester Gesundheit, sie ließen sich allerdings bald danach scheiden. Mein Vater lebte danach aber auch noch über 30 Jahre.

    In der Entgiftung wissen sie normalerweise, wie weitere Schritte eingeleitet werden können.
    Nur kurz. Ich war von außen kaum zu beeinflussen, so lange ich trinken wollte. Aber als ich dann soweit war, das durchzuziehen, weil ich die Schnauze voll und es eingesehen hatte, war es zwar nett, dass ich noch einen Partner hatte, aber ich hätte es auch alleine durchgezogen. Da solltest Du Deine Wichtigkeit nicht überschätzen, genauso wie Du dir von Deinem Partner nicht erzählen lassen musst, das er ohne Dich nicht leben kann.

    Gruß Susanne

    Wobei das Dir in der Bestätigung Deiner Wahrnehmung womöglich mehr geholfen hat als ihr. Sie ist ja möglicherweise so in ihrem Helfersyndrom gefangen, dass sie das mal wieder überliest und sich nur angegriffen fühlt. Sie will ihm helfen, kann sich aber selbst nicht helfen...

    In gewisser Weise ist ja das, dass es jetzt dort so Scheixxe läuft, ihre größte Chance, dass sie mal wieder zu sich selbst kommt. Zu ihrem wie-auch-immer-Tiefpunkt, wo sie nicht mehr nur drüber nachdenkt, was sie tun könnte, damit er...sondern darüber, was sie tun könnte, damit sie...

    Das war es aber auch schon, was ich dazu sagen wollte.

    Was hat Dich eigentlich dazu bewogen, zu ihm zu ziehen, obwohl Dir zumindest das Risiko ja bewusst war?

    Wars ein Sprungbrett zum Auswandern?
    Hast Du gehofft, es ist nicht so schlimm?
    Oder wolltest Du es nur genau wissen?

    Jetzt weißt Du es genau.
    Andere wären das Risiko gar nicht erst eingegangen, schon gar nicht auf die Entfernung.
    Ich wünsche Dir, dass Du Dir nicht alle Optionen, da raus zu kommen abgeschnitten hast.

    Er macht das, was er macht, auch ohne dass Du es hier erzählst. Er braucht Dich nicht dazu, denn er konnte es schon vorher, und ich wette, er wird sich wegen Dir nicht ändern.

    Es ist Deine Entscheidung, ob Du Dir das antust - denn anders kann man das nicht ausdrücken, DU TUST DiR DAS AN, mit ihm zu leben - , oder ob Du die Situation verlässt.

    Und alle Gründe, warum Du da nicht weg kannst, kannst Du Dir schenken, sie werden nicht besser sein als seine Gründe, warum er säuft und giftet. Brauchst Du nicht rechtfertigen, musst aber auch nicht drüber jammern, denn hast Dich ja bewusst und trotz vorheriger Auseinandersetzung mit dem Thema dafür entschieden. Warum, das weisst nur Du.

    Gruß Susanne

    Der Auslöser war kein spezieller. Nichts, was ich nicht schon hundertmal erlebt hätte. Eines Nachts als der Pegel sank, ging mir halt auf, das es immer gleich endet, wenn ich unbedingt ein bisschen was trinken will, und dass ich das so nicht mehr wollte. Weiss nicht genau wie ich das beschreiben soll, plötzlich sah ich halt vor meinem inneren Auge, dass ein Leben ganz ohne Alkohol viel schöner sein könnte, als das was ich bis dahin machte. Das hatte ich davor nie so empfunden, war wirklich das erste Mal und es war sehr intensiv, dieses Gefühl. Ging auch nicht mehr weg.
    Mir ging es so schlecht, dass es ohne Alkohol kaum schlechter werden konnte. Und dass es mit Alkohol nicht mehr besser werden konnte.
    Das hat mir geholfen, alle Schwierigkeit mit dem Aufhören auszuhalten..war alles besser, als Weitertrinken oder wieder anzufangen.

    Ich bin jetzt ein paar Tage unterwegs, falls Du Fragen an mich persönlich hast, musst Du warten. Aber sind ja noch Andere da.

    Gruß Susanne

    Guten Morgen,

    ich trinke auch schon ein paar Jahre nichts mehr. Auch mein Vater hat getrunken und meine Mutter war damit unzufrieden, ich kenne das also von beiden Seiten. Ausserdem war es als Kind ganz toll, mit Eltern aufzuwachsen, die sich immer mehr gestritten haben, obwohl sie versuchten, mich rauszuhalten, aber so was kriegt man einfach mit. Dein Sohn wird ja auch älter, wenn das noch länger geht, dann lässt sich das nicht mehr verbergen. Und man kriegt auch mit, dass die Mutter unglücklich ist, was für die zukünftige Lebenseinstellung nicht unbedingt förderlich ist. Glückliche Eltern haben glückliche Kinder sagt man, unglückliche Eltern haben...



    Wie schätzt ihr denn sein Verhalten ein? Reagiere ich über oder geht es schon Richtung Sucht?

    Was kann ich sonst machen, ich kann ihn ja zu nichts zwingen wenn er es selber nicht einsieht.

    ich schätze sein Verhalten so ein, dass ihm das Trinken wichtiger ist als das, was Du willst.

    Nicht mehr und nicht weniger. Ob er nicht anders kann oder ob er einfach der Meinung ist, das steht ihm zu und Du hast da nichts zu melden, kann ich nicht beurteilen. Aber wenn einer seinen Hausfrieden dafür aufs Spiel setzt und Ärger in Kauf nimmt, denke ich mir mein Teil. Beweisen kann das aber niemand. Beweisen könnte man nur schwere alkoholbedingte Schäden, und das kann sehr lange dauern bis es dazu kommt. Ob er deswegen abhängig wäre oder "nur" Missbrauch betreiben würde, wüsste man dann trotzdem nicht.

    Angenommen, Deine beste Freundin würde Dir erzählen, dass sie mit einem Säufer zusammen ist, der sich wegen ihr nicht ändert und dass sie mit ihm unglücklich wird - was würdest Du ihr raten? Wenn klar ist, dass sie daran nichts ändern kann - würdest Du ihr raten, das auszuhalten? Oder würdest Du ihr raten, sich besser um sich selbst zu kümmern?

    Gruß Susanne

    Nicht mehr trinken zu wollen ist übrigens nicht das Gleiche, wie keine Angst davor zu haben, was kommen könnte und das man dann auf sein Absackerchen nicht mehr zurückgreifen könnte.
    Das nur zur Klärung. Denn meistens und bei Dir auch, so wie ich das lese, hat der Alkohol ja eine Funktion, die Du anderweitig ausfüllen musst.
    Und Du kannst nicht unbedingt damit rechnen, dass es wieder so wird, wie es vorher, mit 25 und in einer ganz anderen Lebensphase war. Du betrittst Neuland.

    Vergangenheit kannst Du eh nicht ungeschehen machen. Bringt nix, sich dafür Vorwürfe zu machen, ist schon rum ums Eck. Ändern kannst Du nur Zukünftiges. Erfahrungen und Fehler müssen manchmal gemacht werden, damit mans beim nächsten Mal besser machen kann.


    Ich habe aber Angst zum Arzt zu gehen und es ist dann wirklich der Alkohol dran Schuld.

    wäre doch gut, wenn der Alkohol dran schuld wäre, denn dann wäre das Problem ja einfach zu lösen. Weglassen und gut ist.
    Oder hast Du eher vor dem Gedanken, dass Du dann nicht mehr trinken könntest, Angst?

    Gruß Susanne